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Im Hochmoor von Agora Bilddiskussion intensiv

Im Hochmoor


Von 

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6.09.2013 um 14:04 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv




Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Beschreibe, warum Du das Foto genau so aufgenommen hast. Welche Idee steht dahinter?

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 6.09.2013 um 14:04 Uhr

Der Fotograf schreibt:

Im Winter dieses Jahres machte ich einen Spaziergang mit meiner Frau und unserem Hund in einem Hochmoor. An diesem sehr kalten Tag im Moor entstand das Bild.



WMeyer, 6.09.2013 um 14:44 Uhr

Mir würde es besser gefallen, wenn es die Zweige gar nicht geben würde. Denn weshalb die Frau hier ein Dreieck schließt, erschließt sich mir nicht. Ich schließe allerdings nicht aus, dass dies wieder zu einem künstlerischen Highlight hoch stilisiert wird.


Kerstin Marsidis, 6.09.2013 um 15:09 Uhr

hm...
also diese Weidenkätzchen-Zweige stören mich auf den ersten Blick auch total. Auf dem zweiten Blick finde ich das mit der Frau gebildete Dreieck recht interessant.
Aber je länger ich das Bild betrachte, desto mehr stören die Zweige mich wieder. Mag sein, dass das "Frau-Zweige-Dreieck" besser wirkt, wenn die Zweige scharf zu sehen wären, da das Weidenkätzchen dann für mich mehr ein Hauptmotiv darstellt. Auch würde hier sw wahrscheinlich ganz gut wirken. Die Frau würde eher eine Einheit des Dreiecks sein, wenn das Blau der Hose nicht wäre :-)
Das, was mir am besten am Bild gefällt ist der Hund :-) Alleine schon, weil er entgegen der Blickrichtung seines Frauchens läuft und sich so gar nicht für Weidenkätzchen zu interessieren scheint.
Nun, das ist ein Bild, welches mich irgendwie nicht so recht überzeugt. Auch nachdem ich mich jetzt länger damit befasst habe,
Was ist der Sinn dahinter? Wenn es denn einen gibt (was nicht zwangsläufig sein muss, just for fun zählt schließlich auch ;-) )?



elevatorjwo, 6.09.2013 um 15:13 Uhr

Der Horizont ist schief und der diagonal durch die Waagerechten laufende Zweig verstärkt diese Wirkung noch als optische Täuschung. Ansonsten bin ich voll bei meinen beiden "Vorrednern"
edit: sorry, Kerstin war schneller



magdafee, 6.09.2013 um 16:02 Uhr

der erste Blick auf das Foto sagte mir ...ups die Zweige stören mich.
Mein Blick ging dann sofort auf die Frau zu und blie bei dem Hund hängen, der mir sehr in diesem Bild gefällt.
Was mir noch gefällt oder anspricht sind die schönen wamen Farben



Rena Sap, 6.09.2013 um 16:09 Uhr

Zum schiefen Horizont kommt das Format das mehr als "quer" ist und mich irritiert.
Der gelbe Grundton ist mir zu senfig auch ich würde mir eher ne Entsättigung wünschen.

Das entstandene Dreieck als Bildidee würde meines Erachstens mehr rocken, wenn die Frau sich a weng mehr nach links neigen würde, um den Winkel genauer einzuhalten.

Naja und das ganze mit Weidenkätzchen zu gestalten, wobei der große so dominant und doch unscharf ist.

Also mir sagt das Bild nicht zu. Sorry

LG von Rena



Renate K., 6.09.2013 um 16:34 Uhr

Ich denke nicht, dass das Dreieck aus Frau und Kätzchen Absicht ist. Warum auch? Die unscharfen Weidenkätzchen stören, wenn sie nicht da wären und das Bild s/w oder zumindest etwas entsättigt wäre, würde es für mich Einsamkeit in einer etwas trostlosen Landschaft (was wohl der Jahreszeit geschuldet ist) bedeuten, die aber durch Hundi wieder etwas aufgelockert wird. Dann könnte es mir gut gefallen. Je länger ich es anschaue: die Kätzchen gehen gar nicht, auch wenn sie scharf wären.
Renate



Kerstin Marsidis, 6.09.2013 um 19:01 Uhr

Was die Aussage "schönes Bild" so alles bedeutet, kann man auch hier lesen, wer´s noch nicht kennt:

http://www.thomas-tremmel.de/Kurt/Kurt_10.htm


Ist nicht böse gemeint, fiel mir nur gerade so ein und passt ganz gut hier in die FC, oder auch zur Agora :-)



Christoph Hornig, 6.09.2013 um 20:45 Uhr

Vom Motiv sehr interessant und auch sonst gut eingefangen, nur leider stimmt die Position der Weidenkätzchen zu dem Hauptmotiv nicht ganz. Sie dürfen die Frau eben nicht scheinbar berühren, weiter nach links im positioniert wäre hier nach meinem Geschmack besser gewesen. Aber dafür ist die Farbgebung in dieser Aufnahme einfach perfekt, sie stimmt zu der Stimmung.


Blendax 2.8, 6.09.2013 um 21:44 Uhr

Die karge Landschaft mag ich. Und den Hund mit seiner langen Schnauze am Boden.

Aber ansonsten ist das kein gutes Foto, meiner Meinung nach. Einfach aus beliebigen Subjekten geometrische Formen bilden ist zwar ein interessanter Versuch, macht noch kein gutes Foto, so weit ich weiß.



Nordfern, 7.09.2013 um 14:25 Uhr

Ich muss mich der mehrheitlichen Meinung anschliessen. Das Bild gefällt mir nicht obwohl es Potential hat!
Das Motiv ist nämlich sehr schön. Die Landschaft ist interessant, ebenso das Wetter. Der Bildaufbau besonders von Hinter- und Vordergrund gehen auch und der kleine Hund ist richtig niedlich. Aber die Zweige stören und haben keinen Bezug zum restlichen Bild und deine Frau wirkt irgendwie deplatziert (natürlich nur auf das Foto bezogen ;)
Also ... Zweige weg. Frau umdrehen so das Sie mit Eurem Hund ein wenig agiert und dann hinterher eine dezente Bildbearbeitung um ein paar Kontraste rauszuholen und die Farben zu optimieren.

Gruß Karsten



SenseiHades, 7.09.2013 um 20:15 Uhr

Mich nerven die zweige auch tierisch. Leider vermitteln sie auch keine Tiefe, stören jedoch die Weite, welche sonst durch das Format gut gegeben wäre. Das ominöse "Dreieck" ist in meinen Augen Blödsinn und stört nur das Bild. Ansonsten schönes Motiv.


Giankarlo, 7.09.2013 um 20:32 Uhr

Ausser der Tatsache dass wohl sehr untypisch ist solche Knospen im Winter zu sehen....finde ich... es ist ein "nettes" Bild aber auch nicht viel mehr.Gruß giankarlo


Clara Hase, 7.09.2013 um 20:53 Uhr

mich berühren Weidenkätzchen auch sehr - wenn ich sehe wie sie aufspringen- aber icvh hätte sie dann scharf gehabt und den HG unschaRF:
Ehrlich, so ein krauses Bild hab ich lange nicht gesehen.
Der Russel allerdings bildet in dem FarbHG einen guten Kontrast - er ist auch scharf.
Komme ich zurück zu den Kätzchen - tätest du links ein drittel des Bildes fortschneiden, würden sie ins Bild ragen, das hätte nett sein können, wäre die Frau nicht da so stocksteif eingefroren.
Auch ohne Kätzchen gefiele mir das Foto nicht wiklich -. auch bei Kälte kann - könnte man mit dem Hund spielen-
Die Wirkung auf Hochmoor wäre dann nebensächlich -
aber auch die Spiegellinse im Hochmoor wäre ein Motiv gewesen - hätte der Hund nicht gesch...
usw.

da ich grad am fremden Laptop sitze kann ich zur Farbgebung nicht viel sagen - zudem ist grad alles ziemlich tot im Moor



Casa666, 7.09.2013 um 21:33 Uhr

Kann man es nicht einfach dabei belassen das es schade drum gewesen wäre das Foto vom Rechner zu löschen und man schaut eben öfter hin. Das nennt man interessant. Ich denke das gerade durch die Zweige dieser Effekt erzielt wurde, sonst wäre es einfach nur ein Bild wie jedes andere. Soll heißen, mir gefällt`s:-)


Arnold Braunschweiger, 7.09.2013 um 21:52 Uhr

ich würd links und rechts etwas wegnehmen, schön.
ansonsten wie Casa666 :)



Casa666, 7.09.2013 um 22:24 Uhr

Wegschneiden würde nichts. Ich muß auch zugeben das mich irgendwas stört, aber ich kann beim besten Willen nicht sagen was und ich schaue mir das Bild echt gefühlte Ewigkeiten an. Mehr kann doch ein Fotograf nicht erreichen. Meine Bilder schaut kein Mensch an, außer vielleicht meine Freundin, die freut sich aber auch über Handyfotos:-))


Frau Ke, 7.09.2013 um 23:00 Uhr

Nur selten schlage ich Quadratschnitt vor, denn meistens verlegt er das Gewicht für meinen Geschmack zu sehr auf das Grafische. Hier schlage ich ihn vor, als alternative Version. Höhe ungeschnitten, der kleine Baum rechts der Person sollte nach meiner Schnittvorstellung noch gerade im Bild liegen. Das würde mir gefallen. Ansonsten: Farben, Stimmung, Kargheit der Vegetation und die Positionen von Pflanze, Mensch, Tier mag ich leiden.


Joe Cuhl, 7.09.2013 um 23:59 Uhr

Der diagonale "Zweig" wirkt brutal. Der Horizont ist leicht schief und fast in der Bildmitte.Der Wauwau streunt gelangweilt durchs Gras. Würde ich auch machen . . .


Frau Ke, 8.09.2013 um 0:06 Uhr

PS: Ein bisschen was wegschneiden würde ich übrigens nicht. Den Quadratschnitt sehe ich, wie gesagt, als Alternative, ergänzend gemeint. Das Breitformat hat seine Berechtigung, es passt am besten zum Moor.


Casa666, 8.09.2013 um 1:55 Uhr

Es ist aber schon klar das es sich um ein Bild handelt? Ich habe Tausende, da käme es fast einem Drama gleich wenn da so genauestens analysieren würde. Ich meine das Bild ist prima, aber eine Sensation wird`s nicht werden. So oder so...


Frau Ke, 8.09.2013 um 1:58 Uhr

Pardon?


pixobox, 8.09.2013 um 10:45 Uhr

Außer einem groben Fokussierungsfehler und einer sehr unkonventionellen Anordnung der Bildelemente entdecke ich nichts Bemerkenswertes.


harry k., 8.09.2013 um 13:03 Uhr

Ach? Sonst mag man hier doch Bilder von Leuten, die gedankenverloren in der Gegend rumstehen und pathetisch auf den mittigen Horizont starren. Ach stimmt, das BIld ist nicht in Schwarz/Weiß, mein Fehler. Wahrscheinlich heißt die Frau Nadine, dann hätte man auch noch den Tipp geben können, dass Bild doch zu spiegeln .... ;-)
Ich find das Bild gut und ich hab das Gefühl, dass da jemand einigermaßen wusste was er tut. Wenn nicht, sollte er auf jeden Fall mehr solche Bilder aus dem Bauch raus fotografieren ;-))



christine frick, 8.09.2013 um 19:36 Uhr

Dass das jetzt etwas schief ist stört mich nicht. Ja am Sonntag und besonders an trüben Tagen so wie es hier zu sehen ist wirkt es schon trostlos, einzig die Äste mit den Weidenkätzchen lassen ahnen, dass es doch bald wärmer wird. Etwas mehr entsättigt würde das Bild in den Farben möglicherweise harmonischer wirken. Ist aber sicherlich Geschmacksache.
LG Chris



Ryan House, 8.09.2013 um 20:31 Uhr

Eigentlich kann man es sich sparen, hier überhaupt noch was zu schreiben zwischen all den Leuten, die scheinbar nichts besseres zu tun haben, als vermeintliche "Fehler" zu suchen und/oder sehr offensichtlich Gewolltes mit dümmlichen Geschichten als zufälligen Knips abzustempeln. Warum wird solcher Schwachsinn nicht konsequent gelöscht?

Vor allem dieses Geschwätz von wegen "aus diesem und jenem Grund kein gutes Foto". Wo sind wir denn hier? Ach ja, in der FC, wo alles standardisiert und eindeutig kategorisiert sein muss. Sorry, hatte ich vergessen...

Die Zweige im Vordergrund sind nicht zu übersehen. Man darf also davon ausgehen, dass der Urheber dieses Fotos sie im Bild haben wollte. Woraus folgt, dass er keine "normale" (standardisierte) Landschaftsaufnahme mit Person und Hund machen wollte. Die Zweige dann als KO-Kriterium für eine Landschaftsaufnahme herzunehmen, ist somit völliger Nonsens. Wo liegt eigentlich das Problem, sich ein Bild mal als Bild und nicht als Motiv mit Beiwerk anzuschauen?

