Foto aus dem Akt-ChannelTeilnahme am ForumFotos verkaufenMehr Foto-Ordner anlegen?Mehr Favoriten speichern?Mehr Freunde speichern?Mehr Fotos speichern?Am Galerie-Voting teilnehmenProfilbesucher anzeigenMehr Fotos veröffentlichen?Zugang in allen Sprachversionen?WerbefreiheitBezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
Restaurierte Ruine des Pulverturms sowie das Zeiss-Hochhaus in Jena, eskortiert von einer Straßenleuchte, gesehen aus Richtung des Gartens des Instituts für Germanistische Sprachwissenschaft. 23. Januar 2008. Nikon F 601 mit Sigma 28-200 mm auf Kodacolor 400. Scan: Nikon Coolscan V ED mit 3000 ppi (12 Megapixel). Bearbeitung: Ulead PhotoImpact 12. Drehung -2,5 Grad. Rauschen entfernen: Helligkeitsrauschen 25/100, Farbrauschen 50/100. Schärfen 30/100. Tonwertkorrektur: Gamma 1,4. Farbsättigung +15.
Abgesehen von den Gegensätzen alt-neu und klein-groß waren und sind Türme, bzw. deren modernes Äquivalent der Hochhäuser, immer auch Machtsymbole.
Man denke zum Beispiel an die Geschlechtertürme in Italien, die als Machtsymbole reicher Adelsfamilien dienten, und deren Vertreter in San Gimignano wohl die bekanntesten ihrer Art sind.
Noch heute kann man an den alten Türmen und Gebäuden die einstige Macht einer Stadt oder Staates ablesen, so wie auch moderne Hochhausbauten die Wirtschaftskraft und Prosperität der Erbauer darstellen sollen. Dass das manchmal nicht den Tatsachen entspricht und sich auch Staaten solche Gebäude leisten, die es eigentlich nicht können, zeigt der Turm in Jena, der, wenn ich nicht gewaltig irre, noch zu DDR-Zeiten erbaut wurde.
Nun soll Jena, und auch das soll das Gebäude wohl darstellen, einer der Leuchttürme sein (ich weiß gar nicht mehr, wer den Begriff in Umlauf brachte.... war es etwa Frau Merkel ?), die in ihrer Region strahlen und auch für das Umland noch einen gewissen Wohlstand bringen sollen, nachdem sich die Erkenntnis durchsetzen konnte, dass blühende Landschaften eben nicht flächendeckend zu realisieren sind.
Die Strassenbeleuchtung greift den Leuchtturmbegriff in kleinerem Maßstab wieder auf.
lg Carsten
P.S.
"Die zwei Türme" ist Dir als Titel natürlich nicht zugeflogen ;)
Die Frage ist, ob der kleinere Turm als weißer Turm gelten soll, dessen Bewohner sich von der Macht des großen, dunklen Turms blenden ließ. Immerhin hat er die Jahrhunderte überdauert. Ob das bei dem dunklen Turm auch der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.
Im Film wurde auch die Leuchtturmfunktion des "großen Auges" schön dargestellt.
Wieso "Zwei"? Ich würde die Laterne / Eskorte mitzählen... alles halt eine Frage der Perspektive ;-)
Vom rein architektonischen Standpunkt her, kann ich solche Kombinationen nur selten nachvollziehen.
Carsten hat die Bedeutung von Türmen ja schon sehr gut beschrieben... nicht umsonst findet man die höchsten davon in den Boomtowns dieser Welt. Jedoch zum Teil in sehr gegensätzlicher Art: als Wohnsilos oder Arten von Geldbunker/Handelsplatz.
Ich bin zumindest froh, daß ich erstens nicht in solch einem Ding arbeite und zweitens nicht dort wohne!
