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The Flow of Light von Agora Bilddiskussion intensiv

The Flow of Light


Von 

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14.10.2012 um 18:35 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv



Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 14.10.2012 um 18:35 Uhr

Der Fotograf schreibt:
Das Bild wurde den Westfjorden auf Island aufgenommen. Eine recht spontane Aufnahme, mit einer Idee, die sich in den Tagen zuvor bereit langsam manifestiert hat.

Island ist ein fotografisches Paradies. In den Fjorden konnte ich Lichstimmungen beobachten/Wahrnehmen wie ich sie nie zuvor erlebt habe. Eine beeindruckende Landschaft in Kombination mit dem "typischen" Wetter, unberechenbar und wechselhaft wie die Landschaft selbst, einfach gail(!).

Immer wieder direktes Licht, das sich durch Lücken in der Wolkendecke kämpft und die Landschaft in eine berauschende Atmosphäre versetzt.
Die Frage war, wie ich diese Stimmung in ein Foto übertragen kann, so dass der Betrachter zumindest eine Ahnung von dem hat, was ich gesehen habe.

E. Eibelshäuser schreibt in seinem Buch "Fotografische Lichtgestaltung", " dass jemand, der Licht nicht in der Natur erlebt, gefühlt und gesehen hat, ganz im Sinne der Lehre von Gesetzmässigkeit und Harmonie in der Natur (und Kunst), also der Ästhetik, keine Lichtgestalltung und somit keine fotografische Gestaltung übernehmen kann". Eibelshäuser formuliert ein hohen Anspruch, dem ich nur zu gerne gerecht werden würde und nach meinem Erlebnis in den Fjorden
habe ich zumindest eine konkrete Idee von dem was er gemeint hat. Ein für mich spannende fotografische Erfahrung.
Und noch ein Zitat das mir nicht mehr aus dem Kopf geht. " In order for the light to shine so brightly, the darkness must be present." (F. Bacon)



Clara Hase, 14.10.2012 um 19:10 Uhr

als ich grad die vorschau sah, dachte ich - endlich mal ein schönes bild
und in der tat - die weite beindruckt mich - das farbspiel zwischen schnee - wolkenverhangen und beleuchtetem tal

offenbar zieht auch die dichte wolkendecke über weg -
dadurch wirkt das bild als nicht in allen teilen scharf - sehr wohl am flusslauf
doch die bräunlichen massen und die hellgrünen - die einander abwechsel wie spuren, vielleicht auch weil ich eine solche Landschaft pflanzlich nicht einordnen kann wirkt es da "unsauber" - auch die farbgebung ist mir fremd - und spricht mich nicht so an.

nichts desto trotz entfleuchte mir ein wow.

dass der fluss wie auch der hinten liegende Hügel im Meer nicht mittig sind gefällt mir gut.



Jens Lotz, 14.10.2012 um 19:34 Uhr

Bin ganz bei Clara, tolles Motiv, sauberer gold.Talschnitt. Würde gerne mal das Originalbild, egal ob als RAW oder Jpeg sehen.
Leider folgt das Bild in der Nachbearbeitung m.E. nicht ganz dem vom Autoren so gehegtem Wunsch:
............................
" ...E. Eibelshäuser schreibt in seinem Buch "Fotografische Lichtgestaltung", " dass jemand, der Licht nicht in der Natur erlebt, gefühlt und gesehen hat, ganz im Sinne der Lehre von Gesetzmässigkeit und Harmonie in der Natur (und Kunst), also der Ästhetik, keine Lichtgestalltung und somit keine fotografische Gestaltung übernehmen kann". Eibelshäuser formuliert ein hohen Anspruch, dem ich nur zu gerne gerecht werden würde ...."
................

