Dies ist eine Bezahl-Funktion
Bezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
  • In allen Foren lesen und schreiben
  • Aktbilder hochladen und anschauen
  • Am Galerie-Voting teilnehmen
  • Bis zu 30 Fotos / Woche hochladen
> Jetzt Bezahl-Mitglied werden
 

Schattenläufer von Agora Bilddiskussion intensiv

Schattenläufer


Von 

Neue QuickMessage schreiben
10.10.2012 um 17:45 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv



Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 10.10.2012 um 17:46 Uhr

Der Fotograf schreibt:

Ich liebe lange Schatten und diese spezielle Lichtsituation am späten Nachmittag. Zusammen mit den Linien konnte ich mir ein interessantes Scherenschnitt-Foto vorstellen und bat einen Freund langsam die Straße entlang zu gehen - aus dem Licht kommend hinein ins Dunklere. Solche Bilder können jedem Betrachter eine eigene Geschichte erzählen. Ich wüßte gerne, ob das auch auf die Betrachter und Kommentatoren in Agora so wirkt.



Wolfgang Fendt, 10.10.2012 um 18:12 Uhr

Prinipiell ein interessanter Versuch. Starke Lichtstimmung. Durchaus etwas mystisch. Eine Geschichte fällt mir aber spontan nicht ein, da die Person, zu sehr nur "spazieren geht" (oder einbeinig steht?). Kennst du Giorgio de Chiricho den Maler? Schaue dir mal seine Bilder an. der arbeitet hervorragend mit Licht und Schatten. Ich bin gespannt, was anderen einfällt.


Clara Hase, 10.10.2012 um 18:37 Uhr

als erstes dachte ich an Schweizer - die zu ihren Hosen Beinkleider sagen - so schaut das bild nämlich aus - eine schlanke person hat ein Kleid an (wobei das die weiten Shorts sind) :-)

Das Foto ist von höherer Warte gemacht worden - konnte man da miteinander sprechen? War es gar ein Fenster weshalb es auch in die Schräglage rutschte?
*
Was ich nicht so ganz verstehe ist wenn das bild schon gestellt ist warum man es schräge auf nehmen musste?
Und, die wunderbaren Schienen hätten auch Zug ins Bild bringen können hätte man sie mit mehr Beachtung bedacht. ZB hätte man sie in eine ecke laufen lassen und der schatten kippt dann nach unten weg.
auch der grlänzende Asphalt hat durch das extreme Gegenlicht und seine Unebenheiten Schatten -
die könnten von vergangen Zeiten erzählen

Die Tonung bei den winzigen Kopfsteinpflastern ist grenzwertig - will sagen fast ohne Zeichnung und weiss.
Ansonsten ok -


**
Ps nach längererÜberlegung gefällt mir ds Schräge schon - aber eben doch anders mit mehr Zug - Gitter ganz oder weg
die Leute hinten: unwichtig



NamensindSchallundRauch, 10.10.2012 um 18:40 Uhr

das geländer stiehlt dem schatten und dem läufer die show.


Lukas Icking, 10.10.2012 um 20:27 Uhr

Auf den ersten Blick, gut...
...auf den zweiten Blick: Im Hintergrund stören mich die Personen, die im Gegensatz zum Restbild bunt sind.
Außerdem ist die Sillhouette von Mensch nicht ganz Scharf, schade.
Die Schräglage gefällt mir jedoch gut..



Wolf Schroedax, 10.10.2012 um 20:46 Uhr

Ich hab meinen Bildschirm auf max. Helligkeit und kann im HG keine bunten Männchen erkennen ...

Mag sein, dass man die Zeichnung des feuchten Pflasters besser erhalten bzw. bearbeiten kann.
Der Reiz des Motivs scheint mir aber darin zu liegen,
dass man ständig darüber rätselt, ob der Mann sich vom Betrachter weg oder auf ihn zu bewegt....