Daran hat mich übrigens dein Bild erinnert:
Lieber Carsten, auf die Theorie, die auf der Webseite vertreten wird, die Du da verlinkt hast, gehe ich nicht ein, aber sie ist mir durchaus bekannt ;-). Es könnte durchaus sein, dass auf der Ebene des Es dergleichen mitschwingt. Aber wenn ich nicht irre, sind die modernen Hochhäuser, etwa die in New York oder anderen großen Städten der USA und der übrigen Welt, in die Höhe gebaut worden, weil die Grundstückspreise an der betreffenden Stelle so hoch waren. Dass nun Staaten aus vordergründigen Motiven, etwa dem des Politprotzes, den "größten" Wolkenkratzer haben wollen, und sei es auch nur durch die Höhe der Fernsehantenne, gehört zu den Primitivitäten auf unserer Welt, über die man nur staunen kann.
Der Zeiss-Turm, der mitten in das alte, gewachsene Stadtzentrum Jenas geklotzt wurde, ist für diese im Zentrum doch relativ kleine Stadt völlig unmaßstäblich groß. Verrückterweise hat die Firma Intershop, die irgendwann nach der Wende diesen Bau übernahm, sogar noch einige Stockwerke draufsetzen lassen. Über die wirtschaftliche Lage dieser Firma unterrichtet ein Wikipedia-Artikel.
Die Universität hat diesen Turm bereits verlassen - ich durfte allerdings einige Jahre in ihm arbeiten. Da muss sie wohl mit anderen Mitteln ins Land leuchten. HG, Eckhard
@ Stefan: Lieber Stefan, die Eskorte kann natürlich nicht zu den zwei Türmen gezählt werden ;-))), ebensowenig wie die Bewohner. Wir hatten ja davon gesprochen, dass durch Perspektive eine Wirklichkeit suggeriert werden kann, auch eine märchen- oder alptraumhafte. HG, Eckhard
Es ist ja eine menschliche Eingenschaft, hoch hinaus zu wollen, nur die meisten erkennen nicht rechtzeitig, dass es oben recht einsam sein kann. Nun ja, hin und wieder mal ne gute Aussicht ist ja auch nicht schlecht. Der Kontrast in Deinem Bild ist gut dargestellt. Die Türme verschmelzen fast zu einem Bauwerk. In sofern stört mich die Laterne ein wenig (Ansichtssache).
Gruß KD
Es ist auch eine Frage der Perspektive, welcher Turm einem besser gefällt. der Blick vom hintere ist sicherlich gigantisch, und das Treppenhaus erst...;-)), der vordere hat aber sicher eine größere Geschichte, aber wegen deiner gewählten Perspektive verschmelzen sie quasi, eine Einheit mit Widersprüchen.
Gruß Andreas
@ Andreas: Das Treppenhaus des hinteren Turms ist leider nur eine Nottreppe; bei Gelegenheit eines Stromausfalls durfte ich einmal acht Stockwerke hochsteigen; ästhetische Qualität hat sie nicht. Dafür ist der Blick von oben wirklich rasant; faktisch erreichbar ist das betreffennde Stockwerk aber nur mit dem Aufzug. - Warum könnte der Autor das Bild in die Sektion "Mystische Orte" gesteckt haben? HG, Eckhard
Perspektive 1: Wenn man aus Richtung des Gartens zu diesem Ensemble blickt, steht der kleine Turm, also der Pulverturm, so vor dem großen Turm, der auch den Namen Uni-Turm trägt, dass man meinen könnte, er wäre in ihn integriert. Vielleicht könnte man auch sagen, dass der große Turm auf dem kleinen aufbaut. Von der perspektivischen Sicht abgehend, wäre denkbar, hier symbolisch den geistigen Aufbau eines großes oder allgemeinen „Gedanken- bzw. Wissensgebäudes“ auf einem kleineren zu sehen. Ein wenig schief steht der verschmolzene Turm dort, man zieht Vergleiche mit Pisa, zunächst mit dem dort stehenden Turm, symbolisch jedoch, vom geistigen Turm ausgehend, auch Vergleiche zu einer gewissen Studie zum Wissensstand von Schülern. Die Laterne im Bild nimmt perspektivisch wiederum eine gegenläufige Schräglage ein; sie möchte einem suggerieren, dass sie den Turm stützt. Diese Laterne, die man auch symbolisch sehen kann, scheint auch den kleinen Turm beleuchten zu können. Nun gibt es unter dem Bild einen Hinweis: „Gesehen aus Richtung des Gartens des Instituts für Germanistische Sprachwissenschaft“. Ein solcher Hinweis ist für eine Bildbetrachtung vielleicht nicht zwingend notwendig, es sei denn, es soll damit zusätzlich auf einen Deutungsansatz hingewiesen werden. Betrachtet man also den Standpunkt der Laterne noch einmal genauer, wäre auch denkbar, dass sie im Garten des Institutes stehen könnte. Der mittelalterliche Pulverturm, den man sich hier sogar symbolisch als einen bestimmten universitären Teilbereich vorstellen könnte, wird durch diese Laterne, wiederum im übertragenen Sinne, geistig angestrahlt. Perspektiven hatten wir auch bereits in Deinem Bild „An einem Mittag meines Lebens“ angesprochen, ich finde hier Anknüpfungspunkte in der Bildaussage.