Kritikpunkte meinerseits: Durchgehende Schärfe von vorne bis hinten fände ich weitaus ansprechender, außerdem würde dem unscharfen Gewächs im Vordergrund viel von seinem Störpotenzial genommen. Dürfte aber mit der verwendeten Kamera und bei dem Abstand zum Vordergrund kaum machbar sein. Bildformat zu sehr "landschaftsdienlich", 4:3 würde m. E. besser passen und die Szene kompakter erscheinen lassen. Farben etwas zu unnatürlich und gelblastig.

Zumindest hat sich hier mal jemand noch Gedanken abseits von "Oh, das ist schön, das muss ich knipsen" gemacht.



Cicy, 8.09.2013 um 21:00 Uhr

Die Weidenkätzchen sind etwas überbetont im Vordergrund und stören daher in dieser Szene, sie lenken vom Hauptmotiv ab. Das sonst gute Foto würde harmonischer und ruhiger wirken, wenn sie mehr seitlich und dezenter mit im Bild wären.



Poitasch, 8.09.2013 um 21:02 Uhr

Ich glaube die Zweige mit der Person sollen ein N darstellen. Und der Hund löst oder lockert die Initiale auf. Ich würde das Foto genauso belassen wie es ist. Ist doch klar, dass sich der Fotograf diese Szene vorher genauso überlegt hat. Die Frau wirkt irgendwie grotesk, der Hund putzig und die Szene hat für mich etwas skurriles. Das Foto regt meine Fantasie an. Es lässt viel Raum für Interpretationen. Inspirationen entwickeln sich durch neue Perspektiven, -darum geht´s.


Clara Hase, 8.09.2013 um 22:04 Uhr

Lumia 920

f2 =offene Blende
1/1236 Sek unnötig - 250stel hätten voll genügt um ein Landschaftsbild aufzunehmen - allerdings dann mit Blende 8 oder so. Vermutlich wäre dann alles scharf.

ISO 100 ok
0EV


PS sollten vor allem die Kätzchzen scharf sein und das Hocfhmoor eher nebensächlich
wäre eine spotmessung exakt auf das Kätzchen notwendig - Schärfemessung - such mal im Forum nach, da wurde gerade der Unterschied auch erklärt
schau mal dies - die zweige sind scharf - der HG verschwindet zu einer einheitlich gefärbten Masse
das kann man auch weniger stark so fotografieren, das der HG mit all seinen Farbstufen noch erkennbar bleibt



Clara Hase, 8.09.2013 um 22:31 Uhr

hzat niemand gesagt - nur das die Weidenkätzchen als störend empfunden werden haben 2-3 tel gesagt

hier ist auch ein bild wo der vordergrund scharf ist (vogi statt weidenkätzchen) und der HG ist och soweit erkennbar, das die farben gespiegelt werden - der hg ist im unschärfebereich
wie auch bei meinem eigenen Bespiel
[ A N G E K O M M E N ] von Michael Winkmann
[ A N G E K O M M E N ]
Von
22.5.13, 15:11
31 Anmerkungen

und so hätte das Kaetzchenbild evtl Wirkung gezeigt
indem das Kätzchzen scharf gewesen wäre, aber das hab ich ja gleich so gesehen - - und evtl war es gewollt und missglückt.
umgekehrt wirkt es massiv störend

leider liefert der fotograf eher eine Art Tagebucheintrag, nicht aber sendet er uns seine
fotografischen Absichten.



Erengül Karan, 8.09.2013 um 22:50 Uhr

vllt wäre es interresanter geworden wenn die weidenkätzchen scharf das horizont gerade und alles andere verschwommmen


Clara Hase, 8.09.2013 um 22:53 Uhr

ja Erengül, mein Reden
dazu dann noch den Horizont ausrichten und die Bildkomposition bedenken - nicht so mittig evtl



Frau Ke, 8.09.2013 um 23:27 Uhr

Also, für mich ist das kein Weidenkätzchenbild. Die Weidenkätzchen haben für mich die Aufgabe, Tiefe ins Bild zu bringen und natürlich sich als Pflanze neben Tier und Mensch zu gesellen. Mensch und Hund sind wichtig, aber auch die sehe ich nicht als Hauptmotiv. Dafür wirkt die Person zu deplatziert, die unfreie Stellung halb verdeckt vom Weidenkätzchen unterstreicht das. Das Weidenkätzchen ist hier angewachsen. Mensch und Hund sind Eindringlinge. Das Weidenkätzchen eigentlich auch, denn im Moor ist alles flach. Alle auf ihre Art Eindringlinge. Darum revidiere ich meinen Schnittvorschlag von oben und sage: es muss so breit: das Hauptmotiv, sage ich nun, ist das Moor, darum folgerichtig der Fokus auch nicht auf dem Weidenkätzchen liegt. ... Und doziere jetzt bitte nicht wieder jemand vor, dass sich das da oben bloß um ein Bild handelt - ach ja? Mein Beitrag ist keine Analyse, sondern ein Gedankenspaziergang, der in einem Bild startete - morgen gehe ich wo anders lang, gern auch in dem gleichen Bild.


Clara Hase, 8.09.2013 um 23:48 Uhr

FrAU kE - WAs du hier aufzeichnest _Ztatr: Dafür wirkt die Person zu deplatziert, die unfreie Stellung halb verdeckt vom Weidenkätzchen unterstreicht das. Das Weidenkätzchen ist hier angewachsen. Mensch und Hund sind Eindringlinge."

Das ist die Bildkomposition die irgendwie unstimmig wirkt - also die Anordnung der einzelnen Elemente. Natürlich ist und wird es immer authentisch sein, wenn der fotograf seine Position nicht verändert - seinen Blickwinkel auf dieses Geschehen.
Wir wissen leider nicht die Absicht des Auslösers.

Die stocksteife Person sagt natürlich auch etwas aus, was der Fotograf schrieb: es war saukalt.

wegen des Bildformats quer, weil die landschaft auch verhältnismässig flach ist, erschliesst sich mir nicht. Es gibt immer eine Birke, wenisstens, auch eine Erle oder wie hier eine Weide.
Alles Nasschlürfer




Frau Ke, 8.09.2013 um 23:57 Uhr

Klar gibt's die, die Schlürfer. Sind aber Anfang vom Ende vom Moor.

sind sie doch oder? auf längere Sicht.



Clara Hase, 9.09.2013 um 0:05 Uhr

Moor ist pflanzlicher Abfall sozusagen - die Bäume , verendet (unter Sauerstoffmangel) sind der Anfang vom Moor.
Aber sie sind auch immer wieder da -

was ich aber meinte sind nciht die Bäume, sondern warum etwas flaches auch noch in die Breite gezogen werden muss, es wirkt ja dann noch flacher
und das verstehe ich von dir Frau Ke nicht. Aber morgen ist auch noch ein Tag :-)



Pixelfärber, 9.09.2013 um 6:21 Uhr

Der Bildtitel heißt "Im Hochmoor" und passend zur weiten Ebene wird das Foto im einem breiten Format präsentiert. Deswegen gehe ich davon aus, dass hier die Landschaft fotografiert werden sollte und dass das Dreieck aus Person und Zweigen nur als kreative Zugabe gedacht war. Ansonsten hätte das Foto auch viel enger beschnitten werden müssen.

Da in der Landschaft ein markanter Augenfänger fehlt (z.B. ein knorriger Baum), ist es eine gute Idee, eine Person mit ins Bild zu nehmen. Eine ganz leichte Drehung nach links und eine entspanntere Haltung fände ich zwar freundlicher, aber es war halt sehr kalt. Die Person ist auch gut im Bild positioniert, sie steht nicht mittig und nicht zu nah vor mir. Ich könnte an ihr vorbeischauen und die Landschaft genießen, wenn mir nicht die Weidenkätzchen den freien Blick nehmen würden. Deswegen lasse ich mich gerne vom Hund ablenken.

Eigentlich mag ich kreative Zugaben. Wenn man sie übersehen darf, können sie der Lohn fürs genaue Hinschauen sein. Aber so ein Dreieck wie hier lässt sich an fast jedem blattlosen Busch konstruieren; ich finde die Idee simpel und in der Wirkung aufdringlich. Außerdem ist das Dreieck schwach ausgeprägt. Lediglich die braune Stiefelfarbe findet sich an den Weidenkätzchen wieder. Eine Gemeinsamkeit ist vielleicht noch der Flaum an den Weidenkätzchen und das Fell an der Kapuze, aber das ist von mir schon etwas an den Haaren herbeigezogen. Ansonsten fällt das Dreieck auseinander:
- durch die unpassenden Farben der Jeans und des Mantels
- durch die verschiedenen Formen und Strukturen der Person und der Zweige
- vor allem aber auch durch das Schärfe-Unschärfe-Verhältnis. (Der räumliche Abstand würde einem auch sofort ins Auge springen, wenn dort hinten kein Mensch stünde, sondern ein Ast aus dem Boden ragte.)

Abgesehen davon, dass diese Zugabe den freien Blick auf die Landschaft beeinträchtigt, hat sie leider auch den Bildaufbau bestimmt. Die Kamera musste für die Konstruktion des Dreiecks tief gehalten werden mit der Folge, dass der Winkel auf die Hochebene ziemlich flach wurde und deswegen nur ein schmaler Streifen vom Tümpel zu sehen ist. Und weil auch die Kamerarichtung fixiert war, verläuft der Horizont fast mittig durchs Bild, obwohl hier das Hochmoor bestimmt interessanter ist als die Wolken.

Hätte der Fotograf das Weidenkätzchen scharf und die Landschaft unscharf abbilden wollen, hätte er den Fokus dafür gesetzt und vermutlich auch noch in den Makromodus schalten müssen. Weil er das aber nicht gemacht hat, spricht auch das dafür, dass er vor allem die Landschaft des Hochmoors zeigen wollte. Meiner Einschätzung nach liegt es nicht an der offenen Blende, dass die Zweige unscharf sind, sondern an der Unterschreitung der Naheinstelleingrenze des Objektivs (7cm nur im Makromodus!). Ob der Fotograf das gewollt hat, weiß ich nicht, ich vermute eher, dass er es in Kauf genommen hat, weil er wegen des beabsichtigten Dreiecks den Abstand seiner Kamera zu den Zweigen nicht vergrößern konnte.

Trotz der offenen Blende finde ich die Detailgenauigkeit hinter dem Weidenkätzchen insgesamt noch gut. Der Spielraum für eine größere Blendenzahl dürfte ohnehin gering sein, weil bei kleinen Sensoren die Beugungsunschärfe schon früh zuschlägt. Natürlich sind die Exif-Daten für eine Landschaftsaufnahme überraschend, möglicherweise hat die Kamera-Automatik die Blende für eine Portraitaufnahme gewählt. Für den schnuppernden Hund hätte wohl auch eine wesentlich längere Verschlusszeit noch ausgereicht, aber vielleicht ist er ja eine Sekunde vorher noch herumgerannt. Was soll's, das Ergebnis ist ok.

Kritisieren muss ich aber noch die falsche Farbtemperatur: Das Foto hat einen deutlichen Gelbstich, das ist mir gleich am Himmel aufgefallen. Das Kamerasystem des Lumia 920 gilt als ausgezeichnet, soll aber beim Weißabgleich schwächeln: Bei einem Test wurden von einem Motiv unter gleichbleibenden Lichtverhältnissen verschiedene Farbtemperaturen erzeugt:
http://www.chip.de/artikel/Nokia-Lumia_920-Handy-Test_58359461.ht
ml


Mein Tipp: Der Zweck bestimmt die Gestaltung, nicht die Zugabe. Für mich ist hier ohnehin der Hund die Zugabe, natürlich unübersehbar, aber keinesfalls aufdringlich. - Weiterhin viel Spaß mit der guten Kamera, aber immer die Farbtemperatur kritisch prüfen und gegebenfalls nachbearbeiten.



Frau Ke, 9.09.2013 um 9:32 Uhr

oh ja, das find ich lustig, wenn sich Leute meinetwegen künstlich aufregen. Bitte mehr davon! ;-)


Ryan House, 9.09.2013 um 12:19 Uhr

Ach ja, und wer sich schon auf die Malerei beruft und gerne Regeln zitiert, der sollte eigentlich wissen, dass auch in der Malerei schon seit langer Zeit die Größenverhältnisse von Objekten (deren reale Größe dem Betrachter als bekannt vorausgesetzt wird) im Vordergrund und Hintergrund als Mittel zur Erzeugung räumlicher Tiefe verwendet werden. Ist ganz praktisch wenn ein Fluchtpunkt nicht gegeben ist.


Ryan House, 9.09.2013 um 13:19 Uhr

Noch anschaulicher kann man das Niveau, auf dem hier Fotos betrachtet und "analysiert" werden, nicht darstellen.

Übrigens: Das obige Foto hat Vorder- und Hintergrund, ein Motiv, und die Person befindet sich fast exakt im goldenen Schnitt.



Kerstin Marsidis, 9.09.2013 um 14:05 Uhr

...und wäre dieses Weidenkätzchen nicht, dann hätte der Fotograf ja nach allen Regeln der Kunst gehandelt :-D

Ganz ehrlich, ich finde es so schade, dass es hier immer wieder Leute gibt, die eine rege Diskussion, einen Austausch zu diesem Bild hier, als "unnötig, als Unsinn, als nicht lohnenswert" bezeichnen. Die Agora ist doch dazu da, dass man die eigene Meinung zu dem Bild hier äußert.

