Dies ist eine Bezahl-Funktion
Bezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
  • In allen Foren lesen und schreiben
  • Aktbilder hochladen und anschauen
  • Am Galerie-Voting teilnehmen
  • Bis zu 30 Fotos / Woche hochladen
> Jetzt Bezahl-Mitglied werden
 

Ritterstrasse von Agora Bilddiskussion intensiv

Ritterstrasse


Von 

Neue QuickMessage schreiben
25.07.2012 um 17:57 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv



Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.


1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 25.07.2012 um 17:58 Uhr

Der Fotograf schreibt:

Primär ging es mir um die Ordnung und Ruhe der prägnanten Architektur, die durch die unterschiedlichen Formen trotzdem abwechslungsreich erschien.

Das Fehlen von Passanten sollte die Szene aus dem Kontext des städtischen Lebens nehmen und der Abstraktisierung dienen. Der Lichteinfall und Schattenwurf half, diese Ordnung zu unterstreichen, ebenso die natürliche, kühlblaue Tonung.



stefanmucha, 25.07.2012 um 20:13 Uhr

Ich mach dann mal den Anfang:

Abstrakt ist es nicht geworden. Dafür sind zu viele Formen sehr klar zu erkennen und der Bezug zur Umwelt ist noch deutlich erhalten.
Der Fluchtpunkt führt direkt aus dem Bild heraus. als Folge davon bleibt der Blick nicht lange an einer Stelle haften und kommt sozusagen nicht zur Ruhe.
Ich beginne bspw. von unten rechts und folge den Bögen nach oben links. Der interessanteste Punkt im Bild ist an der Stelle, wo das Licht einfällt. Die hohen Kontraste dort ziehen den Blick einen kurzen Moment lang an. Die Wirkung ist entsprechend der Farbe kühl, was Du ja beabsichtigt hattest.
Die Architektur würde ich nicht als prägnant sondern als nüchtern bezeichnen. Hier wäre ein ungewönlicher Blickwinkel ein probates Gestaltungsmittel.

Passend wäre meiner Meinung nach ein Fußgänger, der entlang das Lichtstrahls spaziert. Bspw. von links hinein gehend. An der Stelle des höchsten Kontrastes wäre das ein wirklicher Blickfang geworden.

Aus technischer Sicht ist die Tiefenschärfe sehr gut gelungen und die allgemeine Schärfe ist gut. Der Dynamikumfang ist schön groß und die Belichtung ist gut gewählt.

Um das ganze etwas ins rechte Licht zu rücken: Ich habe trotz zahlreicher Versuche noch kein Bild dieser Art zustande gebracht. Häuserfronten mit einem Fluchtpunkt zu gestalten fällt mir schwer.


Was ich allerdings sehr wichtig finde ist die Tatsache, dass Du Dir vor dem Auslösen Gedanken über die Bildgestaltung gemacht hast, was die Bildaussage sein soll und welche Wirkung Du erzielen wolltest.


Grüße



Künzelmann, 25.07.2012 um 23:02 Uhr

Zu diesem Foto fällt mir der alte Loriot-Witz ein:
Kellner: "Wie finden Sie das Essen?" - Gast: "Übersichtlich!"
Die Gestaltung und der Bildaufbau sind außerordentlich ordentlich.
Auch die Farbgebung ist perfekt.
Doch es fehlt irgendwas, das Lebendige, der Kontrapunkt, das i-Tüpfelchen, der Schuß, der Aha-Effekt, der einem in Staunen versetzt, der einen wirklich bewegt.
Vielleicht eine blonde Frau in einem roten schwingenden Kleid....ein abgestelltes Spielzeugauto....der zertretene Hut....irgendwas....



harry k., 26.07.2012 um 0:09 Uhr

ein Eisvogel, ein Häschen, ein springendes Hündchen .... irgendwas.
Hallo? Architektur, Linien, Ordnung sind hier die Stichpunkte.



WMeyer, 26.07.2012 um 0:09 Uhr

Ein Drittel des Bildes dunkelgraues Straßenpflaster - da sinkt meine Bereitschaft, irgendetwas in das Bild hinein zu geheimnissen, auf Null. Vielleicht erklärt mir jemand, was ich übersehe.