Denn er stellt die normale atm. Tiefenwirkung einer Landschaft durch seine reziproke Lichtgestaltung (und daraus sich ergebend auch Farbgestaltung) bei der Bea deutlich auf den Kopf. Für mich ist es dann mit der Harmonie eher vorbei. Übrigens ein Phänomen, was ich auch bei von mir mehr als nur geschätzten Landschaftsfotografen hier in der FC in letzter Zeit häufiger sehe. Ob das dem Bemühen geschuldet ist, sich in der Bildbearbeitung noch deutlicher herauszuheben?
Fazit, sowohl der Helligkeitsverlauf, der Farbverlauf, der Farbtemperaturverlauf sind hier im mittleren und hinteren Tiefenebenenbereich auf der Landmasse durch die Bea so verändert, dass mein Eindruck hier nicht mehr der einer Landschaft mit normalem Sehempfinden entspricht. Und bei dieser Aufnahme bedaure ich das, da sie mir eigentlich......
LG jens



elevatorjwo, 14.10.2012 um 20:58 Uhr

Zu Bildaufbau und Schnitt ist von Clara und Jens bereits alles gesagt.
Bezüglich der Farben glaube ich gar nicht an eine großartige nachträgliche BEA oder gar Verfremdung.
Dunst, ein wahnsinns Tonwertumfang und ein irres Licht, das ich so noch nicht gesehen habe, sorgen hier sicher für einen surreale Eindruck. Jeder, der fotografiert, hat schon einmal Lichtsituationen erlebt, die ähnlich unwahrscheilich waren. Ich gehe also davon aus, dass die wirklichen Farben hier im Bild annähernd wahr wiedergegeben werden und würde mich freuen, wenn AutorIn dazu am Ende der Diskussion noch einmal etwas sagen würde..
Das Bild gefällt mir ausgesprochen gut.



X-ray-Klaus, 14.10.2012 um 22:44 Uhr

Insgesamt ein imposantes Foto. Nur der sehr helle Vordergrund hält das Auge vor dem Eintritt ins Bild fest. Ich würde den Vordergrund abdunkeln oder abschneiden.
VG Klaus



Clara Hase, 14.10.2012 um 22:56 Uhr

Klaus, dann würde das Foto die Balance verlieren

ich hab schon gegoogelt island bilder ob ich irgendwas gleichartiges in der farbe finde - island moos ist die rede
aber nie ist etwas so gelblich getönt



elstp, 14.10.2012 um 23:13 Uhr

Wenn man Wetterwechsel und Wetterstimmung als eines der Bilder von Island hat, dann ist dieser Aspekt schon einmal eingebracht:

Wichtig ist dann hier die Frage, ob man als Betrachter eine Ahnung von einem der tatsächlichen Reize, nämlich der Beleuchtung dieser Landschaft, bekommt.

Was wertet der Betrachter als Ahnung, und welche Ansprüche stellt er, um in eine Stimmung versetzt zu werden, die ihm als Fachmann für Fotografie Zugeständnisse an die technische Qualität erlaubt? Gegenstand der Diskussion ist erst einmal nicht, ob man die Topografie genau von diesem Punkt oder von etwas weiter rechts besser eingefangen hätte: Der Moment, in dem die Sonne gerade eine Zeichnung oder einen Schatten erzeugt, sollte wichtiger sein. An der Landschaft ist nichts zu ändern, aber sie verändert laufend ihr Gesicht, weil das Klima dort ganz besondere Bedingungen vorfindet.

Der Vordergrund des Bildes springt einen an, als sei man gerade aus der Mondlandefähre gestiegen, man mag nicht gleich ,weiter gehen/schauen, und wenn man dieses vordere Plateau als Ebene, die durch Schnee bzw. Schneereste ihre Farben hat und die ausgerechnet durch Sonnenschein auch noch betont wird, erkannt hat, gerät man gleich in eine Region, die hinter einem Abhang unvermittelt einen Flusslauf frei gibt, der ein weitläufiges bewachsenes Tal durchschneidet. Diese Region wird gerade von Regenwolken beschattet, was auch nicht einladend auf den Betrachter wirkt, was fast ein Hindernis ist.

