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Im Raum von Agora Bilddiskussion intensiv

Im Raum


Von 

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29.07.2012 um 17:03 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Spielregeln der Sektion Agora - Bilddiskussion intensiv findet Ihr hier: http://www.fotocommunity.de/info/Agora_-_Bilddiskussion_intensiv




Wichtig:

Hier werden unkonstruktive und/oder verletzende Anmerkungen gelöscht. Wir bitten darum die Diskussion aufs Bild zu fokussieren und persönliche Streitigkeiten, genauso wie irgendwelche Vermutungen über den Bildautor, aus der Diskussion herauszulassen.


1. Das Foto darf noch nicht auf der fotocommunity veröffentlicht worden sein
2. Der Fotograf bleibt bis zum Schluss anonym und darf sich erst in einem Schlusskommentar äußern, den er an uns ( Bilddiskussion_Intensiv@fotocommunity.net ) vorher sendet.
3. Bitte teile uns direkt mit, ob Du als Fotograf ( UserID) nach der Diskussion genannt werden möchtest.
4. Schreibe 2-3 Sätze zur Entstehung des Fotos

Anmerkungen:





Agora Bilddiskussion intensiv, 29.07.2012 um 17:04 Uhr

Der Fotograf schreibt:


Bei dem Bild handelt es sich um ein Bild aus dem Bereich Digitale Kunst - genauergesagt um eine Digitalcollage.

Das Bild ist Teil einer Serie von Digitalcollagen aus den Jahren 2010 bis jetzt, die alle durch den gleichen computergestützen Prozess entstanden sind: durch verschiedenartige Überlagerung von digitalem und digitalisiertem (analogen) Ausgangsmaterial. Hierbei kommen in Adobe Photoshop verschiedene Einkopier- und Überlagerungsfunktionen und Filter zum Einsatz. Das Bild besteht im Grunde aus zwei Hauptbildern: aus einer Röntgenaufnahme, einem eingescannten alten Bild eines Mannes, welches ich aus der
Fotosammlung meiner Oma habe und einigen Füllbildern, die ich selbst nicht mehr erkennen kann, welche lediglich die Textur mitbilden.



harry k., 29.07.2012 um 17:18 Uhr

Erster ;-))
Das wird lustig ;-))

Ist das ein Schaffensprozess eines Künstlers oder Programmierarbeit von Adobe?

Ich warte noch mit einer persönlichen Einschätzung.



AnnaCaravela, 29.07.2012 um 17:26 Uhr

Also, eigentlich ist das Bild ja eine Kombination aus alt und neu.
Alt ist der Mann vor der altmodischen Tapete. Das neue Element ist die Bearbeitung bzw. das bunte, abstrakte Bild, das auf das alte gelegt wurde. Die Idee dazu ist interessant und eigentlich sehr kreativ. Sie wurde auch gut umgesetzt, was sicher mit großem Aufwand verbunden ist.

Allerdings hätte mir das Bild als Stilleben besser gefallen. Wenn man den Mann verdeckt, kommt das abstrakte Bild mit der Tapete drunter heraus. Daher habe ich ungefähr einen Eindruck, wie das Bild aussehen würde, wenn der Mann fehlen würde. Und es gefällt mir besser als mit dem Mann drauf.

Gesamteindruck: auch wenn mir nicht 100 % alles gefällt, ist es insgesamt ein gelungenes Bild (ja, mir kann ein Bild gefallen bzw. kann ich ein Bild gut finden, auch wenn mir nicht alles, was darauf ist, gefällt). Es erinnert auch ein bisschen an diese 3D-Bilder vom "magischen Auge".



GünterG1, 29.07.2012 um 17:34 Uhr

Das Bild erinnert mich von der Textur entfernt an Pollock.
Die Textur und die Farbverteilung gefallen mir gut, bei der Textur die relativ hohe Homogenität, bei der Farbgebung die Aufteilung zwischen "unaufdringlichen" Hintergrundfarben (Braun, Hellblau) und den hervorstechenden Vordergrundfarben (Grün und Rot), die dunkleren Farben unten als "Fundament".

Etwas irritiert mich das Gesicht des Mannes, obwohl auch das dem Bild wieder einen zusätzlichen Akzent verpasst.
Das Muster der Brille/Augen wiederholt ich an mehreren Stellen im Bild, wodurch die Fremdheit meines Erachtens aufgehoben wird.

Als Poster, etwa 100x100cm könnte ich es mir gut vorstellen.

harry k. kann ich mir nur anschließen: die Diskussion wird sicher interessant.