Clara Hase, 26.07.2012 um 0:27 Uhr

das sind Gänge die am Morgen besser kämen
und zwar innerlich- weil jede Höhlung dortihren Lichtniederschlag hätte.

sucht man sich das Ende eines Ganges ergibt das auch eine prima Fluchtlinie, die mir in diesem Bild fehlt.
Es wirkt, trotz der unterschiedlichen Fassaden plump
was auch an dem vielen Vorplatz liegen mag.

auch wenn farben und schärfe gut gewählt sind,
spricht mich das Bild nicht an, weckt keinerlei Interesse - nicht einmal architektonisch -es fehlt irgendwie was - .
Wobei ich eine Ritterstraße in Itzehoe einmal vergeblich suchte.



harry k., 26.07.2012 um 0:42 Uhr

Ich weiß nicht, ob von diesem Straßenzug ein interessantes Bild machbar ist.
Meine Probleme mit dem Bild sind:
- Der Vordergrund mit der eigentlich interessanten Wandstruktur bekommt zuviel Konkurenz durch das kontrastreichere und leichter als Architektur entzifferbare hintere Gebäude.
- Auch die Struktur des Bodens nimmt der Textur der vorderen Arkaden viel an Wirkung.
- Ich finde die Tiefe der Arkaden vorne interessant, kann daran aber nicht hängen bleiben, da ich keinen wirklichen Einblick auf die dahinter befindliche Wand bekomme.
- Dieses blöde Straßenschild ist so unwichtig, zieht aber viel Aufmerksamkeit auf sich.

Insgesamt ist mir zu wenig Ordnung in dem Bild, soll heißen, der Fotograf hätte m. E. noch mehr reduzieren müssen. Die Linien sind nicht schön gesetzt: Es ist ein bisschen zuviel Boden, vom hinteren Gebäude ist ein bisschen zuviel sichtbar, die Ecke des vorderen Gebäudes ist ein bisschen zu weit rechts etc.
Ich hätte mich wahrscheinlich komplett auf das vordere Gebäude beschränkt und wäre für eine interessantere Darstellung der Arkaden auch nicht vor stürzenden Linien zurück geschreckt.
Kleines Beispiel (bitte nicht als Werbung verstehen ;-))

edit:
Ich hab den Link zum Bild rausgenommen, weil nicht über mein Bild sondern über das da oben diskutiert werden sollte





Andre Behrmann, 26.07.2012 um 0:52 Uhr

Ich denke es wäre ein besseres weil Abstrakteres Bild geworden wenn man es von unten bis kurz vor dem Lichtstrahl geschnitten hätte, nichtsdestotrotz ist es kein schlechtes Bild wobei das Schild und die Stelle an der man durch die Säulen sehen kann (Bildmitte) den Gesamteindruck etwas schwächen, von dem Trostlosen Vorplatz mit (Gullideckel?) gar nicht zu reden.

Irgendwie mag ich es aber trotzdem wegen seiner Kühlheit und Distanz...

MfG,

André B.



Benjamin Meinert, 26.07.2012 um 2:19 Uhr

Sorry Harry, aber das Beispiel ist für mich kein gutes... da finde ich Linien und Schnitt oben viel gelungener, die vertikale Ausrichtung, auch horizontal die 2/3 Aufteilung... allerdings könnte es schon ein wenig steiler sein und vielleicht mehr drauf - das hängt aber davon ab was drumrum ist...
Schwieriger finde ich das Licht, vorne bisschen matschig, da wo das Licht durchkommt ist es verbrannt und hat leider keine Zeichnung mehr, da hätte man, will man er perfekt machen, eine Mehrfachbelichtung in Betracht ziehen können bei diesem Motiv.



AnnaCaravela, 26.07.2012 um 10:45 Uhr

Der Fotograf möchte hier Ordnung und Ruhe ausdrücken. Ich finde, beides wird in diesem Bild vermittelt. Ordnung, weil die Arkaden sich über das nächste Gebäude fortsetzen und weil alles so ungewöhnlich sauber ist und Ruhe, weil keine Passanten abgebildet sind.