Hier muss nicht jeder die gleiche Meinung haben, aber man sollte andere Anschauungen respektieren!

Ich habe ja ebenfalls schon erwähnt, dass mich dieses Dreieck doch sehr stört, weil es unscharf ist, weil die Frau irgendwie nicht wirklich passt (finde das Blau der Jeans störend), aber das ich den Hund als einziges Motiv des Bildes sehr ansprechend finde, weil er aus der Reihe tanzt :-)
Interessant finde ich allerdings auch die Vermutung, dass es sich nicht um ein Dreieck, sondern um ein N handeln kann. Ja, das kann sein und mich würde das echt mal interessieren. Bin gespannt auf die Auflösung.



Kerstin Marsidis, 9.09.2013 um 14:48 Uhr

Ich glaube eher weniger an einen Zufallsknips. Dazu ist die Frau zu sehr Teil dieses, ja was? N´s oder Dreieck.
Aber wenn es tatsächlich ein Zufallsprodukt ist, dann stört mich das "Geäst" tatsächlich umso mehr.
Wenn es geplant war, dann hat sich ja wer irgendwas dabei gedacht.
hmm... ich weiß auch nicht ... :-)



elstp, 9.09.2013 um 15:15 Uhr

Wenn uns jemand ein Foto zeigt, dass ganz offensichtlich mehrere Makel hat, wie z.B.

störende Weidenkätzchen als Vordergrund,
Rückansicht einer Frau, die von den Weidenkätzchen fast erdrückt wird und die - dem neiderfüllten Betrachter zum Trotz - den Blick über das Hochmoor genießen kann und
eine Hochmoor-Ansicht, bei der der Betrachter sich - weil der Fotograf einfach zu tief steht - mit einem sehr schmalen Streifen der im Titel genannten Landschaft begnügen muss

dann muss der Autor entweder wirklich sehr naiv über seine Kunst denken oder aber, und das ist wahrscheinlicher, er will mit diesem Bild sein eigenes Unbehagen über irgend etwas ausdrücken und mitteilen.

Im Grunde ist es gleich, mit welchem Motiv einer sich verständlich zu machen versucht, wenn er versucht, das beeinträchtigt darzustellen, was (fast) jeder Fotograf so gekonnt und harmonisch und ästhetisch und aussagekräftig wie möglich auf die Platte zu bannen versucht. Das gängige Ergebnis ist dann eben ein Bild, eine Botschaft, die dem Betrachter nicht mehr sagt, als dass da einer sein Handwerk beherrscht und dass man mit dem Ergebnis mehr oder weniger einverstanden sein kann.

Man mag über das strittige Günther-Grass-Gedicht denken wie man will, aber die schreckliche äußere Form, z.B. fehlende Verse, ist literarisch gewollt und sollte ein Gefühl für die schreckliche Botschaft erzeugen.



Andreas E2, 9.09.2013 um 16:08 Uhr

Die Äste sind im Weg und der Hund sucht sich gerade eine Stelle, wo er hinmachen kann.
Man hätte eine andere Perspektive und eine Situation nehmen können wo der Hund auch gerade richtung Moor sieht.
Bei einen Spaziergang müsste da Zeit genug sein.
Die Idee, sich etwas in die Knie zu begeben war schon ganz gut.
Ansonsten kann ich dem Bild nicht viel abgewinnen.

VG



tms., 9.09.2013 um 16:31 Uhr

Auf mich wirkt das Bild surreal, fast wie das Protokoll eines (schlechten?) Traums - nicht trotz, sondern wegen der unscharfen Zweige im Vordergrund. Dieses Nicht-klar-sehen-können verstärkt die leicht verstörende Wirkung in meinen Augen noch. So gesehen finde ich das Bild gelungen, fernab von aller Motiv-Fotografie.


gabi44, 9.09.2013 um 18:50 Uhr

Mich haut das Bild vom Ast - oder sollte ich es umgekehrt
formulieren? Aber der Hund gefällt mir; ein richtiger Wuffi,
nicht so ein hochgezüchteter "ich-bin-wer-Hund".
lg gabi 44



Ryan House, 9.09.2013 um 22:44 Uhr

"Ein FOTOGRAF würde in den manuellen Modus gehen, mindestens Blende 10 wählen, würde einen vernünftigen WB und evtl. SV wählen, Horizont evtl. begradigen und das Handy zum telefonieren benutzen."

Aha.

Nur mal so nebenbei zur Weiterbildung: http://mobilephotographyblog.com/


Ich bezweifele mal ganz stark, dass die Leute, die am lautesten über die bösen Unfotografen mit ihren Handys ablästern, überhaupt irgendwann einmal vergleichbare (bezogen auf die oben angegebene Website) Fotos gemacht haben oder auch mit einer Vollformat-DSLR nur annähernd dazu in der Lage wären. Gilt vor allem für bilderlose Quak-Accounts, die den zufälligen Knips an der Blendenzahl festmachen und anderen gerne vorschreiben möchten, welche Hardware sie gefälligst zu benutzen haben bzw. welche Fotos sie hier hochzuladen oder nicht hochzuladen haben.

Vor allem würde mich mal interessieren, welche Reaktionen wohl kämen, wenn der Erzeuger des obigen Fotos hier berichten würde, dass das - bis auf ein paar Kleinigkeiten und die Einschränkungen durch die verwendete Kamera - sehr wohl so gewollt war wie es hier zu sehen ist.

Bitte weitermachen, es kann eigentlich nur noch amüsanter werden.



M-K-R, 9.09.2013 um 23:45 Uhr

Ja die Zweige finde ich störend, sie lenken ab.


pixobox, 10.09.2013 um 1:38 Uhr

Was der Fotograf gewollt hat, kann hier nicht zur Diskussion stehen. Für den Betrachter, der sich in den Hirnwindungen des Fotografen nicht auskennt, ist nur die Beurteilung dessen möglich, was er sieht.

Sollte das vorliegende Bild ein Landschaftsfoto sein, ist jedenfalls die hyperfokale Distanz missachtet worden, derzufolge der Vordergrund scharf sein sollte, der Hintergrund aber eine akzeptable Unschärfe aufweisen darf.
Sollte das Foto dem Betrachter noch etwas anderes mitzuteilen haben, etwas, das sich in der geheimnisvollen Dreieckskonstellation Zweige-Mensch-Bildrand verbirgt, dann müsste es möglich sein, diese Botschaft zu entschlüsseln. Ohne Symbolgehalt wäre das Dreieck leider nur Spielerei.



mi.luc, 10.09.2013 um 4:10 Uhr

Wären da nicht die Zweige im Vordergrund, dann wäre das ein ganz normales unspektakuläres Bild von einem Spaziergang.

Doch bei den Zweigen stelle ich mir als Betrachter die Frage:

WAS SOLL DAS?

Von daher finde ich das Bild recht (hier) überflüssig.



Peter H. Roos, 10.09.2013 um 8:40 Uhr

Warum viele Worte machen:
- Die Zweige sind nur störend.
- und ohne Zweige ist das Foto völlig unspektakulär und ohne jegliche Spannung.
Schöne Grüße, Peter



schallundrauch73, 10.09.2013 um 10:05 Uhr

Auf dem Bild ist nur ein scharfes Kätzchen zu sehen; und das steht getriangelt am Moor mit Kätzchenkapuze. Das ist (für mich) ein Bild mit Schmunzelfaktor. Man kann alternative Schnittvorschläge machen oder eine andere Tonung in Betracht ziehen, es mit durchgängiger Schärfe versehen,...egal, durchdacht ist es allemal. Ich finds gut.

VG



christine frick, 10.09.2013 um 12:55 Uhr

Schade, dass sich die Diskussion hier immer weniger auf das Wesentliche konzentriert, nämlich sich ernsthaft mit dem Bild auseinander zu setzen.


Kerstin Marsidis, 10.09.2013 um 14:13 Uhr

Ich frage mich hier wirklich langsam, ob denn der zuständige Moderator der Agora nicht mal eingreifen kann und jegliche Kommentare, die nichts, aber auch rein gar nichts mit dem gezeigten Bild zu tun haben, rigoros löscht!!! (einschließlich diesem Kommentar hier ;-) )
Meine Güte, diskutiert über Eure "Mein Bild-Dein-Bild-kannst nix-kann ich doch"- Geschichte woanders,am besten per PN!



elevatorjwo, 10.09.2013 um 15:49 Uhr

Danke Na Und


Casa666, 10.09.2013 um 22:18 Uhr

kann es sein das ein klitzekleines bisschen zuviel in so ein bild reininterpretiert wird? ich glaub der herr oder die dame hat einfach auf den knopf gedrückt ohne ansatzweise soviel drüber nachzudenken wie der großteil der herrschaften hier. aber irgendwie ist es auch lustig:-)


Ryan House, 11.09.2013 um 8:26 Uhr

Zumindest ist das mal ein Bild, bei dem es überhaupt etwas zu interpretieren gibt. Das gilt ja für die allermeisten Landschafts- oder Pflanzenfotos eher nicht, weil es in der Regel sowieso nur um die möglichst gefällige, bunte und scharfe Präsentation möglichst gefälliger Landschaften bzw. Pflanzen geht. Man schaut sich so etwas kurz an, weiß Bescheid und kann sich anhand der eindeutig gegebenen Kategorisierung und der für das Genre üblichen Richtlinien über die ganzen "Fehler" im und am Bild auslassen.

Wobei ich es ziemlich schade finde, dass die meisten hier bei einer Bildbetrachtung offenbar nur mit Schablonen hantieren können. Die einen behaupten, dass es ein Landschaftsfoto sein sollte, bei dem jemand zu doof war, den störenden Vordergrund aus dem Bild zu lassen. Die anderen behaupten, dass es ein Weidenkätzchenfoto sein sollte, bei dem jemand zu doof war, auf die Pflanze zu fokussieren. Gerade so, als ob es unmöglich oder strikt verboten sei, ein Foto zu machen, das weder in die eine, noch in die andere Kategorie passt, bei dem die Wahrheit irgendwo dazwischen oder auch ganz woanders liegt. Und dazu dann immer dieses unterschwellig lehrerhafte Getue: Dies und das ist falsch, dies und das musst Du, und da mit Spotmessung und hier mit Blende 10, dann noch unbedingt mit Photoshop hier und da und dort, und ohne klare Aussage und ganz doll philosophische Symbolik ist das ohnehin nur Spielerei...

Grundlage für eine Bildbetrachtung sollte eigentlich immer das gegebene Bild sein und kein Abgleich mit irgendwelchen Schubladen und Kategorien, die einem dazu mehr oder weniger spontan in den Sinn kommen. Wenn mir jemand einen Apfelkuchen zum Probieren serviert, dann bewerte ich ja sinnvollerweise auch den Geschmack des Apfelkuchens, statt mich darüber auszulassen, wie weit er geschmacklich von der Kategorie "Sahnetorten" entfernt ist weil ich von Sahnetorten vielleicht mehr Ahnung habe oder lieber Sahnetorte als Apfelkuchen esse.

Ich gehe nach wie vor davon aus, dass sich der/die Fotograf/in schon etwas dabei gedacht haben wird. Selbst wenn es dann tatsächlich doch nur ein völlig spontaner Zufallsknips sein sollte, ist mir das auch egal. Und selbst wenn der/die Fotograf/in tatsächlich - wie hier von einigen mehr oder weniger direkt behauptet wird - so gut wie gar nichts kann außer auf den Auslöser zu drücken, ist mir das egal. Es verringert lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass ich noch weitere ihrer/seiner Fotos interessant finden könnte. Nicht mein Problem, ich muss sie mir dann ja nicht anschauen.


P.S.: Ich werde hier keine meiner vorherigen Anmerkungen löschen. Laut Text unter dem Bild ist das Sache der zuständigen Admins. Denen es mittlerweile offenbar egal zu sein scheint, wenn hier jemandem nichts Besseres einfällt als "Zufallsknips, diskussionsunwürdig, muss man nicht hochladen, und wer was anderes behauptet, der kann nix und hat keine Ahnung".



Michael Mayer-Wildenhofer, 11.09.2013 um 11:12 Uhr

Das Bild hat zweifellos eine Aussage ist aber in sich nicht harmonisch um die Aussage (Traurigkeit, Sehnsucht, etc.) rüber zu bringen.
Was ich besser finden würde
1.) Weißabgleich - da ist zu viel Gelb drinnen
2.) Zweige raus, da so Dominant und doch unscharf - es sind auch zu wenige um ein Verstecken zu symbolisieren.
3.) Näher rann, Hund mehr ins Eck und lass den himmel wirken.