LG
Günter



Kommissar Lohmann, 29.07.2012 um 17:50 Uhr

also ich ich glaube kaum, dass es hier zu einer "heissen Diskussion" kommen wird. Einfach deshalb, weil das hier einfach Kunst ist und primär keine Fotografie.

mir fällt hierzu auch keine "Kritik" ein.




magic-colors, 29.07.2012 um 18:05 Uhr

Ich habe hier noch nie geschrieben und bin auch sicherlich nicht der Profischreiber. Aber irgendwie reizt mich das Bild, und das meine ich positiv. Noch überlege ich, ob der Mann ein wichtiges Element ist, oder ob er mich eher stört. Zumindest finde ich seine Stellung zu mittig. Aber das Alte daran mag ich. Das Muster insgesamt finde ich ganz wunderbar. Anscheinend aufwendig gestaltet. Allerdings sind es nicht ganz meine Farben. Etwas pastelliger vielleicht würde mir besser gefallen. Das quadratische Vormat gefällt mir gut. Doch, den Mann mag ich. Er erinnert mich an meinen längst verstorbenen Vater. Ich wäre sehr neugierig, wie das Kunstwerk aussehen würde, wenn es meinen bescheidenen Vorschlägen näher käme. Und einer gewissen künstlerischen, auch eigenwilligen Gestaltung im fotografischen Bereich bin ich sehr zugetan. Ich finde es bereichert. Weiterhin viel Spaß beim Experimentieren. Unterm Strich gefällt es mir. lg aNette


elevatorjwo, 29.07.2012 um 18:22 Uhr

Es ist ein durchaus sehenswerter Versuch, Fotografie in ihrer gesamten Bandbreite vom analogen Bild bis hin zur digitalen Bearbeitung zu einem neuen künstlerischen Werk zu vereinen. Die dabei angewendeten Techniken und Verfahren sind m. E. zweitrangig und wie jede Kunstform kaum diskutierbar. Ich habe in der letzten Zeit von einigen Fotofreunden ähnliche Versuche gesehen und fand sie durchaus interessant.
Egal aber, welche Technik ich in der bildenden Kunst anwende, es geht immer um Relationen von Farben, Formen und Raum zueinander, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Das genau kann ich hier nicht so gleich erkennen. Weder die Wirkung der Farben zueinander oder von mir aus auch gegeneinander noch die Raum- und Formgestaltung lassen ein Konzept erkennen. Die runden Formen, die sich in der Form der Brille wiederfinden, halte ich eher für zufällig (nur meine Meinung). Mein Blick wir nur durch das Gesicht angezogen, welches sich fast genau in der Mitte des Bildes befindet. Damit befindet es sich nicht mehr "im Raum" sondern in der Mitte. Wie AutorIn selbst schreibt, kann Sie/Er selbst nicht mehr sagen, welche Elemente die Textur enthält und welchen Zweck sie demzufolge zu erfüllen hätte, ohne Füllwerk zu sein. Also: Ansatz zur Kunst ja aber nicht konsequent bis zu Ende kreiert.
Ich wiederhole mich hier gern noch einmal, trotzdem ein diskussionswürdiges Bild.



PeDSchWork, 29.07.2012 um 20:26 Uhr

eins hast du mit deinem composing schon geschafft, ich bin bereits seit minuten dabei, es auf mich wirken zu lassen.
der mann erinnert mich an den alten erich honnecker, die struktur im unteren bereich gleicht wurzeln und gestrüpp.... und das grüne steht für mich für moos oder anderes grün, dass sich auf der wetterseite von hauswänden und bäumen findet....

altes system wird vom zahn der zeit verschlungen und langsam verdeckt.... so ist meine interpretation.

und langsam gewöhnen sich meine augen an das durcheinander *g*....
eins ist sicher, kunst kann nicht wirklich diskutiert werden, wobei einige schon jetzt aufschreien würde, was DAS denn mit kunst zu tun hat *g*?
gibt es die serie evtl. mal nebeneinander zu sehen?

lg
petra



der Falk, 30.07.2012 um 15:21 Uhr



Kommissar Lohmann rudert für meine Belange
schon in die rechte Richtung.

Allerdings stoße ich mich an der Aussage bzgl. Kunst und Fotografie, da für mich Fotografie IMMER Kunst ist. Sobald sie vom Fotografen als Handwerk ausgeführt wird, erlebe ich sie als Aussage- und Emotionslos.

Das ist ein Löschblatt ebenso, dann brauche ich keinen abbildenden Prozess...

DAS HIER ist sicher nicht aussage- und emotionslos!

Spannend.

Ich kann noch nicht viel sagen, muss es noch wirklen lassen.

Es bewegt mich! Nur wohin muss ich noch herausfinden...

Was mich an diesem Upload am Meisten freut:

Endlich traut sich die fc (/ein User der fc) mit einer Diskussion wie dieser mal über den Tellerrand auf weitläufigere Gefilde.
Weiter so!

Herzliche Grüße!

Falk



Agora Bilddiskussion intensiv, 30.07.2012 um 15:26 Uhr

@ PeDSchWork

Der Fotograf wird nach der Diskussion bennannt werden und Du kannst ihn dann ja fragen.

Soweit ich informiert bin, handelt es sich bei dem Bild um ein Teil einer Serie von Digitalcollagen, die in den Jahren 2010 bis jetzt entstanden sind.

lg Gabriela



Clara Hase, 30.07.2012 um 16:12 Uhr

ich kann nur meinen eindruck bzw meine gedanken dazu sagen
ohne das gesicht, ohne den hinweis hier auf tapeten
hätte es mir nichts gesagt.
aber so, unten schwamm, das grüne moos und dazwischen die erinnerungen an das, was im raum lebte oder geschah- ein gedankengebäude, welches bei sehr enger beziehung zu bestimmten räumen entstehen kann,sofern sie völlig verwahrlost sind
das muss nicht privater natur sein, kann ebenso in einem historischen gebäude passieren, so dre kopf mit der historie gefüttert wurde.

was mir nicht behagt, ist dieses neongrüne - da hätte ich gerne einen ton dunkler- halt wie moos
damit mein eindruck stimmiger ist :-).

