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Handarbeit von Erich Ludwig

Handarbeit


Von 

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11.07.2009 um 11:22 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Das ist zur Abwechslung mal wieder ein Tiefdruck, der nicht auf Photopolymerfolie entstanden ist, sondern in guter alter Handarbeit auf einer Kupferplatte (mehrstufige Aquatinta, geschabt) Format 20 x 30.

Anmerkungen:

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Frizz U. Geli Burkard, 11.07.2009 um 20:40 Uhr

also jetzt brauch ich nachhilfe ;-)
heisst du das du dieses bild quasi "selbstgemalt" hast
oder hast du ein fotomotiv weiterbearbeitet???
schön find ich es auf jeden fall!

lg geli+frizz



MRK, 11.07.2009 um 21:39 Uhr

Ein beeindruckendes Hand-Werk. Mit dem Bild kann ich mich allerdings nicht so recht anfreunden. Da gefallen mir die Fotodrucke besser.
Grüße, Manfred



Erich Ludwig, 12.07.2009 um 9:38 Uhr

@Frizz u. Geli
Hier kommt die Nachhilfe:
Das Bild ist nicht "selbstgemalt", sondern im Tiefdruckverfahren "selbstgedruckt". Es hat nur insofern mit Fotografie zu tun, als die Vorlage ein Bild in einer Zeitschrift war. Die Technik ist ziemlich aufwändig: Man bestäubt eine Kupferplatte mit Asphaltstaub (oder Kolophonium) und erhitzt sie über einer Gasflamme. Dadurch schmelzen die Staubkörnchen auf der Platte fest und bilden kleine Rasterpunkte, die säurefest sind. Wenn man die Platte jetzt in Säure legt, werden an den Stellen, die nicht mit den Körnchen bedeckt sind, kleine Vertiefungen in die Platte geätzt, die später beim Drucken die Farbe aufnehmen. Jetzt deckt man mit einem Pinsel und Asphaltlack die Bildteile ab, die hell bleiben sollen (an dieser Stelle wird dann tatsächlich gemalt) und gibt die Platte wieder in die Säure . Damit erhält man etwas größere Vertiefungen, die mehr Farbe aufnehmen und einen dunkleren Farbton ergeben. Das mach man schrittweise so oft, bis man alle gewünschten Helligkeitsstufen erreicht hat. So sind die Strukturen im Wasser entstanden. Die Delphine haben die tiefste Ätzung erhalten, die hellen Stellen sind mit einem Schabemesser wieder herausgeschabt worden. Dann färbt man die Platte mit Tiefdruckfarbe ein, wischt die Plattenoberfläche wieder sauber, so dass die Farbe nur in den Vertiefungen haftet, legt ein Blatt agefeuchtetes Büttenpapier darüber und zieht das Ganze durch eine Tiefdruckpresse (sieht so aus wie eine Wäschemangel). Die Farbe wird aus den Vertiefungen auf das Papier übertragen und fertig ist der Druck.
LG Erich



Günther Wilhelm, 12.07.2009 um 13:38 Uhr

Hi Erich,
die radierung ist Dir gut gelungen
lg Günther



Frizz U. Geli Burkard, 12.07.2009 um 19:03 Uhr

danke für die ausführliche erklärung, jetzt kann ich mir das so ungefähr vorstellen ;-))
ein wirklich spannendes verfahren

lg geli+frizz



Brigitte.K, 12.07.2009 um 21:08 Uhr

Und wir haben seine Entstehung beobachten können !!! Kommt auch als Fotografie fein rüber.
Gruß Brigitte



Josef Safranek, 14.07.2009 um 18:57 Uhr

ganz genau,das ist wirklich noch schwere und künstlerische Handarbeit.
Ist dir allerbest gelungen.

lg. jo



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