Das ist nicht ganz unwichtig, denn, bewegte er sich weg, hätte er den Kopf etwas nach rechts gedreht,
käme er heran, schaute er in die Richtung der Schienen.

Rein inhaltlich gesehen::: Es ist schon misslich, wenn die Verkehrsbestriebe streiken und gleichzeitig ein autofreier Sonntag ausgerufen worden ist.



Lukas Icking, 10.10.2012 um 21:03 Uhr

@Wolf Schroedax: Dann hast du aber einen dunklen Bildschirm!


elstp, 10.10.2012 um 21:17 Uhr

Der Autor fragt, ob das Bild den Assoziationen des Betrachters entgegen kommt, ob der die Signale ähnlich deutet. Jeder Betrachter ,macht‘ aus dem, was er sieht, seine persönliche Botschaft, aber er kann sich fragen, ob andere etwas Ähnliches sehen. Wo unsere eigene Interpretation gefragt ist, fängt unsere Freiheit an; bis dahin sollten wir uns manchmal fragen, ob wir den Autor richtig verstanden haben, bevor wir uns eine Meinung bilden.


Der Mann im Sportdress kommt eher zwanglos auf den Betrachter zu; an seinem Schatten sieht man auch, dass er wirklich auf zwei Beinen daher kommt. Die Position der Sonne bewirkt , dass der menschliche Schatten keine gerade Linie mit seinem Verursacher bildet, außerdem lösen sich die Konturen des Schattens etwas auf. Die leichte Richtungsänderung zwischen Läufer und Schatten wiederholt sich stärker im Verlauf der vorderen Bordsteinkante, wodurch der Schatten, der ja eine Wiederholung der menschlichen Silhouette ist, in eine gerahmte Fläche hinein ,läuft‘.

Die von der tief stehenden Sonne beleuchtete Fläche wird von der linken oberen Ecke an scharf abgegrenzt, und dieser Schatten wird über den gesamten oberen Rand fortgeführt. Das Lichtfeld wird ,durchschnitten‘ durch den Läufer mit seinem Schatten und durch die Absperrgitter mit ihren Kugelknöpfen. Das rechte Bildviertel wird nur noch schwach von der Sonne erreicht, so dass hier auch eine Schärfezone entstehen konnte. Betonung des Lichteinfalls sind grafische Merkmale: die auf einen Fluchtpunkt zustrebenden Schienen, und der von hinten beleuchtete Läufer, der gerade von dort kommt. Die Schienen spiegeln das Licht anders als die Fahrbahndecke, und das kleinteilige Kieselpflaster glitzert fast.
Der Schatten links oben hat eine Besonderheit: Er bildet zusammen mit der Bordsteinkante ein Dreieck oberhalb des Kopfes des Läufers, auch eine Fläche, die dem Fluchtpunkt zu strebt.

Die besondere Stimmung, die sich mir mitzuteilen scheint, wird durch die Diskrepanz zwischen der Tageszeit, der noch scheinenden Sonne also, und dem geheimnisvollen Schattenspiel erzeugt, in dem sich der Protagonist bewegt. Er wird als hilfsbereiter Freund für diese Aufnahme bezeichnet, seine Haltung und seine Kleidung bestätigen, dass es sich um eine entspannte Situation handelt - schwarz glänzender Asphalt, Streiflicht und nur als Scherenschnitt erkennbare Gestalten kenne ich eher z.B. aus dem Film ,Der dritte Mann‘, so dass ich mich schon der Spannung wegen mit der Betrachtung dieses Fotos gerne und lange beschäftigt habe.