Zur bearbeitung -sicher hat man die farbkompositionen in der hand, was abgedeckt wird, was nicht evtl nicht -insofern ist das ein elektronisch gesteuerter prozess. Ich kannte hier mal einen, der das sehr und eigentlich nur anwandte, aber es entstanden doch wieder ganz neue muster und linien - dekorativ in dem sinne, was dieses bild eher nicht bestimmt



harry k., 30.07.2012 um 16:20 Uhr

Jetzt wirds doch langsam interessant.
Die Aussage "Fotografie ist immer Kunst" verblüfft mich dann schon mal, obwohl PhartistDE seine These im nächsten Satz relativiert und mir dieser Satz, alleine betrachtet, auch ziemlich diskussionswürdig vorkommt. Alleine, dass die meisten Doku- und Reportagefotografen sich wohl als Handwerker begreifen und in deren Bilder wohl die deutlichsten Aussagen sichtbar werden.
Für mich ist das da oben definitiv keine Fotografie. Kann sie dann überhaupt Kunst sein oder ist sie gerade deswegen Kunst?



AnnaCaravela, 30.07.2012 um 16:42 Uhr

Lieber Harry,

was Doku angeht, stimme ich dir zu. Diese Fotografen haben auch nicht die Absicht, Kunst zu produzieren, sondern eine Reportage und ihnen kommt es auch nicht auf die Ästhetik, technische Perfektion und den ganzen Quatsch an, mit dem wir uns rumschlagen. Denn wir (ich unterstell dir mal, dir gehts ebenso, obwohl ich dein Portfolio nicht kenne) wollen ja genau das: Ästhetik.

Und genau das will auch dieser Künstler. Während wir zu diesem Zweck schon beim Knipsen auf Bildaufteilung und Belichtung, etc. schauen und nur das nötigste nachbearbeiten, findet bei diesem Künstler eben das meiste in der Bearbeitung statt. Ich finde, gerade deshalb ist es auf jeden Fall Kunst, da bei diesem Bild ja viel Kreativität drinsteckt. Nur, der herkömmliche Kunstfotograf macht sein Bild eben mit der Kamera. Der Maler mit Pinsel und Leinwand. Ebenso könnte der sagen, ein Fotograf ist nie ein Künstler, da er ein technisches Hilfsmittel hat. Und der Digitaldesigner macht alles am PC. Was nicht heißt, dass er weniger kreativ ist als der Kunstfotograf oder der Maler.



Klaus-Günter Albrecht, 30.07.2012 um 17:21 Uhr

Fotografie ist auch nur ein bildnerisches Mittel und von daher auch immer nur Abbild der Realität. Nur weil sie zunächst vorwiegend als einfacheres und billigeres Mittel eingesetzt wurde, Portraits zu erzeugen, als dies der (Straßen-)maler konnte, ist sie noch lange nicht reiner Abklatsch der Wirklichkeit. Jedes Bild, egal welcher Art und in welcher Absicht entstanden, ist eine Interpretation. Und insoweit halt auch ein menschengemachtes Kunstwerk. Über eine einfache Kohlezeichnung über ein Ölgemälde als Portrait bis zu einem Picasso liegt eine ebensolche Spannbreite wie man sie auch in der Fotografie haben kann und hat. Vom schlichten privaten Kinderfoto als Erinnerungsstück zu Man Ray's Serigrafien. Und insoweit ist dies hier selbstverständlich Kunst und Fotografie zugleich, oder besser gesagt mit und durch Fotografie als ein Mittel der Herstellung erzeugte Kunst.
Erhebt sich die eigentlich vom Fotografen gestellte Frage, ob mich das Bild anspricht, und die kann ich für meine Person bejahen.
Freundliche Grüße Klaus



X-ray-Klaus, 30.07.2012 um 19:12 Uhr

agora versteht sich als " Bild " diskussionsforum. Fotos sind Bilder, digitale Kompositionen oder Zeichnungen auch. Ob das Kunst ist, wird vielleicht die Nachwelt entscheiden. Moderne Fotografie mißt sich auch nicht am "goldenen Schnitt". Entscheidend ist, ob der Fotograf etwas zu sagen hat und ob er das rüberbringen kann.
Zu dem aktuellen Bild kann ich nur sagen, wie es auf mich wirkt. Ich bin nicht in der Lage einzuschätzen, ob das technisch perfekt ist. Es wirkt auf mich eher rückwärtsgewandt, die Ähnlichkeit mit der Honneckerbrille ist nicht von der Hand zu weisen. Mich regen die übrigen Bildelemente nicht zu einer Auseinandersetzung an.
Ich freue mich auf das nächste Bild in der agora.



magic-colors, 30.07.2012 um 19:23 Uhr

@Clara Hase
@Anna Caravela.
Wieso Tapete, habe ich hier was falsch verstanden? Eine Tapete wird hier vom Künstler mit keinem Wort erwähnt. Eher ein Röntgenbild, welches ich allerdings nirgendwo erkennen kann. Zumindest lässt dieses Muster die Augen wandern :-))