Es ist kein Schwarzweißbild, aber durch den Blaustich sieht es fast so aus, als wäre es eins. Der Aufbau ist dem Fotografen hier sehr gut gelungen mit dem hellen Lichtstreifen. Seine Absicht, Ruhe und Ordnung zu vermitteln, hält er auch ein.

Dadurch, dass dieser Abschnitt der Straße so sauber und leer ist, wirkt das Bild auch fast ein bisschen unwirklich, da man so saubere und leere Straßen nicht so oft sieht. Abstrakt ist es insofern, da es gerade keine besondere Architektur ist, sondern Allerwelts-Architektur. Nur der Straßenname ist konkret. Trotzdem gibt es sicher in vielen Städten im deutschsprachigen Raum eine Ritterstraße. Insofern ist es auch wieder abstrakt, weil es irgendeine Stadt sein könnte.



Armin Leitner, 26.07.2012 um 11:19 Uhr

Die Güte dieses Fotos liegt in der übermittelten Kühle.
Jedes mehr wäre ein bißchen weniger, das hast Du vermieden. Ich nenne diese Art von Fotografie "Kultur".



elstp, 26.07.2012 um 11:49 Uhr

Für mich handelt es sich bei Abstraktion um eine Reduzierung von Merkmalen eines Objekts, um das, was dann übrig ist, als 'Gerüst' auf vergleichbare Projekte anwenden zu können, sozusagen, um allgemeine Regeln zu finden. Dies geschieht um den Preis, den Bezug zur unmittelbaren Realität zu reduzieren.

Im Grunde haben wir es mit drei Flächen zu tun, die durch die dem Bild den Namen gebende Straße durchschnitten werden.

Die Fläche, die dem Betrachter als Orientierung dient, liegt unmittelbar vor ihm, wird in ihrem Schwerpunkt durch den sonnigen ,Querbalken‘ unterbrochen, um sich dann im noch tieferen Schatten fortzusetzen. So ergibt sich einen Kreisbogen-Abschnitt, der, dem Charakter der Realität entsprechend, nicht so gleichmäßig ist, als wäre er mit dem Zirkel geschlagen.

Oberhalb dieses Bogens wird eine weitere Fläche erzeugt durch das architektonische Stilmittel ,Arkaden‘, die selbst realistisch sind, aber für den Betrachter nur die Funktion ,gestaltete Fläche‘ ausüben sollen: Auch diese Fläche läuft auf den Fluchtpunkt zu und erzeugt Tiefe, da sich die Fläche verjüngt.
Die Oberkante der vorderen, gefliesten Arkaden bildet eine Linie, die sich fortsetzt in dem Sims, der die Arkaden des hinteren Gebäudes zu dessen oberen Geschossen abgrenzt; dieser obere Gebäudeteil bildet seinerseits eine Fläche aus heller Wand, farblich unterbrochen durch die dunkel eingefassten Fenster - wieder Reduktion auf eine strukturierte, noch erkennbare Fläche innerhalb des Bildes.

Jede dieser drei Flächen erzeugt durch die gemeinsame Abgrenzung mit der jeweils benachbarten eine leichte Spannung, weil alle drei dem gemeinsamen Fluchtpunkt außerhalb des Bildes zustreben. Diese Spannung wird unterbrochen durch die erleuchtete Straßenfläche, so dass der gewünschte Effekt der Abstraktion, nämlich die Reduktion der Elemente auf allgemein anwendbare Kriterien, nicht so leicht erschlossen werden kann.

Der Fluchtpunkt wird versetzt und - damit real - wiederholt, indem ein Einblick in die Arkaden gewährt wird.
Als weiteres der Abstrahierung entgegenstehendes Element wird der Bildtitel als ganz reales, Atmosphäre erzeugendes Straßenschild verwendet.

Für mich hat der Autor seine Absicht, allgemein anwendbare Strukturelemente der Architektur zu zeigen, nachvollziehbar umgesetzt.
Durch die farbliche Gestaltung wird der Betrachter auf einer Distanz zurück gehalten, die sein Interesse weckt, sich diese Absicht zu erschließen.

