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Rabbi Loew, bekannt vor allem durch die Legende um die Erschaffung des Golem, war einer der großen jüdischen Gelehrten seiner Zeit. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Prag. Er ist eine der bedeutendsten historischen Gestalten in der Geschichte der jüdischen Gemeinde Prags und genießt noch heute Ehre und Gedenken - wie auf diesem Bild zu sehen...
Einige Erläuterungen zu seiner Person (zitiert aus http://www.hagalil.com/czech/juedische-geschichte/cssr-3.htm) :
"Rabbi Löw, der 1525 vermutlich in Poznan oder deren Umgebung geboren wurde, war zunächst von 1553-73 Landesrabbiner von Mähren, und ging dann nach Prag, wo er eine Jeschiwa Beth HaMidrasch gründete. Sie stand an der Stelle, wo sich heute die Klausen-Synagoge befindet.
Von 1584-88, und 1592-97 ging er als Rabbiner nach Poznan und kehrte erst dann, als ihm eine Rabbinerstelle zugesagt wurde endgültig nach Prag zurück, wo er auch 1609 verstarb. Rabbi Löw reformierte grundlegend den Talmudunterricht und schuf Kreise, die sich eindringlich mit der Mischna beschäftigten."
Sie sind beide in ihrer Art gut. Bei diesem hier kommt für mich die Trostlosigkeit eher rüber. Das andere wirkt wie ein nachcollorierter Film.
Sehr eindrucksvoll.
Sehr emotional.
Sehr eindringlich.
Die unordentlichen Steine scheinen ein Friedhofs-Friedhof zu sein.
Genial.
Warum gibt es nicht mehr Anmerkungen zu diesem Bild????
;-) Kathy
also dieses gefällt mir besser, da ich den hintergrund für nebel hielt, und damit hatte das foto für mich etwas verwunschenes, fast schon märchenhaftes... als würde die szene sich auf einer insel, umgeben von nebel abspielen...
nach deinen aufschlussreichen beschreibungen und den anmerkungen sehe ich das foto natürlich inhaltsreicher.
trotzalledem hat es etwas rätselhafteres in dieser version, oder?
nina
@Kathy: mit dem Friedhofs-Friedhof liegst du nicht ganz falsch: die Steine befinden sich größtenteils nicht mehr an ihrem ursprünglichen Aufstellungsort, sondern wurden bei der Anlage neuer Gräber entfernt und abseits dicht an dicht gedrängt angesammelt. Rabbi Loew durfte aber bleiben wo er ist...
@Domino 11: habe ich so noch nicht gesehen... der Hintergrund ist eine verputzte Wand, auf dem anderen Bild ist es besser zu erkennen!
Thomas
da hast Du eine Situation erwischt, die so nicht mehr allzu oft zu erleben ist. Nicht wegen der orthodoxen Juden am Grab, sondern wegen der vielen tausend Touristen auf dem Friedhof.
Das monochrome Bild wirkt zeitlos und das schafft Aussage über das Motiv hinaus.
Viele Grüße
Stefan
Voting Center, 23.05.2005 um 15:17 Uhr
Dieses Foto wurde in die Galerie mit 177 Pro- und 128 Contra-Stimmen gewählt. Herzlichen Glückwunsch, Thomas Link :-)
Ein nicht alltägliches Bild, vielleicht fotografisch nicht ganz perfekt, aber sehr emotional und ausdrucksstark. Meiner Meinung nach würde es der Galerie gut zu Gesicht stehen. Viel Spaß beim Voten.
Ein ganz starkes stück fotografie. Nicht weil es sich um etwas jüdisches handelt, sondern weil es die angemessene fotografische umsetzung im reportagestil ist. In diesem falle handelt es sich um eine jüdische geschichte.
Excellent!
Das Bild an sich finde ich toll, vor allem vom Aufbau her. Leider sind die beiden Gesichter in der Mitte etwas zu dunkel für meinen Geschmack. Deshalb von mir ein Skip.
aber das hat ganz sicher nichts mit der jüdischen geschichte zu tun. wir wollen ja schliesslich nicht politisch werden. ansonsten müsste ich noch ein Free Palestine reinwerfen...
