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Der unsichtbare Spiegel (3): Der Schatten des Unbewussten oder: Unter Fischern von Eckhard Meineke

Der unsichtbare Spiegel (3): Der Schatten des Unbewussten oder: Unter Fischern


Von 

Eckhard Meineke

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17.12.2007 um 20:27 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Bild 1: Münster, 16. Dezember 2007. Nikon D 100 mit Nikkor f/3,5-5,6 28-200 mm bei 98 mm. RAW (12 Bit). ISO 1250. 1/350 sec f/ 5,3. Bearbeitung: Ulead PhotoImpact 11. RAW-Entwicklung: Belichtungskorrektur +0,3. Farbrauschen Korrektur Level 20. Tonwertkorrektur: Beschnitt -5 für die Tiefen und Lichter. Bild 2: Angela Merkel 1990 auf Rügen.

Das Unterbewusstsein ist die Summe aller Vorstellungen, Erinnerungen, Eindrücke, Motive, Einstellungen und Handlungsbereitschaften, die im menschlichen Gehirn gespeichert, aber zur Zeit nicht aktiv sind. Alles was im Moment aktiv ist, ist bewusst. Unterbewusst spielen alle inaktiven Elemente der Psyche in das tägliche Denken und Handeln hinein.
Das Unterbewusstsein lässt den Menschen Dinge bevorzugen, obwohl es gleichwertige Dinge gibt. Es lässt ihn vielleicht auch vergessen, was er sich vorgenommen hat. Oder es sorgt dafür, dass er eine bestimmte Entscheidung trifft, die er rational nicht erklären könnte.

Das Unterbewusstsein bevorzugt die Sprache der Bilder.

„Spin-Doctor ist eine aus dem Englischen übernommene Bezeichnung für einen Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit. Die Bezeichnung wird von den Medien besonders im Bereich der Politik benutzt und hat einen abwertenden Unterton, da sie andeutet, dass der so Bezeichnete Ereignisse und deren Darstellung mit dem richtigen Dreh (engl. spin) versieht, also manipuliert. Von PR-Experten wird der Ausdruck daher abgelehnt.
Im Unterschied zu politischen Propagandisten geht es einem Spin-Doctor nicht um die Vermittlung einer bestimmten Ideologie, sondern darum, seinen Auftraggeber, dessen Politik oder andere Personen oder Ereignisse in einem möglichst positiven (oder auch negativen) Licht darzustellen. Das entspricht im Grunde dem klassischen Lobbyismus. Er arbeitet mit Bildern, Inszenierungen (z. B. Fototerminen, Events für die Kameras der Presse) sowie PR, und nutzt die Medien für seine Ziele (z. B. Agenda-Setting). Dabei bleibt er meistens als graue Eminenz im Hintergrund, taucht also selten selbst in den Medien auf.“ (Wikipedia)

Ich von Kerstin Stolzenburg
Ich
Von Kerstin Stolzenburg
16.12.07, 8:47
44 Anmerkungen



Die Schwebende von Kerstin Stolzenburg
Die Schwebende
Von Kerstin Stolzenburg
8.12.07, 9:29
31 Anmerkungen

Anmerkungen:

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Micha Busch, 17.12.2007 um 21:03 Uhr

Spontane Frage, die mir eben beim ersten Draufblick kam: Ist das da rechts die junge Angela Merkel? :-)))
Salut



Eckhard Meineke , 17.12.2007 um 21:13 Uhr

Lieber Micha, wie im Beschreibungstext angemerkt: Es ist die junge Angela Merkel. 1990 war sie 36 Jahre alt. Entscheidend ist aber, wie und mit wem sie aufgenommen wurde. HG, Eckhard


Micha Busch, 17.12.2007 um 21:35 Uhr

Hoppla, das ist ja peinlich. Das kommt davon, wenn man Texte nur überfliegt. Asche auf mein Haupt! :-))
Aber wenn Du diese entscheidende Info auch so unter die Bilddaten quetschst.