Wolf Schroedax, 10.10.2012 um 22:25 Uhr

@elstp : Muss den nun jeder Schatten gleich geheimnisvoll sein ?
Zwischen Tageszeit und Schattenlänge können keine Diskrapanzen bestehen.
Es gibt nur einen Fluchtpunkt, ob nun Teilfläche oder Gesamtbild.
Ja, gleich wird der Schatten des Kopfes über den Bordstein springen, falls der Mann sich nicht von uns etfernt.
@Lukas Icking ::: Wenn du so einen brillianten Bildschirm hast, könntest Du doch sehen, ob der Mann auf den Betrachter zu kommt. Bitte !
lgw



Zwei AnSichten, 10.10.2012 um 22:45 Uhr

@ Wolf,
der stehende Mann neben der Frau dreht seinen Kopf zur anderen Seite, man sieht deutlich den Rucksack auf der roten Oberbekleidung
der zweite Mann von links will gerade über die Straße gehen , auch er hat ein rotes Oberteil an
lg Ingrid



Wolf Schroedax, 10.10.2012 um 22:56 Uhr

Was mir alles entgeht mit meinem dunklen Bildschirm !
@Zwei AnSichten :::Kannst Du denn sehen, ob der Mann mit dem Schatten auf uns zu kommt ?



Zwei AnSichten, 10.10.2012 um 23:01 Uhr

Nur anhand der Bein/Fußstellung würde ich sagen , er kommt auf den Betrachter zu


harry k., 10.10.2012 um 23:02 Uhr

Wenn er seine Füße nicht nach hinten drehen kann und seine Knie nicht umgeschraubt hat, dann kommt er auf den Betrachter zu ...


X-ray-Klaus, 10.10.2012 um 23:45 Uhr

Das Bild ist hinreichend beschrieben. Ist es ein Foto oder eher eine Grafik? Ist es der Not gehorchend so geschnitten? Aus meiner Sicht ist das Bild nicht geglückt, weil Straßenabschnitte oberhalb des Kopfes stören, mir nicht klar ist, warum man ein Scherenschnittfoto statt eines Scherenschnitts macht und mir keine Geschichte einfällt, die es erzählt.
VG Klaus



Wolfgang Fendt, 10.10.2012 um 23:48 Uhr

Natürlich kommt der Mann auf uns zu, wenn Füße und Daumen nach vorne zeigen. Wir verheddern uns auch in Nebensächlichkeiten und können die Frage des Fotografen, welche Geschichte das Foto bei uns auslöst, nicht beantworten - ich auch nicht. Dazu ist die Situation zu normal.


Clara Hase, 11.10.2012 um 0:19 Uhr

wolf - der schattenmensch geht weg - die menschen an der kreuzung oben haben rote jacken an
zumindest zwei davon

der stein einer Brüstung hier im VG ist auch leicht rose



RonjaR., 11.10.2012 um 7:02 Uhr

Die Grundidee finde ich sehr interessant und die "Schieflage" finde ich auch gelungen.
Ich finde das Geländer im Vordergrund aber wie einige Vorredner schon zu dominant und auch mich stören die bunten Menschen im Hintergrund.

Schade, dass die Person nicht ganz scharf ist-vielleicht beim nächsten mal ein paar Bilder mehr machen und hinterher auf dem Pc Kritisch betrachten...

Die Person kommt auf uns zu -die Füße lassen es schon erahnen aber die Hände verraten es dann. Wenn man sich mal seine eigenen Hände anschaut sieht man, dass dieser Mensch niemal richtig zugreifen könnte wenn er von uns wegginge und seine Hände diese Position hätten:)

Alles in alllem ist es ein nettes Bild aber für den perfekten Schuß fehlt leider die Planung ins Detail

lG Ronja



Lukas Icking, 11.10.2012 um 7:27 Uhr

@Wolf: ja das kann ich sehen und zwar am Ausschnitt seines T-Schirts! Die Person kommt auf den Betrachter zu. Achja und an der Hose auch, da die Seitentaschen nach vorne zeigen... Außerdem sagt der Fotograf, dass sein|ihr Freund vom Hellen ins Dunkle gehen solle, dann ist das wohl kein Rätsel mehr, oder??


