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Grönländische Glockenblumen vor Eisbergen von Agora Bilddiskussion intensiv

Grönländische Glockenblumen vor Eisbergen


Von 

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3.10.2012 um 22:58 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv



Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.

1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 3.10.2012 um 22:59 Uhr

Der Fotograf schreibt:

Das Foto ist unweit der Disko - Bucht, Westgrönland, im Juli 2012 entstanden.

Es soll den Kontrast zwischen einer teilweise beeindruckenden Fauna in der grönländischen Tundra und den imposanten, aber eigentlich lebensfeindlichen Eisbergen in den Fjorden Westgrönlands zeigen.



holgiP, 4.10.2012 um 7:34 Uhr

Schöne Glockenblumen, aber da muss ich mich leider meinem Vorredner anschliessen. Wenn man Eisberge hätte sehen sollen, dann dürften sie nicht hinter der Schärfeebene verschwinden.
Was mir eben auch nicht gefällt ist Blaues Motiv vor fast vollständig blauem Hintergrund. Für mich kommt dieser Kontrast nicht so richtig rüber, weder farblich noch optisch.

Aebr so hat eben jeder seine Vorstellungen, was gefällt oder ws nicht.



elstp, 4.10.2012 um 8:49 Uhr

Diese ,ollen Glockenblumen‘ signalisieren, wie kärglich die Lebensgrundlage ist, auf der sie in einer kurzen Vegetationsperiode ihr intensiv gefärbten Blüten ausbilden können. Soviel zu ihrer ,Verteidigung‘!
Nach der üppigen Kultur-Leistung, die die Menschen auf dem vorherigen Agora-Bild umgibt, erwarten wir vielleicht etwas anderes als das, was wir hier sehen.

Der Kontrast zwischen der Fauna im Vordergrund und der eisigen Landschaft kann nicht größer sein.
Auf dem Foto wird er dargestellt durch die klar abgegrenzten Formen der Blumen und die unscharf dargestellte Weite der See mit ihren darin vermutlich befindlichen Eisbrocken, die übergeht in die Tiefe der Berglandschaft.

Ich stelle mir, wenn ich das Wort ,Kontrast‘ höre, erst einmal einen hell-dunkel-Unterschied oder etwas anderes, ganz streng deutliches vor - was hier aber nicht zu finden ist. Lt. Wikipedia geht es - dem Metier des Fotografen entsprechend - um den Helligkeitsverlauf zwischen zwei Bildpunkten, und da würde ich einen Kontrast am ehesten innerhalb der einzelnen Blüten entdecken.

Als bildhaft denkender Mensch bin ich aber gerne geneigt, den Begriff ,Kontrast‘ auch in seinem übertragenen Sinn zu verwenden, und dann zeigen diese sonnenbeschienen Glockenblumen, die noch nicht einmal läuten, wirklich einen Gegensatz zu der Kälte des Wassers und des Eises, zum Rauschen und Pfeifen des Windes, und zu den weit entfernten, unscharf konturierten Gebirgszügen.
Die erwähnten Eisberge vermisse ich allerdings auch!



lophoto, 4.10.2012 um 11:55 Uhr

nicht sehr ansprechend und aussagend.
die paar resteisberge im wasser vor einer eisfreien landschaft zeigen keinesfalls den kontrast zu warmer und kalter jahreszeit. es ist ein nettes blumenfoto ohne doku-status.

besorgnis(erregend) ist eigentlich nur das das wasser nach links ausläuft.



Ilse Jentzsch, 4.10.2012 um 12:00 Uhr

"Blumen sind das Lächeln der Erde" schrieb schon Ralph Waldo Emerson - und ich stimme ihm da voll und ganz zu.
Hier zeigen die zarten Glockenblumen, daß sie selbst im kargen Umland Kraft genug haben, um sich zu entfalten.
Und um den Gegensatz zw. der blühenden Natur und den Eisbergen zu erkennen, wäre es für mich nötig, daß auch diese scharf abgebildet wären.