Eckhard Meineke , 17.12.2007 um 21:41 Uhr

Lieber Micha, das Bild ist ja auch nicht so groß; dann wäre es deutlicher. Aber es musste meiner Meinung nach durch das andere Teilbild erst einmal in den Kontext der Manipulation des Unterbewusstseins gestellt werden. Ich habe über die Gestaltung lange gegrübelt. Erst wollte ich nur das Merkel-Bild einstellen, aber wo wäre dann das Eigene geblieben? Dann nur das Lampen-Bild, aber das war mir zu wenig. Also dann diese Lösung. HG, Eckhard


Andreas Denhoff, 18.12.2007 um 11:19 Uhr

"Schwere Kost" bietest du uns FC-lern( bzw. mir) mit deinem Bilderarrangement. So wie ja Frau Merkel nicht zufällig abgebildet wurde, hast du die Lampe ja sicherlich auch nicht zufällig in der Situation fotografiert, wo sie nicht in Ihrer eigentlichen Funktion aktiv ist und Licht und Schatten verbreiten soll, sondern wo sie selbst ins Spiel von Schatten und Licht gerät. Soweit erst mal mein Ansatz, ich denke noch ein bisschen darüber nach, hab im Augenblick leider zuviel Zeit dazu...
Gruß Andreas



Carsten Mundt, 18.12.2007 um 11:57 Uhr

Ein wenig schwer ist die Kost in der Tat.
Gestern, beim ersten Betrachten, war ich doch erst ein wenig ratlos.

Manchmal, wenn ich wie jetzt, im Büro bei der Arbeit sitze, kommt mir dann ein Gedankengang.
Das mag daran liegen, dass mein armes, gemartertes Hirn dann mit beschleunigter Geschwindigkeit arbeiten muss, während es abends doch auch schon mal ganz gerne abschaltet und nicht mehr in der Lage ist,
die Dinge von zwei Seiten zu beleuchten.

Machen wir das nicht, sitzen wir Trugbildern und Trugschlüssen auf, so wie es mit der Lampe auf Deinem Bild der Fall ist.
Einseitig beleuchtet, halten wir vielleicht das für die Wahrheit, was in Wirklichkeit nur ein Aspekt derselben ist.
Die arme Frau Merkel, die ja schon genug gebeutelt wird, gab mir zunächst auch zu denken.
Ich glaube aber, dass sie hier nur stellvertretend für alle anderen Personen (und Dinge) sind, von der wir manchmal nur einseitig beleuchtet sehen.
Hier ihre kumpelhaft-menschliche Seite, die sich volksnah gibt.
An anderer Stelle wird uns ihre macherhafte-dynamische Seite gezeigt.
Und ich meine auch " es wird uns gezeigt ", nämlich immer dann gerade passend das, was von Beratern
und PR-Leuten in jenem Moment als opportun betrachtet wird.
Dass Frau Merkel stellvertretend für andere Personen auf Deinem Bild steht, ist für mich klar.
Denn obwohl auch in einem anderen Maßstab, so zeigen ja auch wir uns gerne von unserer besten Seite.
Und sehen auch von anderen Menschen manchmal nur die Seite, die sie uns zu zeigen geneigt sind.

So basteln wir uns selbst, und es werden für uns diese gebastelt, immer nur Teilaspekte der Realität, aus denen wir uns unsere Wahrheit zusammenfügen.



Eckhard Meineke , 18.12.2007 um 12:02 Uhr

Lieber Andreas, lieber Carsten, herzlichen Dank wie immer für eure Anmerkungen. Aber das Bild ist viel raffinierter, als ihr es bislang gesagt habt (das untere Bild). Es geht ja um etwas, das auf das Unterbewusstsein wirken soll und sich nicht gleich vordergründig zu erkennen gibt. Das muss auch so sein. Im Unterbewusstsein aber sind kulturelle Muster vorhanden, auf die das Bild aufgesetzt wird. HG, Eckhard


