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"... angefühllt mit jenem Äußersten von Sein und Neigen,
Hinhalten, Niemals - Gebenkönnen, Dastehn,
das unser sein mag: Äußerstes auch uns.
Lautloses Leben, Aufgehn ohne Ende,
Raum brauchen ohne Raum von jenem Raum
zu nehmen, den die Dinge rings verringern,
fast nicht Umrissen - sein wie Ausgespartes
und lauter Inneres, viel seltsam Zartes
und Sich - bescheinendes - bis an den Rand:
ist irgend etwas uns bekannt wie dies?
Und dann wie dies: daß ein Gefühl ensteht,
weil Blüttenblätter Blüttenblätter rühren?
Und dies: daß eins sich aufschlägt wie ein Lid,
und drunter liegen lauter Augenlider,
geschlossene, als ob sie, zehnfach schlafend
zu dämpfen hätten eines Innern Sehkraft.
Und dies vor allem: daß durch diese Blätter
das Licht hindurch muß. Aus den tausend Himmeln
filtern sie langsam jenen Tropfen Dunkel,
in dessen Feuerschein das wirre Bündel
der Staubgefäße sich erregt und aufbäumt..."
eine wahnsinnig starke Bearbeitung !!!
sehr gutes Foto.....die Blüte wirkt wie ein schützender Mantel für den Tropfen .....
und wie immer ein klasse Text !!!
Chapeau !!
LG
Horst
Aus dem Dunkel der Sonnenblume erwächst ein kleines Leuchten. Helligkeit breitet sich aus. Gefühle erreichen da Licht und spiegeln sich in der zarten Farben. Wundrschönes Fotowerk mit ergänzenden Zeilen. Herr Rilke ist wirklich grandios. LG Helga