Ist nur meine Meinung !
Michael



outergate, 11.09.2013 um 12:59 Uhr

Smartphones sind die Polaroids der Neuzeit. Aus dem Aufnahmemedium zu schließen, dass ein damit entstandenes Bild in jeder Hinsicht zufällig, ohne gestalterischen Anspruch und im Ergebnis zwangsläufig minderwertig sein muss, war damals unreflektiert und ist es heute nicht minder. So manchem würde eine technische Einschränkung helfen, sich besser auf das Wesentliche zu konzentrieren.
Eine solche Einschränkung ist hier vorauszusetzen. Die Lumia hat (nur) Blende f2 bei 26mm Brennweite. Was für die DSLR als abenteuerliche Einstellung anmuten könnte, ist hier also gar nicht zu ändern.
Das Bild hat kompositorische Elemente, die gegen die Schnappschuss-Theorie sprechen, ohne sie ganz auszuschließen. Im Bildhintergrund dominieren waagerechte Flächen und Linien, die von der Person im goldenen Schnitt vertikal gebrochen werden. Der Vordergrund wird durch die kleineren vertikalen Zweige und den aufdringlicheren, aufsteigend diagonalen Zweig gebildet. Die Verbindung der nicht waagerechten Bildelemente erfolgt über einen Größenbezug, der durch den Hund als einzig dynamisches Element ergänzt wird.
Standpunkt und Blickwinkel sind deshalb sehr wahrscheinlich bewusst gewählt. Ob das für die Unschärfe der Kätzchen ebenfalls gilt, bleibt im Unklaren. Da ein anderer Standpunkt eine Änderung der Größenverhältnisse bewirkt hätte, kann die Unschärfe auch durch die fehlende Blende >f2 begründet sein. Gleichwohl würde eine durchgängigere Schärfe den Zugang erleichtern.
Dass der Weissabgleich nicht neutral ist, stört mich gar nicht. Im Gegenteil halte ich den senfigen Grundton für das Sujet sehr treffend.
Fazit: Das ist keine Mainstreamaufnahme, die den plakativen Gefälligkeitsmassstäben genügt. Sie bricht mit standardisierten Sehgewohnheiten und provoziert Widerspruch. Auch wenn es nicht ganz meinem persönlichen Geschmack entspricht, finde ich sie interessant und auseinandersetzungswürdig. Als Teil einer Lumia-Hochmoor-Serie durchaus gut vorstellbar. Gerade auch wenn es im Ergebnis ein ungewollter Schnappschuß gewesen sein sollte. :)



pixobox, 11.09.2013 um 14:05 Uhr

@Ryan House:
Gut, dass du keine vorherigen Anmerkungen löschst. Dann darf man dich ja weiterhin zitieren.
Ryan House am 8.9.:
"Kritikpunkte meinerseits: Durchgehende Schärfe von vorne bis hinten fände ich weitaus ansprechender, außerdem würde dem unscharfen Gewächs im Vordergrund viel von seinem Störpotenzial genommen. Dürfte aber mit der verwendeten Kamera und bei dem Abstand zum Vordergrund kaum machbar sein. Bildformat zu sehr "landschaftsdienlich", 4:3 würde m. E. besser passen und die Szene kompakter erscheinen lassen. Farben etwas zu unnatürlich und gelblastig."

Dazu noch einige Fragen:
Du wehrst dich gegen "Schubladen", "Schablonen" und "Kategorien"? Worauf, um alles in der Welt, fußt denn deine eigene Kritik? Welcher Unterschied liegt darin, von einem "unscharfen Gewächs" oder von einem Fokussierungsfehler zu sprechen? Wieso behauptest du, man habe hier irgendwen aufgrund eines solchen Fehlers als "doof" eingestuft? Wieso versetzt dich dein ambivalenter Egal-Standpunkt eigentlich nicht in die Lage, die Kritik anderer kritiklos zuzulassen?
Mit diesen Fragen verlasse ich selber das Feld der Sachlichkeit und begebe mich auf emotionales Terrain, weitab vom eigentlichen Thema, dem Foto. Das ist mir im Grunde zuwider. Ich verzichte daher auch gerne auf eine Antwort.



outergate, 11.09.2013 um 14:18 Uhr

@pixobox:
ich bin offensichtlich nicht ryan house.
gleichwohl bringe ich als außenstehender vielleicht neue perspektiven in diese eigentümlich verlaufende diskussion.
ein "unscharfes gewächs" ist eine gewollte oder ungewollte bildwirkung. ein ergebnis. ein fokussierungsfehler wäre eine denkbare ursache unter mehreren möglichkeiten. diesen fehler als gegeben zu unterstellen, wäre eine voreilige schlussfolgerung und vorwurf zugleich.
die mittlerweile gelöschten kommentare von 'na und' waren in ihrer summe eine herabwürdigung des bildautors. eine konstruktive auseinandersetzung mit dem bild selbst konnte ich nicht ausmachen.



pixobox, 11.09.2013 um 14:23 Uhr

@outergate:
Im Zitat ist vom Störpotenzial des unscharfen Gewächses die Rede. Es ist nicht zielführend, Zitate mit dem Skalpell zu bearbeiten.



bombo17, 11.09.2013 um 14:25 Uhr

Weder das Bild noch die ganze Diskussion hier ist so recht meins :-)))
Aber weiterhin viel Spaß ;-)
bombo17



Agora Bilddiskussion intensiv, 11.09.2013 um 14:28 Uhr

Hier wurden jetzt von uns ein paar Beiträge gelöscht, die nichts mehr mit der Diskussion zu tun hatten. Kontroverse Diskussionen sind klasse, solange man den, der anderen Meinung ist nicht beleidigt, beschimpft oder irgendwie als unfähig bezeichnet.

Es geht hier nur um dieses Bild, bitte bleibt dabei.

Grüße vom Agora Team



outergate, 11.09.2013 um 14:40 Uhr

@pixobox:
Ich halte es im Sinne einer gehaltvollen Diskussion für zielführend, Ursache und Wirkung voneinander zu trennen. "Störpotenzial" ist eine Wirkung auf affektiver Ebene. Fraglich bleibt die Ursache. Einen "Fokussierungsfehler" halte ich als Ursache für vergleichsweise unwahrscheinlich. Bei einer vorgegebenen Einschränkung auf Blende 2 sind beim gewählten Standpunkt entweder die Zweige oder der Hintergrund unscharf, nicht beides. Aufgrund der überlegt anmutenden Bildaufteilung halte ich es für naheliegend, dass der Bildautor nicht daran gescheitert ist, die Zweige scharf zu stellen - ein Fokussierungsfehler also nicht als Ursache dienen kann. Skalpell hin oder her.



pixobox, 11.09.2013 um 15:32 Uhr

@outergate:
Zutreffend ist, dass die unscharfen Zweige tatsächlich so auffällig ins Bild ragen, dass Absicht dahinter vermutet werden kann. Dann wäre der Fokussierungsfehler nur ein scheinbarer. Fragt sich, ob wir jetzt über einen Gestaltungsfehler diskutieren müssen. Aber da muss ich passen und sage nur noch: Es gefällt mir nicht! Wahrscheinlich werde ich gerade vom Mainstream mitgerissen ... ;-)



Gerd Wunderlich, 11.09.2013 um 15:58 Uhr

die Zweige und die Frau etwas aus der Mitte nach rechts, links entsteht somit ein Freiraum der den Blick nach rechts lenken würde -bringt mehr Spannung - insgesamt eine schöne Idee


Dr. Labude, 11.09.2013 um 17:51 Uhr

Im Grunde müsste man hier zwei Anmerkungen schreiben. Eine über Diskussionskultur und eine über das Bild.

Ach, warum eigentlich nicht.

Zur Diskussion. Sie vermittelt den Eindruck, als ob hier Menschen in unterschiedlichen Sprachen miteinander reden, die gar nicht mitbekommen, dass sie von unterschiedlichen Dingen reden. Der eine in Japanisch und der andere in, sagen wir mal Bulgarisch. Ich glaube, so fangen Kriege an, weil der eine auf Japanisch fragt, ob der andere in gerade beleidigt hat und der andere nickt und sagt "Hai", weil das vielleicht heißt "Du hast ja selber komische Augen" und dann gibt's Haue und hinterher hassen sich alle. Und wenn die beiden das ganze überleben, und sie begegnen sich später wieder mal irgendwo, vielleicht im Voting, dann gibts gleich wieder Haue und so geht das weiter und weiter und weiter ...

Hier gibt es zwei Grundpositionen:
die eine sagt, wie ein Bild im Allgemeinen aufgebaut sein muss und warum die Abweichung davon im Allgemeinen, jedenfalls im vorliegenden Fall, ein Fehler ist. Ein Kunstlehrer zu meinen Schulzeiten hatte auch so einen Ansatz.
die andere sagt, dass das der ganz falsche Ansatz ist (und Kunstlehrer ohnehin Banausen) und überlegt, was an dem Bild vielleicht Kunst ist, weil Gestaltungswille oder wenigstens das Entdecken einer Besonderheit und das sich-ihrer-Bewußtwerden bereits für sich genommen Kunst ist. Ich glaube, das ist ein Beuys'scher Ansatz.

Hier ist interessant, dass und wie die Diskussion überdies von den EXIF-Daten beeinflusst wird. Aber da komme ich gleich in meiner zweiten Anmerkung noch drauf.

Und die kommt hier:
Wir sehen alle, dass das Bild mit einem Handy aufgenommen ist. Das löst unterbewusst ganz unterschiedliche Prädispositionen aus. Bei den einen den Reflex "soll sich 'ne anständige Kamera kaufen, dann kriegt er auch die Schärfe hin", bei anderen eher "was mit einem Handy aufgenommen ist und dann in die Agora gestellt wird, MUSS einfach Kunst sein". Ich gebe zu, das dürfte eine Minderheitenposition sein.

Das aus Person und Zweigen gebildete Dreieck ist offensichtlich das "Besondere", was den Bildautor veranlasst hat, es hier einzustellen. Die Bldkomposition ist entweder "gewollt" oder nachher "entdeckt". Das wissen wir nicht. Es spielt auch keine große Rolle. Profis schießen oft 300 Portraits in einem Shooting und "entdecken" hinterher auch erst eins mit dem besonderen Ausdruck. Ich finde allerdings, dass die Komposition (respektive Entdeckung) nicht funktioniert. Das Dreieck wirkt durch die unterschiedliche Schärfe der Teile und die fehlende Geometrie nicht wirklich wir ein grafisches Element, sondern wie eine Störung. Ich fürchte, so ein Bild muss man tatsächlich sorgfält komponieren, wenn man es gezielt erreichen will. Und wegen der nicht justierbaren Blende eines Handys wird das tatsächlich ziemlich schwierig.

Vielleicht noch ein Wort zu der Farbstimmung. Entweder ist da ein (sehr passender !) Filter drübergelaufen oder es war ein sehr geniales Licht. Dagegen spricht allerdings der Sepiaton in den Wolken.

Mein Fazit: denkt man sich das Weidenkätzchen weg, mag ich das Bild eigentlich ziemlich gerne. In Aufbau wie in Bearbeitung. Dabei die Besondere Idee ist nicht meins.



elstp, 11.09.2013 um 20:05 Uhr


Der Autor hat für sein Foto einen Standort gewählt, der dem Betrachter zwar die Möglichkeit eines guten Fotos zeigt, aber er erfüllt diese Möglichkeit nicht, weil er mit seinem Bild eine Störung zeigen will, die die Betrachter in einem Foto mit ihren Verbesserungsvorschlägen alle ganz schnell und leicht beheben würden. ER kritisiert damit aber die seit 200 Diskussionen gepflegte Gewohnheit, Kritik mit Beanstandung zu verwechseln - und zwar, weil er, wenn er in der Agora ein Foto zeigt, auf jeden Fall eine Vielzahl von negativen Aspekten gezeigt bekommen wird.

Im Falle der gestörten Darstellung hier kommt es mir daher so vor, als wollte der Autor einmal wach rütteln - denn ein Lebensraum wie eine Landschaft ist die FotoCommunity auch, nur in einem anderen Sinne. Das Motiv des Bildes wäre also nicht so wichtig wie die Anregung, einmal über Qualität der Diskussionen zu reflektieren.
Dann würde die Bildaussage lauten: Wir haben hier so viele Möglichkeiten, uns mit einander zu verständigen, aber wir nutzen sie nicht, weil wir Kritik immer als etwas beanstandendswertes betrachten -

Kritik beinhaltet aber den Begriff ,Kriterium,

und daher sollte in einer Kritik alles zusammen getragen werden, was das Foto, also auch das Bild, näher bestimmt. Dann dürfen auch unterschiedliche Meinungen das Ergebnis sein - keiner muss als Gewinner oder Verlierer daraus hervor gehen.

Man könnte sich über die größte Schwäche des Fotos vielleicht mal im übertragenen Sinne hinweg setzen, den ungünstigen Standort des Fotografen für sich selbst (theoretisch) verlassen und sich dann - ohne störende Äste - den Anblick des Hochmoors vorstellen, den die Begleiterin des Fotografen hat. Dann würde man damit auch den Fotografen ,leben lassen.



lubob, 11.09.2013 um 23:52 Uhr

Dass die Frau von den Zweigen so genau eingerahmt wird, läßt mich auch eher eine absichtsvolle Komposition vermuten.

Die Zweige machen für mich viel Sinn, wenn das Bild nicht primär das Motiv wieder geben soll, sondern das Blickfeld eines Beobachters.

Stellt es euch mal als "Jagdbild" vor: Ein Angreifer im Gebüsch. Er lauert. Sie hört ihn nicht, schaut weiter in die Landschaft. Nur noch ein Schritt, ein Zweig dazwischen, den er gleich zur Seite schiebt...

In dem Fall liegt auch die Schärfeebene genau richtig. Der Blick ruht schon auf der Frau, der Zweig vor dem eigenen Gesicht, den eigenen Augen ist da, aber eben nicht im Fokus.