Im übrigen befindet sich der Bildautor mit seiner Absicht in bester Gesellschaft: CHRISTO - der Aktionskünstler - hat auf seine Weise dieselbe Absicht verfolgt, indem er bekannte Gebäude, wie den Reichstag in Berlin verpackt hat und damit die großen Linien und Flächen des Gebäude-Entwurfs von ihren gestalterischen Elementen befreit gezeigt hat.



Detlef Rüping, 26.07.2012 um 13:07 Uhr

Diesen neoklassizistischen Arkaden fehlt m.E. das Außergewöhnliche, das zum genaueren Hinschauen reizt. Solches Ambiente ist in nahezu jeder Stadt anzutreffen und löst nicht das "Aha-Erlebnis" aus, das man angesichts herausragender Beispiele zeitgenössischer Architektur empfindet. Aber das war wohl auch nicht das Bestreben des Bildautors.
Die beabsichtigte Abstrahierung hat zu einer klinischen Sterilität geführt. Das Ganze wirkt kulissenhaft, man wartet auf den Auftritt irgendwelcher Akteure. Diesbezüglich ist der seitliche Lichteinfall durch die Ritterstraße recht verheißungsvoll. Hier baut sich ein wenig Spannung auf, lange kann die Bühne nicht mehr leer bleiben, denn schließlich ist Architektur für Menschen da.
Eine positive Wirkung hat das Bild auf jeden Fall: Mancher, der heute unter der brütenden Hitze in der Stadt leidet, wäre wahrscheinlich froh, sich in diesen kühlen blauen Schatten zurückziehen zu
können. ;-)
Kleiner Verbesserungsvorschlag: Unten rechts Eckläufer.



Jens Lotz, 26.07.2012 um 13:44 Uhr

Denke eher, dass der Autor nicht Abstraktion meinte, sondern Konzentration, auf den charakteristischen Kern dieser Architektur, durch Wahl eines prägnanten Ausschnittes daraus. Für mich ist das voll gelungen. Eine sehr gute Dokumentaraufnahme dieses Baustiles. Atribute wie kühl, nüchtern, Ruhe, Ordnung vereinen sich genau mit dem klassisch nüchternen Stil der Bildgestaltung aus Normalblickwinkel, sauber physiologische senkrechte Wahrnehmung der Architekturlinien durch perfekten Shift vermittelt, dazu passend aufgeräumte harmonische Bildaufteilung und Betonung der sich immer wieder wiederholenden gleichen Stilelemente der Bauwerke durch die Flucht. Für mich ist der Kern des Pudels getroffen damit. Das ist l a n g w e i l i g. Aber genau das darf ein dokumentarisches Foto auch vermitteln, wenn Monotonität des Baustiles eine Eigenschaft ist (zumindest für mich, gilt nicht für unbedingt andere Betrachter), dann hat die Dokumentation davon eine Konzentration dieser Eigenschaft zu sein.
Natürlich macht spannende, emotional bewegendere Architektur mehr Spaß bei der Betrachtung, der menschliche Faktor im Bild könnte Geschichten erzählen, aber alles das wollte der Fotograf genau nicht, und das was er wollte laut seinem Text hat er für mich fast 1:1 in der Bildsprache umgesetzt (mit Ausnahme der Abstraktion halt)
Fazit, ich mag diese langweilige Architektur nicht leiden, und genau das zeigt mir dieses Foto als Konzentrat, und das ist für mich gute Doku..
LG jens



Herbert Rieger, 26.07.2012 um 14:15 Uhr

Das Bild finde ich gut gemacht und bearbeitet.
Es zeiget recht deutlich, was es da zu sehen gibt.
Zu sehen sind zwei Bauwerke, deren Architektur
mich absolut nicht vom Hocker reißt - die hätte ich freiwillig nicht fotografiert.



