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Auch ein Herbstbild (2). Für Carsten Mundt von Eckhard Meineke

Auch ein Herbstbild (2). Für Carsten Mundt


Von 

Eckhard Meineke

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31.10.2007 um 9:45 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Münster, Promenade, 28. Oktober 2007. Nikon D 100 mit Nikkor f/3,5-5,6 G bei 75 mm. RAW (12 Bit). ISO 800. 1/125 sec f/6,3. Bearbeitung: Ulead PhotoImpact 11 (Weißpunkt auf 218).

Herbstbilder können auf die verschiedensten Arten fotografiert werden; meine diesbezügliche Serie versucht neben der zugrundeliegenden Herbstthematik immer auch noch ein anderes Thema in die Bilder einzubauen. Carsten Mundt, dessen herrliche Naturaufnahmen mich seit einiger Zeit begleiten

,

und der nicht nur wundervolle Aufnahmen macht, sondern auch ebensolche Kommentare schreibt

Glühend von Eckhard Meineke
Glühend
Von Eckhard Meineke
25.10.07, 8:31
26 Anmerkungen
,

hat sie natürlich auch in seinem Programm. Bei solchen Kalibern (was für ein Wort!) kann es schon einmal geschehen, dass der begnadete Geist des Fotografen in die Kamera fährt und diese dann von selbst Aufnahmen macht, die des Einstellens in der fc wert sind, sofern denn die fc das Einstellen von Aufnahmen wert sein sollte ...



Da wollte meine Kamera auch nicht nachstehen und hat Carsten ein Bild gewidmet ... beziehungsweise seiner Kamera. Womit auch wieder einmal bewiesen wäre, dass Pentax und Nikon miteinander können.

Anmerkungen:

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Micha Busch, 31.10.2007 um 11:35 Uhr

Ein RAW-Bild! Was ist passiert? :-)))
Beim ersten Betrachten überkamen mich allerdings schon leise Zweifel an meiner Sehkraft oder am Zustand meines Herz-Kreislaufsystems. Und bist Du sicher, das hier der Geist des Fotografen am Werk war und nicht der "Spiritus vini"? Aber auch der ist ja ein Begleiter des Herbstes und nicht der schlechteste. Vielleicht ist das ja auch die Metapher Deines Bildes?
Salut



Eckhard Meineke , 31.10.2007 um 14:56 Uhr

RAW-Bilder zieren mein Portfolio bereits seit längerem ... blättere doch einmal darin. Nach dem diesbezüglichen Gespräch mit Dir sind es aber deutlich mehr geworden ;-). Spiritus vini: Nein, nein, ich war stocknüchtern wie immer! Vielleicht die Kamera ...? Aber ich habe ja den Zusammenhang erklärt ... vielleicht eine Fernliebe der beiden Kameras; wer weiß, was es alles geben mag. Wir wissen nicht genug. HG Eckhard


Kerstin Stolzenburg aus Baden-Baden , 31.10.2007 um 20:14 Uhr

Eine Annäherung

Das Foto in dieser Bearbeitung halte ich für sehr gelungen. Ich habe es heute bereits mehrfach betrachtet, in meiner Vorstellung drängen sich Bilder aus der Malerei auf. Ich bin mir jedoch nach wie vor nicht sicher, wen ich hier inhaltlich bzw. in der Darstellung zuerst sehe. Jackson Pollock war ein erster Gedanke aufgrund der Farbigkeit, art informel, das Unbewusste als Quelle der Kunst, wobei Pollock eher die Linie als die Fläche bevorzugte und dadurch wiederum sehr kontrastreich war. Dein Foto erinnert auch an einige Arbeiten von Gerhard Richter, Werke, die aus der Nähe betrachtet sehr abstrakt wirken, in einiger Entfernung jedoch ein “Gesicht“ bekommen und teilweise auch von einem zurückgenommenen Kontrast und einer gewollten Unschärfe leben (siehe auch seine Fotos), nicht zuletzt aber auch an ein Gemälde des Amerikaners Ross Bleckner "Specific and Anonymous", das ich 2003 auf der art Basel gesehen hatte. Es gäbe eine Reihe weiterer Möglichkeiten.
Bei allem Vergleichen hat Dein Bild natürlich seinen eigenen Charakter. Es zeigt farbige, nicht abgrenzbare Flächen, die zunächst keinen Zusammenhang zu haben scheinen, Licht und Dunkel, Bewegung und Stillstand, nichts Genaues, Greifbares. Aber man kann aufgrund dieser Einzelbeobachtungen, seiner Lebenserfahrung, seiner Fantasie ein eigenständiges Bild entstehen lassen. Manchmal kann das Ergebnis von anderen Betrachtern „übernommen“ werden, manchmal wird es kontrovers bleiben.
Carsten hat jedenfalls die seltene Gabe, solche Bilder in seinen Gedanken entstehen zu lassen, wunderbare Erklärungen dazu abzugeben und dadurch unsere eigene Sichtweise zu bereichern.