Carsten Mundt, 18.12.2007 um 16:21 Uhr

"Es gibt Fotos, die wirken wie Gemälde von Caspar David Friedrich. Von Angela Merkel gibt es so ein Bild. Aufgenommen in einer Fischerhütte auf Rügen im November 1990. Die Pfarrerstochter sitzt in einem weiten langen Rock inmitten rauer, wortkarger Männer. Fast scheint es so, als würden die Fischer den Gast kaum zur Kenntnis nehmen. Sie lächelt verhalten, fast unsicher, bescheiden. Damals war Wahlkampf. Einen Monat später, am 2. Dezember 1990, wurde das erste gesamtdeutsche Parlament gewählt, in das sie als Direktkandidatin des heutigen Wahlkreises Nordvorpommern-Stralsund-Rügen einzog. Für die Fischer war die beste Zeit da schon vorbei. "
(Quelle: http://www.bundestag.de/dasparlament/2007/35-36/MenschenMeinungen
/17067779.html")


Ich muss gestehen, ich kenne nicht alle Bilder des
Herrn CDF, denn verglichen mit Dir und Kerstin bin ich natürlich nur ein kleines, funkelndes Sternchen umgeben von der Milchstrasse.

"..Die Anordnung der Bildgegenstände wirkt auf den ersten Blick natürlich und emotionalisiert zugleich. Obwohl viele Gemälde wie ein präzises Abbild der Wirklichkeit wirken, sind sie in Wahrheit doch eine sorgfältige Komposition verschiedener Elemente, die Friedrich in seinen Skizzenblocks festgehalten hatte. Um es deutlich auszudrücken: Viele Bilder stellen eine künstlerische Wirklichkeit dar, die eine Komposition subjektiver Stimmungen wiedergeben. Vielen Bildern Friedrichs liegt ein strenges Kompositionsprinzip zugrunde .. "



Adrian K, 18.12.2007 um 16:49 Uhr

"Ihr Unterbewusstsein liebt Bilder"
Auch andere Punkte interessant
http://www.zeitzuleben.de/artikel/denken/unterbewusstsein.html

Gruß Adrian



Eckhard Meineke , 18.12.2007 um 17:00 Uhr

@ Carsten (vorläufige Anmerkung): ... "Für Angela Merkel begann die Zukunft." (Ende des des von Dir zitierten Abschnites.) Lieber Carsten, aber auch die Frau Annette Rollmann, die diesen Artikel geschrieben hat, konnte nicht erkennen, worum es wirklich geht. Caspar David Friedrich ist eine Spur, aber nicht die richtige. Das ist schon ein bisschen raffinierter ;-). HG, Eckhard


Eckhard Meineke , 18.12.2007 um 17:02 Uhr

@ Adrian: Die ersten Sätze meines Bildkommentars verdanken ihre Existenz der von Dir angegebenen Webseite. HG, Eckhard


Eckhard Meineke , 18.12.2007 um 17:05 Uhr

@ Carsten: Das mit dem Sternchen ist fishing for compliments, lieber Carsten. Wer ist denn hier der Fotograf mit dem besten Foto der Welt namens "Epiphanie"?




Kerstin Stolzenburg , 18.12.2007 um 18:09 Uhr

Oberes Bild: Der gelbe Lampenschirm ist der Blickfang im Bild. Er leuchtet wie die Sonne selbst und vermittelt auf den ersten Blick den Eindruck der Lichtquelle. Natürlich auch deshalb, weil wir ihn im Unterbewusstsein sofort mit dem Begriff Leuchte in Verbindung bringen. Stünde dort ein gelber Stuhl, hätten wir diese erste Assoziation nicht. Aber die Leuchte selbst ist in diesem Fall nicht die Lichtquelle, wir realisieren das in dem Moment, wo unser Bewusstsein einsetzt. Über dieses Phänomen und den Zeitraum denken wir jedoch nicht nach, wir registrieren diese eigentlich nicht, da es sich um minimalste Bruchteile einer Sekunde handeln dürfte. Die eigentliche Lichtquelle, nämlich die Sonne, ist selbst nicht zu sehen, sie strahlt die Leuchte seitlich an, und dadurch beginnt deren Schirm ebenfalls zu leuchten. Die Wand reflektiert das einfallende Licht, zeigt zugleich auch den Schatten des angestrahlten Körpers, der nun nicht mehr gelb ist, sondern in unserem Gehirn in Grautönen wiedergegeben wird.