Der links in der Sonne liegende Berggipfel wirkt anziehend, Licht, Farbe und Form sind harmonisch; seine unterhalb liegende Schattengrenze ist die obere Begrenzung des gesamten vor uns liegenden Tals, denn auf der gegenüber liegenden Seite ist auf gleicher Höhe die Schneegrenze, und auch dort scheint die Sonne - aber auf ganz andere Weise, denn die Wolken rechts oben wirken erst bei näherem betrachten nicht mehr so ,dräuend, es bahnt sich strahlendes, aber nicht scharf umgrenztes Sonnenlicht seinen Weg, und es wird vom Schnee reflektiert.

Die Formulierung ,..direktes Licht, das sich durch Lücken in der Wolkendecke kämpft weist auf das Verhältnis des Autors zu den Schatten hin. Er wollte nicht Kontrast, sondern er wollte das festhalten, was das Licht zu sehen erlaubt: Das im Schatten liegende Tal ist für ihn die Normalität und das Licht ist das Wunderbare.

Abgesehen von dem Gipfel links sind die Regionen, die die Sonne anstrahlt, weder scharf abgebildet, noch bilden sie untereinander ein irgendwie verbundenes Ganzes - ob das eine Stimmung abbildet, die im Betrachter ein Gefühl von für diese Gegend typischen Wetterbedingungen weckt? Ich finde ja, denn der Reiz des Landes wird durch die klimatischen Bedingungen stark geprägt, was sich mir so gut mitgeteilt hat, dass auch ich als ersten Kommentar ein WOW zumindest gedacht habe; und wenn die Lichtstimmungen das Thema sind, dann möchte ich noch vor der spannenden Topografie einen Eindruck von der Botschaft haben, die der Autor vermitteln wollte.

- Und wenn ich den Autor richtig verstanden habe, dann möchte er mit seinem Bezug auf E. Eibelshäuser sagen, dass er diese als Idealvorstellung im Auge hat, aber nicht, dass er uns hier sein Foto als die perfekte Umsetzung dieses Ideals präsentiert. -



Manfred29, 14.10.2012 um 23:23 Uhr

Beeindruckend - mein Blick ist gefesselt von dem Farbenspiel und der Weite des Tals. Insbesonders die sonnigen Flächen am Ende des Tals mit gleichzeitig bedrückenden dunklen Wolken im Vordergrund. Und der Schnee im Vordergrund ist das i-Tüpfelchen des Bildes, auf keine Fall wegschneiden wie Klaus meint.
Auf mich wirkt es, am Meer angekommen, wie ein Fantasy-Land.
VG Manfred



Klaus Ender, 15.10.2012 um 10:28 Uhr

Es liegt stets im Auge des Betrachters, ob er ein Bild schön findet oder nicht. Bei gutem Willen hat dieses Bild durchaus seine Reize - und das Wechselspiel von Sonne und Schatten kommt genau so zur Geltung, wie der gerade vorbei gegangene Schneeeschauer im Vordergrund.
Dieser Schneeschauer-Rest lenkt vielleicht etwas durch sein Weiß ab, aber wenn man auf den Vordergrund verzichtet, reichen die warmen Farben in der Mitte nicht mehr aus, um das Wechselspiel von Wolken und Sonne zu zeigen.
Eine Anmerkung zu R.Wulff: Nur weil es Island ist, das für seine bizarren Motive bekannt ist, muss nicht jedes Bild heroisch werden. Auch diese Landschaft verlangt vom Fotografen ein Mitdenken - und dass er das tat, zeigt dieses Bild.



Casi Schmid, 15.10.2012 um 11:41 Uhr

tolles bild. ja, island ist ein traum.

der vordergrund (weiss) lenkt zu stark ab. ich würde entsprechend unten beschneiden oder abdunkeln (bei der Aufnahmen: Grauverlauf-Filter, im Nachhinein: Lightroom).