Kerstin



Eckhard Meineke , 31.10.2007 um 23:06 Uhr

Ich antworte zunächst einmal mit acht Bildern und äußere mich später zu deiner mehrschichtigen Antwort. Schon einmal jetzt herzlichen Dank! Eckhard

Freisitz von Eckhard Meineke
Freisitz
Von Eckhard Meineke
21.6.07, 20:10
20 Anmerkungen

Rastplatz von Andreas Denhoff
Rastplatznicht in Diskussion
Von Andreas Denhoff
3.10.07, 23:09
6 Anmerkungen

Koexistenz von Eckhard Meineke
Koexistenz
Von Eckhard Meineke
1.7.07, 18:13
8 Anmerkungen




Eckhard Meineke , 31.10.2007 um 23:11 Uhr

Am Ende ihrer Zeit von Eckhard Meineke
Am Ende ihrer Zeit
Von Eckhard Meineke
26.10.07, 22:06
25 Anmerkungen

mors certa, hora incerta.... von Andreas Pawlouschek
mors certa, hora incerta....
Von Andreas Pawlouschek
26.10.07, 22:06
10 Anmerkungen

Milchstraße (Zentrum) von Eckhard Meineke
Milchstraße (Zentrum)
Von Eckhard Meineke
29.6.07, 9:04
87 Anmerkungen

Pegasus von Kerstin Stolzenburg
Pegasus
Von Kerstin Stolzenburg
31.10.07, 9:38
54 Anmerkungen




Helene Kramarcsik, 1.11.2007 um 7:51 Uhr

Ganz zu Beginn hast Du ein Bild ähnlicher Art hochgeladen, welches man leichtfertig als mislungen abtun könnte. Hier kann mein Kommentar aber 1:1 übernommen werden.
Auch das ist ein fotografisches Gemälde und läßt viel Spielraum für eigene Fantasien. Seine tolle Wirkung entfaltet es allerdings erst richtig, wenn man es aus größerer Distanz betrachtet.
Vielen Dank für Deinen Besuch und Anmerkung zu
Natürlicher Regenschirm von Helene Kramarcsik
Natürlicher Regenschirm
Von Helene Kramarcsik
19.6.04, 11:22
32 Anmerkungen
LG Helene



Andreas Denhoff, 1.11.2007 um 9:57 Uhr

Lange kann ich da nicht draufschauen, mir wird ganz schwindelig! Aber die herbstliche Thematik wird hier mit einer neuen Komponente versehen.Man hört quasi das Rauschen des Windes, wenn nicht sogar einen Sturm.
Das Foto könnte aber auch bei meiner Aktion auf dem Rasenmäher gesessen haben.
Gruß Andreas
Spuren des Herbstes von Andreas Denhoff
Spuren des Herbstesnicht in Diskussion
Von Andreas Denhoff
1.11.07, 9:47
7 Anmerkungen



Eckhard Meineke , 1.11.2007 um 13:09 Uhr

@ Helene: Als misslungen werden ja nur die größten Unerfahrenen solche Bilder auffassen, und wenn die Großen unter uns solche Bilder einstellen ;-)))

,

sind die natürlich so gewollt. Aber wie gesagt: Hier wollte der Zufall und die Kamera, die sich in Carstens Pentax verliebt hatte, und ich hatte nichts zu tun, als es einzustellen. HG Eckhard



Eckhard Meineke , 1.11.2007 um 13:17 Uhr

@ Andreas: Du musst etwas weiter vom Monitor weggehen, sonst ist es zu unruhig und Du wirst von der Bewegung beunruhigt.