E.lis-A, 11.10.2012 um 9:43 Uhr

Also ich finde das Foto gar nicht schlecht, und Gott sei Dank ist es schräg! Es wäre stinklangweilig, wenn das hier nicht der Fall wäre... Einschrägungen (bestenfalls schon während der Komposition - etwas, das VOR dem Auslösen stattfindet ;-)), sind nur eines von vielen Gestaltungsmitteln und je nach Motiv variabel einsetzbar.
Guckt Euch mal z.B. Reportagefotos von Profi´s an, das schult den Blick, weg von diesen starren Gestaltungsregeln, die weiss Gott woher kommen (??).
Muss ich ALLES im Schatten erkennen? Nein! Denn das erzeugt zusätzlich Spannung und ist nicht auf jedes Motiv gleichermassen anwendbar, hier scheinen mir die Kontraste so gewollt, was ich ganz stimmig finde.
Dennoch kann ich hier sogar genug erkennen, mehr braucht es für mich nicht.
Mein einziger "Kritikpunkt" wäre, in sw fänd ich es aufgrund der Kontraste noch spannender, und es wäre schön, wenn es nicht gestellt wäre, das wäre dann schon eher ein authentisches "Street".
Und, die Schräge könnte noch gravierender gewählt sein, bereits vor dem Auslösen ;-).
Das Foto hier scheint mir aber so vom/ von der Fotografen/in bewusst gestaltet worden zu sein.
Ach ja, die Person kommt auf einen zu, das sieht man doch (??) ...
vlg
Nachtrag:
Ich würde hier sogar ein Quadrat draus machen, rechts bis zum auslaufenden Bordstein, sodass dieser ins Eck rechts unten läuft, bzw. so, dass der Schatten des Kopfes etwa gleichen Abstand zum Rand rechts und unten hat, dann wäre es noch wirkungsvoller, hab es mal ausprobiert.



Wolfgang Fendt, 11.10.2012 um 10:12 Uhr

Nachdem der Fotograf schreibt, dass sein Freund vom Licht in den Schatten geht, verstehe ich die Diskussion nicht. Nochmal zur Bildaussage: Stelle dir dazu die Zither von "Der dritte Mann" vor oder die Mundharmonika von "Spiel mir das Lied vom Tod". Das würde zu solchen Schattenmenschen passen. Aber da fehlt auf dem Bild die Spannung.


schallundrauch73, 11.10.2012 um 11:10 Uhr

Die Idee und die Lokalität, die du gewählt hast, finde ich gut. Allerdings fehlt mir die Spannung in der Geschichte. Große Ereignisse werfen ihre Schatten ja bekanntlich voraus... hier kündigt sich m. E. keines an. Der detaillierte Plan und das dazugehörige Arrangement fehlen. Das gezeigte Foto ist eher eine Skizze, die zeigt mit welchen Elementen die Geschichte erzählt werden soll. Vergleiche mit Filmsequenzen bzw. Kameraeinstellungen (z.B. aus Der dritte Mann) können da durchaus hilfreich sein, um sich inspirieren zu lassen...

Gr. Andreas



Klaus-Günter Albrecht, 11.10.2012 um 11:16 Uhr

Ein Scherenschnitt ist es Gott sei Dank nicht, denn eine Differenzierung des Schwarz ist durchaus vorhanden. Die Gehrichtung des Mannes ist eindeutig an seinen Händen zu erkennen. Als Experiment wie vom Bildautor beschrieben ist es gelungen, auch der Bildaufbau, aber die Bildaussage ist insgesamt nicht so sonderlich interessant. Da kann man sich durchaus mehr vorstellen. Für mich nicht etwas, was ich an die Wand hängen würde.
Freundliche Grüße Klaus