Ryan House, 12.09.2013 um 0:24 Uhr

@pixobox: Deine Fragen an mich wurden zum größten Teil schon von outergate ziemlich treffend beantwortet. Ich gehe trotzdem nochmals darauf ein.

"Du wehrst dich gegen "Schubladen", "Schablonen" und "Kategorien"? Worauf, um alles in der Welt, fußt denn deine eigene Kritik?"

Auf dem Bild, das ich sehe. Und der Gewissheit, dass ich diese Szene in ähnlicher Form durchaus auch fotografiert hätte, wenn ich sie vor der Nase gehabt hätte. Ich gehe einfach mal NICHT davon aus, dass es eine aus Unkenntnis landschaftsfotografischer Richtlinien verhunzte Landschaftsaufnahme mit Person und Hund sein soll und auch kein fehlfokussiertes Weidenkätzchenbild. Ich gehe davon aus, dass der/die Fotograf/in dieses Bild so wie es zu sehen ist, mit voller Absicht (abzüglich technischer Mängel wg. Handykamera) aufgenommen hat. Was hier für die Mehrheit offenbar absolut unvorstellbar erscheint.

Übrigens ist das auch ein Grund dafür, dass ich in dieser Sektion nur sehr selten etwas schreibe. Wenn mir nämlich nichts anderes einfällt als "Sagt mir absolut gar nichts, hätte ich so niemals aufgenommen, da hätte ich höchstens ein völlig anderes Bild draus gemacht", dann ist das ein recht sicherer Hinweis darauf, dass ich nichts Konstruktives beitragen kann.

Zurück zum Bild: Ich kann zwar die Intention hier in dieser Sektion mangels oben gegebener Informationen, Dialogmöglichkeit mit dem/der Urheber/in bzw. Stöbern in dessen/deren anderen Fotos (Stichworte: Serien, Roter Faden, Wiederholungen) nicht hinreichend sicher bestimmen, bin mir aber trotzdem hinreichend sicher, zum Beispiel das Einpassen der Person in den Vordergrund als Absicht zu erkennen. Und exakt darauf baut das auf, was ich geschrieben habe. Ich nehme das Bild zunächst einmal so an, wie es oben zu sehen ist und frage mich, warum es wohl so aussieht wie es aussieht. Ich frage mich eben nicht, warum es nicht so aussieht, wie man es im Allgemeinen von einem Bild aus der Kategorie XY, das nach den allgemein anerkannten Richtlinien aufgenommen und bearbeitet wurde, erwartet.

Übrigens ist es ein großes Missverständnis, wenn jemand meint, dass ich grundsätzlich gegen Schubladen und Kategorisierungen bin. Ich bin nur dagegen, Bilder zwecks Kritik schnellstmöglich in irgendwelche Schubladen zu stecken, in denen man sich mehr oder weniger gut auskennt, in die sie aber einfach nicht hinein passen, nur um dann exakt aus diesem Nichthineinpassen irgendwelche vermeintlichen Fehler abzuleiten. Es wird mir wohl kaum jemand widersprechen, wenn ich behaupte, dass bei klassischer Landschaftsfotografie ganz allgemein andere Anforderungen an ein Bild gelten, als bei Sportdokumentation. Und es wird wohl niemand ernsthaft auf die Idee kommen, bei einem Alpenpanorama zu bemängeln, dass kein Sportler darauf zu sehen ist. Trotzdem passiert genau das ständig, wenn ein Bild inhaltlich nur nah genug an irgendeiner allgemein bekannten Schublade dran ist. Zack, rein mit Dir, was nicht passt, wird passend gemacht. Du bist ein Landschaftsfoto, Du hast da keine unscharfen Zweige im Vordergrund zu haben.

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"Welcher Unterschied liegt darin, von einem "unscharfen Gewächs" oder von einem Fokussierungsfehler zu sprechen?"

"Unscharfes Gewächs" ist eine im Bild sichtbare Tatsache ohne Wertung. "Fokussierungsfehler" ist eine ganz klare Wertung: Das ist falsch, das macht man anders. Und zwar richtig.

Und "Störfaktor" basiert auf der mehrheitlichen Meinung, dass das unscharfe Gewächs stört. Wäre es scharf, würde es zumindest weniger als störend empfunden, da es sich besser in das ansonsten fast durchgehend scharfe Bild integrieren würde. Mich selbst stört da lediglich die Unschärfe, nicht die Sichtbarkeit.

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"Wieso behauptest du, man habe hier irgendwen aufgrund eines solchen Fehlers als "doof" eingestuft?"

Siehe zweite Anmerkung von outergate, letzter Absatz.

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"Wieso versetzt dich dein ambivalenter Egal-Standpunkt eigentlich nicht in die Lage, die Kritik anderer kritiklos zuzulassen?"

Erstens habe ich nirgends mit auch nur einem Wort erwähnt, dass mir so ziemlich alles egal wäre. Das basiert wohl auf dem Schubladenmissverständnis. Zweitens behalte ich mir vor, auf unpassende und ungerechtfertigte Pauschalkritik entsprechend zu antworten. So deutlich, wie der Vordergrund in diesem Fall das Bild vom klassischen Landschaftsfoto mit einsamer Person abhebt und die Anordnung der Bildelemente gegen einen völlig unüberlegten Schnappschuss spricht, sollte man eigentlich erwarten, dass in einer Community, in der normalerweise selbst der kleinste Sensorfleck gesucht und gefunden wird, eine solche Diskrepanz zwischen dem Bild und der Schublade, in die man es zerren möchte, auffällt.

Mal ganz davon abgesehen, dass es auch in der Landschaftsfotografie nicht verboten ist, mal etwas Neues auszuprobieren. Leider wird die Kreativität gerade bei Anfängern oft im Keim erstickt, wenn ihnen drei Dutzend "Regeln" um die Ohren gehauen werden, die man gefälligst zu befolgen hat, wenn man "gute" Fotos machen möchte.



Ryan House, 12.09.2013 um 1:14 Uhr

@elstp:

"Der Autor hat für sein Foto einen Standort gewählt, der dem Betrachter zwar die Möglichkeit eines guten Fotos zeigt, aber er erfüllt diese Möglichkeit nicht, weil er mit seinem Bild eine Störung zeigen will, die die Betrachter in einem Foto mit ihren Verbesserungsvorschlägen alle ganz schnell und leicht beheben würden."

Wieso sollte ein Foto, das genau dem entspricht, was der Fotograf dem Betrachter (in diesem Fall: angeblich) vermitteln möchte, kein gutes Foto sein? Völlig unlogisch.

Und wie kann das obige Foto kein gutes Foto sein, obwohl hier schon einige Personen angemerkt haben, dass sie das Foto gut finden?

Wenn jetzt wieder das Übliche und schon bis zum Erbrechen oft Gelesene "Wer das gut findet, der hat halt einfach keine Ahnung von Fotografie" kommt, dann... :|



Kerstin Marsidis, 12.09.2013 um 1:29 Uhr

Ich denke immer noch, dass es sich bei diesem Foto um kein Zufallsgeknipse handelt, wo ein paar Weidenkätzchen-Zweige einfach so mitten im Bild waren, sondern dass gerade die Anordnung der Zweige genauso im Zusammenspiel mit der Frau als Dreieck oder als N geplant waren.
Nach wie vor stört mich an diesem Bild, dass die Zweige so unscharf sind, denn sie wirken auf mich sehr störend. Und da bin ich nicht sicher, ob der Fotograf das, wenn es mit dem Handy möglich gewesen wäre (was ich nicht weiß) nicht auch anders gemacht hätte.
Alle anderen Interpretationen sind mir viel zu weit her geholt, von wegen "Standart brechen, Handy-Fotokunst" etc.
Ob der Fotograf hier eine besondere Handy-Fotokunst vorführen wollte oder nicht, oder was er sich überhaupt dabei gedacht hat, wir werden es hoffentlich bald erfahren :-)



elstp, 12.09.2013 um 8:21 Uhr

Frage an elstp: wieso kein gutes Foto, obwohl..... von Ryan House (12.9., 1:14 Uhr)


Eine Frage, deren Beantwortung eine Lösung, eine Erläuterung herbei führt oder herbeiführen soll, ist in der Regel eine gute Frage - so unbequem sie auch sein mag.

Ein Foto, das mit Hilfe von unbequemen Bildelementen auf eine verbesserungsbedürftige Situation hinweist, müsste demzufolge auch ein gutes Foto sein, aber ist es dann auch ein gutes Bild?
Nein, genau das ist es nicht, denn der Betrachter muss in dieser Komposition selbst heraus finden, warum die störenden Elemente da sind, und was er damit anfangen soll. Ein fotografisch gelungenes Bild von einer untragbaren Situation zu zeigen, würde bedeuten, dass man zwar Qualität gesehen hat, was angenehm ist, sich aber keine Fragen zu dem eigentlichen Problem mehr stellt - was zu einfach wäre!

Im vorliegenden Fall hat ,Das darf doch nicht wahr sein. (8.9., 14.55 Uhr) die störende Komposition des Bildes durch eine eigene Note noch übersteigert, so dass man sich nach der Lektüre erleichtert wieder dem eigentlichen Problem zuwendet. Und dann kann man auch ruhiger fragen, was und warum dort gezeigt wird.

Was an dem vorliegenden Foto seither erfolgreich verläuft, ist die Diskussion, was man mit einem solchen Bild anfangen soll. Man kann - weil man ja die Agora betreten hat - nicht einfach ausweichen. Aus anfänglicher Ratlosigkeit erlebe ich zumindest bei mir, das sich der Sinn dieser Aufnahme nach und nach zeigt, und aus dem anfänglichen Protest-Bedürfnis ist längst Neugier geworden. Da sich das Bild nicht verändert hat, haben die diversen Anmerkungen offenbar Hinweise, Kriterien geliefert - und das macht aus dem ,schlechten Bild von der Landschaft FotoCommunity, das die vielen Diskussionen früherer Bilder gezeichnet haben, ein verbesserungswürdiges - ein gutes Foto also, das mit dem gezeigten Bild eine Entwicklung (bei mir) einleitet; es zeigt aber immer noch den Ausgangszustand - weitere Bilder wären wünschenswert, die eine tatsächliche Entwicklung zeigen.

P.S.: Ich unterscheide zwischen dem Foto als Medium, und dem Bild, das dieses Medium transportiert. Daher stimme ich Dir gerne zu, wenn Du das absichtsgerechte Foto als gutes Foto bezeichnet haben möchtest.



Clara Hase, 12.09.2013 um 10:18 Uhr

wenn ich die Nutzer-Anmerkungen lese zu diesem Weidenkätzchen, welches sich so in den Blick stellt,
als N oder wie auch immer
ist es denkbar, dass das Kätzchen einen Zweck erfüllen sollte.

Es könnte einen Rahmen hergeben in dem AUCH der Hund hätte sein können.
Kätzchen und Schätzchen - oder die Kätzchen als eine Art Wünschelrute zu den beiden lebenden Teilen des Bildes.
Für gelungen halte ich es deshalb aber immer noch nicht. Und auch der Titel wäre da konträr gewählt



Ryan House, 12.09.2013 um 10:50 Uhr

@elstp: Insgesamt passt das ja alles. Wenn Du nun aber so sicher davon ausgehst, dass der Fotograf mit diesem Foto/Bild (ich differenziere im Allgemeinen nicht, gemeint ist das Bild sofern nicht anders angegeben) exakt das von Dir Beschriebene erreichen wollte, wäre es da nicht nett und konstruktiv, ihm Vorschläge zu unterbreiten, wie er dieses Ziel noch besser hätte erreichen können? Mir würden da auf Anhieb noch reichlich Möglichkeiten einfallen, wie man sowohl kompositorisch als auch technisch sehr viel mehr und sehr viel deutlicher Störendes in das Endergebnis einbauen könnte. Es wäre zum Beispiel sehr einfach, das ganze Bild deutlich zu kippen, die Person völlig unkoordiniert mit dem Vordergrund zu verdecken, den Finger vor die Linse zu halten, den Vordergrund bei gleicher Blende und Verschlusszeit voll anzublitzen, usw.

Übrigens haben schon einige Personen hier angemerkt, dass sie das Bildelement, dessen Anwesenheit von vielen hier als störend empfunden wird, nicht als störend, sondern als zwingend notwendig für das Bild ansehen. Das zeigt doch eigentlich ganz deutlich, dass man keine allgemein gültige Aussage diesbezüglich machen kann.

Außerdem ist mir die Annahme, dass da jemand einfach ein mangelhaftes Bild zeigen wollte um eine Diskussion zu initiieren, viel zu einfach, viel zu pauschal und viel zu sehr Totschlagargument. Könnte man nämlich bei jedem Foto bringen.

Natürlich sehe ich auch gewisse Dinge, die ich hier anders gemacht hätte. Hätte aber kein völlig anderes Bild ergeben.