Das obere Bild kann symbolisch für das untere stehen. An ein Gemälde dachte auch ich sofort, ob nun von Caspar David Friedrich oder einem anderen Maler in ähnlicher Stilrichtung. Friedrich liegt sicher besonders aufgrund des Sujets nahe, ansonsten geht es wohl eher um die Transzendenz der Darstellung. Von den Eindrücken her, die ich bislang in verschiedenen Heimatmuseen auf Rügen sammeln konnte, vermittelt das Foto etwas von der kargen Möblierung der alten Fischerkaten oder von der Enge eines Fischerbootes, alles ist auf das Notwendige reduziert. Wie im oberen Bild fällt auch hier das Licht seitlich in den Raum, der aufgewirbelte Staub bricht das Sonnenlicht und macht die Strahlen sichtbar. Die angestrahlten Objekte, die gelben Lampenschirme quasi, könnten hier die Fischer sein, die da verschlossen und fast teilnahmslos im Raum sitzen, jeder in eine andere Richtung blickend. Sie scheinen niedergeschlagen. Immerhin hatte sich nach der politischen Wende Grundsätzliches an den Arbeitsbedingungen geändert. Frau Merkel, in der Funktion einer jungen Politikerin sprach vermutlich über Aufschwung, vielleicht über bessere Lebensbedingungen, vielleicht über leistungsangepasste Löhne.
In dieser Situation wird die neue Politik für die Fischer als Hoffnungsschimmer dargestellt.
Im Schatten dieser Szene allerdings, an der Wand, außerhalb des angestrahlten Bereiches, hängt das Ölzeug, die eigentliche Arbeitskleidung der Fischer, am Haken. Bereits damals ein Hinweis auf die eigentliche Zukunft der Fischer, die in massiver Arbeitslosigkeit und vorzeitigem Ruhestand mündete. Sollte der Fotograf das Bild 1990 bewusst so gestaltet haben, wäre das genial aus der Sicht des "Künstlers", gleichzeitig natürlich traurig und tragisch aus Sicht der Fischer.
Kerstin



Eckhard Meineke , 18.12.2007 um 18:20 Uhr

Liebe Kerstin, das ist wirklich eine wunderbare Anmerkung. Aber der Fotograf war NOCH raffinierter, als Du denkst. Ich halte das Bild für eine der unglaublichsten tiefenpsychologischen Manipulationen. Eckhard


Andreas Denhoff, 19.12.2007 um 18:24 Uhr

Meinst du die Gestik und Mimik der Fischer? Die schienen ja an Frau Merkel so keinerlei Interesse zu haben.
Gruß Andreas



Carsten Mundt, 19.12.2007 um 19:22 Uhr

Ich glaube, ohne weitere Hilfe komme ich da nicht drauf.
Ich tippe ja immer noch auf die Nachstellung einer religiösen Szene.
Vielleicht ein später Buonarotti ;-)