Wolfgang Sh., 15.10.2012 um 13:38 Uhr

Der erste Eindruck ist meistens der Richtige. Das Bild ist in den Farben sehr harmonisch, aber der verschneite Vordergrund lenkt doch sehr von dem wundervollen Tal ab. Das Licht, egal ob Original oder nachbearbeitet, passt hervorragend zur Bildstimmung.


Clara Hase, 15.10.2012 um 13:48 Uhr

R Wulff - deiner BEA fehlt das mystische - auch wenn sie klarer ist -das ist schon wieder ein zuviel an nachbeleuchtung - denn die Wolken- der Abgrund -
verlieren - die Tiefe dort

geht man dahin bleibt auf dem vorderen Schnee stehen - schaut in den Abgrund nach unten - ich finde schon das man da empfindugen hat und dann geradeaus gucken und diese unendliche Weite sehen - das Glitzern von der sonne .. ja, ich kann mich da rein finden in die Situation



Henrika Tröster, 15.10.2012 um 14:19 Uhr

Beim ersten Betrachten des Bildes wirkte es auf mich irgendwie "unecht", eher wie ein Gemälde... Ich war noch nicht auf Island, darum werde ich mir kein Urteil darüber erlauben, wie das Licht und die Farben dort erscheinen. Tatsache ist, dass dieses Bild meiner Vorstellung von Island entspricht, Einsamkeit, karge Landschaft mit wenig Vegetation, Unberührtheit, oft wolkenverhangen und bestimmt auch mir fremde und außergewöhnliche Lichtverhältnisse und Farben. Sicher ein Traum dort mal fotografieren zu können. Aber mir sagte auch mal jemand, dass es toll war, Island mal zu erleben, aber einmal im Leben würde ihm reichen ;-).
Den Bildschnitt finde ich genau richtig, evtl. mininmal unten etwas beschneiden, dafür oben von der blauen Wolkenlücke etwas mehr.
Mir gefällt es.
Henrika



Florian Rost, 15.10.2012 um 14:51 Uhr

Einfach genial


Dietrich Kunze, 15.10.2012 um 15:18 Uhr

Der Schnee im Vordergrund lenkt meines Erachtens nicht vom Tal ab, sondern führt geradezu hinein (haben Kontraste manchmal so an sich). Wenn man diesen Bildteil beseitigt, raubt man einen guten Teil der Spannung. Allerdings finde ich die Tonwerte der Schattenbereiche zu weit ins Dunkle verschoben, dadurch verlieren sie einiges ihrer Strukturen, die man noch erahnen kann.

Servus
Dietrich



Klaus Ruehl, 15.10.2012 um 18:19 Uhr

Das Bild spricht mich spontan nicht an.
Es wirkt mir zu künstlich, unnatürlich.
Vielleicht liegt das an der Aufnahme oder der Nachbearbeitung.
Der Himmel wirkt zudem zu drückend.
Gruß Klaus



Vielseitige, 15.10.2012 um 18:54 Uhr

Auf mich hat das Bild eine mystische, anziehende Wirkung. Ich denke das dies ausgedrückt werden sollte. Denn der Fotograf wollte die Lichtstimmung und sein persönliches Empfinden zum Ausdruck bringen. Ich verstehe das und kann es durch seine Umsetzung auch gut nachvollziehen. Ich finde hier eine gute Tiefenwirkung, weil ich mich hineingezogen fühle, bis zum Horizont. Das Wechselspiel der beschatteten Hügelkette mit den weißen Gipfeln, den Wolkengrau und dem Schnee empfinde ich angenehm und spannend. Ich sehe das Bild in seiner Gesamtwirkung und verzichte bei dieser Bildaussage gerne auf Strukturen die im Schatten liegen oder sonstige Details, die dieser Augenblick womöglich gar nicht hergegeben hat.
In diesem Sinne: Für mich eine wundervolle Aufnahme des Moments.

