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Leipzig, 10. November 1989: Basisdemokratie von smokeonthewater

Leipzig, 10. November 1989: Basisdemokratie


Von 

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9.09.2012 um 22:37 Uhr
, Lizenz: Alle Bilder unterliegen dem Urheberrecht der jeweiligen Sender. All pictures  by the senders.
Trotz der Maueröffnung in der Nacht zuvor verloren die Bürger ihre eigentlichen demokratischen Ziele nicht aus den Augen.

Die provisorische Litfaßsäule "Gespräche am Karl-Marx-Platz" diente als Schwarzes Brett, an dem aktuelle Fragestellungen diskutiert und brisante Veranstaltungen, etwa zu den bisher niedergehaltenen Umweltthemen, angekündigt werden konnten.

Manche Politiker und Universitätsprofessoren, die bislang vom Regime profitiert hatten, entdeckten nun die neuen Themen für sich und profilierten sich schon mal für die zu erwartende Zukunft. Die Zeit der "Wendehälse" war angebrochen.

mit Duplikator-Vorsatz digitalisierte Dias

Anmerkungen:

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Sigrid Antonia Johanna Fuchs von Lorch, 11.09.2012 um 14:00 Uhr

tja... und heute....... Da heißt's: "Willkommen im goldenen Westen, niemand hat gesagt, das Gold währ' für's Volk!"



smokeonthewater, 11.09.2012 um 14:37 Uhr

@Sigrid: Und auch mit der Demokratie ist's vorbei. Das Volk hat wieder nichts zu melden. Die gewonnene Freiheit ist schon etwas Wunderbares, nur der oft mit Demokratie verwechselte Meinungspluralismus hat nichts mit Willensdurchsetzung zu tun. Solange die großen "Volksparteien" ohne Konzept unterwegs sind und austauschbare Politik machen, die immer nur auf die nächsten Wahlen ausgerichtet ist und der Lobby einen Gefallen tut, wird das auch nix.

Dieser DDR-Witz zeigte den einstigen Unterschied zwischen den beiden "Demokratien":

Worin Unterscheiden sich die Wahlen in BRD und DDR?
Im Westen wählt man zwischen Pest und Cholera, im Osten zwischen 7 und 18 Uhr.



Sigrid Antonia Johanna Fuchs von Lorch, 11.09.2012 um 16:20 Uhr

naja... die Wahlen in jedem Karnickelzüchterverein sind demokratischer als alle politischen Wahlen zusammen.
In einem Verein kann man auch 'gegen' etwas stimmen, nicht nur 'für' und sich 'enthalten', wie bei der Politik.



smokeonthewater, 11.09.2012 um 16:45 Uhr

@Sigrid: Stimmt, in den Vereinen ist mehr Demokratie möglich. Eigentlich haben wir mit der "Linken" und den "Piraten" auch Alternativen in der politischen Landschaft. Nur steht keine wirtschaftliche und mediale Lobby hinter diesen Parteien. Somit erhält die Demokratie keine faire Chance, sich auszuprägen. Und OK, die "Linken" hatten in Gestalt der SED in der DDR eine historische Chance, die sie selbst vergeigt haben ...


utico, 15.03.2013 um 8:24 Uhr




ÖKOLOGIE UND ENERGIE - ein Thema, welches immer noch niemanden wirklich interessiert.

Kurz vor der sogenannten Wende war 'Tschernobyl' in aller Munde. Danach war 25 Jahre Pause - bis es in Fukushima krachte. Und jetzt? Jetzt versucht man mit Ach und Krach innerhalb weniger Jahre energie-politisch umzuschwenken. ... Ich warte auf den nächsten Krach ...





smokeonthewater, 15.03.2013 um 14:31 Uhr

@utico: Wie kannst Du unterstellen, dass das Thema niemanden interessiert? Die Lobby-Politik der Regierung und die Unfähigkeit der Politiker hat nichts mit dem basisdemokratischen Interesse zu tun.


utico, 16.03.2013 um 8:00 Uhr




... Nun ja, für die Zubetonierungen der Landschaften braucht man nicht viele Lobbyisten.
Nach der sogenannten Wende wollten die meisten DDR-Bürger ein "neues" Auto. Dafür mußten Straßen saniert, verbreitert und neu gebaut werden. Gegen die dadurch erfolgte Verdrängung von Landschaften und Tieren gab es wenig Proteste.
Und heute sieht es nicht besser aus - auch nicht im Westen.





smokeonthewater, 16.03.2013 um 18:14 Uhr

@utico: Jetzt übertreibst Du aber schon. Sicher sind ein paar Autobahnkilometer dazugekommen. Aber Infrastruktur gehört nun mal zu einem zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort wie Deutschland dazu. Was in der DDR vernachlässigt wurde bzw. nicht nötig war und nun nachgeholt wird, ist objektiv notwendig. Autobahnen werden gebraucht, wenn sich der Warenverkehr nicht "über die Dörfer" wälzen soll.

Die DDR-Straßen waren teilweise sehr marode. Vorbildlich waren die Straßen in der CSSR. Das hat nicht unbedingt was mit der Anzahl der privaten PKWs zu tun.

Der Naturschutz hat überwiegend profitiert. Die Braunkohlendreckschleudern in Sachsen und Brandenburg sind Geschichte, es wurden mehr und neue Landstriche als Biosphärenreservat oder Naturpark deklariert. Aber gewiss wurde auch einiges dem West-Ost-Autobahnbau geopfert.



utico, 17.03.2013 um 7:04 Uhr




... Es werden aber immer nur die noch vorhandenen Naturflächen unter Naturschutz gestellt. Eine Vergrößerung der Naturflächen wird es nicht geben - denn dann müßte man den Lebensraum des Autos zurückdrängen. Und dies will natürlich keiner.





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