Kerstin Stolzenburg , 20.12.2007 um 7:55 Uhr

Grundsätzlich würde man wohl keinen Politiker in eine solch unaufgeräumte Kate setzen, in der sogar Ölkanister und leere Bierflaschen auf dem Boden stehen.
Wenn ich mich an meine Lehrzeit oder an manches landwirtschaftliche Praktikum in meiner Studentenzeit zurückerinnere, ist dieser "Rahmen", so wie er uns hier gezeigt wird, nicht untypisch für die damalige Zeit. Man könnte meinen, hier sitzen ein paar Kollegen in der Pause oder nach Feierabend zusammen, reden das eine oder andere Wort über den Fang oder die Probleme an der Hydraulik oder die Frauen zu Hause und trinken vielleicht auch das eine oder andere Gläschen miteinander. Man will hier also ganz offensichtlich vordergründig die raue Normalität dieser Männerwelt zeigen.
Mittendrin nun die Politikerin, eine Frau noch dazu. Völlig ungewohnt in beiderlei Hinsicht. Die Männer wirken ein wenig befangen, oder sollen befangen wirken, nur einer diskutiert scheinbar wirklich mit ihr. Und auch wenn man hier miteinander trinkt, eine Nähe erzeugt und damit auch die Akzeptanz für diese Politik, scheinen die Fischer ihre tatsächliche Lage bereits erkannt und akzeptiert zu haben.
- Das ist der "Versuch" einer weiteren Annäherung meinerseits an das Bild. Die Lösung kann das wohl nicht sein.
Kerstin



Carsten Mundt, 20.12.2007 um 8:59 Uhr

wobei sie ja besonders " fraulich " gar nicht aussieht


Eckhard Meineke , 20.12.2007 um 9:29 Uhr

@ Andreas: Nun gut, die Fischer sind in diese Aufnahme hineinmanipuliert worden und kommen sich sicherlich einigermaßen komisch vor; sie sind ja keine Schauspieler, die daran gewöhnt sind, wie Fischer auszusehen, die sich mit Frau Merkel unterhalten. Sie sind Laien, eben Fischer. HG, Eckhard


Eckhard Meineke , 20.12.2007 um 9:32 Uhr

Carsten: Über Frauen und wie sie aussehen müssten, haben wir alle unsere eigenen Vorstellungen; ich auch. Obwohl man mit meinem Frauenideal, der zarten irischen Jungfrau mit den langen roten Haaren, der typischen irischen Songstimme, dem Elfenkleid, den bloßen Füßen und der Bombe im Rucksack, vielleicht gar nicht so gut zusammenleben könnte. Es ist auch nicht wichtig, dass Frau Merkel hier wie ein Frau aussieht, eher im Gegenteil. Übrigens bist Du mit deiner vorherigen Anmerkung der Lösung sehr nahe. HG, Eckhard


Eckhard Meineke , 20.12.2007 um 9:34 Uhr

@ Kerstin: Für deine beiden wunderbaren Anmerkungen möchte ich Dir herzlich danken. Bei der zweiten Anmerkung ist besonders der Aspekt der rauen Arbeitswelt sehr wichtig. HG, Eckhard


Kerstin Stolzenburg , 20.12.2007 um 9:43 Uhr

Das Abendmahl von Leonardo da Vinci ??


Andreas Denhoff, 20.12.2007 um 11:22 Uhr

Also auf die Lösung bin ich ja gespannt. Ich verstehe auch gar nicht, warum die Fischer "hineinmanipuliert" worden sind, ist das kein Originalbild?
Gruß Andreas



Eckhard Meineke , 20.12.2007 um 11:47 Uhr

@ Kerstin: Du bist nahe daran, aber mit dem Abendmahl hat es natürlich überhaupt nichts zu tun. Eckhard


Eckhard Meineke , 20.12.2007 um 11:49 Uhr

@ Andreas: Nein, sie sind nicht hineinkopiert worden, aber natürlich sind sie plaziert worden. "Sie werden plaziert!" Alles ist bis in das kleinste Detail geplant, bis hin zum Lichteinfall. Ein völliges Arrangement. Aber es verweist unbewusst auf etwas anderes. Jesus kommt zu den Fischern. Eckhard


Karl-Dieter Frost, 20.12.2007 um 17:43 Uhr

Ist das die Lösung, Eckhadt, "Jesus kommt zu den Fischern"? Also Angela als Erlöser? Und gleichzeitig ist sie eine von ihnen - das Arrangement könnte passen.
Was mich daran zweifeln lässt ist die Tatsache, dass "dat Mädchen" zu jenem Zeitpunkt noch sehr unbeholfen und grün hinter den Ohren wirkte. Vielleicht nicht im näheren Umfeld aber doch (denke ich) in der breiten Öffentlichkeit. Nun gut - deshalb hatten sie ja auch viele in den eigenen Reihen unterschätzt (und sind überfahren worden).
So gesehen erscheint mir ein so "schlitzohrig" gestelltes Szenario (nur für die damalige Zeit!) fast zu anspruchsvoll für das unsicher wirkende Politikermädchen. Das offensichtliche Desinteresse der Fischer unterstreicht für mich diesen Eindruck.
Gruß KD