LG



Matthias von Schramm, 15.10.2012 um 21:25 Uhr

das problem bei solchen dekorativen landschaftsfotoideen, die so viel glatte fläche aufweisen, ist, irgendeine interessante, meinetwegen eine harmonische gestaltung hinzubekommen, die auch nur annähernd der wirklichen landschaft gerecht wird. hier wurde sich fast komplett auf die lichtstimmung verlassen, dass sie eine spannung erzeuge. mich erreicht sie nicht. im hintergrund wird die landschaft nicht kunstvoll, sondern unangenehm künstlich, als bewege ich mich in einem 3 d computerspiel. richtig ist, dass es wie eine angeschnittene schüssel rechts und links wirkt. letztlich, irgendwo muss man mit dem ausschnitt einer großen landschaft ansetzen und weil das beinahe immer unbefriedigend ist, greift man dann oft zur fatalen panoramotechnik. der fotograf hat sich scheinbar auch theoretisch mit der lehre der lichtgestaltung auseinandergesetzt. das ist lobenswert, aber viel zu sehen ist davon leider in diesem bild nicht.


Clara Hase, 15.10.2012 um 22:04 Uhr

wenn ihr keine "Schüssel" sehen wollt, dann sucht da wo manHorizonte sieht in Schleswig-Holstein

also ne, ich komme vom Glauben ab -das ist doch das normalste der Berge - die Täler

Und, eine Vision zu haben und sie nicht erfüllen können - das hat auch nicht jeder hier. Wird aber ständig vorausgesetzt - jetzt hat einer eine und das ist auch nicht recht?
Von daher bin ich immer ein Mensch der Gunst der Stunde - so eine Vision ist nicht planbar das Flow des Lichts



Matthias von Schramm, 15.10.2012 um 22:11 Uhr

es wäre aber selbst im gebirge durchaus möglich symmetrische anordnung so zu durchbrechen, dass spannendere linienverläufe und relationen abgebildet werden. grade im gebirge ist das möglich.

edit: mir wäre es lieber gewesen, der fotograf hätte uns seine vision am ende der diskussion mitgeteilt.



roswitha v.g., 15.10.2012 um 22:38 Uhr

den ausführungen von @matthias von schramm kann ich mich anschließen. dazu die dominanz des vordergrunds - auch bereits angesprochen - verstärkt bei mir den eindruck, dass hier nicht mit dem blick durch den sucher in ruhe ein gut geschnittenes endprodukt entstanden ist, sondern der fotograf sich ausnahmslos von dem licht-schatten-farbenspiel hat beeindrucken lassen, dabei den bildschnitt komplett vernachlässigt hat.

so kann man sagen, eine bildidee, die einfach im anfang der betrachtung stecken geblieben ist, unspannend, einfach hingestellt und ein bild gemacht, der fotograf schreibt ja selbst: "eine recht spontane aufnahme". warum sich hier nicht zeit lassen, das panorama mehr wirken lasen, die lichtstimmung verschwindet nicht in sekundenschnelle, man hat also alle zeit der welt, bildgestaltend die sache anzugehen.

die farben sind durch die bearbeitung künstlich in ihrer wirkung und für mich nicht realistisch. bei 18mm brennweite wirkt das bild auf mich nachträglich beschnitten, auch das ist für mich nicht konsequent passiert. vielleicht ein quadrat mit einem entsprechenden rahmen drumherum, das müsste man probieren, eventuell auch in schwarz-weiß.