Perspektive 2: Das Foto erinnert mich, aus entgegengesetztem Blickwinkel betrachtet, an eine starre, fast totalitäre Staatsform, in der ein gut strukturiertes Kontroll- und Überwachungssystem bis zur untersten Ebene hin aufgebaut wurde. Dieser Eindruck entsteht bei mir nicht zuletzt durch die „zugeneigte“ Achse von Türmen und Laterne. Der Uni-Turm beugt sich leicht über die Laterne, diese wiederum leicht über der Pulverturm, dieser wiederum scheinbar über den Betrachter, also den einzelnen Menschen, der an unterster Stelle dieser Kette steht. Die Fenster am Uni-Turm könnte man sich als Hunderte von Augen vorstellen, Aussichtsplattform und Sendemast sind weitere Hinweise zur Beobachtung bzw. zur Datenübermittlung an eine vielleicht noch höhere Stelle. Die Laterne hat wiederum die Möglichkeit, den unter ihr stehenden Pulverturm an- und auszuleuchten. Pulvertürme dienten bereits im Mittelalter den Wachen als Ausguck, so dass man auch hier im übertragenen Sinne von einem Beobachtungsposten ausgehen kann. Unten steht der Mensch oder eine bestimmte Gruppe, scheinbar machtlos vor dieser Macht des Überbaus. Nun könnte man natürlich Parallelen zu einer ehemaligen Staatsform suchen, die in Jena noch vor wenigen Jahren zu finden war, wobei gerade Jena als ein Zentrum der Opposition galt. Vielmehr denke ich jedoch im Zusammenhang mit meinem Interpretationsansatz in Perspektive 1 an die relative Starrheit unseres Bildungssystems, die sich, wie den Medien immer wieder zu entnehmen ist, bis hin zur fertigen Ausbildung des Akademikernachwuchses auswirkt. Es ist fraglich, ob die Schieflage des Turms durch einzelne Laternen ausgeglichen werden kann; es wäre eine Frage der Perspektive.
Soweit mein Deutungsversuch, ich hoffe, er ist nicht zu abenteuerlich.
Kerstin
Liebe Kerstin, zunächst einmal ist das eine wunderbare Besprechung, die Dich sicher viel Zeit gekostet hat. Wir hatten in den letzten Tagen mehrfach gesehen, dass bei etwas verschachtelten Autorintentionen auch natürlich verschiedene Auffassungen über die Aussage einer Fotografie zustandekommen konnten; das konnten Sie aber nur, weil man sich überhaupt etwas vertiefte Gedanken machte. Auf jeden Fall danke ich Dir bereits jetzt wie stets sehr herzlich; ich äußere mich heute abend zu der Bildintention. Beachte bitte, dass das Bild in einer anderen Sektion als die Deinen steht. Was man in dem Bild sieht, soll durch die Perspektive suggeriert werden, und wir befinden uns im Bereich der Fantasy. Eckhard
"Die zwei Türme" aus "Der Herr der Ringe" waren bei diesem Bild, von Titel und Sektion ausgehend, mein erster Gedanke für einen Interpretationsansatz, da Du aber auf eine entsprechende Anmerkung von Carsten in Deiner Antwort nicht näher eingegangen bist, habe ich diese Richtung komplett wieder verworfen und die mystischen Orte etwas weiter gefasst, wobei die Perspektive durchaus der Ausgangspunkt meiner Betrachtung war ...