@Clara Hase: Der Titel ist eine Ortsangabe zum Bild. Was ist daran "konträr"?



pixobox, 12.09.2013 um 10:53 Uhr

@Ryan House: Danke für die ausführlichen Antworten. Dein Standpunkt ist für mich nachvollziehbar. Was auch immer der Bildautor vorhatte - irritieren, provozieren, aus der Reihe der Konventionen tanzen, mit traditionellen Regeln brechen, Sehgewohnheiten verletzen usw. - wir wissen es nicht. Ich halte mich nach wie vor an den Titel "Im Hochmoor", der nur dann einen Sinn macht, wenn der Bildautor vorhatte, das Charakteristische dieser Landschaft zu zeigen. Mag sein, dass er diese Landschaft als unspektakulär empfand und er deshalb nach "Beiwerk" für den Vordergrund suchte, vor allem auch wegen der räumlichen Wirkung. Die Kombination der Bildelemente, die dafür in Frage kamen, wird von vielen Betrachtern als seltsam empfunden. Diese Elemente fangen nämlich an, bei längerer Betrachtung ein Eigenleben zu führen und ziehen die Aufmerksamkeit von der Landschaft ab.
Die Bildsprache ist also nicht klar, sondern missverständlich. Für mich ist aber eine eindeutige Bildsprache ein wichtiges Kriterium für ein Foto, das ich als "gut" einstufen kann. Die Vermutung, es sei das Ziel des(r) Fotografen(in) gewesen, den Betrachter zu verwirren, bedeutet mir nichts. Sie verbessert die Qualität des Fotos nicht und rückt es nicht in die Nähe von Kunst.



Ryan House, 12.09.2013 um 11:19 Uhr

@pixobox: Der Titel ist "Im Hochmoor", nicht "Das Hochmoor". Der gewählte Titel alleine suggeriert recht eindeutig ein Bild, das in einem Hochmoor aufgenommen wurde. Im Gegensatz zu "Das Hoochmoor", da würde auch ich ein "normales" Landschaftsbild erwarten. Sorry für's Haare spalten. ;)

Von mir aus könnte der Titel auch "ohne Titel", "img_1162.jpg" oder "..." lauten. "N" wäre natürlich als Titel auch sehr schön...

Dass man - ausgehend von der Erwartungshaltung gegenüber einer klassischen Landschaftsaufnahme hier die Bildsprache als nicht eindeutig ansieht, ist völlig verständlich. Mir sind allerdings diverse Fotografen bekannt, die gerne mal Bildelemente im Vorder- und Hintergrund zueinander in Bezug setzen, und sei es nur, um eine Linie aus dem Vordergrund im Hintergrund fortzuführen oder zu ergänzen. Diesbezüglich ist die Bildsprache dann allerdings sehr eindeutig.



Ryan House, 12.09.2013 um 11:26 Uhr

Nachtrag: Den Kunstbegriff möchte ich gerne vermeiden, das führt in der FC früher oder später grundsätzlich immer dazu, dass "Kunst" als abwertendes Synonym für angebliche Knipsbilder, die natürlich jedes Kind beim Radfahren aus dem Handgelenk machen kann, gebraucht wird. Es geht um Fotografie.


pixobox, 12.09.2013 um 11:30 Uhr

Ok, dann lassen wir das ... oder wir überlassen es anderen. Damit könnte man mindestens drei Wochen lang für Kurzweil sorgen. ;-)


Rena Sap, 12.09.2013 um 12:24 Uhr

Kommt bald mal wieder ein neues Bild?


Rahm Günter, 12.09.2013 um 12:28 Uhr

Ohne die enorm störenden Weidenzweige wär´s ein
ansprechendes und ausdrucksvolles Bild.Jedenfalls
für mich!



elstp, 12.09.2013 um 12:46 Uhr

nur der Vollständigkeit halber:
Die Schlussbemerkung zu diesem Agora-Foto könnte ein bisschen Verständnis wecken:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/cat/18577/display/29962746





Ryan House, 12.09.2013 um 13:06 Uhr

Nur weil einmal jemand so etwas versucht und es auch durch den Bildtitel und die Information zum Bild kenntlich gemacht hat, muss man nun nicht zwingend annehmen, dass jedes Foto, bei dem sich durch den Abgleich mit den Richtlinien bestimmter (und m.E. völlig falscher) Kategorien vermeintliche Mängel ergeben, aus dem gleichen Grund gemacht wurde.

Zumal das andere Bild weder inhaltlich, noch kompositorisch, noch sonst irgendwie mit diesem hier vergleichbar ist. Abgesehen davon, dass es rechteckig und bunt ist.



Detlef Rüping, 12.09.2013 um 13:31 Uhr

Das Foto ist streng nach konventionellen "Erfordernissen" ;-) erstellt worden:
- Der Hund ist exakt im Goldenen Schnitt, na ja, bis auf einige mm.
- Ein Zweig wurde benötigt, um zusammen mit der Person eine markante Vertikale zu bilden, die das Bild drittelt.
- Ein weiterer Zweig links dient der Andeutung einer Drittelung auch auf dieser Seite.
- Ein schräger Zweig deutet eine Diagonale an, bekanntlich ein wichtiges Gestaltungsmittel.
- Die Ockerfarbe des Moores scheint authentisch zu sein, wie ein Vergleich mit grauem Himmel, blauen Jeans und weißem Hundefell vermuten lässt.
- Dass der Horizont nicht weit genug von der Mittelhorizontalen entfernt ist, könnte als kleine Nachlässigkeit angesehen werden, unterstreicht aber andererseits die Monotonie der Landschaft.
- Mit der Person kann sich der Betrachter identifizieren. Ihr in die Ferne gerichteter Blick fordert den Betrachter auf, dieser Blickrichtung zu folgen.
- Es fehlen auffällige Bearbeitungs- oder Montagespuren, so dass man von dokumentarischer Echtheit des Fotos ausgehen kann.

Es ist sehr schwer, Landschaft als lohnendes Motiv zu verkaufen, ohne ein paar "Schmankerl" einzubauen. Wenn dies die Absicht gewesen sein sollte, dann wäre sie zu loben. ;-) Über die Ausführung darf man geteilter Meinung sein.



harry k., 12.09.2013 um 13:50 Uhr

Find ich ja nicht so, dass die Farben "stimmen". Ich hab mal wieder ein bisschen was rausgedreht:

wenn's diesmal erlaubt ist ;-))



tms., 12.09.2013 um 14:02 Uhr

"Für mich ist aber eine eindeutige Bildsprache ein wichtiges Kriterium für ein Foto, das ich als "gut" einstufen kann."

Vermnutlich scheiden sich unter anderem hier die Geister. Ich könnte mich durchaus mit dem Standpunkt anfreunden, dass die Bildsprache eindeutig ist - eindeutig verwirrend, eindeutig "gegen den Strich", wenn man so will (und ob mit Absicht oder aus Versehen gegen den Strich ist mir dabei sekundär).

Oder war ein einduetiger "Bildinhalt" oder "Sinn" gemeint? Darauf würde ich nämlich erwidern, dass ich solche Bilder öfters langweilig finde. Da sind die Beurteilungsgrundlagen dann einfach unterschiedlich.



tms., 12.09.2013 um 14:06 Uhr

harry k - das ist dann ein anderes Bild. Weniger unwirklich und damit aus meiner Sicht deutlich "schwächer".


DKFFM, 12.09.2013 um 16:15 Uhr

Abgesehen von den warmen Farben und dem Hund gefällt mir das Bild nicht, was vor allem an dem unscharfen Weidenzweig im Vordergrund liegt. Andererseits gab es hier schon so viele perfekte Fotos, dass dieses Bild auch eine Ermutigung für mich ist, ein nicht so perfektes Foto in die Diskussion zu stellen.


Kerstin Marsidis, 12.09.2013 um 18:00 Uhr

@Florence, Du hast sicher recht, dass der störende Zweig sehr schnell weg retuschiert werden kann. Aber was, wenn der Autor ihn ausdrücklich genauso im Bild haben wollte? Denn für mich steht es außer Frage, dass die Zweige anscheinend eine bestimmte Bildaussage haben sollen. Auch wenn mir die Dinger ebenso wenig gefallen, wie den meisten anderen, mich stört die Unschärfe...blablabla...
Hätte der Fotograf die Weidenkätzchen nicht im Bild gewollt, dann bin ich mir sicher, er hätte es auch entsprechend anders fotografiert. Auch das ist mit einem Handy sicher möglich :-)



Stormcastle, 12.09.2013 um 20:15 Uhr

ist halt ein schnappschuss, wie man ihn (leider) auf facebook zu tausenden sieht.
horizont schief, störender vordergrund, total flacher himmel, nicht wirklich berauschende farben...

tut mir leid, aber ich kann da nicht wirklich viel mit anfangen.
da wahrscheinlich nicht viel arbeit in das bild geflossen ist wirst du mir darüber aber sicher nicht böse sein.



Poitasch, 12.09.2013 um 20:29 Uhr

Fantasieundfantadu. Genauso wollte es der Fotograf. Wird doch schon allein durch die rege Diskussionen deutlich. Das Hund könnte auch ein Punkt sein, neben dem N.


Poitasch, 12.09.2013 um 20:59 Uhr

@Na Und: lies doch bitte erst mal mein obiges Statement durch, dann verstehst du vielleicht was ich meine. Es geht mir nicht um Provokation, sondern um die Freiheit der Wahrnehmung, der Umsetzung einer Idee u. Visionen für etwas Neues. Ich möchte mich mit meiner Interpretation nicht festlegen. Ich bin auch kein Typ, der alles ausdiskutiert. Aber die Gestaltungsfreiheit geht mir über alles. Ich bin gegen Schubladendenken, Vorverurteilungen. Kreativität Inspiration kann nur in einem Klima der gegenseitigen Toleranz entstehen. Ich möchte auch Agora beglückwünschen mal eine ganz andere Art von Foto eingestellt zu haben.


Kerstin Marsidis, 12.09.2013 um 21:39 Uhr

Nunja, da sag ich dann nur noch, deinem Nicknamen entsprechend:


Na Und


:-D


Ich hoffe dann mal sehr, dass der Fotograf uns bald seine Beweggründe erklärt, sofern es welche gibt.... was ich doch hoffe...
Ich wundere mich bislang auch darüber, was so alles in dieses Foto hinein interpretiert wird.
:-)



Poitasch, 12.09.2013 um 22:26 Uhr

@Das darf doch nicht wahr sein:
Wieso muss uns der Fotograf etwas erklären ? Es ist doch ausreichend, wenn wir durch diese Aufnahme Inspirationen erfahren.



Ryan House, 12.09.2013 um 22:49 Uhr

Warum ist das eigentlich so wichtig, ob das Foto von einem Anfänger aufgenommen wurde oder von einem erfahrenen Fotografen?

Ich nehme an, dass ich die Antwort schon kenne: Weil man es nicht ertragen könnte, wenn es sich nicht um einen Anfänger handelt. Weil das ja bedeuten würde, dass erfahrene Fotografen solche Fotos machen. Weil das ja bedeuten würde, dass es vollkommen absichtlich so aussieht wie es aussieht. Und weil man sich dann ja mit den ewig gleichen Versuchen einer vermeintlichen Beweisführung zum Thema "So knipsen nur Anfänger, die nix können" ziemlich blamiert hätte.

Der beste Teil der Beweisführung ist allerdings "man könnte das ja übersehen haben". Klar. Beim Fotografieren und beim nachträglichen Anschauen. Und weil die Zweige ja auch nur rein zufällig und unabsichtlich im Bild sind, befindet sich die Person auch ganz exakt in der Lücke und minimalst knapp neben dem goldenen Schnitt.

Herrlich. :D



Ryan House, 12.09.2013 um 23:06 Uhr

Ich finde das Bild bis auf ein paar Kleinigkeiten gut und auch interessant. Einige andere Personen ebenfalls. Möchtest Du mir und den anderen jetzt lieber einreden, dass das unmöglich wahr sein kann oder möchtest Du mir und den anderen lieber unterstellen, dass wir ja gar keine Ahnung von Fotografie haben und/oder auch Anfänger sind?


Kerstin Marsidis, 12.09.2013 um 23:19 Uhr

Ich stimme Ryan House insofern zu, dass ich ebenfalls anhand des Bildes überhaupt keinen Grund sehe, den Fotografen als Anfänger zu bezeichnen.
Vielleicht in der "Handy-Fotografie" ;-)
Aber ein gewisses Maß an Ahnung von Bildgestaltung hat dieser Mensch meiner Meinung nach auf jeden Fall.



harry k., 12.09.2013 um 23:28 Uhr

Also sorry, das muss ein totaler Anfänger sein. Ein Blick in "Best of fc" zeigt doch, wie die Bilder von den echten Könnern aussehen.
*grins*




Ryan House, 12.09.2013 um 23:33 Uhr

Es soll übrigens auch Leute geben, die sich nach 30 Jahren fotografieren immer noch auf Drittel-Niveau mit in die Bildecke zielender Diagonale befinden. Und es soll auch Leute geben, die nach einem halben Jahr beispielhafte Bildgrafiken aus ihren Kameras zaubern.


PW-KW, 13.09.2013 um 8:46 Uhr

Nun, wer sammelt sich hier, hm?
Hier sammeln sich Menschen, die sich ihren Spaß an der Fotografie durch Leute wie Dich jedenfalls nicht nehmen lassen, und die es einfach anders (ganz bewußt nicht "besser"...) nicht können oder wollen.

