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Das Malen mit Licht und Schatten fasziniert mich, seitdem ich mich zurückbesinnen kann. Angefangen vor gut 20 Jahren mit der "legendären" 'Ritsch-Ratsch Pocket' von Agfa und später einigen Kompaktknipsen von Nikon erreichte die Passion mit der ersten jungfräulichen Berührung einer SLR Mitte der Neunziger Jahre gänzlich neue Dimensionen.
Neben jeglichen Formen von "Kunst" gelang es dem geneigten Menschen schon immer, Emotionen, Atmosphäre, Reflexionen in ganz eigenen Bahnen zu kanalisieren und auszudrücken. Anders verhält es sich für mich nicht mit der Kunst der Fotografie - wobei ich mich nicht als "Künstler" sehe. Ich inszeniere und komponiere meine Arbeiten bewusst, weshalb ich auch den Einsatz eher unkonventioneller Mittel oder EBV nicht verteufele. Das Ablichten von Menschen bildet nur einen Teil meiner Arbeit, wenn auch mittlerweile einen sehr großen und förmlich süchtig machenden ....
Müsste ich meine Art der Fotografie beschreiben, würde ich den Begriff "schwarzromantisch" in den Raum stellen - ich möchte mit meinen Bildern nicht dokumentieren, sondern verkläre sie mit der persönlichen Sichtweise. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich noch nie eine Motivklingel besessen habe und somit die Bilder mache, die bereits vorher im Kopf manifestiert waren. Daher könnte man in den Raum stellen, dass jedes meiner Bilder eine Auseinandersetzung mit mir selbst ist - eine kreative Katharsis eines unsteten Teils meines Wesens. Doch haben sie alle eines gemein - es steckt mein Herzblut in ihnen.
Mein Herz schlägt für das Monochrome - die Abstraktion durch den Verlust von Farbe, das Hervortreten der Formen, Strukturen, Lichtstimmungen und Emotionen. S/W bildet deshalb das Gros meiner Arbeiten, verzichte ich jedoch nicht gänzlich auf das Geschenk des Farbsehens. Beschränkungen in der Motivwahl hingegen sind mir fremd, wenn auch einige Zungen an Kunsthochschulen behaupten, ich sei ein Formalästhet.
ich bin in den letzten Minuten einmal virtuell durch deine Galerie "gelaufen" und bin einfach nur fasziniert.
Deine Werke strahlen eine ganz eigene Atmosphäre aus - düster, jedoch auch auf andere Weise gar leuchtend und farbenfroh.
DAS ist es meiner Meinung nach, was die Fotografie ausmacht - das " ANDERS SEIN ".
Einfach nur beeindruckende Werke -
Großen Respekt für all das !!!
Hallo Torsten,
danke für die lieben Anmerkungen. Meist (so auch das "Kapellchen") fotografiere ich die Farb-IR's mit einer umgebauten Canon G2, wobei ich den Sperrfilter durch Fensterglas ersetzt habe und einem B+W 092 Filter, der das Licht ab (oder bis) ca. 650 nm sperrt. Der Wood-Effekt tritt dann bei der richtigen Sonneneinstrahlung und Weißabgleich auf die grüne Wiese auf. Überstrahlungen helfe ich gelegentlich mit dem Filter "Weiches Licht" etwas auf die Sprünge.
Gruß, Dirk
Das spiegel ich dir gerne. Bin eher zufällig hier über einen alten Friedhof im Wald gestolpert - und mir war sofort klar - der Thorsten war da. Mach weiter so!
Hallo Torsten, Du hast teilweise unglaublich faszinierende Bilder. Es befällt einen eine seelische Beklomenheit. Ich hoffe nicht, dass es Dein Wesenszug ist. Diese Briliance Deiner SW sind unglaublich. Weiter so! VG Roland