WMeyer, 30.07.2012 um 23:06 Uhr

Ich weiß nach den letzten Bildern nicht mehr, ob es gerechtfertigt ist, sich auf das nächste Bild zu freuen. Ich habe es bereits mehrfach erfolglos getan. Immerhin spricht es schon Bände, wenn der Fotograf/die Fotografin selbst seine eigenen Füllbilder nicht mehr erkennen kann. Was will jemand sagen, der selbst nicht mehr so genau weiß, womit er das tut? Somit erklären sich zumindest teilweise auch die offenkundigen Schwierigkeiten, die bei der Beurteilung des Bildes deutlich werden. Etliche Kommentare ergehen sich überwiegend in allgemeinen Ausführungen und widmen sich dem Bild fast nur am Rande. Mich nimmt das nicht wunder, denn für mich verkörpert das Bild auch eine Beliebigkeit, die darauf hinausläuft, dass die Vermutung nicht auszuräumen ist, dass man Überlagerungen hätte weglassen oder hinzufügen können. Die Frage, weshalb der Fotograf/die Fotografin genau hier aufgehört hat und nicht früher oder später, bleibt für mich unbeantwortet. Am Rande: Dass allen Ernstes Honecker (wenn schon, dann bitte nur mit einem "n"!) ins Spiel gebracht wird, kommt dem Niveau der Diskussion auch nicht zugute.


WMeyer, 30.07.2012 um 23:44 Uhr

Kurz nach meinem Statement habe ich festgestellt, dass der Mitdiskutant Herbert Klose mich auf "i" gesetzt hat. Ich weiß nicht, warum, hätte es aber gern gewusst, weil ich so keine Stellung nehmen kann. Der Grundsatz "audiatur et altera pars" hat wohl - leider - nicht nur Anhänger. Diesen Umgang miteinander finde ich nicht in Ordnung.

Anmerkung vom 31. Juli: Ich habe dieses Statement geändert, nachdem der Beitrag von Herbert Klose zu Recht entfernt worden ist. Am Nachmittag erreichte mich von ihm eine private Nachricht, die ich hier wegen Belanglosigkeit und Unsinnigkeit nicht widergebe. Ich weiß jetzt aber, dass ich bei mir keine Ursache suchen muss. Ich verfahre nach dem alten Grundsatz: Gar nicht erst ignorieren ;-)



harry k., 31.07.2012 um 0:25 Uhr

Ich erlitt kürzlich das selbe Schicksal und hab ebenso keine Erklärung dafür, suche diese aber auch nicht bei mir. Ich rede lieber über Bilder als mir Gedanken um virtuelle Verhaltensauffälligkeiten zu machen.


elevatorjwo, 31.07.2012 um 7:47 Uhr

Macht Euch nix draus. Auch ich bin bei Herbert Klose schon lange in Ungnade gefallen. Er scheint sich sehr wohlzufühlen in seiner eigenen Sonne.


Rilo Naumann, 31.07.2012 um 10:04 Uhr

Wat ne interessante Diskussion - meist leider wenig am Bild.
Also zum Bild:
Wäre da nicht dieses noch zu erkennende Portrait des alten Mannes, würde ich dies für eine schöne sog. "Grunge-Textur" halten, also ein Hintergrundbild, das Kollagen alt und irgendwie interessant aussehen lässt.
Die Frage die sich mir hier stellt, was soll eigentlich dieses "Portrait" in der Mitte in diesem Zusammenhang?
Ich erkenne da irgendwie keine Logik oder Sinnhaftigkeit - ausser das es evtl. noch älter aussehen soll.
Die digitalen Möglichkeiten verschiedene Grungetexturen über Ebenenmodi zu verrechnen gibt hier offenbar ein neues Werk.
Vielleicht zu Vergleichen mit den Arbeiten von Jackson Pollok???
Mit fehlt hier irgendwie die gewollte, künstlerische Wirkung - oder ich erkenne sie nicht....

only my 2 cents...



Clara Hase, 31.07.2012 um 10:31 Uhr

wmeyer Zitat: ". Mich nimmt das nicht wunder, denn für mich verkörpert das Bild auch eine Beliebigkeit, die darauf hinausläuft, dass die Vermutung nicht auszuräumen ist, dass man Überlagerungen hätte weglassen oder hinzufügen können."

ja, man hätte auch die Puttenähnlichen deutlicher belassen können, und das recht mittige Gesicht wiederum schemenhafter

Nicht der autor hat von Tapete geschrieben, sondern
annacaravela - und sie hat ein bisschen Recht, da senkrechte Linien und beidseitige Muster sich ergaben -die allerdings etwas windschief sind - will sagen, eines der Fotovorlagen ist nicht ausgerichtet.
Ebenso könnte man das sich wiederholende Muster als Gardine ansehen und das bisschen Helligkeit als einen noch möglichen ausblick durch etwas zugewachsenes.
Man braucht also ziemlich viel Vorstellungskraft um überhaupt etwas im Bild zu sehen.

dass es mich bewegt kannich grad nicht sagen
aber täte man mich unfreiwillig davor setzen, würde ich wohl meine Zeit mit Rätseln überbrücken können.


Herbert Klose kam auch zu mir- und machte Anmerkungen - auf Gegenfragen geriet ich auch sofort auf die Ignorierschiene - entweder man versteht diese Skulptur oder eben nicht und geht einfach ungeachtet dessen ob das, was gesagt wurde, inhalt hatte oder nicht, einfach weiter.