Chrisposure, 11.10.2012 um 12:36 Uhr

Ich sehe eine Gegenlichtaufnahme mit der gewollten Einsamkeit einer zur linken Seite gekippten männlichen Silhouette. Ständig ertappe ich mich dabei, wie ich den Kopf drehe um die nach hinten angedeutet Weite besser wahr zu nehmen. Die Hauptlinien in Form von Schienen und Geländer laufen gefühlt von oben links nach unten rechts. Ist aber durch die Objektiv- und Perspektivenwahl im oberen Fall vom Betrachter weglaufend. Das irrtiert mich. Zudem stören die Personen in der oberen linken Ecke, was mich zu der Formulierung der "gewollten Einsamkeit" gebracht hat.
Nur Füße und Hände der Person verraten die Gehrichtung. Wobei der Schatten der Person für mich den Eindruck macht, in die entgegen gesetzte Richtung zu laufen. Das hat viel Aussagekraft, vor allem weil die Person ins dunkle läuft. (anders herum hätte ich es allerdings noch ein besser gefunden)
Alles in allem ein tolles Bild. Nur die Perspektive und die Personen im oberen linken Teil machen es unruhiger, als das was es bei mir bewirkt.

Gruss,
Christian



Teske, 11.10.2012 um 14:34 Uhr

Also ich finde es sehr ineressant, habe es mir lange angesehen und muss sagen es gefällt mir. Eine Geschichte brauche ich da nicht und auch die Schräge gefällt mir, macht es interessant. Würde man all das korrigiren was hier vorgeschlagen wird wäre mit Sicherheit langeweilig geworden. Mir gefällt es so!
Gruß
Oli



Wolf Schroedax, 11.10.2012 um 17:41 Uhr

Obwohl mein Bildschirm+plus offenbar etwas "unterbelichtet" sind, sehe ich Dunkelheit hinten und Licht vorn und schließe auch auf Helligkeit hinter mir/dem Betrachter .... Die Hellsichtigkeit bringt also ein ganz anderen Bildeindruck hervor .....


Henrika Tröster, 11.10.2012 um 19:27 Uhr

Auf mich wirkt das Foto wie eine Momentaufnahme, eine Geschichte erzählt sie mir nicht unbedingt... daher ist es für mich auch völlig unwichtig, ob die Person auf mich zukommt oder sich von mir weg bewegt. Ich hatte aber durch die Fußstellung sofort den Eindruck, dass sie auf mich zukommt.

Als Momentaufnahme spricht mich das Bild an, kein Whow-Effekt, aber Licht und Schattenfall gefallen mir und auch die Personen oben links gehören m.M. nach dazu. Sollte die Aufnahme gestellt sein, hätte ich den unteren Bildrand besser gelöst. Mich stört es, dass sich der Bordstein an einer, in meinen Augen unglücklichen Stelle, im Bild ändert. Abschneiden geht nicht, dann wird der Schatten der Person angeschnitten. Also hätte ich die Person entweder auf der inneren Schiene laufen lassen, was allerdings einen Bruch seines Schattens durch die äußere Schiene verursacht hätte. Vielleicht auch interessant, kann ich nicht genau sagen... Die andere Möglichkeit wäre noch gewesen, die Person etwas weiter links zu platzieren und dann das Bild unten weiter anzuschneiden, auch wenn das Geländer dann "abgeschnitten" wird.



Jürgen W2, 11.10.2012 um 20:32 Uhr

Der Fotograf schreibt:
"Ich liebe lange Schatten und diese spezielle Lichtsituation am späten Nachmittag. Zusammen mit den Linien konnte ich mir ein interessantes Scherenschnitt-Foto vorstellen"

Gut, das spricht für deine fotografische Vorstellungskraft.

"...und bat einen Freund langsam die Straße entlang zu gehen - aus dem Licht kommend hinein ins Dunklere. Solche Bilder können jedem Betrachter eine eigene Geschichte erzählen."

Ja.

"Ich wüßte gerne, ob das auch auf die Betrachter und Kommentatoren in Agora so wirkt."