Manfred Bartels, 4.10.2012 um 12:08 Uhr

Ich war selber schon dort und habe versucht ein ähnliches Bild aufzunehmen, weil ich diesen Kontrast zwischen lebensfeindlichem eiskalten Eis und wärmeliebenden Sommerblumen auch gesehen habe. Der Abstand zwischen Blumen und Eis ist aber wohl zu groß um das vernünftig in ein Bild zu bringen. Die Eisberge sind nur zu erahnen, eine kleinere Blende wäre hier vielleicht besser gewesen, um etwas mehr von den Eisbergen zu erkennen.
Diese Bildidee versteht man wohl nur, wenn man dort selbst einmal im eiskalten Wind gestanden hat und versucht hat mit Handschuhen an den Fingern die filigranen Blumen im Wind festzuhalten. Erstaunlich, dass sie im kurzen Sommer dort wachsen können.
Im Vordergrund gibt es unscharfe Halme, die etwas stören, die hätten sich etwas beiseite biegen lassen. Zusätzlich hätte ich einen etwas tieferen Standort vorgezogen um etwas mehr Himmel ins Bild zu bringen. Das hätte die Glocken auch etwas mehr ins Gegenlicht gebracht.
Mit dem quadratischen Format mag ich mich nicht anfreunden. Vielleicht hätte ein 2:3 Format etwas mehr vom Eis ins Bild gebracht und einen weiteren Blick in die Landschaft gestattet.
Insgesamt finde ich die Bildidee gut (ich hatte solch eine Idee ja auch) und ich sehe den Kontrast zwischen ewigem Eis und kurzblühender Pflanze, zwischen Kälte und Wärme, zwischen harter Eiskante und sich im Wind wiegenden Glockenblumen. Eine sorgfältigere Umsetzung, ein anderes Format, vielleicht auch eine andere Brennweite und Blende hätten vielleicht ein besseres Ergebnis gebracht.
Als Einzelaufnahme hat sie Mängel, als Bestandteil einer Reportage über deine Reise gehört sie natürlich dazu und ergänzt die übrigen Bilder. Immerhin hast Du einen Blick für solche Kleinigkeiten am Wegesrand.



Jens Lotz, 4.10.2012 um 14:04 Uhr

Du willst Dinge miteinander im Widerstreit konträr wirkend verknüpfen und trennst Sie aber durch die Freistellung mittels Brennweite-Blenden-Kombi so stark voneinander, dass derjenige Motivteil, der die "lebensbedrohliche Kälte" als Kontrast zu dem sprießenden Pflanzenwuchs wiederspiegeln soll, im fast nicht mehr verifizierbaren Nichts verschwindet. Auf den schwarzen Block am linken Bildrand ( inclusive Bildschnitt) mag man dann schon gar nicht eingehen, denn der Felsen dominiert in seiner grafischen Wirkung sogar gegen den Vordergrund.
Das Kalte und Lebensfeindliche kommt in einem angenehmen warmen Blauton im HG daher, ob da der Weissabgleich wohl passend gewählt war? Jedenfalls einen wirksamen Kontrast zum Vordergrund gibt da die Farbenlehre nicht her. Da würden eine Erniedrigung der Sättigung und ein korrekter Weissabgleich sicher helfen, denn selbst das direkt angestrahlte Eis hat kein Weiß mehr hier.
Denke, ein Weitwinkelmakro mit sehr kleiner Blendenöffnung und den Bildausschnitt hinsichtlich Hintergrund ohne den Felsen aber mit einem dominanten grösseren Eisberg, wäre eine mögliche Lösung für das, was Du umsetzen wolltest. Dazu noch ein passender Kalt-Warm-Kontrast.