Das der Hersteller dieser Montage selbst nicht sicher ist,was da nun bei rum kommen sollte -kann ich nachvollziehen. Ich selbst hatte mal in einer Gruppe eine gewöhnliche amaryllis bekommen, die wir via EBV verfremden sollten.
Es ist spannend, so ein prozess und man wundert sich, was alles möglich wäre,würde man die Arbeitschritte überhaupt wiederholen können. also gezielter Einsatz sollte auch bringen, was man vorher ausdachte.
Anders bleibt es immer ein Spiel, ein Abtauchen mit dem Material - und was dem hersteller noch so durchs Hirn während des Schaffens zieht wird ihm nutzen, nicht aber den Betrachtern.





Clara Hase, 31.07.2012 um 10:55 Uhr

gucke ich mir nur das Thumbnail an, also aus grosser Entfernung, könnte da jemand auf der Grasnabe liegend sich seine Welt beschauen, Gräser, Pflanzen, ein kleiner Hügel -

es wirkt also ganz anders



Matthias von Schramm, 31.07.2012 um 10:58 Uhr

an agora in eigener sache: meinen profiltext bezüglich agora habe ich geändert, bzw. den agora betreffenden teil gelöscht. es ist jetzt auch ein wenig zeit vergangen ...

... zum bild.

eine fotografische beurteilung ist hier kaum möglich. aber eine grafische. ich finde dieses bild im sinne von ordnung, ein recht ordentliches bild, trotz seiner komplexität. ich habe ein gewisses vergnügen beim betrachten. gewisse körpereigene stoffe werden dabei ausgeschüttet. und so sieht dieses bild auch aus und so würde ich es auch groß an der wand in einer entsprechenden galerie betrachten. ich mag auch die collagenidee mit dem umgang alter bilder und bin auf die serie gespannt, wenn der mensch bekannt gegeben wird.

herr klose hat mich freilich schon lange auch auf ignore übrigens.



WMeyer, 31.07.2012 um 11:19 Uhr

Ein merkwürdiges Verständnis von community, wenn Alle, die - wenn auch nur vermeintich - in die Quere kommen, auf die ignore-Liste wandern. Ich befinde mich da aber offenbar in guter Gesellschaft.
@Clara Hase: Deine Ausführungen haben eine gewisse Affinität zu meinen Gedanken, die mich in Diskussionen zu der Aussage veranlassen, dass Fotografie zunächst ein egoistisches Hobby ist, weil nur der Urheber/die Urheberin des Bildes weiß, was ihm im Kern (etwas pathetischer: im Innersten) zugrunde liegt. Je mehr es gelingt, die Betrachter/innen daran teilhaben zu lassen, desto besser ist das Ergebnis. Kann man es auf diese recht knappe Formel bringen? Das ist natürlich nicht meine komplette Philosophie. Angewendet auf das aktuelle Bild bedeutet es für mich, dass es mich nicht überzeugt.



AnnaCaravela, 31.07.2012 um 12:17 Uhr

@magic-colors: ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich erkenne in dem Hintergrund ein braunweißes Tapetenmuster, vor allem links von dem abgebildeten Mann.


lophoto, 31.07.2012 um 17:17 Uhr

höchstens im farbraum....denn raum mag ich nicht auszumachen.mir fehlt zum titel dann hier die sprichwörtliche "leere" des raums....alles ist eng und dicht.

die farben finde ich gut kombiniert, obwohl sie wohl durch technisch-abläufe entstanden sind und nicht durch reine fotografie.

mir ist das alles etwas too much. es entsteht keine ruhe und mir vermag es auch keine geschichte zu erzählen, das bild, kann keine verbindung aufbauen zur abgelichteten person.......

in einer galerie würde ich mich davor wohl nicht lange aufhalten.



Clara Hase, 31.07.2012 um 17:18 Uhr

WMeyere- Zitatanfang: dass Fotografie zunächst ein egoistisches Hobby ist, weil nur der Urheber/die Urheberin des Bildes weiß, was ihm im Kern (etwas pathetischer: im Innersten) zugrunde liegt. Je mehr es gelingt, die Betrachter/innen daran teilhaben zu lassen, desto besser ist das Ergebnis.Ende

Hm, jeder beginnt und das Fotografieren dient, soweit es Hobby ist vorerst der eigenen Erhaltung -von was auch immer, andere gehen Steppen oder so

Je besser man davor steht und auch weiss was man will, und je breiter die Masse ist, die es anspricht -
kann es gut sein, oder auch grad nicht -
Die Frage ist aber auch, will sich der Fotograf so outen, dass seine zugrunde liegenden Gedanken offensichtlich werden? Und ob sie dann ankommen, steht auch auf einem anderen Blatt.