Lob und Tadel, 26.07.2012 um 15:08 Uhr

ich hätte die lücke ganz rechts noch weggeschnitten, dann wäre es für mich harmonischer im bildaufbau.
ansonsten perfekt und schön "still"



WMeyer, 26.07.2012 um 16:40 Uhr

Falls - wie Jens Lotz meint - ein Bild langweilig sein darf, wenn es Langeweile zum Ausdruck bringen soll, und, wenn das gelingt, sogar ein gutes Foto sein kann, stellen sich einige Fragen. Beispielsweise: Gilt das generell oder ausschließlich bzw. ganz überwiegend für dokumentarische Fotos? Hierbei spielt dann auch eine Rolle, dass Dokumentarfotos eine klare Bestimmung haben, die oft nur durch Verzicht auf künstlerische Aspekte zu erzielen ist. Dies wollen wir doch bei dem Fotografen des vorliegenden Bildes nicht unterstellen?! Außerdem erlaube ich mir den Hinweis, dass dieser selbst nach seiner eigenen Erläuterung nicht darauf abzielte, Langeweile darzustellen, sondern sogar die Abwechslung hervor hebt. Dass das Bild dennoch Langeweile erzeugt - und ich halte das nach wie vor nicht für ein erstrebenswertes Ziel künstlerischer Betätigung - , ist allerdings meine Beurteilung, der man gern und heftig widersprechen darf.


stefanmucha, 26.07.2012 um 18:09 Uhr

Ja, langweilig darf es nicht sein. Zu einem Stück weit liegt das aber im Auge des Betrachters.
Aber ob nun ein Bild langweilig ist oder nicht, liegt meiner Meinung nach nicht an dem, was auf dem Bild zu sehen ist, sondern wie es umgesetzt wurde.
Deswegen kann ich das Abgebildete selbst nicht kritisieren, aber sehr wohl den Bildaufbau, Farben, Belichtung etc...

Es gibt viele vermeintlich langweilige Motive, die aber sehr sorgsam zu einem Foto komponiert wurden und dadurch bspw. ungemein ästhetisch wirken.
Für mich ist es die hohe Kunst der Fotografie ein Motiv individuell in Szene zu setzten, bzw. zur Geltung zu bringen.

Für das Motiv gibt es geeignetere Gestaltungsmöglichkeiten.


Grüße



WMeyer, 26.07.2012 um 18:28 Uhr

@stefanmucha
Einverstanden!



RE-Photos, 26.07.2012 um 18:45 Uhr

Irgendwie mag ich das Bild.
Es ist bestimmt jetzt nicht das Bild, was ich voller Bewunderung mir den ganzen Tag anschauen würde, aber an dem Bild stimmt alles, worüber sich der Autor Gedanken gemacht hat.
Es strahlt Ruhe und Ordnung aus, die Tonung passt hervorragend meiner Meinung nach.
Was mir nur fehlt, ist das Abstrakte. Da muss ich dann leider doch sagen, dass mir die Formen zu klar dafür sind. Aber dafür gefällt mir besonders der Lichteinfall, deren Linien fast parallel verlaufen.
Fazit: Ziel im großen und ganzen erreicht :-)



Clara Hase, 26.07.2012 um 21:37 Uhr

wenn etwas geglückt ist mit dem Bild, dann dass ich mich etwas empöre über die so unterschiedlichen Baustile
hinten dasWeisse mag ja noch angehen
aber hier vorne mit der ansich nicht hässlichen Fassade
ABER - die Form der Bögen erinnert an alte gemauerte Bauernhäuser - wo der Stein senkrecht eingesetzt wurde bei den Fensterbögen.
und, die Platten der Fassaden sind zu gross für die schmalen Durchgänge.
Irgendwie ist das ein missglücktes Stadtbild für das der Fotograf nichts kann, aber es herausstellen -
kann.

abstrakt und abstrahiert - hat elstp gut unterschieden.
abstrakt ist daran nichts.



Klaus-Günter Albrecht, 27.07.2012 um 9:10 Uhr

Ich hätte den Sturz beseitigt.


Lars Botz, 27.07.2012 um 11:26 Uhr

Das Gebäude im Vordergrund ist übrigens, wenn mich nicht alles täuscht, die L-Bank in Karlsruhe gegenüber vom Schloß. Ein sehr schöner Bau, ich habe dort auch schon fotografiert. Das Gebäude gibt sehr viel her, kann ich nur empfehlen....


rogfeller, 27.07.2012 um 15:21 Uhr

Auch mir scheint das Foto in seiner Art mit der Zielsetzung des Fotografen weitgehend übereinzustimmen, technisch sauber und nüchtern festgehalten - wobei auch bei mir sehr schnell ein Gefühl der Kulisse entstanden ist - Leblos, als eigen selbst nicht für sich sprechend. Zu clean, und ohne Dramatik.