LG jens



Manfred Bartels, 4.10.2012 um 14:14 Uhr

Komisch, dass immer geglaubt wird, dass Eis weiß sein muß...
Bitte schaut ruhig mal in der Grönland Sektion vorbei.
Natürlich hat Jens mit dem schwarzen Fels am Bildrand vollkommen Recht, der ist wirklich nicht sehr schön.
Ich glaube aber mit einem Weitwinkelmakro wird der Abstand zum Eis noch größer weil es im Hintergrund dann noch kleiner wirkt. Ich würde ein Telemakro bevorzugen um im Hintergrund den Blick auf einen Eisberg zu reduzieren. Damit kann ich den dunklen Fels auch besser eliminieren.
Ist nur eine Idee..
LG Manfred



schallundrauch73, 4.10.2012 um 16:05 Uhr

Der Gegensatz ist hier mit den gewählten fotographischen Mitteln nicht befriedigend herausgestellt worden. Leider verschwindet der Gegenpart zu den Blumen zu sehr in der Unschärfe. Eine Fotomontage oder 2 Motive auf einem Foto hätten den Gegensatz wohl besser sichtbar gemacht.

Gr. Andreas



Jimi T. Meine, 4.10.2012 um 16:11 Uhr

Genau wie Manfred :)
Es gibt halt noch immer etwas zu verbessern,
ansonsten eine Landschaftsaufnahme, die Emotionen weckt.



Manfred Bartels, 4.10.2012 um 21:58 Uhr

@Snap Judgements
Es ist hartes Gegenlicht in klarer Luft. Die Belichtung ist natürlich nicht optimal, da stimme ich Dir zu, Wenn der Fotograf ein RAW aufgenommen hat, dann lässt sich noch viel korrigieren, auch der Weißabgleich. Aber das ist dann nicht mehr Bildgestaltung sondern eher Bildbearbeitung.
Im übrigen ist die Luft sehr klar in dieser Gegend. Entfernungen wirken da manchmal sehr nah. Trotzdem ist das schwimmende Eis weit mehr als einen Kilometer hinter den Blüten. Es wird schwierig, mehr Schärfe reinzubringen.
LG Manfred




Kerstin Westost, 4.10.2012 um 23:26 Uhr

"kärgliche" vegetation gepaart mit kälte wie hier, kann man, so denke ich, durchaus spannender fotografieren. - es wurde schon angesprochen, ein tieferer standpunkt, dazu das licht besser nutzen, was die glocken zum teil wundervoll durchleuchtet. - mir hat es so viel zu viel störenden und ablenkenden vordergrund.

die glocken bei einem tiefen standpunkt der kamera groß im bild mit den eisbergresten dahinter, die sicher mit kürzerer brennweite noch etwas mehr erkennbar wären. - bildgestalterisch fehlt mir hier einiges.

eigentlich haben wir hier zwei bilder.

bei der gestaltung des bildes, für das man hier alle zeit der welt hatte, sollte man sich für etwas als hauptmotiv und bildbestimmendes entscheiden. - hier ist kaum eine verbindung erkennbar. drei bildteile - vordergrund - bildmitte (wasser) - hintergrund (eisbergreste) - alles völlig losgelöst voneinander. eine mögliche bessere wirkung des bokehs verpufft hier.

ich denke, es liegt eindeutig an der nicht zu ende gedachten bildidee und der daraus unüberlegten perspektive. - das bild lebt nur von der farbe blau, das ist mir eindeutig zu wenig. wenn man das bild einmal in ein scharz-weiß bearbeiten würde, kämen die defizite noch besser hervor. - also das zerfallen des bildes in einzelbilder stört mich sehr, weniger der unscharfe eisbergrest, der letztlich bildgestaltend für mich verpufft.

danke fürs zeigen des bildes, da wäre ich auch gerne einmal, bin nur bisher bis norwegen gekommen. :-)

lg kerstin



Nicolai Willig, 4.10.2012 um 23:36 Uhr

Schon der Hintergrund wirkt interessant.Die Blumen mit den Farben passen perfekt ins Bild!


APGraphy, 5.10.2012 um 9:31 Uhr

Ich sehe zwei Bilder miteinander vermischt.
Würden die Blumen auf einem blauen Eisberg wachsen, dann wäre der Hintergrund perfekt.

Lichter und Schatter der Blumen selbst gefallen mit gut!



... Die Anne ..., 5.10.2012 um 11:12 Uhr

Die schönen, blauen Glockenblumen flimmern vor meinen Augen, sicher wurde hier der Kontrast oder die Sättigung in der bea noch ein wenig hochgezogen.