Eckhard Meineke , 20.12.2007 um 17:57 Uhr

Als Jesus zu den Fischern kam, lieber Karl-Dieter, war er auch noch nicht der bekannte Messias, sondern ein relativ unbekannter Bursche. Die Fischer auf dem Bild waren nicht eingeweiht ... man darf aber jetzt auch nicht übertreiben mit der Parallelisierung. Entscheidend ist die Szene selbst, dass dort eine junge, aufstrebende Politikergestalt unter Fischern sitzt. Es geht ja um den Einfluss auf das Unterbewusstsein, auf die Verlinkung mit den dort bereits vorhandenen Bildern. So gesehen darf die Sache gar nicht zu offenkundig sein; dann wäre sie sofort durchsichtig und würde nicht ihre Langzeitwirkung dort entfalten, wo sie es soll. Will sagen: Man DARF eigentlich nicht darauf kommen, jedenfalls nicht bewusst, dann ist die Magie vorbei. Wie jetzt. HG, Eckhard


Karl-Dieter Frost, 20.12.2007 um 19:05 Uhr

Ok, lieber Eckhard, Botschaften die über das Unterbewusstsein transportiert werden - ob in Werbung, Politik oder religiösen Zusammenhängen - haben zweifellos eine subtile Wirkung, die den Botschaftsempfänger oft in ungewollte Handlungen oder Meinungen steuern, die oft sogar eine gefährliche Wirkungen erzielen könen. So gesehen sollte man ständig auf der Hut sein - aber wie Du schon sagst: Man darf eigentlich gar nicht darauf kommen! Das ist das Problem!
Nebenbei: Man sprach ja auch schon mal davon, dass in bestimmten früheren Popsongs nicht "wirklich" wahrnehmbare akkustische Botschaften enthalten gewesen sein sollten.
Gruß KD



Eckhard Meineke , 20.12.2007 um 19:08 Uhr

Lieber Karl-Dieter, das ist inzwischen eine ausgebaute Wissenschaft, wie man geheime Botschaften versteckt und wie das wirkt. Das mit den Popsongs habe ich auch bereits gehört und glaube es eher weniger, aber es gibt auch andere Informationen und vor allem andere Bereiche, wo dergleichen eingesetzt wird, natürlich vor allem in der Warenwerbung. Nicht umsonst heißen die geheimen Manipulatoren "spin doctors". HG, Eckhard


werner weis, 7.09.2011 um 11:18 Uhr




herzallerliebst, dieses Merkel-Bild !
Du hast die Bild-Stimmung visionär

überhöht und gleichzeitig geerdet



Eckhard Meineke, 7.09.2011 um 17:45 Uhr

Was sich wohl die Fischer gedacht haben? ;-) Eckhard



Accabadora, 9.11.2011 um 10:08 Uhr


deinen "Golem" empfinde ich als schützendendes und bedrohendes etwas zugleich
mit einem breiten grinsen einerseits - winzige überwachungsaugen und ein riesiges hockendes etwas geformt andererseits, in anklängen anthropomorphid (?), der Golem eben

ob er als "schutzmacht" dienen könnte?

der Prager Golem soll der legende nach ja noch immer im dachboden eines kleinen barocken hauses in der vodkova strasse eingeschlossen sein, nachdem ihn Egon Erwin Kisch auf dem dachboden der altneu-synagoge nicht ausfindig machen konnte.....:-)

der schriftsteller Leo Perutz hat ihn ins innere des menschen verlegt, die psychoanalytische sichtweise
..........

lg Acca





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