das bild spricht mich wenig an, vermutlich, weil ich diese stimmungen sehr gut aus der fjordlandschaft norwegens kenne und eben anders fotografiere und sicher dabei nicht an andere fotografen denke und das, was sie in ihren büchern zur landschaft und der wirkung des lichtes sagen. sie dann auch zum maßstab der eigenen bilder heran zu ziehen, davor sollte man sich hüten. - für mich zählt in solch gigantischer landschaft nur mein eigenes empfinden und wie ich das am besten auf speicher banne. - wenn mir das nicht gelingt, dann liegt es an zwei dingen (für mich): mir fehlte der blick für das besondere motiv oder ich habe die möglichkeiten meiner kamera nicht entsprechend genutzt. - aber ausschlaggebend wird immer sein, genau den kleinen ausschnitt mit dem blick durch den sucher zu finden, der diese landschaft später zum betrachtungserlebnis macht. - überdrehte farben erreichen das nur schwer.

danke, dass du uns dein bild gezeigt hast!

lg kerstin

edit:
gelöscht, danke matthias.



magic-colors, 15.10.2012 um 23:04 Uhr

Ein spitzenmäßiges Landschaftsfoto. Ich könnte drin versinken. Eine tolle Stimmung. lg aNette


Matthias von Schramm, 15.10.2012 um 23:30 Uhr

@ kerstin

ich bezog mich lediglich auf die einleitenden worte von agora genannt. diese wortreiche einleitung beeinflusst die kritiker, oder könnte sie beeinflussen. dass der fotograf nicht mit kritik umgehen kann, möchte ich nicht unterstellen.



Clara Hase, 15.10.2012 um 23:43 Uhr

Anke - man ahnt es auch leider in der Mitte nur
ich denke nicht, das das Bild je zu Ende wäre
und - ich hab bei dir geschaut - ein Bild gesehen - da ist nur die Mulde und recht und link der Kuchen abgeschnitten
es kam ihm nicht auf die darstellung der berge an - sondern auf das Licht - den Schatten, das ungestüme Wetter bei gleichzeitigem Sonnenschein
Und - Berge sind fies sie haben heftige Schatten

der autor wirds eh nie allen recht machen können
was mich wirklich ein bisschen stört ist das ins gelbe kippende in der Farbgebung - da der Schnee aber weiss ist - wirds wohl so gewesen sein -



lophoto, 16.10.2012 um 9:02 Uhr

es wirkt wie ein gemälde, nicht wie ein foto, auf mich.

demnach ist es schwer für mich es als foto zu beurteilen.

es regt an seine gedanken kreisen zu lassen und sich auch in der weite zu verlieren.....



elevatorjwo, 16.10.2012 um 9:30 Uhr

Fotografie oder Photographie (aus griechisch ;, phos, im Genitiv: ;, photos, Licht (der Himmelskörper), Helligkeit und ;, graphein, zeichnen, malen)
Fotos sind demnach immer Gemälde, also darf der Fotograf auch seine Gefühle und Empfindungen impementieren. Ob er das vor (Studio, Licht, Farbfilter), während (Belichtung Brennweite Bildausschnitt) oder nach (BEA) macht, ist eigentlich unerheblich. Rubens führte seinen Pinsel auch anders als Dix und der wiederum anders als Spitzweg.



Siegfried Hansen, 16.10.2012 um 9:33 Uhr

Ich sehe es ähnlich wie Matthias .. erstmal finde ich toll das du dich so mit Licht beschäftigst .. und ich denke das dein Bild das auch gut rüberbringt ..
aber was mich stört ist die Bildgestaltung .. dadurch wirkt das Bild ein wenig fad ..