Leider bildet der Titel des Fotos keine Einheit zum Bild.
Wie schon einige user hier bemerkten, dass man die Eisberge im Bild nur erahnen kann, wenn man es gesagt bekommt.

Ich persönlich mag die einfachen, hübschen Blumen, sie transportieren, wenn die Sättigung der Farben wie hier im Bild nicht zu stark sind, etwas sehr Natürliches.

Der Versuch uns die schöne, sensible Flore im Kontrast zur Landschaft zu zeigen ist, wenn auch Farblich ein wenig übertrieben, gelungen.

lg
anne



elstp, 5.10.2012 um 13:43 Uhr

Ansicht @Kerstin Westost:
,eigentlich haben wir hier zwei bilder.‘

das kann ich nachvollziehen:
a) Makro ,Glockenblumen auf verwildertem Grund‘
b) strahlend schöne Glockenblumen vor mildem Hintergrund‘
wobei der milde Hintergrund so zu beschreiben ist:
in der Unschärfe verlorenes Gewässer, in dem z.B. die Überreste einer Burgruine zu versinken scheinen. Das Gewässer ist vorn eingefasst durch die wild bewachsene Uferböschung, und gegenüberliegend dient als Begrenzung eine nur noch als topografisch strukturiert erkennbare Landschaft, der ins Landesinnere Gebirge folgt.

Es sind also tatsächlich zwei Bilder, die aus dem selben Licht unterschiedliche Abbildungen von ein und dem selben Gegenstand, den Glockenblumen, liefern und damit die Idee, die dem Foto zugrunde liegt, den Kontrast vernachlässigen.
Der Fotograf selbst spricht von ,beeindruckender Fauna‘ und ,imposanten Eisbergen‘, und diese beiden Eindrücke müssten auch ein ähnliches Gewicht als Bild bekommen.

Lösungsvorschlag @Kerstin Westost:
...sollte sich für etwas als hauptmotiv und bildbestimmendes entscheiden...

Der Begriff ,Kontrast‘, der dargestellt werden soll, kommt bei diesem Bild gar nicht selbst zur Sprache: Was für ein Bildsymbol könnte man denn in einer Bild- oder Zeichensprache für diesen Begriff einsetzen?
Man kommt ohne das Mittel der Helligkeitswerte (Kerstins s/w-Vorschlag) wahrscheinlich nicht aus, denn die Idee, als einen Kontrast Erkennbares (Blume) und Erläuterungsbedürftiges (See usw.) gegenüber zu stellen, ist als solche ohne lange Erläuterung nicht erkennbar.



Hans Peter von Wyl, 5.10.2012 um 16:11 Uhr

Der Fotograf schreibt "Es soll den Kontrast zwischen einer teilweise beeindruckenden Fauna in der grönländischen Tundra und den imposanten, aber eigentlich lebensfeindlichen Eisbergen in den Fjorden Westgrönlands zeigen"
Wo bitte sind denn hier die Tiere? Unter "Fauna" versteht man die Tierwelt im Gegensatz zu "Flora", welche die Pflanzenwelt meint.
Im übrigen wundere ich mich, dass ein solches Bild für diese Sektion ausgewählt wurde. Ich könnte es mir in einer Anfängersektion vorstellen. Ich meine das nicht abwertend, sondern nehme einfach zur Kenntnis, dass hier jemand ein Bild eingestellt hat, der/die noch am Anfang seiner/ihrer fotografischen Laufbahn steht.



elevatorjwo, 5.10.2012 um 16:21 Uhr

Guter Ansatz, die Bildidee umzusetzen aber nicht gut gelöst. Meiner Meinung nach hätte es genügt, 2 Schritte zurück zu gehen, die Brennweite auf 100 oder mehr zu verlängern - je nach gewünschtem Bildausschnitt - und die Blende noch weiter zu zu machen. Evtl. wäre es noch nötig gewesen, den ISO-Wert auf 400 zu erhöhen, um bei möglichem Wind die Belichtungszeit nicht verlängern zu müssen. Das hätte zwar zur Folge, dass Eisberge und Glockenblumen etwas näher zusammen rücken, würde aber die gewünschte Bildaussage eher noch verstärken.


