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Das ist zur Abwechslung mal wieder ein Tiefdruck, der nicht auf Photopolymerfolie entstanden ist, sondern in guter alter Handarbeit auf einer Kupferplatte (mehrstufige Aquatinta, geschabt) Format 20 x 30.
also jetzt brauch ich nachhilfe ;-)
heisst du das du dieses bild quasi "selbstgemalt" hast
oder hast du ein fotomotiv weiterbearbeitet???
schön find ich es auf jeden fall!
@Frizz u. Geli
Hier kommt die Nachhilfe:
Das Bild ist nicht "selbstgemalt", sondern im Tiefdruckverfahren "selbstgedruckt". Es hat nur insofern mit Fotografie zu tun, als die Vorlage ein Bild in einer Zeitschrift war. Die Technik ist ziemlich aufwändig: Man bestäubt eine Kupferplatte mit Asphaltstaub (oder Kolophonium) und erhitzt sie über einer Gasflamme. Dadurch schmelzen die Staubkörnchen auf der Platte fest und bilden kleine Rasterpunkte, die säurefest sind. Wenn man die Platte jetzt in Säure legt, werden an den Stellen, die nicht mit den Körnchen bedeckt sind, kleine Vertiefungen in die Platte geätzt, die später beim Drucken die Farbe aufnehmen. Jetzt deckt man mit einem Pinsel und Asphaltlack die Bildteile ab, die hell bleiben sollen (an dieser Stelle wird dann tatsächlich gemalt) und gibt die Platte wieder in die Säure . Damit erhält man etwas größere Vertiefungen, die mehr Farbe aufnehmen und einen dunkleren Farbton ergeben. Das mach man schrittweise so oft, bis man alle gewünschten Helligkeitsstufen erreicht hat. So sind die Strukturen im Wasser entstanden. Die Delphine haben die tiefste Ätzung erhalten, die hellen Stellen sind mit einem Schabemesser wieder herausgeschabt worden. Dann färbt man die Platte mit Tiefdruckfarbe ein, wischt die Plattenoberfläche wieder sauber, so dass die Farbe nur in den Vertiefungen haftet, legt ein Blatt agefeuchtetes Büttenpapier darüber und zieht das Ganze durch eine Tiefdruckpresse (sieht so aus wie eine Wäschemangel). Die Farbe wird aus den Vertiefungen auf das Papier übertragen und fertig ist der Druck.
LG Erich