Mein Tipp: nachdem du dich mit Licht beschäftigt hast versuche deine Bilder spannender für den Betrachter zu machen .. dazu würde ich immer zum Anfang was im Vordergrund suchen .. ich bin mir sicher als du dort gestanden und dieses licht gesehen hast warst du beeindruckt und überwältigt davon .. das Problem ist halt dieses visuelle Gefühl von 3d auf 2d rüberzubringen ...dazu muß man sich Vorort sozusagen runterbringen und dieses Bild für die Gefühle machen, ok .. aber gleichzeitig anfangen zusagen .. das habe ich ! so wie kann ich es anders machen , wie kann ich das Bild gestalten usw. zb in dem man im Vordergrund eine Pfütze oder Blume mit fotografiert , bei Landschaftsaufnahmen auch immer 1/3 des Bildes der Himmel der hier fast total ausfällt 1/3 der Vordergrund auch hier passiert nichts (optisch) gesehen ..
ich bin mir sicher du kennst die Bilder von Raymo schau sie dir mal unter dieser Prämisse an
wie oft er was in den Vordergrund mit einbezieht oder der Himmel das halbe Bild ausmacht ..das kann man lernen und muß es trainieren und dann wirst du sehen das dein Gefühl und deine Leidenschaft für Licht sich bezahlt macht ..
ich hoffe du kannst damit was anfangen .. da ich zwar kein ausgewiesener Experte für Landschaften bin .. eher das Gegenteil .. aber ich komme aus Dithmarschen (das letzte Abenteuer Europas ) ;-) und verstehe sehr gut wie beeindruckend die Landschaft bei guten Licht sein kann ..



Wolfgang Nickel, 16.10.2012 um 17:00 Uhr

Dieses Bild spiegelt mit Sicherheit den tatsächlich gewonnenen Eindruck des Fotografen wieder. Daher gehört der Schnee im Vordergrund auch definitiv dazu. Der Blick wird durch die in der Bildmitte liegenden Leitlinien (Gewässer) sehr schön in das Tal gelenkt. Das Wolkenspiel verleiht der Aufnahme zusätzlich eine gewisse Dramatik. Alles in allem überzeugt die Aufnahme in seiner Gesamtheit.

Gruß

Wolfgang



Alex Kurcz, 16.10.2012 um 17:54 Uhr

Unbeschreiblich *_*


Von der Dinkelheide, 17.10.2012 um 3:08 Uhr

Superschön! Lg Dagmar


ThomasStadtlander, 17.10.2012 um 6:33 Uhr

wer nicht selber tagelang an der Kante eines unbewohnten Fjordes entlangwandert und bei der nie untergehenden Sonne irgendwann auch noch die zeitliche Orientierung verloren hat
kann solche Eindrücke nicht wirklich einordnen...
Das Bild gibt uns eine Ahnung!
Was sind wir doch für kleine Würstchen gegen diese ungeheure Weite und Stille...



Tobias Dannenberg, 17.10.2012 um 11:39 Uhr

Unglaublich beeindruckende Aufnahme! +++

Gruß Tobi



elevatorjwo, 17.10.2012 um 13:40 Uhr

@ Snap Judgements: Wäre schön, wenn mann auch Deine Erfahrungen und Ergebnisse in Form von Bildern sehen könnte.
Ich finde es schon seltsam, dass man sich an Bildern Anderer abarbeitet ohne sich selbst der Kritik der Gemeinde zu stellen. Allerdings bist Du da nicht allein.



bavare51, 17.10.2012 um 16:06 Uhr

es ist ein foto das in seiner aufgenommenen umgebung zwar schön und harmonisch sein mag, aber ohne vordergrund und andere lichteffekte langweilig wirkt. man muss sich einfach mal den fremdländischen kick wegdenken und man stellt fest: es ist nicht schlecht aber vom hocker reist es bei weitem nicht. dazu muss man mehr sich mit landschaft und besonderheiten des landes auseinandersetzen und das typische herausarbeiten.


Agora Bilddiskussion intensiv, 17.10.2012 um 18:33 Uhr

Hier geht es weiter:
km 28 von Agora Bilddiskussion intensiv
km 28
Von
17.10.12, 18:26
52 Anmerkungen


back2basics schreibt:

Hallo zusammen und vielen Dank an euch alle für die konstruktive Auseinandersetzung mit meinem Bild.