Lukas Icking, 5.10.2012 um 17:05 Uhr

Ich finde das Bild zu bider, man wird in der fotocommunity tausend solcher Fotos finden!!!


Rainer22, 5.10.2012 um 18:56 Uhr

Möchte doch eine Lanze für den Fotografen brechen. Mir persönlich ist spontan die Farbharmonie aufgefallen (blaue Glockenblumen, unscharfer bläulicher Hintergrund). Hauptmotiv sind doch die Blumen. Okay, man hätte etwas tiefer gehen können mit der Kamera. Der Fotograf wollte offensichtlich Gegenlicht vom Himmel vermeiden.


harry k., 5.10.2012 um 19:21 Uhr

Äh, die Verwendung von im Farbkreis direkt benachbarten Farbtönen ist meist das Gegenteil von harmonisch, am obigen Bild ja wohl deutlichst zu sehen! Auch sonst erscheint mir das Foto nicht diskussionswürdig und ich würde das verbotene Wort "Anfängerbild" verwenden.


Koray Boyrali, 5.10.2012 um 19:58 Uhr

Einfach Klasse. Gruss Koray


Künzelmann, 5.10.2012 um 20:18 Uhr

Das Ziel war edel, doch allein die Umsetzung war unvollkommen. - So möchte ich es mal ausdrücken. Eine doch eher als Makro gestaltete Aufnahme als Landschaftsfotografie einzusetzen, um landschaftliche Beziehungen herzustellen (und darzustellen!), die in völliger Unschärfe liegen, finde ich dann doch sehr gewagt. Ein Foto mit einer solch derartigen Zielsetzung sollte doch eine Mindestmenge an verwertbaren Informationen enthalten.
Das Auge des Betrachters lebt mit....sonst macht sich schnell Desinteresse breit....Am besten nochmal hinfahren und neu probieren! ;-)))



Jens Lotz, 5.10.2012 um 20:24 Uhr

@ rainer 22: Hier wäre mehr Gegenlicht gut gewesen,Begründung unten.
@harry: benachbarte Farben im Farbkreis werde in der Regel als harmonisch empfunden. Ob das Bild diskussionwürdig ist, mh, ich denke schon, immerhin unterhalten wir uns doch darüber, das zählt.
@snap: violett gehört noch zu den warmen Farben im Farbkreis, wenn auch knapp. Dass das Violett hier zu kalt wirkt hat einen anderen Grund.

Zum einen wird der Kalt-Warmkontrast durch die Farbe an sich bestimmt. Blau gehört schon zu den kalten Farben , Violett als benachbarte Farbe im Farbkreis nach Itten schon zu den Warmen. Entscheiden für die Stärke der kalten oder warmen Wirkung ist aber auch die Beimischung von Schwarz oder Weiss in der Farbe. Mischt man einer kalten Farbe wie hier Blau mehr Anteil weiss zu---dann wird das Blau noch kälter. und würde man dem an sich warmen Violett mehr Schwarz beimischen, dann erscheint es noch wärmer.
Im Gegensatz zu Harry, bin ich der Auffassung, dass man natürlich nicht in einer Naturaufnahme Farben verwenden kann, wie man will, die Natur gibt sie vor. Aber durch die Belichtung kann man natürlich sehr gut die Wirkung der vorhandenen Farben steuern. Hier hätte der Himmel und das Wasser etwas leicht überbelichtet werden müssen, der Boden mit den Blumen etwas schwächer, so wäre der Himmel und das Wasser kälter und der VG wärmer. Technische Möglichkeiten wäre ein schwacher Grauverlaufsfilter oder nur einfach eine manuelle Belichtungswahl mit leichter Überbelichtung des oberen Bildanteils. Oder mehr Himmel bei gleichen Belichtungseinstellungen(aber korrektem Weissabgleich)
Nachträglich per bea kann man natürlich schwarz und weiss oder einen Grauverlauf entsprechend den Motivteilen überlagern, gleicher Effekt.
LG jens