Für eine gewisse Spannung und vielleicht eine gewisse Abstraktion zu erzielen müsste hier meines Erachtens viel weggeschnitten werden, was als eintönige Fläche dem Bild nicht wirklich was beisteuert.
Ich finde mit einem Schnitt wie hier
http://i791.photobucket.com/albums/yy200/SunnyThe1/Capture-3.png

würde das Bild als Foto gewinnen, ob es dann aber noch dem Kernanspruch des Fotografen entspricht, kann ich schlecht beurteilen.
Gruss Rolf



X-ray-Klaus, 27.07.2012 um 16:58 Uhr

Was ich sehe: Ein perfekt fotographiertes, graphisch anmutendes Bild. Exakt ausgerichtete Kanten Wohl dosierte Grauwertverteilung.
Was ich fühle: Eine sterile Wohnlandschaft, die mir nicht behagt. Menschen würde ich gerne sehen, es ist ja die Ritterstraße. Wahrscheinlich hat es Dir viel Mühe bereitet, Menschen von der Szene fernzuhalten. Vielleicht sucht jemand so ein Bild- vielleicht in s/w. VG Klaus



elevatorjwo, 27.07.2012 um 22:56 Uhr

@rogfeller: Das wäre aber dann Dein Foto und nicht das, welches hier zur Diskussion steht.


Clara Hase, 27.07.2012 um 23:06 Uhr

der schnittvorschlag von rogfellerist aber gefälliger


AnnaCaravela, 27.07.2012 um 23:38 Uhr

Also ich muss ganz ehrlich sagen, im Direktvergleich ist das Original besser. Die Version von Rogfeller ist dann doch ein bisschen krass geschnitten.


Cameron, 28.07.2012 um 0:42 Uhr

wer sich jemals mit architekturfotografie auseinandergesetzt hat, erkennt, daß es sich hier um ein überdurchschnittlich gutes foto handelt.


Kommissar Lohmann, 28.07.2012 um 10:21 Uhr

ich finde das Bild lädt ein zum Betrachten und zum Verweilen...

was mich aber komplett abstösst ist diese unnatürliche Schärfe, die überall gleich ist. Das macht, aus meiner Sicht, das Bild unnötig eindimensional. Schade!



rogfeller, 28.07.2012 um 10:38 Uhr

Ich habe auch geschrieben, dass es bei meinem Vorschlag darum geht, die Elemente Abstraktion und Spannung zu verstärken.
Zitat Wiki: "In der Philosophie bezeichnet Abstraktion ein gedankliches Verfahren, durch das von bestimmten gegebenen, jedoch als unwesentlich erachteten Merkmalen eines Gegenstandes abgesehen wird. Auf diese Weise soll sich das Augenmerk auf das Wesentliche konzentrieren, d.h. auf eine ganz bestimmte begriffliche Bedeutung der so erfassten speziellen Merkmale."
@elevatorjwo: Warum ist das mein Bild wenn ich ein fremdes Bild beschneide????
Zitat "Diskussionsregeln:
Schreibe respektvoll und konstruktiv. .... Wenn Du möchtest, kannst Du auch die aus Deiner Sicht besten Tipps zur Verbesserung geben."



harry k., 28.07.2012 um 12:08 Uhr

Ach komm, was für Frage
Du veränderts den Bildaufbau, den der Fotograf ja bewusst gestaltet hat. Damit zeigst du, wie du es fotografiert hättest, damit ist es dein Bild.



rogfeller, 28.07.2012 um 12:24 Uhr

einverstanden harry, damit hast du auch recht...
Für mich ging das unter konstruktiven Tipp zur Verbesserung.