Eckhard Meineke , 1.11.2007 um 13:25 Uhr

@ Kerstin: Zunächst einmal ist das Thema des Bildes die Kongenialität, die ich ja bereits durch die acht nebeneinander gestellten Bilder verdeutlicht habe, also das seltene Geschehen, dass weit voneinander entfernte Menschen die Dinge ähnlich sehen können. Diese Kongenialität schafft Verbindungen ganz eigener Art, und wer daran glauben will, dass es Zufall war, dass Andreas Pawlouschek und ich in genau der gleichen Minute der Weltzeit ein Bild zum gleichen Thema eingestellt haben, kann das ja gerne tun. Viele gehen ja überhaupt an den meisten Dingen im Leben vorbei in ihrer Mainstreamaufgesogenheit. Was nun den Malstil betrifft: Ich mag Herrn Richters Sachen nicht immer, und außerdem ist sein Bild im Kölner Dom bereits vor vielen Jahren durch Elsworth Kelly vorweggenommen worden, der aus durchsichtigen Gründen den entsprechenden Auftrag nicht bekommen konnte. Aber er hat immerhin etwas von der Wirklichkeit der Dinge geahnt oder tut es noch. Das Bewusstsein setzt, wenn man einmal etwas genauer darüber nachdenkt, andauernd statische Bilder aus einer kontinuierlichen Bewegung zusammen, die wir aber als solche gar nicht aushalten könnten, wie Andreas Denhoff ganz richtig gesehen hat. Hier wird der Bewusstseinsstrom abgebildet, die Matrix vor der Bearbeitung durch das Gehirn. Eckhard


Andreas Denhoff, 1.11.2007 um 13:34 Uhr

Von weitem sieht es aber entfernt aus und verliert die Wirkung. Du wolltest doch sicherlich eine beunruhigende Wirkung erzeugen und der will und kann ich mich entziehen.
Gruß Andreas



Carsten Mundt, 1.11.2007 um 13:46 Uhr

Über die Entstehung spekuliere ich einmal:
es scheinen Blätter zu sein, die auf dem Boden liegen.
Das ist aber auch nebensächlich.

Für mich entsteht der Eindruck eines fallenden Blättervorhangs. Mir fällt dabei eine liebe Freundin ein, deren 40. Geburtstag wir letztes Jahr im Rheinland gefeiert haben und die, nicht nur ein wenig, Panik ob des Alters hatte.
Ich muss sagen, dass ich bisweilen auch solche Momente kenne, wenn auch viel weniger stark ausgeprägt. Es sind Augenblicke des Rückblicks auf das bisherige Leben, das einem doch recht kurz erscheint. Vergangenes, das lange her ist, aber einem selbst doch noch so greifbar nah erscheint. Erinnerungen, die - wie hier die (für mich fallenden) Blätter - vor dem geistigen Auge vorbeiziehen, und Zeit, die nicht mehr wiederkehrt.

Ein Foto, welches Assoziationen geradezu heraufbeschwört.



Eckhard Meineke , 1.11.2007 um 18:51 Uhr

@ Andreas: Eigentlich ging es mir nicht um Beunruhigung, sondern um die Dynamik, die wir zu Statik verrechnen. Ein Bild auf meiner privaten Webseite ist ähnlich motiviert. HG Eckhard


Eckhard Meineke , 1.11.2007 um 18:53 Uhr

@ Carsten: Der Standort ist ungefähr der gleiche wie beim Herbstbild 3; es sind die Blätter auf dem Boden. Entstehung: siehe Widmungstext. HG Eckhard
P.S.: Deine Profilseite zeigt ja nicht gerade viel von Dir ... auch andere zeigen dort so wenig von sich ... solche Rückblicke sind ja doch eine Eigenart von Menschen wie ich, die noch in den guten Jahren stecken, bevor die besten kommen ...



Andreas Denhoff, 1.11.2007 um 19:00 Uhr

Aber diese Dynamik, obwohl zur Statik verrechnet, erzeugt bei mir Beunruhigung oder sagen wir Irritation dessen, was ich da sehe.
Gruß Andreas



Eckhard Meineke , 1.11.2007 um 19:05 Uhr

Irritieren sollte es schon; das ist ja auch gelungen. Und erst das Herbstbild 4 ... HG Eckhard