stinalein, 5.10.2012 um 20:42 Uhr

ich finde dieses bild sehr schön auch von den farben......lg gina


nordic pic, 5.10.2012 um 20:59 Uhr

Insgesamt finde ich das Bild sehr ansprechend. Wenn es tatsächlich aber den Kontrast zwischen der Fauna und den Eisbergen darstellen soll, finde ich den Hintergrund zu unscharf. Die Eisberge bringen nicht den gewünschten Kontrast. Da hätte der Fotograf die Strukturen deutlicher erscheinen lassen können. Die Glockenblumen sind tatsächlich gut getroffen und zeigen, dass in der vermeindlich kargen und lebensfeindlichen Tundra buntes blühen kann.


stinalein, 5.10.2012 um 21:04 Uhr

ich finde das macht es doch aus mit den blumen auch wenn der hintergrund verschwommen ist, finde ich es auch erstaunlich , die sicht das auch in so einer kalten gegend eine solche farbenpracht blühen kann..........lg gina


Martin Hagedorn, 5.10.2012 um 22:14 Uhr

Mir gefiele das Bild besser, wenn die Blümchen sich nicht vom Betrachter abwenden würden. Ok, nicht mehr zu ändern. Daher hier noch zwei Tips, die sich auch jetzt noch realisieren lassen: 1. Oben den hellen Streifen wegschneiden. 2. Unten die unscharfe Stelle im Vordergrund wegstempeln. Beides zusammen würde das Bild m. E. schon deutlich aufwerten.


harry k., 6.10.2012 um 0:31 Uhr

Jens, ich würde da ja wirklich das Bild oben als Beispiel sehen.
Die Farbnuancen im HG entstammen nach meinem Auge der reinen Grundfarbe Cyan wobei der Nuance der Blumen noch Magenta beigemischt ist (eine Art Kobaltblau).
Und da wirds dann schon schwierig. Vielleicht sind im HG schon zu viele Nuancen, so dass das Auge zum Unbunten ergänzen will. Interessant ist ja, dass durch Abdecken des VG schon eine Harmonik in den Blautönen eintritt.
Als Unharmonisch betrachte ich benachbarte Farben im 12teiligen Farbkreis (nach Küppers, nicht Itten!) und nicht die Verwendung von Farbnuancen. Wir müssten also erstmal die Grundlagen unserer Diskussion festlegen ;-))
Aber immer ein interessantes Thema, dass macht das Bild aber nicht interessant ;-)



DKFFM, 6.10.2012 um 22:22 Uhr

Ehrlich gesagt, wenn ich nicht aus der Beschreibung wüsste, dass man Eisberge auf dem Foto sehen soll, hätte ich das nicht vermutet. Ich sehe im wirklich unscharfen Hintergrund blaugraue amorphe Gebilde im Wasser, die sich vor dem dunkleren, graublauen Hintergrund undeutlich erkennen lassen. Eines könnte vielleicht ganz hinten ein unscharfes Schiff sein? Die vorne könnten Ruinen einer Burg mit Turm sein, die vom Wasser umspült werden sein. Einzig die blauvioletten Glockenblumen sind klar als solche zu erkennen. Wenn es um die Freistellung dieser Blumen gegangen wäre, dann finde ich den unscharfen Hintergrund zu unruhig. Wenn es aber darum geht, den Kontrast zwischen der lebensfeindlichen Welt des eisigen Wassers und den blühenden Blumen gegangen ist, hätte ich persönlich mehr Schärfe in die Eisberge gelegt.