Nein, es wirkt auf mich so, als ob dein Freund gefragt wurde, ob er mal durch Bild gehen kann. Keine Story, keine Emotion, keine gestalterischen Mittel wie Bewegungsunschärfe oder geringe Schärfentiefe. Das einzige Interessante sind die Linien und der Schatten. Also ist es ein gutes Foto geworden, aber deine Vorstellungskraft ist besser gewesen als die Umsetzung. Gib dich doch nicht so schnell mit dem erst-besten Ergebnis zufrieden, du kannst doch viel mehr!



Art ist, 11.10.2012 um 22:15 Uhr

...,i like it,soh nice in my eyes...
Many Greetings,edgar



HorstS, 11.10.2012 um 23:13 Uhr

Ich hätte meinen freund noch einmal gehen lassen und ihn dann nicht als "Einbein" dargestellt. Desweiteren nicht so dicht an der Schiene ( bin mir aber nicht ganz sicher ). Da es ja mein "freund" ist der da geht, wäre somit alles möglich bis das licht weg wäre.
grHS



Wolf Schroedax, 12.10.2012 um 16:07 Uhr

As a lonely man / sieht man ihn gehn / und nicht am Rand rumstehn / ganz auf Linie / ganz auf der Hut / allein auf der Fahrbahn / das zeigt Mut / sein´m Schatten folgt er bei Hellsicht /
die Sonne blendet / da sieht man das nicht / oder wartet hinten der Schatten / der ihn verschlingt ?



Dimebag, 12.10.2012 um 22:12 Uhr

Der Ausschnitt, der als quadratische Vorschau angezeigt wird, scheint mir wirksamer als der hier gewählte. Die Lichtspitzen links unten könnten abgeschattet werden (inkl. Geländer). Das Motiv ist sehr gut, kommt nur nicht optimal zur Geltung (:


Pekka H., 14.10.2012 um 9:18 Uhr

Der Unterschied von Bildtitel und Bild bringt für mich die Diskrepanz zum Ausdruck, die ich zwischen dem vorhandenen Potenzial von Lichtstimmung und Bildidee und der präsentierten Umsetzung sehe. Es fehlt das Spannende. Auch bei mir entsteht keine Geschichte im Kopf. Ich sehe einen Schattenschleicher, der ohne erkennbare Motivation auf der Straße spazieren geht. Ein Lauf quer über die Schienen mit angewinkelten Armen und Beinen könnte ich mir dagegen in dieser Lichtsituation sehr spannend vorstellen (Tatortvorspann lässt grüßen).

Der erhöhte Standort des Fotografen ist gut, um dem Schatten mehr Geltung zu verschaffen. Gut ist auch die schräge Kamerahaltung. Sie gibt der Straße mehr Fläche,um mit der Kombination von Straßenbahnschienen und Schatten zu spielen und zusätzlich Spannung aufzubauen. Hier habe ich jedoch den Eindruck, sie war vor allem dadurch motiviert, dass der Schatten sonst nicht vollständig ins Bild gepasst hätte. Wenn die Schräge bewusst eingesetzt wird, lässt sich auch der unschön abgeschnittene Bordstein unten durch sorgfältigere Komposition vermeiden.

Der Zaun hätte ein wirkungsvolles Bildelement sein können, wenn es auch auf der anderen Straßenseite eine sichtbare Begrenzung gegeben hätte. Die farbigen Personen im Hintergrund lenken unnötig ab. Hier hätte ich entweder das ganze Bild in s/w entwickelt oder die obere Bildecke - wie in der Vorschau zu sehen - durch stärkeren Bildschnitt eliminiert, um das Bild auf das Wesentliche zu konzentrieren. Mein Fazit: Ein interessanter Ansatz, aber da geht noch was.