WAHNSINN!!! Damit hätte ich ja nie und nimmer gerechnet...!!! Herzlichen dank an alle Voter, vor allem die Pros ;-) und an Thorsten Bock für den Vorschlag!!
... und natürlich an Rabbi Loew...
@Carsten Kegler & Klaus Baum: danke - "Reportagestil" ehrt mich sehr...!!
@Matthias Endriß: kann ich nachvollziehen, ich hätte sie im Nachhinein auch lieber etwas heller gehabt.
@Lars SonnenBerg: nee, ich glaube es ist 'ne Digitalkamera... Religiosität und technologischer Fortschritt schließen sich nicht aus ;-)
@Richard Overtoom: da würde ich mich sogar anschließen... aber es gibt ja schließlich auch eine jüdische Geschichte jenseits von Holocaust und Nahostkonflikt !! In diesem Fall die Geschichte des Judentums im Prag der Renaissance und ihre Rezeption im 21. Jahrhundert...
...eine Anmerkung von Susi Wille!!! Heute ist mein Glückstag... ;-)))
Aber ernsthaft und zunächst @Veniamin: danke dir!
@Susi: ...danke ich dir für dein nachträgliches offenes contra. Wenn du das so sehen willst - bitte, ist wahrscheinlich nicht ganz unberechtigt. Ein gewisser "Exoten-Bonus" mag da durchaus eine Rolle spielen.
Bei der Familie Müller käme es darauf an, welche Müllers es denn sind. Familie Müller bierbäuchig in Hawaihemd und Badelatschen mit zwei in-der-Nase-bohrenden, gelangweilt blickenden Kindern wäre sicher nicht vorteilhaft für das Bild. Es sind aber nun mal nicht die Müllers.
Da Familie Müller & Co dort allerdings tatsächlich 99% des Tages stehen erfüllt das Bild sogar ansatzweise deine Forderung nach einem besonderen Moment.
Der "Balken" und das "Schild" sind eine Nische mit einem Fensterchen in der Mauer hinter den Personen. Tut nix zur Sache - es stört, da hast du recht.
Was die Geschichte angeht: als Erklärung was die vier Herren an diesen Ort führte finde ich die Erwähnung von Rabbi Loew schon sinnvoll. Wenn dich das nicht interessiert - musst du es ja nicht lesen...
Was deinen Zweifel am Aufnahmeort angeht: kannst ja hinfahren und kontrollieren... ;-)
@Fritz: "alles, was vom rabbi löw geblieben ist, ist der golem" - da hast du leider (fast) völlig recht. Die vier Juden auf dem Bild interessierte an Rabbi Loew aber offensichtlich nicht das Golem-Gedöhns, sondern seine Bedeutung als jüdischer Theologe. Deshalb zitiere ich oben auch primär Loew's Lebensgeschichte und nicht die Golem-Legende.
@Susi: aaah... die Fraktion "Das Bild muss aus sich selbst sprechen". Und wie's aussieht der besonders dogmatische Puristen-Flügel. Menschen die an einer Zeitschrift verzweifeln, weil sie nur die Fotos betrachten und den Inhalt nicht verstehen? ;-))
Ich beginne deine Sichtweise zu verstehen (dein Profil ist da sehr hilfreich), finde sie auch interessant, mag sie mir aber dennoch nicht zueigen machen...
Ich dachte mir sofort, daß dies der jüdische Friedhof von Prag ist. Ich war selbst einmal dort und war sehr beeindruckt. Glückwunsch zum Sternchen für dieses tolle Bild.
Thorsten Bock, 23.05.2005 um 15:17 Uhr
Ein nicht alltägliches Bild, vielleicht fotografisch nicht ganz perfekt, aber sehr emotional und ausdrucksstark. Meiner Meinung nach würde es der Galerie gut zu Gesicht stehen. Viel Spaß beim Voten.