Leben und leben lassen. Immer schön entspannt.



pixobox, 13.09.2013 um 9:29 Uhr

Die letzten beiden Sätze, die ich da gerade gelesen habe, möchte ich unterstreichen. Die Vielzahl der Amateure will in erster Linie, dass ihnen ihre Freizeitbeschäftigung Spaß macht. Wer in der Handhabung der Technik unsicher ist, oder wem nicht allzu viel Kreativität mit in die Wiege gelegt wurde, sollte nicht mit Hohn und Spott traktiert werden. -
Mehrfach habe ich jetzt gelesen oder sinngemäß den Beiträgen entnommen, dass die ABSICHT, ein aussagekräftiges Foto zu erstellen, schon genügt, um ein "gutes" oder zumindest interessantes Foto zustande zu bekommen.
Dem steht entgegen:
Die Absicht kennen wir nicht. Entsprechende Vermutungen sind keine verlässlichen Beurteilungskriterien, endlose Spekulationen sind nur zeitraubend.
Außerdem weiß niemand so recht, was ein "gutes" Foto ist, obwohl viele glauben, im Besitz der Wahrheit zu sein.

Gefällt mir das Foto? Ja - warum? Nein - warum nicht? Dazu sind Aussagen möglich.
Da persönliche Standpunkte nicht anfechtbar sind und nur zur Kenntnis genommen werden können, dürfte zwar ein Meinungsaustausch entstehen, aber kein Streit.

Es ist übrigens richtig, dass Kommentare wie der, den ich mir hier gerade leiste, zu der Ermahnung führen, sich doch weiterhin ans Foto zu halten. Doch wer die Diskussion als eine Art Spiel auffasst, der muss akzeptieren, dass gelegentlich, abweichend vom sachlichen Thema, an die Spielregeln erinnert wird - und zwar nicht nur vom Schiedsrichter, sondern auch vom Mitspieler.




Ryan House, 13.09.2013 um 13:26 Uhr

@pixobox: Weiteres Missverständnis: Es genügt nicht die Absicht, sondern es geht darum, ob und wie das Bild die Absicht wiedergibt. Das ist der Punkt, an dem eine konstruktive Auseinandersetzung erfolgen kann.

In der FC scheinen gefühlte 95% der User davon auszugehen, dass ein Bild zunächst einmal dem Betrachter möglichst gut gefallen sollte. Zielvorgabe an den Fotografen: Mach Fotos, die anderen gefallen. Die allseits bekannten "Regeln" dienen genau diesem Zweck, mit deren konsequenter Einhaltung und einem emotional und/oder ästhetisch positiv konnotierten Motiv erreicht man auch Menschen, die sich überhaupt nicht mit Fotografie als Tätigkeit beschäftigen.

Nun ist es aber leider so, dass man viele dieser Regeln einfach nicht einhalten kann, wenn man etwas anderes machen möchte als möglichst allgemein gefällige Bilder. Und schon geht das Theater los: Ein Publikum, dessen Sehgewohnheiten durch grafischen Minimalismus, Drittelregel, klar erkennbare Motive, absolut deutliche und unmissverständliche Bildaussagen geprägt sind, kommt ganz schnell zu dem Schluss: Das gefällt uns nicht! Das ist kein gutes Foto! Und zur Krönung dann noch ein bisschen draufhauen: Der Fotograf kann ja nix weil das Bild nicht gefällt. Wir können das ja alle viel besser.

Dass das Bild aber fast optimal das transportiert, was der Fotograf beabsichtigte, werden meistens nur die Leute erkennen, die sich von dieser allgemeinen Erwartungshaltung befreit haben. Zwischen "gefallen" und "bringt die Intention des Fotografen exakt rüber" können Welten liegen. Und nur über Letzteres lässt sich konstruktiv diskutieren, und zwar in dem Rahmen, den der Fotograf vorgibt, nicht in dem Rahmen, der vom Publikum mangels Alternative vorgegeben wurde. Wofür man dann aber oft ein wenig mehr benötigt als die Kenntnis der üblichen Regeln. Das ist dann der Punkt, an dem genau die Leute patzig werden, die der Meinung sind, dass sie zu jedem beliebigen Foto immer etwas schreiben können, das auch richtig und gerechtfertigt ist.



Ryan House, 13.09.2013 um 14:10 Uhr

"Wir bitten darum [...] persönliche Streitigkeiten [...] aus der Diskussion herauszulassen."


pixobox, 13.09.2013 um 14:17 Uhr

@Ryan House: Was aber, wenn die Absicht, die wir nicht kennen, auch im Bild nicht dingfest zu machen ist, nicht einmal erahnt werden kann? Darum geht es doch im vorliegenden Fall. Auf spekulativer Basis kommt keine konstruktive Auseinandersetzung zustande, sondern eben nur - Spekulation.
PS: Die Einlassung des Gesprächspartners als Missverständnis (also als fehlendes Verständnis) zu bezeichnen, ist eine subtile Art, sich selber ins Licht der Unfehlbarkeit zu rücken. Dieser Taktik möchte ich mich nicht länger aussetzen.



Ryan House, 13.09.2013 um 14:48 Uhr

@Na Und: "zu blöde einen eimer wasser umzutreten", "zu doof ihre kamera zu bedienen", "der ein oder andere kann einem hier wirklich angst machen,du läufst doch sicher frei herum ?"

Ich glaube, es reicht so langsam mal...


@pixobox: Ich habe kein Problem damit, zumindest eine Teilabsicht ziemlich sicher am exakten Einpassen der Person zu erkennen. Du erkennst das nicht, weil vielleicht solch eine Absicht in Deiner Welt der Fotografie nicht existiert oder nicht zulässig ist. Genau so gibt es auch Bilder, bei denen ich keinen Grund sehe, warum da jemand auf den Auslöser gedrückt haben könnte. Dann kann ich entweder nachfragen oder ganz einfach die Klappe halten. Nachfragen geht hier natürlich nicht, deswegen halte ich dieses System auch nicht unbedingt für zielführend.

Spekulation hin oder her, man kann auch auf Grundlage von Annahmen diskutieren: "Falls der Fotograf die Absicht XY hatte, dann hätte er m.E. dies und jenes besser machen können."

Versuch Dich doch mal auf die Minderheiteninterpretation einzulassen ohne damit gleich eine Wertung zu verbinden. Und daraus dann zu ergründen, was Du anders gemacht hättest wenn Du Dir selbst so eine Aufgabe gestellt hättest. Ich kann mich ja auch auf die Annahme "klassisches Landschaftsfoto" einlassen und das obige Bild in diesem Bezugsrahmen für reichlich suboptimal befinden.


Nachtrag: "Missverständnis" hat nichts mit fehlendem Verständnis zu tun. Ich habe ganz einfach nie behauptet, dass alleine die Absicht schon zu einem "guten" Foto führt, sondern dass die Umsetzung der Absicht auch entsprechen muss.



Holger Sander, 13.09.2013 um 18:11 Uhr

Die Zweige an sich stören bereits. Noch ungünstiger wirken sie dadurch, dass sie den Fuss und die Schulter "berühren". Dadurch wird die Person quasi optisch ungünstig fixiert und fast angehoben. Ohne Zweige und mit tieferem Standpunkt hätte man den Hund größer wirken lassen und dem Foto mehr Wirkung geben können. Lustig finde ich, dass die Frau in Betrachtung der Landschaft versunken ist, während der Hund sich seiner eigenen Spürnase hingibt.
Herzliche Grüße
Holger



lophoto, 14.09.2013 um 16:37 Uhr

voll der snapshot. mehr nicht.
was soll man darüber schreiben?
nett für das partneralbum......
ich weiß echt nicht was das soll, über so ein Foto schreiben zu sollen........
nix zu erkennen, von aufbau, absicht oder gewolltem.... nichts echt nicht von tiefe oder kreativen...




Detlef Rüping, 14.09.2013 um 18:33 Uhr

Keine Tiefe? Nichts Echtes? Kein Aufbau?
Ich verweise auf meinen satirischen Text vom 12.09. 13:31, mit dem ich versucht habe zu beweisen, dass hier mit konventionellen Mitteln ein Bild erstellt wurde, das auch Vertreter der fotografischen Avantgarde aufmerken lässt. Ein solches Foto gelingt nicht alle Tage. ;-)



Ryan House, 14.09.2013 um 19:04 Uhr

Naja, wenigstens taugt es ja noch dazu, dass sich einige darüber lustig machen können.

Und wieder eine Sektion gescheitert...



michael se.........., 14.09.2013 um 19:58 Uhr

"Und wieder eine Sektion gescheitert..."
...............................................................................
tja... möglicherweise.

ps. mag die stimmung des fotos.



Etzadle, 14.09.2013 um 23:40 Uhr

ich bin ziemlich erstaunt, mit welch rhetorischer Brachialität auf dieses Bild eingedroschen wird. Es ist sicher keine wegweisende Arbeit, aber sie vermittelt eine Atmosphäre und der Autor hat versucht gestalterische Mittel zur Wirkung zu bringen (und selbst wenn er sie nicht unmittelbar einsetzte, so hat er im Nachhinein erkannt, dass er hier verschiedene Tiefenebenen zeigen kann). Die Farben lassen vermuten, dass keine Photoshoporgie vorgenommen wurde, das allein ist bei einem Bild, das eine Landschaft zeigt, heute schon eine Seltenheit, bg Etzadle


garudawalk, 15.09.2013 um 7:53 Uhr

Schöne natürliche Lichtstimmung, - C.D.Friedrich-Pose des Mädchens - ein an der Landschaft desinteressierter und schräg-konträr zum Betrachterblick aus dem Bild hinausschnüffelnder Hund, der Bildbetrachter hockt durch die unscharfen Weidenkätzchen wie hinter einem Busch, - interessante, wenn auch ein bisschen ermüdende und gehässelige Diskussion: das alles spricht für das Bild...
LG g.



Poitasch, 15.09.2013 um 8:12 Uhr

Ein Foto muss Emotionen wecken u. dem Betrachter in Erinnerung bleiben. Beides ist hier gegeben.


Ryan House, 15.09.2013 um 12:20 Uhr

@Poitasch: Ein Foto "muss" so ganz pauschal eigentlich gar nichts außer existieren. ;)


Nachbetrachtende Abschlussanmerkung meinerseits: Eine für die FC typische Diskussion, wie man sie zur Genüge auch aus dem Voting kennt. Was nicht ins (Mainstream-)Schema passt, kann nur von völlig unfähigen Leuten geknipst worden sein, sollte nicht hochgeladen werden und vor allem sollte keinesfalls darüber diskutiert werden.

Richtig lustig finde ich es dann, wenn man bei den Autoren der "konstruktivsten" Anmerkungen mal reinschaut und sich nur noch denkt, dass sie sich die betreffenden Anmerkungen auch unter zumindest einige ihrer eigenen Fotos hätten schreiben können. Bildgestaltung zumeist Glückssache, Hauptsache zwei Tonnen Photoshop über die Landschaft gekippt damit das Bild möglichst spektakulär wirkt.

Liebe Landschaftsfotografen und sonstige Fachgebietsspezialisten, ihr braucht euch nicht zu ärgern, wenn jemand ein Foto zeigt, das ihr nicht versteht. Ihr braucht deswegen auch nicht möglichst kräftig drauf zu hauen. Die allermeisten von euch würden einen Nepalesen auch nicht verstehen wenn er in seiner Muttersprache redet, aber wohl nicht auf die Idee kommen, ihm deswegen vorzuwerfen, dass er sprachlich unbegabt sei. Macht euch doch einfach mal frei von dem Gedanken, dass jedes Bild von jedem verstanden werden muss und jedem gefallen muss, nur weil ihr euch selbst vornehmlich in fotografischen Kategorien aufhaltet, in denen das möglichst gewollt ist. Oder ist es so schwer, sich selbst mal einzugestehen, dass man als höchst kompetenter Fachbereichsspezialist für massenkompatible Landschafts-, Tier-, Pflanzen- oder Architekturfotografie trotzdem noch lange nicht alles weiß und/oder versteht, was in der großen Welt der Fotografie so vor sich geht. Analog: Hört doch einfach mal damit auf, den Nepalesen einzureden, dass sie gefälligst deutsch sprechen sollen.

Wenn für euch der wahre Sinn und Zweck der Fotografie darin liegt, durch Befolgung aller möglichen Regeln und der Wahl möglichst spektakulärer/interessanter/wunderschöner Motive möglichst den Erwartungen der Mehrheit gerecht zu werden, dann ist das euer Bier. Wenn es euch gefällt, an diesem Wettrennen um das schönste, schärfste und regelkonformste Bild teilzunehmen, bitte keine Hemmungen. Nur war und ist das eben nicht der alleinige Sinn und Zweck der Fotografie. War und ist es im Übrigen auch in der Malerei nicht.

Ich bleibe nach wie vor dabei, dass das obige Foto sehr offensichtlich gewollt aussieht. Ein zufälliger Knips kann vielleicht an einem Punkt zufällig passen, aber wenn es schon zwei Punkte und eine Gerade sind, schließe ich einen Zufall zunächst einmal völlig aus. Für meine Begriffe kein Meisterwerk, aber auch kein Foto, das mich so unglaublich langweilt wie die fünfmillionste photogeshoppte Abbildung eines schönen Motivs.