LG Pekka



Matthias von Schramm, 14.10.2012 um 11:01 Uhr

ich finde, dass bild ist nicht reduziert genug. links oben vor allem entsteht eine verzichtbare, etwas unglücklich abgeschnittene umgebung. diesen kontext braucht es meines erachtens nicht. die einbeinige länge der figur samt schatten, ist das interessante. diese hart am kopf angeschnitten und das ganze zum quadrat gemacht macht aus person und schatten ein gedankliches pingpongspiel. ein inhaltlicher zusammenhang zu strassenbahnschiene, sprich eine geschichte gelingt mir aber so schnell nicht, dafür ist die inszenierung mir nicht interessant genug.


Siegfried Hansen, 14.10.2012 um 13:09 Uhr

Das Bild hat für mich eine gute Grund Idee .. mich stört das Geländer ! Das liegt am Standpunkt des Fotografen
und die Schräge bringt diesem Bild kein wirklichen Vorteil.. ..

da das Bild gestellt ist muß man das Beste aus den gegebenen Sachen machen ...dh in diesem fall einfach ein etwas veränderter Standpunkt und gerade ..
( meine Meinung )


wenn man noch mal die Möglichkeit hätte diese Situation zu machen, würde ich versuchen beim Betrachter das Kopfkino anzuschmeissen

..die Bildaussage ,die zzt bei dem Bild in 10 Richtungen gehen könnte, da die Person einfach nur geht..und jeder kann sich sein teil denken

ich würde versuchen es zu leiten.. zb man drücke den Mann ein Koffer in die Hand oder eine Plastikpistole .. das im Gegenlicht mit den Schienen ..setze ihm ein Hut auf .. mit einer kleinen Leiter leicht von oben ins Gegenlicht fotografiert...
und schon gibt du dem Bild deine Idee und muß nicht überlegen ob das Bild richtig interpretiert wird .. was dann sowieso noch von jedem anders gesehen wird, aber so hast du die Richtung vorgeben und du kannst beobachten ob es funktioniert ...



lophoto, 14.10.2012 um 15:41 Uhr

Aufbau: klasse
Kontraste: Klasse
Grauwerte: Klasse
Gestaltung: Klasse
Ausdruck: Klasse
Präsentation: Klasse
Schärfe Verteilung; Klasse



elevatorjwo, 14.10.2012 um 16:17 Uhr

Mir gefällt sowohl die Idee als auch deren Verwirklichung.
Ich finde das Foto sehr gelungen, bis auf den Bildschnitt
Mit Dimebag bin ich einer Meinung. Den Bildschnitt würde ich genau so legen, wie er im Vorschaufenster zu sehen ist.



Zwei AnSichten, 14.10.2012 um 17:13 Uhr

Ich mag Schattenbilder sehr . Hier hätte ich bis zur zweiten Schiene von oben gesehen geschnitten, dann wäre zwar der Kopf ab, das Foto aber stimmiger :-)
lg Ingrid



Agora Bilddiskussion intensiv, 14.10.2012 um 18:44 Uhr

Hier geht es weiter:
The Flow of Light von Agora Bilddiskussion intensiv
The Flow of Light
Von
14.10.12, 18:35
43 Anmerkungen


Nicolas Ürlings schreibt:

Ich möchte mich bei allen sehr herzlich für die Diskussion des Fotos bedanken. Es ist toll, wieviele Optimierungsmöglichkeiten
von Euch gesehen wurden. Besonders die reine Schwarz-Weiß Darstellung, die Dramatisierung durch einen besseren Beschnitt (eventuell Quadrat) und die Änderung der Perspektive durch einen anderen Standpunkt (weniger oder gar kein Geländer) werde ich sicher bei einem anderen Foto mal ausprobieren. Auch die "Inszenierungsvorschläge" finde ich gut.

Nochmals vielen Dank!
Nico





 
Informationen zum Foto
  • 10.274 Klicks
  • 38 Kommentare
  • 2 mal als Favorit gespeichert
Schlagworte
Verlinken/Einbetten

Bei folgenden Diensten verlinken:




vorheriges (28/192)naechstes