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Frl. Deppeler von Arthur Baumgartner

Frl. Deppeler


Von 

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28.01.2012 um 13:59 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures © by the senders.
In einer Schaufensterauslage eines Antiquitätengeschäfts in der Berner Altstadt verzauberte mich der Anblick dieser hübschen Frau aus einer längst vergangenen Zeit. Das Foto ist ein Teil einer Visitenkarte und kann in diesem Geschäft für einen Franken erworben werden. Wie war ihr Leben, ihre Liebe, ihre Tätigkeiten?

Als Visitenkartenporträt (auch Visitenkartenfoto, Visit oder Carte de visite, Abkürzung CDV) bezeichnet man Fotos und Porträtfotografien, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts im standardisierten Format von 5,5 × 9 cm auf Karton aufgezogen wurden – sie hatten demnach etwa die Größe einer heutigen Visitenkarte. Diese wurden häufig zwischen Freunden und Familienangehörigen ausgetauscht und in speziellen Alben gesammelt.

Das Verfahren wurde 1854 von André Adolphe-Eugène Disdéri patentiert und hielt sich danach noch knapp bis ins 20. Jahrhundert. Bei den deutschen Studentenverbindungen wurden die Bilder noch bis in die beginnenden 1920er Jahre als Erinnerungsstücke verschenkt. (..wikipedia)

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Lucy C., 28.01.2012 um 14:09 Uhr

Danke für die Information. Es ist doch herrlich, sich anhand solcher Fotos Geschichten auszudenken (die wahrscheinlich mehr über uns als über die abgebildete Person aussagen ;-) ).


Willy Vogelsang, 28.01.2012 um 14:44 Uhr

Ja, eine solche Kartonfoto habe ich auch noch von meiner Mutter in jungen Jahren, datiert 1919. Sie ist mir aber mehr Wert als 1 Franken!
Liebe Grüsse
WillY



Erwin Frei, 28.01.2012 um 15:13 Uhr

Fräulein Deppeler ist eine attraktive junge Frau
mit schöner Haartracht.
Das ist natürlich eine ganz besondere Visitenkarte.
Heute fast nicht vorstellbar so eine Art Visitenkarte zu bekommen.
Sehr schön von Dir festgehalten!
Liebe Grüsse in ein schönes Wochenende
Erwin
Arthur, herzlichen Dank für die nette Anmerkung
Winterzauber in der Lenk von Erwin Frei
Winterzauber in der Lenk
Von
28.1.12, 8:17
22 Anmerkungen



Klauser, 29.01.2012 um 9:40 Uhr

Interessantes Motiv! Also das Fräulein Deppeler musste wohl lange stillhalten beim Fotografen, deshalb ist kein Lächeln ins Porträt geflitzt eher ein Ansatz von Stirnrunzeln ... oder ein erwartungsvoller Blick, ob der Fotograf seine Arbeit wohl gut macht! LG Ulrike


Prisca Georgoulas, 29.01.2012 um 12:48 Uhr

Noch mag ich mich an solche Bilder erinnern aus unserer Familie nur waren wir nicht gescheit genug aufzubewahren! Deine Erläuterung zu diesem Bild ist äusserst lehrreich. Liebe Grüsse Prisca


Ursula F., 30.01.2012 um 10:01 Uhr

Ich liebe diese alten Portraits auf Karton !
LG Ursi



Norbert Karow, 30.01.2012 um 11:01 Uhr

Solche Darstellungen sind Zeitdokumente, die für die nachkommenden Generationen äußerst interessant sind.
Wie und wo hat ein Mensch damals gelebt, wie war er gekleidet.
Diese Dame hatte Stil und eine äußerst gepflegte Frisur, was heute nicht immer der Fall ist.
Man sollte das Gestrige nicht immer verwerfen, sondern kann aus der Zeit vieles für sich noch verwenden.
Das war mal eine nette Idee gewesen, die viel Stoff zum Nachdenken gibt.
Mit freundlichen Grüßen,
Norbert



Bickel Paul, 30.01.2012 um 11:29 Uhr

Immer wieder herrlich diese alten Fotos. Danke für die Beschreibung dazu.
Gruss Paul



Roland Zumbühl, 1.02.2012 um 11:49 Uhr

Wer spricht heute noch von Fräuleins und Jünglingen?
Nicht nur die Fototechnik hat sich geändert, sondern auch die Sprache. Dass Du Dich als Fotograf mit solchen Motiven auseinandersetzest, finde ich naheliegend. Die Psychologie dahinter, das Verborgene hinter dem Portrait machts spannend, als würdest Du hin zu einem Hochhaus blicken und Dir ausdenken, was dort hinter der Fassade in den einzelnen Wohnungen gesprochen wird und gerade geschieht. Unermesslich.



Paul., 10.02.2012 um 10:23 Uhr

frl. deppelter dürfte aus einer besser betuchten familie stammen. ein einfacher arbeiter konnte sich damals solche luxus visitenkarten gar nicht leisten...
diese karte regt meine fantasie an...wie war wohl ihr leben? war sie bedeppt? war sie eine fürsorgliche mutter und ehefrau oder blieb sie das ganze leben lang eine alte jungfer? ihre zeitgenossen wussten es. für uns bleiben diese fragen unbeantwortet.
ciao, paul



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