Schwierig - ich habe festgestellt, das menschenbilder den grösseren Anklang finden, als so manch anderes -sind sie deshalb gut, oder gar herausragend? Oder sind es die Wiedererkennungswerte, das vertraute?
Quassel off -
Es gibt auch in derKUnst nur zwei Bilder, nein eigentlich drei, die mich persönlich ganz gefangen genommen haben - für MICH sind sie gut -für andere vermutlich andere - also auch der Betrachter bringt Seins mit - leider - man kann sich davon auch kaum lösen



Fumar Porros, 31.07.2012 um 18:38 Uhr

Man könnte es Zufallskunst nennen...
Zumindest sind die Ergebnisse von Überlagerungsfunktionen und Filtern in der Bildbearbeitung nicht so ohne Weiteres vorhersehbar. Aber die Bearbeitung ist von reaktiver - und/oder vielleicht auch selektiver - Wahrnehmung geleitet, also nicht zufällig. Was der Künstler nun mit seinem Bild ausdrücken wollte, bleibt mir verborgen, gibt mir aber andererseits genug Spielraum für eigene Assoziationen. Vielleicht ist der Titel des Bildes auch deshalb so gewählt? Räumlichkeit kann man wohl kaum in diesem Werk erkennen. Nicht im dreidimensionalem Sinn. Zeitraum? Farbraum? Farbe hat`s, das kann niemand bestreiten...
Die Ästhetik des Bildes trifft sicher nicht jedermanns Geschmack, aber Wahrnehmung ist nun mal subjektiv. Ich persönlich finde das Bild ebenfalls nicht "schön", allerdings spannend. Die Farbgebung ist fast schon aggressiv. Rot- und Grüntöne scheinen auf einem dunklem, fast schwarzem Schlachtfeld um den Raum im Bild zu streiten. Vielleicht symbolisieren die Farben auch widersprüchliche Gedanken des Brillenträgers. Zerrissenheit der Gedankenwelt?...
Ach, was weiss ich schon...



stefanmucha, 31.07.2012 um 19:59 Uhr

Das ist für mich bunt und beliebig zusammengestellt bzw. in dem Fall wirr überlagert.
Falls es ein Thema gibt oder eine Aussage erschließt sich mir das nicht.
Sicher könnte man sich zu dem fertigen Bild hinterher etwas ausdenken, aber mich würde eher interessieren, was der Schöpfer sich vorher gedacht hatte, was der Anlass war.



Fumar Porros, 31.07.2012 um 20:36 Uhr

@stefanmucha (19:59 Uhr):
Also das kannst Du praktisch jedem abstraktem Künstler unterstellen. Und teilweise wahrscheinlich auch Leuten, die durchaus gegenständliche Kunst produzieren...
Die Frage ist doch auch, ob ein Künstler überhaupt eine Aussage machen möchte. Muss Kunst eine Aussage, ein Thema haben?



stefanmucha, 31.07.2012 um 20:46 Uhr

@Porros
Schwieriges Thema. Da stimme ich Dir zu.
Ich hätte statt "Aussage" besser "Motivation" oder "Beweggrund" geschrieben. Das erwarte ich tatsächlich.
Für mich bspw. sind wichtige Beweggründe:
Ästhetik bzw. Wohlgestalt und Demonstration von Geschick bzw. Kunstfertigkeit.

Grüße



Fumar Porros, 31.07.2012 um 20:51 Uhr

@Herbert Klose (20:41 Uhr)
Ach ja? Seit wann entscheidest Du denn, was Kunst ist?... :-P
Sind nur Fotos mit Gegenstandsbezug Kunst? Was genau macht denn ein Foto aus? Ist ein Foto, das bearbeitet wurde, nicht immer noch ein Foto?



Fumar Porros, 31.07.2012 um 20:58 Uhr

@stefanmucha (20:46 Uhr)
Mag sein, das dies für Dich so ist. Aber man kann das doch nicht verallgemeinern. Kunst hat immer etwas mit Wahrnehmung, Ausdruck und Empfindung zu tun. Auf welche Weise das geschieht, kann sehr unterschiedlich sein und ist meiner Meinung nach nicht an Regeln zu binden. Ein Kunstfälscher mag Geschick haben - ein Künstler ist er deshalb noch lange nicht...
Ästhetik bzw. Wohlgestalt? Sorry, aber die Welt ist nicht nur schön und süss... ^^



Fumar Porros, 31.07.2012 um 20:59 Uhr

Herbert Klose (20:55 Uhr)
Das ist natürlich ein Argument und beantwortet all meine Fragen...



elevatorjwo, 31.07.2012 um 21:23 Uhr

@Herbert Klose: Über Gefühle scheinst Du nicht gerade viel zu wissen, Du trampelst nämlich gerade auf so einigen rum.


WMeyer, 31.07.2012 um 21:36 Uhr

Und schon stehen mit Sicherheit wieder einige Diskussionsteilnehmer auf der lächerlichen ignore-Liste von Herbert Klose. Ich selbst befinde mich - wie schrecklich - bereits seit gestern dort, obwohl man - wenn man intellektuell in der Lage ist , differenzierte Formulierungen zu begreifen - meinen Statements deutliche Vorbehalte gegenüber dem Bild entnehmen kann.


AnnaCaravela, 31.07.2012 um 21:47 Uhr

Warum machst du das, Herbert? Wieso ignorierst du alle Menschen, die hier etwas schreiben, obwohl niemand dich persönlich beleidigt hat?


GünterG1, 31.07.2012 um 22:06 Uhr

Da das Thema Kunst hier intensiv diskutiert wird, kann ich nicht anders, als noch ein paar Gedanken dazu loszuwerden.