Bleibt nur zu hoffen, dass der/die Fotograf/in nicht anonym bleiben möchte und die Möglichkeit einer abschließenden Erklärung auch nutzt. Wobei ich es dann wiederum völlig suboptimal finde, dass man danach keine weiteren Anmerkungen hinterlassen kann.

Möge der/die Sektionsverantwortliche bitte als nächstes wieder etwas auswählen, das perfekt in eine der großen und allgemein bekannten Schubladen passt. Damit sich niemand mehr über angebliche Zufallsknipsbilder ärgern muss.



Phasenkontrast, 15.09.2013 um 21:48 Uhr

Ohne Frau, Hund und Ast würde das Bild bei mir mehr Emotionen auslösen.

So hat es jedoch den Charakter eines Schnappschusses während einer Gassirunde.

Darüber täuschen weder der kunstvoll unscharfe Weidenast, noch die in die Ferne blickende weibliche Person hinweg.

Just my 2 cents.

LG.



~Johnn~, 15.09.2013 um 22:25 Uhr

Bloß die Weidenkätzchen so lassen. Ich denke, dass der Fotograf/die Fotografin auch ein Foto ohne Weidenkätzchen und leicht entsättigt aufgenommen hat. Sehr stimmungsvoll und leicht melancholisch. Mit diesem Bild hingegen hat die Person bei mir den Effekt ausgelöst, den ein gut durchdachtes Kunstwerk haben kann: Es hat mich beim ersten Blick zum Lachen und beim zweiten zum rätseln gebracht.
Scheinbar wird die im Bild Sichtbare durch die Weide zurechtgerückt und in der Landschaft platziert, wie durch die feine Hand eines Künstlers. Tatsächlich jedoch ist dies eine Falschannahme, denn mit ihr würde der Natur ein eigener Wille unterstellt, der so jedoch, naturwissenschaftlich gesehen, nicht existiert. Es ist der Mensch, hier: der Fotograf, der durch die Komposition den Anschein erweckt, die Natur würde dem Menschen eine Rolle zuweisen tatsächlich jedoch ist der Mensch, auch hier, zwar Teil der Natur, dies aber in einem rein zufälligen Verhältnis zu ihr. Die Rolle betreffend gibt es tatsächlich eine, die hat die Frau eingenommen, nämlich die der Betrachterin.. hat man den gerade beschriebenen Gedankengang durchlaufen, werden die Weidenzweige fast unsichtbar, und im Mittelpunkt steht nun der Ruhige Blick in die Landschaft.

Ansonsten: Sehr schöne Farben, netter Kontrast, und gut dass der Hund da ist es handelt sich nämlich nicht um ein Dreieck, sondern um eine Pyramide, und somit ist das Bild wunderbar im Gleichgewicht ohne Hund würde der Betrachter auf dem Moorweg förmlich nach rechts stolpern. Außerdem sorgt er dafür, dass die Landschaft nicht feindlich, sondern eher entdeckerfreudig wirkt, da durch seine neugierige Haltung der einsame Weg entschärft wird.
Alles in allem: Gefällt mir ziemlich gut.



~Johnn~, 15.09.2013 um 22:41 Uhr

PS: "zufallsgeknippst"? Also Sinn und Zweck dieses Wortes sollten mal näher definiert werden. Zunächst einmal: Viele Fotografien entstehen maßgeblich durch den Zufall und dessen Kombination mit dem Talent eines zur richtigen Zeit am richtigen Ort anwesenden Fotografen. Des weiteren: Spielt es eine Rolle, ob dieses Bild zufällig entstand oder sich zwei Leute mit Hund überlegt haben: Übermorgen könnten das Wetter sowie Entwicklungsstadium der Weidenkätzchen passen. Lass uns mit Fluffy ins Moor fahren, und folgendes Konzept umsetzen
Tatsächlich kann dieses ein gut geplantes oder auch sehr zufällig entstandenes Foto sein. Allerdings weist es für mich viele Merkmale auf, die daraus für mich ein gutes Foto machen. Sehr schöne zwei-Fünftel-drei-Fünftel-Regel (Drittelregel ist langweilig und nicht immer das Goldene vom Ei ähm Schnitt), Dynamik und Ruhe zugleich, stimmige Farben mit kleiner Abwechslung (Jeans), Kontrastreich, die Gedanken anregend. Und wenn der Fotograf keiner ist, sondern ein blutiger Amateur, dann mit ordentlicher Portion Talent. Der sich beim Lesen vieler Kommentare sowieso ins Fäustchen lacht. Oder die Haare rauft.



Arnold Braunschweiger, 15.09.2013 um 22:45 Uhr

wo mein vorschreiber gerade die farben anspricht, sie wiederholen sich ... mit einer ausnahme. die palette ist angenehm reduziert. da ist noch eine analogie im foto die mit dem schutz vor kälte zu tun hat :) ... ich revidiere meinen kommentar von oben und würde es nun so belassen.


Phrollein Stephanie, 16.09.2013 um 12:18 Uhr

Mich stört hier gar nichts.
Interessante Bildgestaltung, schöne Stimmung ...
passt!



Kerstin Marsidis, 16.09.2013 um 12:42 Uhr

Mittlerweile kann ich leider den meist überaus ausführlichen, langen Anmerkungen inhaltlich nicht mehr folgen.... Da bekomme ich dann eher den Eindruck, das der ein oder andere, zwar mit reger Fantasie, Dinge in dieses Bild hinein interpretieren will, die FÜR MICH (und vielleicht auch für den Fotografen selbst) nicht gegeben sind. nee, dat is einfach zu viel des Guten :-D
Aber vielleicht fehlt auch mir nur die Fantasie... ;-)



gabi44, 16.09.2013 um 13:39 Uhr

Das hier gehört schon in den Dadaistischen Bereich,
Bild und Interpretation. Solch ein Forum fehlt in der FC;
hier ist ihre Chance :-)))
gabi 44



bombo17, 16.09.2013 um 14:27 Uhr

@ gabi44
Zugegeben - da musste ich jetzt erstmal googlen :-)
Bin ganz deiner Meinung...

Ich mag diese Sektion da ich schon viele interessante Meinungen und Anstöße über Bildgestaltung hier gelesen habe (auch wenn sie jetzt wohl gescheitert ist ;-)).
Aber irgendwie ist es recht ermüdend geworden.


ICH WILL JETZT EIN NEUEN BILD!!!!!!!!!!!!!!!
bombo17



bavare51, 16.09.2013 um 16:05 Uhr

lange habe ich mich hier nicht mehr zu wort gemeldet und was sehe ich hier ellenlange hochtrabende diskussionen über sein und nicht sein irgendwelcher dinge die man interpretieren kann sicher oder auch nicht. ich mag nicht diese von oben herab geführte diskussionen und lese sie auch nicht mehr, denn sie sind in allem kontraproduktiv, denn mancher der hier stark diskutiert, sollte sich lieber selber bemühen ein oder mehr ästhtisch anmutente bilder zu schaffen die beim betrachter freude hervorrufen.
zum eigentlichen streitpunkt hier:

leichtes kippen des bildes -> kann man korrigieren hinterher, wer arbeitet denn schon mit der wasserwage???
etwas gelbstichig das gesamte bild -> kann man korrigieren hinterher, ist aber typisch für die dunkle jahreszeit wo manche grasflächen eben so ausssehen, verleihen dem bild etwas mehr wärme.

weidenkätzchen als vordergrund ok, aber dann bitte scharf bis zur person. dreieck kätzchen und person gut angedacht aber eher ein zufallsprodukt bei der schaffung eines vordergrundes. ja noch der hund der unschlüssig zwischen den personen hin und herläuft. für mich der hingucker schlechthin. verlangt er doch nach auslauf, bewegung, eben dynamik und das wird durch stehenbleiben, abwenden, abwesend sein in welcher art auch immer nicht gerecht. möge dem tier seine bewegungsfreiheit gegeben worden sein.
f2, 1/1236 ist sicher eine automatisch gewählte einstellung der kamera, die nicht unbedingt der schärfeverteilung dienlich ist.
ich hoffe einige punkte aus meiner unvorgenommenen meinung hier kundgegeben zu haben, ohne groß andere tiefergehendere fachkommentare zu verletzten. vielleicht wäre es sinnvoll, das nicht jeder furz hier kommentieren kann, sondern z.b. nur noch ausgebildete fachleute mit lehrstuhlcharakter. wie soll sich ein anfänger bei diesen oft hier abgegebenen kommis vorkommen? beschissen ist sicher kein ausdruck und auch keine hilfestellung...



verocain, 16.09.2013 um 16:10 Uhr

Das ist ausgezeichnet aufgeteilt. Sehr bewußter und überlegter Bildaufbau, der die Stimmung dieser unspektakulären Szenerie trägt und dadurch dem Bild etwas Erzählendes verleiht.


Agora Bilddiskussion intensiv, 16.09.2013 um 16:20 Uhr

Hier geht es weiter:


nilsson82 schreibt:
Zunächst einmal ein ehrliches Dankeschön für rege Teilnahme an der Bilddiskussion zu meinem Foto.
War ich zwischendurch auch sehr verunsichert ob des kontroversen Diskussionsverlaufs, werden mir etliche Kommentare dabei helfen in Zukunft mehr auf Feinheiten zu achten.
Ich erschließe mir derzeit das Hobby der Fotografie Stück für Stück. Aufgrund der sehr kostspieligen wie zahlreichen Ausstatattungsmöglichkeiten kann ich bisher leider nur auf mein Handy und eine kleine Digitalkamera zurückgreifen. Ich sehe ein, dass dies für hochklassige Fotografie nicht immer ausreichen mag. Aber hochklassige Ergebnisse können, aufgrund meiner kurzen Fotografiehistorie, derzeit auch noch nicht mein Anspruch sein.

An dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, falls ich die Agora mißverstanden haben sollte. Einigen Kommentaren entnehme ich, dass ich mich mit meinem Erfahrungsstand in diesem Forumszweig offensichtlich verlaufen habe. Ich ging davon aus, dass das Forum all jenen offen steht, die ein Bild, von welchem sie überzeugt sind, zur konstruktiven Diskussion stellen wollen.

Ich habe aber auch viele Kommentare gelesen, weche mir bzw meinem Material scheinbar Verständnis entgegenbracht haben. Diese Kommentare motivieren mich dahingehend, mich weiter mit Fotografie zu beschäftigen und mir, wenn ich denn weiß, was ich mir für eine sinnvolle Grundausstattung zulegen sollte, entsprechende Geräte zuzulegen.

Zum Bild:

Das Bild ist, so wie es entstanden ist gewollt. es ist nichts auf dem Bild zu sehen, was nicht darauf zu sehen sein sollte. Das gilt insbesondere für die Weidenkätzchen.
Insgesamt steht das Bild für den Kontrast zwischen scheinbarer Auswegslosigkeit und aufkeimender Hoffnung.
Aufgrund des bisherigen Diskussionsverlaufs, welcher in Teilen, meiner Meinung nach u.a. die Regeln des freundlichen Tons und die allgemeinen Maxime konstruktiver Kritik verletzen, sehe ich von einer weiteren Erläuterung des Bildes und seiner Entstehungshistorie ab.

Zu den Kommentaren:

Der schiefe Horizont ist mir bisher nicht in der Deutlichkeit aufgefallen. Ich habe darauf im Moment der Aufnahme nicht geachtet. Umso mehr bedanke ich mich für die Anmerkung, gibt sie mir doch die Möglichkeit in Zukunft derartige Dinge stärker zu berücksichtigen.

Die weite und das breite format sind hingegen gewollt, da sie das Gefühl einer erlebten Macht- und Haltlosigkeit wiederspiegeln.

Die Kätzchen sind wie gesagt beabsichtigt und sind aufgrund des Materials unscharf. Die Anmerkung einen kleinen Abstand zwischen Frau und Kätzchen zu bringen, gefällt mir sehr gut. Danke.

Das, häufig als gewollt bemerkte, Dreieck ist tatsächlich Zufall und mir erst durch diese Diskussion aufgefallen. Ich finde den Grundgedanken interessant und werde sehen ob ich Motive finde, in denen ich eine derartige Anordnung bewusst ausprobieren kann.

Es gibt noch zahlreiche kleine Anregungen, welche ich durch die Diskussion bekommen habe, es ist aber aufgrund der kommentarfülle sehr schwierig jede einzelne ausreichend zu erwähnen.

Ich bedanke mich daher nochmals bei allen, die sich konstruktiv an der Bildbesprechung beteiligt haben.
Ich nehme diese Erfahrung zum Anlass mich in Zukunft aktiv im forum zu beteiligen.



schallundrauch73, 16.09.2013 um 16:29 Uhr

Ich finde es gut, dass hier auch über die Einstellung eines Betrachters zu fremdem Bildmaterial diskutiert wird. Die Metaebene ist entscheidend für die Beurteilung eines Bildes.
@bavare51
was ästhetisch anmutend bzw. schön ist, ist relativ und hängt von der Vorprägung des Betrachters ab. Die Unterstellung, das die Exif-Daten den Schluss zulassen, dass diese Einstellung gedankenlos (automatisch) übernommen wurde, fusst auf sandigem Untergrund bzw. auf deinem Geschmack. Ich behaupte einfach mal, das ist so gewollt.
Aber ich leide möglicherweise an Geschmacksverirrung...






 
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