Ich bin auf Deine Bildintention gespannt und freue mich darauf. Momentan habe ich keine naheliegende Idee, wo ich im mystischen Bereich sonst ansetzen könnte.
-- Nicht alle meiner Bilder stehen in dieser Sektion ;-))
(Aber ich denke über eine Änderung nach!)
Kerstin
Liebe Kerstin, ob Du es glaubst oder nicht; das P.S. von Carsten ist mir tatsächlich entgangen; darum habe ich darauf nicht reagiert. Es scheint, dass mich gestern eine andere Sache intensiv beschäftigt hat. Aber wenn ich diese Deutung bestätigt hätte, gäbe es wiederum nicht diese wunderbare Besprechung von Dir. So hat alles sein Gutes. Eckhard
Liebe Kerstin, auch wenn ich ohne Vorsatz dafür gesorgt habe, dass Du im Sinne von Crossover nicht gleich auf die Autorintention kommen konntest, bieten doch Deine beiden Ansätze sehr viel Gesprächsstoff.
Perspektive 1: Völlig einsehbar für mich ist der Gedanke, dass so, wie der große Turm optisch auf dem kleinen aufbaut, auch eine Stadt aus einer primär durch die Stadtmauer und die Wehr- und Festungsanlagen geprägten mittelalterlichen Kommune zu einer Universitätsstadt wird, womit also auf dem materiellen Unterbau sozusagen der geistige Überbau errichtet wird, dessen Geistigkeit sich auch durch die spiegelnde Fassade andeuten könnte, die übrigens erst nach der Wende installiert worden ist, um den Turm weniger massiv und erdrückend erscheinen zu lassen. Selbst wenn man den Turm nicht unbedingt liebt, muss man doch sagen, dass diese Baumaßnahme exzellent gelungen ist und ihren Zweck erfüllt. Der Pulverturm war im materiellen Sinne „explosiv“; der ehemalige Universitätsturm sollte es im geistigen Sinne sein. Auch da besteht eine Korrespondenz, die durch die Perspektive unterstützt wird. Nun, dass die beiden Türme perspektivisch schief stehen, ist der Betrachterperspektive geschuldet; der Betrachter sieht sie nun einmal so, wie er auch die Laterne, anders geneigt, so sieht. Übrigens nehme ich an, dass wir beim Sehen die stürzenden Linien, die wir genau wie die Kamera sehen, psychisch „wegrechnen“, so dass uns die objektive Kameraperspektive dann später als unnatürlich erscheint. Gut, schief auf „Pisa“ zu beziehen, ist auch ein herrlicher Gedanke; die Schüler, die nach Jena kommen, müssen doch vielfach erst aus ihrer Pisawelt herausgeführt werden.
Die Laterne, welche den „Wächter“ vor den zwei Türmen (auf der Fantasyebene) darstellt, steht in der Tat im Garten und ist dem Betrachter sehr nahe. Er beleuchtet zunächst einmal den Garten des Instituts selbst, doch scheint die Laterne auch geistig über das Institut hinaus. Das wollen wir jedenfalls hoffen. Wie überhaupt die Institute, nachdem die Universität den Turm verlassen hat, jetzt jene Lampen beherbergen, mit denen der geistige Leuchtturm Jena ins Land strahlt; im Turm befinden sich jetzt die Firma Intershop und Teile der Stadtverwaltung, wenn ich nicht irre.