Klexy – Bewahrer des Augenblix¸ Hüter des Worz, 7.10.2012 um 3:01 Uhr

Ein Bild, das diskutiert werden soll, muss auch gesehen werden können. Da die wenigsten Leute einen Bildschirm haben werden, auf dem sie ein 1000 Pixel hohes Bild ohne scrollen betrachten können, ist eine Höhe von 700 Pixeln besser, zumal das Bild keine Feinstrukturen enthält, die bei einer geringeren Größe leiden würden.
Ansel Adams verbietet ja, der Natur mit der Axt zu Leibe zu rücken. Trotzdem hätte das unscharfe Grün links vorne für die Dauer der Aufnahme zur Seite gebogen werden sollen.
Die schwarze Landzunge trägt nicht zur Bildgeometrie bei und stört hier nur.
Der Primärhorizont (Wiese) ist viel zu weit oben, um die Tiefe des Bildes wirksam zu unterstützen. Er sollte im Goldenen Schnitt oder darunter liegen-
Der Sekundärhorizont (Berge) ist zu dicht am oberen Bildrand. Die Weite der Landschaft braucht Luft nach oben.
Ansonsten ist die Idee der waagrechten Staffelung der Bildebenen und die Farben dieser Staffelung ein guter Ansatz zur Bildgestaltung.
Ich hätte einen tieferen Kamerastandpunkt gesucht, um die Glockenblumen vor das Wasser zu kriegen und einen schmaleren und höheren Bildausschnitt gewählt.



GünterG1, 7.10.2012 um 9:28 Uhr

Die Idee gefällt mir gut, den Kontrast zwischen der "lebenden" und der "kalten" Natur einzufangen.
Wie schon bemerkt, leidet die Darstellung an der Unschärfe der Eisberge, meines Erachtens auch an den Größenverhältnissen (große Glockenblumen vs. kleine Eisberge).

Ich könnte mir vorstellen, dass das Foto die Idee besser umsetzen würde, wenn
- der Fotograf einen entferneteren Standpunkt und
- eine höhere Brennweite (>200) wählt
- den Blickwinkel so wählt, dass der Eisberg das Foto (fast) ausfüllt

Um die Kälte, gegen die sich die lebende Natur hier durchsetzen, zu unterstreichen, könnten zusätzlich die kühlen Farben dieser Umgebung (hellblau der Eisberge) und ggf. auch die warmen Farben der lebenden Natur (das rötliche in den Glockenblumen und das durchscheinende Sonnenlicht) verstärkt.

LG
Günter



Agora Bilddiskussion intensiv, 7.10.2012 um 17:02 Uhr

Hier geht es weiter:
Halte mich von Agora Bilddiskussion intensiv
Halte mich
Von
7.10.12, 16:55
26 Anmerkungen


jundi schreibt:

Herzlich Dank für die aufgewandte Mühe !

Vorab: Auch ich hätte mir gewünscht, daß die Eisberge schärfer abgebildet wären. Der Kontrast zwischen Flora (nicht Fauna, pardon, ein Fauxpas, weil ich ursprüglich eine Vogel - Bild einstellen wollte) und Umfeld wird leider nicht deutlich genug.

Daß es sich im Hintergrund um Eisberge handelt, wird im Kontext meiner Grönlandserie klar, aber ein Bild muß natürlich für sich stehen. (Wer sie allerdings auf dem Foto überhaupt vermißt, dem sei eine Sehhilfe empfohlen; vielleicht auch dem Experten, der einen Blaustich konstatiert.)

Möglicherweise wäre mit anderem Objektiv / anderer Brennweite mehr Hintergrundschärfe erzielt worden, allerdings war die Entfernung
sehr groß. Ich glaube übrigens, daß dem Titel zu viel Bedeutung beigemessen wurde, die Anmerkungen wäre sonst sicher anders ausgefallen.

Die Farbkreisdiskussion ist sicher interessant, allerdings nicht mein Interessensgebiet. Wie das Foto belegt, richtet sich die Natur nicht nach solchen Kriterien. Diese sind für mich bei einem Naturfoto vor allem die Schönheit der Schöpfung und selbstverständlich Fotoästhetik. So ist der Grat zwischen BA und Fälschung für mich sehr schmal. "Wegstempeln" oder "Montage" z.B. sind mein Ding nicht.

Aber damit stehe ich wohl im Zeitalter der "Digital - Kunst " ziemlich allein auf weiter Flur. Macht aber nix. Nochmals herzlich Dank für die vielen kompetenten Anregungen!





 
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