1. Die Diskussion, was Kunst ist und was nicht, scheint mir ziemlich genau so alt zu sein, wie die Fotografie. Vielleicht irre ich mich, aber die ersten Diskussionen dazu begannen (in der Malerei) kurz vor der ersten Impressionismus-Ausstellung um 1870; also ungefähr zu dem Zeitpunkt, als erste Fotografien in Umlauf kamen.
Begründet ist das sicherlich darin, dass Kunst (Malerei, Bildhauerei, ...) vorher keine Konkurrenz hatte und "Kunstfertigkeit" (der realistischen Darstellung) ein klares Kriterium für die Frage "Kunst oder keine Kunst" war.

2. Mit der Fotografie kam dann eine Möglichkeit, Dinge mit technischen Mitteln real darzustellen, ohne seine Kunstfertigkeit lange zu üben. Die Diskussion um Kunst begann mit dem Impressionismus und ging über andere Stilrichtungen weiter, in denen die Künstler versuchten, Dinge anders zu sehen und darzustellen (Kubismus, Expressionismus, Fauvismus, ...); meiner Ansicht insb. anders als die Fotografie dies konnte.

3. Schließlich erwuchs aus der Beschäftigung mit der Frage des Wie der Darstellung die Frage nach dem Was. Im Surrealismus, im Dadaismus und im Realismus stand wohl das Was im Vordergrund; auch die Frage "Was ist Kunst" und "Was ist Kunst, wenn ich es als solches präsentiere".

4. In der abstrakten Kunst ging es dann nicht mehr um ein gegenständliches Was, das dargestellt werden sollte. Der Fokus bewegte sich hin zum Spiel mit Farben und Formen (die nichts mehr darstellen mussten).

5. Als Ergebnis dieser Entwicklung bleibt es dem Betrachter überlassen, zu bewerten, was Kunst ist und was nicht. Es fehlen aber objektive Kriterien, es gibt nur die subjektiven. Das macht jede Diskussion über das Thema Kunst schwierig bis unmöglich.

Für mich selber ist die Frage zwar immer interessant, ich muss aber zugeben, dass ich keine Antwort habe und manchem Werk ambivalent gegenüber stehe.

Und bevor jetzt jemand sagt, dass hier wieder nichts zum Bild selber gesagt wurde: meine Meinung zum Bild hatte ich schon weiter oben abgegeben.

Mir gefällts! Immer noch!

LG
Günter



Clara Hase, 31.07.2012 um 22:10 Uhr

Herbert Klose, heute um 21:54 Uhr
ganz einfach --- alles ist gleich, keine eigene meinung, alle angepasst und geformt, einfach alles wunderbar, furchtbar, mag ich nicht

**
das stimmteinfach nicht



elevatorjwo, 31.07.2012 um 22:19 Uhr

Nun reden wir doch wieder über das Bild. Klasse, dass auch Herbert Klose in der Agora-Bilddiskussion angekommen ist.
Jetz erkennt er doch an. dass es ein Foto ist und er findet es, Zitat."SCHEISSE". Zuggegeben ein dem Präkariatsvokabular entnommene Bezeichnung aber immerhin eine klare Meinung.



elevatorjwo, 31.07.2012 um 22:38 Uhr

Liebe Clara Hase, Du bist schon fast ein "Kamikaze" in dieser Diskussion aber ich glaube, Du solltest HK, genau wie ich, auf Deine persönliche Ignore-List setzen. Gequirlte SCHEISSE kann man nicht kommentieren und solche Meinungsträger sind sowieso für Vernunft nicht erreichbar


Matthias von Schramm, 31.07.2012 um 22:41 Uhr

ja clara, schütze dich jetzt bitte. dass ist ja nicht zum ansehen. wir waren früher auf den demos in hamburch nicht so gnädig. da entstand dieser wunderbare reim "haut den klose aus der hose"

näch.



elevatorjwo, 31.07.2012 um 22:52 Uhr

Mein Gott, ich bin zwar auch schon nicht mehr in Teen Age aber meine feuchte Hose bekomme ich noch anders als HK


elevatorjwo, 31.07.2012 um 22:54 Uhr

Noch ne Frage: Wo sind hier eigentlich die Moderatoren?


Matthias von Schramm, 31.07.2012 um 23:16 Uhr

clara du bist erwachsen, du musst wissen was du tust. ich hab es nur gut gemeint und für diverse private götter (elevatotjwo um 22:52) fühle ich mich nicht zuständig.




Clara Hase, 1.08.2012 um 0:20 Uhr

interessant, ich editiereund der HK ist auch verschwunden? merkwürden

derletzte Beitrag widmete sich dem Foto - der istleider auch stiften gegangen.

nächste Aufführung in diesem Theater?