Perspektive 2: Den Eindruck einer totalitären Staatsform, das heißt einer allgegenwärtigen Aufsicht und Bedrohung, soll die gewählte Perspektive in der Tat vermitteln, was ja auch mit dem Thema „Die zwei Türme“ als Reminiszenz an den Roman von Tolkien vereinbar ist. Dabei kann der untere Turm die materielle Machtbasis darstellen, der größere die geistige, von der wir ja wissen, wie sie in der DDR aussah. Dazu würden dann die hundert Fenster und die Sendemasten passen. Dazu passt auch der schwarze Hutträger mit den bösen Augen, den wir uns als einen einzelnen Vertreter der Exekutive vorstellen dürfen. Und die Beobachtungsposten waren ja wohl in dem betreffenden Staat auf den verschiedensten Ebenen angebracht, bis hinein in den Kollegen-, Freundes- und Familienkreis, letzteres eine der widerwärtigsten Geschichten, die nach der Wende offenbar wurden.
Nun, was das Bildungswesen betrifft und die Frage, ob die Laternen den großen Turm in seiner Strahlkraft übertreffen können, so lag dieser Aspekt nicht in der „Autorintention“. Was aber gar nichts macht. Richtig ist aber, dass die Strahlkraft von Einzelmenschen ausgeht, die man sich virtuell als einen „Cluster“ vorstellen mag, der da in das Land strahlt. Und so ganz falsch ist das ja auch nicht, schließlich soll man sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Eckhard
Ich hatte schon Befürchtungen, Du würdest an Deinem Auftrag zweifeln ;-)
Eine interessante Anti-Bildungs-These, die zwar in ihrer Gesamtheit durchaus zu hinterfragen ist, aber einzelne Punkte, wie das Phänomen, dass selbst Bäckerlehrlinge heutzutage Abitur benötigen, sind nicht ganz von der Hand zu weisen:
Lieber Carsten, mein Autrag, so wie ich ihn verstehe, heißt ja nicht, 50 % der jungen Menschen durch die Universität zu schleusen. Der von Dir verlinkte Artikel betont meiner Meinung nach völlig zu Recht, dass das eine falsche Idee ist und dass vielerlei nützliche und wertvolle Qualifikationen auch anderswo erworben werden können. Da müssten die Leute aber auch endlich wieder einmal die Hauptschule, die Realschule und die Berufsschule schätzen. HG, Eckhard
Lieber Eckhard, ich danke Dir sehr für Deine ausführliche Antwort auf meinen eigenwilligen Interpretationsansatz, der nun so gar nicht Deine ursprünglich angedachte Bildintention getroffen hat. Schön finde ich trotzdem, dass eine solche eigenständige „Zweitinterpretation“ überhaupt möglich ist, vor allem, weil hier so viele Dinge wirklich gut dazu passten (bis auf das Mystische vielleicht).
... Eigentlich ist Dein Bild vor dem mystischen Hintergrund noch nicht eingehend besprochen worden ...
Auf die schöne Wortwendung, aus der mittelalterlichen Kommune die Universitätsstadt entstehen zu lassen, wäre ich, zugegebenermaßen, auch gern gekommen ;-)
Mit dem psychischen „Wegrechnen“ der stürzenden Linien magst Du Recht haben, ich denke, dass wir den Bildausschnitt in der Realität in der Tat nicht so „schief“ sehen würden. Die uns mögliche „räumliche“ Sicht wird dazu beitragen. Aufgrund dieser fast schon extremen Schiefe, passte diese Konstellation ganz hervorragend zu meinem Ansatz. Wären die Linien nur etwas ausgerichtet worden, wäre die Bilddeutung in der Form wohl gar nicht möglich gewesen.
Ob es „Laternen“ gibt, die einen gesamten Turm überstrahlen könnten, ist schwer zu sagen; wenn es sie gäbe, wären es Einzelfälle, die die Funktionalität eines solchen Turms als Gesamtbauwerk, ob schief oder geradegerichtet, eher weniger tangieren dürften. Ich dachte zunächst erst einmal nur an „stützen“, was ich mir in der Realität bereits schwierig vorstelle. Eine „Cluster“-Wirkung solcher Menschen kann ich allerdings sehr gut nachvollziehen.
