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... und nach einem WDR-Bericht ist nun auch der Schornstein Geschichte
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"Ich würde sie gern noch einmal sehen, aber das ist wie der Wunsch, einen Verstorbenen nochmals zu sehen". Dieser Satz des Künstlers Prof. Rudolf Schönwald drückt meine Empfindungen zu historischen Industrieanlagen besser aus, als ich es mit meinen eigenen Worten formulieren kann.
Industrieanlagen faszinieren mich schon seit meiner frühen Kindheit, als ich mit meinen Eltern auf Urlaubsreisen mit dem Zug am Hüttenwerk in Hagen Haspe vorbeifuhr und dort Hochofenabstiche beobachten konnte. Industriebetriebe waren Teil meiner alltäglichen Welt. Irgendwann wurde mir bewußt, daß diese Welt sich immer schneller veränderte und drohte, völlig zu verschwinden.
Ziel meiner fotografischen Arbeit war zunächst die Dokumentation, das 'Konservieren' vergänglicher Industriearchitektur im Bild. Es zeigte sich, daß willkürlich 'geknipste' Bilder diesem Ziel nicht annähernd gerecht wurden, und daß auch dokumentarische Fotografien einer bewußten Formgebung bedürfen. Der formgebende Prozeß ist immer Ergebnis einer individuellen, durch subjektive Einflüsse geprägten Entscheidungskette, beginnend mit der Auswahl des Objektes, der Einbeziehung des räumlichen Kontextes, Gestaltung von Licht und Perspektive bis hin zur Form der Präsentation. Auch wenn meine Intention mittlerweile über die (eigentlich nicht mögliche) 'reine' Dokumentation hinausgeht, so bleibt das fotografierte Objekt auch von der Form her immer Ausgangspunkt der Gestaltung. Die Benutzung industrieller Anlagen als Vehikel für pseudo-intellektuelle (möchte-gern-künstlerische) Arbeiten lehne ich ab.
Für bewegte Motive und wenn ich unter Zeitdruck arbeiten muß, fotografiere ich mit einer Hasselblad 2000 FC/M mit Objektiven zwischen 40 und 350 mm (und 2x Konverter). Wann immer dies technisch möglich ist, setze ich eine Großformatkamera 'Linhof Technikardan S' mit Brennweiten zwischen 38 und 1200 mm ein. Diese Kamera ist einerseits sehr kompakt und gut zu transportieren, bietet aber andererseits alle für kompromißlose Architekturfotografie notwendigen Verstellmöglichkeiten einer echten Studiokamera. Dabei verwende ich sowohl Planfilm (Format 4x5 inch) als auch Rollfilm. Seit Anfang 2006 arbeite ich ausserdem mit einer Canon EOS 5D. Als sehr nützliches Werkzeug hat sich die Kombination mit den Hasselblad-Objektiven über Zoerk Panorama Shift Adapter erwiesen.
Für die Webdarstellung scanne ich meine Bilder mit einem Epson Perfection 3200 Photo (meist mit 1600 dpi).
Die weitere Bearbeitung erfolgt mit Hilfe von gimp, wobei ich mich auf Manipulationen beschränke, die auch in der Dunkelkammer möglich wären, also im Wesentlichen Perspektivenkorrektur (bei älteren Mittelformatbildern) und Tonwertkorrektur.
Ergänzung Juni 2004:
Vor ein paar Monaten habe ich mit befreundeten Schrottrobbern das speziell auf die Bedürfnisse engagierter Industriefotografen zugeschnittene und auch als "konspirativer Elitezirkel" bekannte Portal http://www.industriekultur-fotografie.de
gegründet.
Ach ja, ein hochverdientes "Sternchen" habe ich mir mit diesem superschönen, fantastisch, bezaubernden, atemberaubenden, genialen Fake-Foto
Danke für die nette Anmerkung zu meinem Foto vom Kesselbetrieb. Ich habe mich etwas durch ihre Sammlung durchgeklickt und beglückwünsche Sie zu diesen wunderbaren Aufnahmen.
Hallo Harald,
nachdem ich mir hier Deine Fotos angeschaut habe, fühl ich mich ja glatt ein wenig geehrt, für Deinen Kommentar. Kann man das in dieser Perfektion und mit der Ausrüstung noch als Hobby betreiben, oder ist das schon Profession? Interessant auch Deine fake-Rubrik.
Hallo Harald,
danke für Deine Anmerkung, alter Kühlturm der Peiner Träger AG, der Turm ist unten aus Beton, in der Mitte ist er wohl aus Wellblech und oben so sieht es wie Holz aus...?
Trotzdem möchte ich mich nochmals für Deine schönen und alten historischen Industriefotos auf Stahlart.de bedanken! Viele Deiner Fotos sind sehr selten und manche dieser Objekte existieren schon seit Jahren nicht mehr, z.B. die Kokerei in Zeebrugge oder. die Westfalenhütte in Dortmund, was sehr schade ist!
Deine Fotos haben mich inspirint, daß ich mich für die Industriefotografie entsdchieden habe!
Gruß ind ein schönes WE
der Henny
herzlichen Dank erstmal für deinen Besuch und deine ganz tolle Anmerkung.
Wenn ich mir deine Bilder so answehe, du bist wirklich ein guter Fotograf durch und durch, deshalb freue ich mich besonders über deine Anmerkung.
Hallo Harald,
für deine Anmerkung und die Links möchte ich mich sehr gerne bei dir bedanken. Als ich dann darauf ging, sah ich, dass ich auch bei dir zu Besuch war um über die Zeche Infos zu finden. Ich mag zu gerne in Altem und Maroden herumstromern, aber muss gestehen zu wenig über alte Industrien zu wissen.
Faszinierend finde ich, was du an Wissen auf deiner Homepage zusammengetragen hast. Und wo du schon überall warst.
Leider wohne ich in einer recht langweiligen Ecke (Schlw. Holstein), was jedenfalls diese Richtung der Fotografie betrifft. Einzig ein paar alte Traktoren und landwirtschaftliche Betriebe könnte ich an Maroden beisteuern, also nichts wirklich Aufregendes. So wird es wohl dabei bleiben, dass ich gezielt ein paar Tage Urlaub im Jahr einplane, um mit meinem Mann auf heimlichen Wegen zu schleichen…und weiterhin mir Anregungen auf deiner Web-Seite suchen.
:-)
Grüße Katrin
Danke für Deinen Kommentar in meinem Profil! Fühle mich ja schon etwas geschmeichelt, wenn ich Deine Fotos so sehe, und kann das Kompliment eigentlich nur zurückgeben! Gefallen mir sehr gut, Deine Aufnahmen.
Viele Grüße
Andreas