Fumar Porros, 1.08.2012 um 0:27 Uhr

harry k. (17:18 Uhr)
<< Ist das ein Schaffensprozess eines Künstlers oder Programmierarbeit von Adobe? >>
Um noch mal auf diese Frage zurückzukommen: Es ist eindeutig ein Schaffensprozess! Ein Bildbearbeitungsprogramm ist schliesslich nur ein Werkzeug, so wie eine Kamera oder ein Pinsel. Werkzeuge werden wohl kaum selbstständig etwas bewegen, oder? (Auch wenn das in der Werbung oft suggeriert wird...)
Kunst ist für mich ein kreativer Prozess, der zweierlei voraussetzt: Vorstellungskraft und Phantasie. Viele Leute haben die Vorstellung, das ein Künstler ein "Bild" im Kopf hat und dieses dann umsetzt. Tatsache ist aber, das die meisten Künstler gar kein konkretes Bild vor Augen haben, sondern viel mehr einer Stimmung folgen. Und kennt Ihr das nicht als Fotografen auch? Mal ehrlich : Wer von Euch rennt schon los und hat eine ganz genaue Vorstellung davon, wie sein Foto auszuschauen hat und knipst das dann auch genau so? Eine Idee hat man vielleicht meistens, doch das Ergebnis ist dann aber oft intuitiv...
Ich denke, Abstrakt-Künstler gehen einen Schritt weiter und lassen sich eben nur von (momentanen) Stimmungen und Empfindungen leiten...



Clara Hase, 1.08.2012 um 12:26 Uhr


Fumar Porros, heute um 0:27 Uhr
ich stimme dir zu mit dem was du schreibst im ersten Absatz

da es sich aber umeinen Prozess handelt, des Schaffens, dass sich damit befassen, innerlich auch ungeordnet - neue Ordnungen entstehen, entgleitet wohl jedem Künstler das, was er wollte - was eher zum Vorteil gebiert - denn etwas nicht nachproduzierbares entsteht.

Wer es schafft, bei seinen Leisten zu bleiben, wie das Sprichwort sagt, kommt wohl auch nicht darüber hinaus

Ich denke das geht auch Künstlern so, die ihr Handwerk als solches verstehen - vorausgesetzt, dass sie sich nicht selbst in diesem Prozess blockieren oder auch zurückfinden,oder mehrfachein Thema ausarbeiten.






harry k., 1.08.2012 um 13:18 Uhr

Die Errichtung eines Dachstuhls ist keine Kunst, sondern geschickte zielgerichtete Benutzung von Wissen und Werkzeug. Wenn Kamera und Bildbearbeitungssoftware auch Werkzeuge sind, dann ist deren Benutzung alleine auch keine Kunst. Wenn du die stolzen Besitzer des neuen Hauses frägst, dann werden diese dir bestätigen, wie stolz sie auf den Schaffensprozess des Architekten und der Handwerker sind. Ist dann jedes Haus Kunst?


Fumar Porros, 1.08.2012 um 13:44 Uhr

@harry k. (13:18 Uhr)
Da hast Du etwas falsch verstanden. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, das ein Bildbearbeitungsprogramm ein Werkzeug ist. Ich habe nicht behauptet, das man Künstler ist, wenn man ein Werkzeug beherrscht. Ich habe weiter oben bereits geschrieben, das ein Kunstfälscher noch lange kein Künstler ist - auch wenn er noch so perfekt die entsprechenden Techniken beherrscht. Dazu fehlt schlicht der kreative Prozess...
Was den Vergleich mit Architektur angeht und um Deine Frage zu beantworten: Ja, natürlich kann auch ein Haus Kunst sein. Ich meine, die meisten Häuser sind sicher die Kopie einer Kopie einer Kopie - was eben einer Kunstfälschung entspricht. Aber schau` Dir doch mal bitte z.B. das Hundertwasser-Haus "Waldspirale" in Darmstadt an. Das ist für mich auf jeden Fall Kunst...
@Clara Hase (12:26 Uhr)
Sorry, aber ich komme mit Deinem Post nicht klar. Den zweiten Absatz habe ich überhaupt nicht verstanden...



Clara Hase, 1.08.2012 um 13:52 Uhr

fumar,ein "Prozess" istnichts starres -wie der og Dachstuhl, sondern Bewegung in jeder Hinsicht - aussen, innen.

und der kann halt während des einsatzes - dem handwerk, den Materialien des Handwerks, verändern, was man zuvor ausgedacht hatte. (es ging darum, das ein Künstler eine Idee hat und durchführen will, aber während des tuns davon abkommt -so meinte ich das- deutlicher? Hatte mich quasiemit jeder neuen Zeile wiederholt um 12:56h)




Fumar Porros, 1.08.2012 um 14:20 Uhr

@Clara Hase (13:52 Uhr)
Ah, ja, jetzt hab` ich`s kapiert... :-)
Ja, ich denke, dem kann man zustimmen. Ich sehe das auch so. Kreativität ist fliessend. Ich glaube, das ein Künstler sich oft von einer Idee leiten lässt, aber auch bereit ist, während des kreativen Prozesses selbst die Richtung zu ändern. So zu sagen eine Reise, bei der das Ziel erst feststeht, wenn man angekommen ist...



Clara Hase, 1.08.2012 um 14:59 Uhr

meine schmale Erfahrung ist, dass es geschieht, dass man es nicht steuern kann - man kann natürlich zurückrudern, das andere ist, das so ein prozess auch etwas spannendes ist. ich spreche da nicht vom ergebnis


Agora Bilddiskussion intensiv, 1.08.2012 um 18:00 Uhr

Hier geht es weiter:

julianfahrenholz bedankt sich für die Diskussion. Der Fotograf bat uns noch um die Veröffentlichung seiner Internetadresse: www.julianfahrenholz.com

Bitte ignoriert in Zukunft doch reine Provokationen von Herbert Klose. Das macht es uns viel leichter einzugreifen und gezielt nur solche Anmerkungen zu löschen.





 
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