Kerstin
Liebe Kerstin, es ist doch schön, wenn Bilder nicht so eindeutig sind; es ist nicht das erste Bild, mit dem wir uns gemeinsam befasst haben, das diese Eigenschaft aufwies.
Die stürzenden Linien des Bildes hätten sich sicher geraderechnen lassen. Aber dann hätte das Bild einen unwirklichen Eindruck gemacht; hier ging es gerade darum, durch die Perspektive den Eindruck des "Sich über jemanden Beugens" herzustellen.
Ja, die Laternen ... ob sie als einzelne heller leuchten können als der Turm oder als Cluster; wer weiß es. Oft zeigt sich die wirkliche Strahlkraft erst dann, wenn der Stern bereits nicht mehr strahlt. So sehen wir in Wirklichkeit auch das Universum. Eckhard
Die Mystik bringen wir ja durch die Perspektive in die Bilder hinein, lieber Adrian, darum ist das eine Frage der Perspektive ... bei mir kommen noch einige Bilder dieser Art, allerdings ohne Garten- und Straßenlaternen. Dafür werden ein Haus der edeln Kunst sowie zwei Häuser Gottes aufgesucht werden. Herrjeh, die Bilder scharren schon mit den Hufen. Hatte ich nicht einer lieben Fotofreundin versprochen, mit dem Einstellen zu warten, bis sie wieder zurück ist? Versprochen ist versprochen, aber nicht gehalten, wie Frau Y. sagte ... HG, Eckhard
Das klingt ja recht rätselhaft ... aber hatten wir uns nicht bereits darüber unterhalten? Da schlummern noch Geheimnisse, wie es scheint ... ;-). HG, Eckhard
Im Hintergrund vom Zorrobild, das eigentlich den Titel
"Mit der ZEIT kommt die ERLEUCHTUNG" hatte, ist ein (wenn ich mich nicht täusche) Klosterinternat zu sehen.Die Leuchte selbst ist auf dem Kirchplatz der Nikolaikirche. Eckhard, Du hast bei dem Bild geschrieben , dass Du einmal im Jahr in der Gegend bist. Du könntest es überprüfen.
Gruß Adrian
Ich glaube Dir auch so. Allerdings wäre mal wieder eine neue Kurzjacke fällig, und in Bielefelds Innenstadt gibt es genauso gute Geschäfte wie in Münster, nur dass sie preiswerter verkaufen. Zu Ostern bin ich wieder in der Gegend, auf Schwiegermutterfahrt. HG, Eckhard
hier sind drei Dinge vereint
ein Geschenk des Lichts
-------------------------------------------------------------------------
ich nehme ungern etwas geschenkt
selbst eine digitale gebrauchte Spiegel-Reflex nicht
aber: ich würde sie gerne kaufen, wenn Du sie aus Deiner Sammlung entbehren kannst,
denn wer billig kauft kauft doppelt,
ich kaufte billig,
und diese Spiegelreflex wäre dann eine gute Dopplung zu meiner begrenzten TCHIBO-Camera
Lieber Werner, inzwischen hat sich die D 100 bei mir wieder so beliebt gemacht, dass ich sie weder verschenken noch verkaufen mag. Manchmal bemerkt man erst vor der geplanten Trennung, wie wertvoll das Vorhandene war. Eckhard
Die Röhre von Jena war eine Kopfgeburt der Staatsführung, sollte ja ein Produkt von Zeiss versinnbildlichen wie in Leipzig das Unihochhaus als Buch. Einmal kommt einer auf die Idee und stellt einen ICE senkrecht auf als Hochhaus, reiner Symbolismus und keine gute Architektur, lieber Eckhard. Lampe, Burg und Röhre, hast du gut gesehen. vG Gert