Kerstin Stolzenburg aus Baden-Baden , 1.11.2007 um 19:30 Uhr

Die Auswahl der Bilder ist sehr gut. Was die Kongenialität der Bilder anbetrifft, teile ich Deinen Ansatz natürlich grundsätzlich. Mir gehen nur einige zusätzliche Dinge durch den Kopf.
1. Entwickeln nicht Menschen, die häufiger aufeinandertreffen und Gedanken austauschen, wie hier in der fc, mit der Zeit möglicherweise kleinere oder größere Schnittflächen, wie man das im Mathematischen nennt, in denen eine ähnliche Sicht (Motivsicht) entsteht?
2. Ist unser menschlicher Denkradius nicht doch eigentlich so begrenzt, dass es automatisch irgendwann zu Überlagerungen kommen muss? Ich denke beispielsweise an die vielen Fotofreunde hier in der fc, die immer und immer wieder die Flügel von Libellen fotografieren und immer noch meinen, das sei nun etwas ganz Besonderes ...
Der Radius mag sich ja gegebenenfalls mit zunehmender Lebenserfahrung ausdehnen, wenn jedoch jemand mit ähnlichem Hintergrund irgendwo einen Baßschlüssel entdeckt, wird er ihn doch in jedem Fall fotografieren.
Kerstin



Eckhard Meineke , 1.11.2007 um 20:09 Uhr

Ich bin ja auch so rational. Aber schau doch noch einmal auf das Einstelldatum der beiden Bilder von Andreas Pawlouschek und mir. Wer stellt ausgerechnet in der gleichen Minute zum gleichen Thema, das in der fc überhaupt nicht gut kommt, ein Bild ein? Libellenflügel ... sicher. Fliegen ...! Ein Versuch. Sicher ... ein Zufall ... wie wir ... Können wir es wirklich verstehen? Und machen wir uns nicht Ideen vom Zufall, um es auszuhalten? Eckhard


Kerstin Stolzenburg aus Baden-Baden , 1.11.2007 um 20:15 Uhr

Wahrscheinlich hast Du recht.
Kerstin



Andreas Denhoff, 7.11.2007 um 14:06 Uhr




Eckhard Meineke , 8.11.2007 um 18:18 Uhr

Danke für den Link! Habe mich gleich dorthin begeben! HG Eckhard


Andreas Denhoff, 8.11.2007 um 21:45 Uhr

Habe noch einen, zu mir:

Im Gegensatz zu deinem, strahlt meines absolute Ruhe aus, bei der Belichtungszeit auch garnicht anders möglich, eine weitere Interpretation überlasse ich allen gewillten Schreibern.
Gruß Andreas



Eckhard Meineke , 9.11.2007 um 11:12 Uhr

Bei Dir war ich auch inzwischen. Ja, besser geht's nicht, um einmal einen bekannten Filmtitel aufzunehmen :-). HG Eckhard


Andreas Denhoff, 9.11.2007 um 12:45 Uhr

Naja, das war neben den vielen "Gebrauchsbildern", die ich an dem Tag geschossen hatte, ein Glückstreffer. Aber besser geht's schon noch.
Gruß Andreas



Eckhard Meineke , 9.11.2007 um 12:47 Uhr

Ja ............! ;-) Sich jeden Tag neu erfinden ... HG Eckhard


Andreas Denhoff, 9.11.2007 um 12:55 Uhr

Sich weiterentwickeln und nicht stehen bleiben...
Gruß Andreas



Thomas vom See, 12.11.2007 um 20:18 Uhr

siehe
Auch ein Herbstbild (5) von Eckhard Meineke
Auch ein Herbstbild (5)
Von Eckhard Meineke
10.11.07, 19:43
27 Anmerkungen


Gruß Thomas



Eckhard Meineke , 13.11.2007 um 19:34 Uhr

Habe ;-). HG, Eckhard


werner weis, 12.08.2011 um 10:03 Uhr



das muss groß an die Wand der Kunsthalle
das ist wirklich gut - die Betrachter werden

dann von selbst den passendsten Abstand der Betrachtung spüren ...



Eckhard Meineke, 12.08.2011 um 14:43 Uhr

Lieber Werner, das ist keine Ablichtung eines Bildes an der Wand einer Kunsthalle, sondern ein eigenes Foto, das freilich mehr oder weniger ohne Planung entstand. Immer wenn ich Bilder lieben Leuten widme, ist die Gefahr groß, dass sie irgendwann aus der fc fort sind. So auch hier. Deshalb werde ich Dir auch kein Bild widmen, lieber Werner. Eckhard



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