Wolfgang Zeiselmair, 28.07.2012 um 13:37 Uhr

Da haben zwei Architekten ein Thema bekommen, nämlich: "baue mir Arkaden". Wie beide das in ihrem zeitlichem und gestalterischen Kontext gelöst haben ist für mich spannend und durch das Bild ausreichend dokumentiert. Klar, man hätte der Gefälligkeit halber einen eyecatcher einbauen können, aber ganz ehrlich gefragt, warum? Das Bild währe vieleicht runder, aber vom gewollten mehr entfernt. Für mich o.k.
Servus
Wolfgang



Ryan House, 28.07.2012 um 19:32 Uhr

Grundsätzlich wie harry k.: Zu wenig Ordnung. Die Bildgestaltung geht zwar für die beabsichtigte Dokumentation in Ordnung, ist mir persönlich aber zu beliebig und kommt einfach nicht auf den Punkt. Den hellen Streifen mit dem Sonnenlicht hätte ich ganz vermieden und bei bedecktem Himmel fotografiert, der zerreißt das Bild mehr als dass er irgendeine positive Wirkung hat. Hätte man evtl. vermeiden können, wenn man sich bei der Gestaltung an dem Streifen orientiert hätte, was sich aber wiederum negativ auf den Rest des Bildes hätte auswirken können. Und dann noch der zweite Bogen von links an dem vorderen Gebäude: Dass das hintere Gebäude an der Stelle noch in diesem schmalen Streifen sichtbar ist, erfüllt auch keinerlei bilddienliche Funktion, ein kleiner Schritt zur Seite hätte das behoben.


Agora Bilddiskussion intensiv, 29.07.2012 um 17:06 Uhr

Hier geht es weiter:
Im Raum von Agora Bilddiskussion intensiv
Im Raum
Von
29.7.12, 17:03
57 Anmerkungen


Christoph Sc. schreibt:
Erstmal vielen Dank für einiges an Lob und die vielen konstruktiven Beiträge. Den Begriff des Abstrakten hätte ich wohl vorsichtiger wählen,
oder näher ausführen sollen: ich bezog mich darauf weniger auf die Architektur als solche, als auf die größere Szene. Passanten sollten
fehlen und die Szene aus dem Kontext städtischen Lebens nehmen. In diesem Sinne kann sich durchaus der Eindruck einer Kulisse einstellen
(wie viele es angemerkt haben), eventuell sogar einer "Allerweltsarchitektur" (wie AnnaCaravela es dargelegt hat).
Kommissar Lohmann ermittelte die Eindimensionalität durch die übertriebene Schärfe - auch wenn ich das nicht nachvollziehen kann, unterstreicht
das im Endeffekt nur den Kulisseneffekt. rogfellers Schnitt finde ich interessant, da er der Szene tatsächlich mehr Dynamik und Spannung verleiht.
Allerdings stellt sich durch das Fehlen der leeren Fläche im Vordergrund dann eben nicht die beabsichtigte Wirkung ein.
harry k.: Ich würde nicht sagen, rogfeller hat sich das Bild zu eigen gemacht, sondern Alternativen aufgezeigt, durch die sich das Bild
letzten Endes richtig einordnen ließ - so wie du es ja auch zwischenzeitlich gemacht hast. Beide Vorschläge haben mir gezeigt, was mein Foto eben nicht sein sollte, insofern sind diese Art von Vorschlägen doch völlig legitim und m.M. nach für eine Diskussion dieser Art sogar unerlässlich.



Silberpixel, 23.03.2013 um 18:10 Uhr

Bei diesem Bild habe ich lange überlegt. Wieso Schau ich das eigentlich länger an? Ich habe keine rechte Erklärung. Ok, in SW wäre es besser, da ohnehin kaum Farben zu entdecken sind. Mir gefällt der Kontrast alter zu neuer Architektur gut.

Gruß Andreas





 
Informationen zum Foto
  • 10.211 Klicks
  • 37 Kommentare
  • 1 mal als Favorit gespeichert

  • Canon EOS 1000D
  • Canon EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS
  • 34.0 mm
  • f7.1
  • 1/800
  • ISO 200
  • -1EV
Verlinken/Einbetten

Bei folgenden Diensten verlinken:




vorheriges (46/191)naechstes