Es ist spannenden zu beobachten und macht Spass zu sehen wie sich eine Diskussion rund um ein Bild entwickelt, Dynamiken entstehen mit denen ich vorher nicht unbedingt gerechnet hätte. Um am (eigenen-)Bild zu lernen, mit Hilfe eurer Anmerkungen neue Perspektiven zu entwickeln um diese ggf. in Zukunft zu berücksichtigen, ob beim Fotografieren selbst oder in der Nachbearbeitung, ist durchaus hilfreich, bei der Manifestation eines eigenen Stils, beim langsamen Herausarbeiten meiner eigenen Bildsprache.
Grundsätzlich bin ich der Überzeugung das ein Bild ohne (grosse) Worte auskommen muss, das ein Foto in allen Belangen für sich selbst sprechen sollte.

Ein zentrales Kriterium für ein gute Aufnahme.
Vielleicht hat Mathias recht und es wäre besser gewesen mit Visionen erst nach der Diskussion zu kommen. Aber in Zeiten in denen Anspruch und Wirklichkeit noch nicht übereinstimmen hatte ich schon im Vorfeld das unüberlegte Verlangen meine Idee(en) mitzuteilen. Und mir persönlich hat diese Tatsache auch durchaus etwas gebracht, im Kontext der Verbildlichung meiner Visionen.

Hätte ich im Vorfeld nichts geschrieben währe wahrscheinlich weniger darauf eingegangen wurden und das die Diskussion so schon vorgelenkt wurde hoffe und glaube ich eigentlich nicht. Dafür sind die Kommentare zu Ausdrucksstark.

Noch zwei Aspekte:
1.) Zur BA respektive den Farben: Meine Nachbearbeitung und damit die Manipulation am Motiv hält sich in dem Fall in Grenzen (und ich kann auch anders (-; ). Nicht viel mehr als eine leichte Anhebung von Kontrast und Sättigung. Das mein Bild in Teilen künstlich, unnatürlich wirkt finde ich persönlich (auch, aber) unproblematisch, den genau so kam mir auch die Landschaft vor, genau das macht den Wahnsinn vor Ort aus und Island zu einem einmalig mystischen Erlebnis. Ein Thema das sich sicher im Bereich des Auges des Betrachters bewegt und somit eine Frage des individuellen Geschmacks ist.

(gerne lade ich nach der Diskussion das Orginalbild hoch.)

2.) Zur Vordergrund Debatte: Ich denke das in eine Landschaftsaufnahme nicht zwingend ein klar definierter Vordergrund gehört. Bei einer z.B. stark komprimierten Tele-Aufnahme (300mm oder so), mit dem Ziel so etwas wie natürliche Abstraktion abzulichten muss das nicht unbedingt sein. Bei einer Weitwickelaufnahme, die anderen, strikteren Kompositorischen Regeln Folgt aber sehr wohl!!! Soll heissen, auch bei diesem Bild. Aber was ist in dem Fall ein ausrechend prägnanter Vordergrund, im besten Sinne der Bildgestaltung wenn dieser nicht das Motiv an sich ist? Ob der Schnee in meiner Aufnahme als Vordergrund ausreicht oder eben nicht, ist eine Frage die ich mir selber noch nicht final beantwortet habe. Wo z.B. liegt der Unterschied ob ich so etwas wie eine Pfütze oder ein begrenztes Schneefeld in den Vordergrund setze? Vielleicht währe ein grösserer Stein gut gewesen.


Und damit bin ich auch schon wieder am Anfang meines Abschliessenden Kommentars.
Neue Fragen, neue Gründe zu diskutieren und vor allem praktisch zu experimentieren. Los, Raus und fotografieren, schon ganz gail oder (-;. Was Will man mehr!!!

Vielen dank noch mal an euch alle und liebe Grüsse aus Zürich,

Philipp



Biagio La Pillo, 24.12.2012 um 9:51 Uhr

Es ist die beeindruckende Weite, die Durch die Wolken und Sonne gespielten Lichtpuzzle auf diesen kargen Formen. Tolle Farben.ein außergewöhnliches Bild. Hut ab!


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Informationen zum Foto

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