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Vielen Dank für Eure rege Diskussion um die Burundi-Bilder. Bin überrascht, was mein Auslösen vor 4 Jahren bei einigen fc.UserInnen heute auslöst. Hauptsache die Diskussion lebt. Es tut mir leid, wenn nicht einfach alle Bilder optisches Belcanto sind., sondern staubig und direkt. Nein, eigentlich tut es mir nicht leid - ich will mir ja nicht nur die Welt zusammenfotografieren, wie sie mir gefällt.
Deshalb:
Immer alle Vorstellungen über Bord werfen.
Sehen was ist.
Nicht davonlaufen.
LG leise
Mir fällt auf, dass hier viel von Bildmängeln oder an anderer Stelle auch von Bildstärken geschrieben und gern darüber gestritten wird. (Auf die Diskussionen zu Schreibfehlern möchte ich lieber nicht eingehen) Ich frage mich: Wer sagt eigentlich, was ein Bildmangel oder eine Stärke ist? Klar, wenn ein Bild in´s Voting kommt, fällt jeder sein Urteil ausschliesslich über die fotografische Seite und stimmt ab. Nur, was ist die "fotografische Seite"?
Ich persönlich kann die Qualität eines Fotos nicht von seinem Hintergrund trennen. Bei der Gestaltung von Bildern von objektiven Mängeln oder Stärken zu sprechen, würde ich mir nicht anmassen.
Ich - für meinen Teil - war noch nie wirklich objektiv. Für mich stellt sich vielmehr die Frage, ob ich in einem Bild und dessen Bearbeitung nicht nur etwas von der Seele des Moments vermittelt bekomme und von der Seele des Fotografen, sondern auch von mir selbst als Betrachtender. Es gibt keine Distanz zwischen mir und dem was ist. Oder anders formuliert: Die Dinge um uns zielen immer auf uns selbst. Das kann man nun versuchen sichtbar zu machen oder zu verdecken. Die Frage hier, ohne jede intellektuelle oder fotografische Spielerei, ist: überwindet ein Bild Dein Gefühl von Ich und DU? Oder anders gesagt: Siehst Du Dich?
Dabei ist es ziemlich egal in welchem Auschnitt oder Rahmen das stattfindet. Den Rahmen gibt es eh nicht und der Ausschnitt ist die ganze Welt.
Also lasst bitte respektloses Benehmen untereinander. Ich will keinen Kindergarten unter meinen Bildern.
Auch suche ich keine technische oder gestalterische Kritik. Ich werde an meinen Bildern diesbezüglich nichts ändern. Nicht, weil ich nicht, will, sondern weil ich nicht kann.
deine Bilder berühren, bewegen, klagen manchmal auch an, immer aber sind sie voller Respekt vor dem Leben. Sie inspirieren mich und ich wäre glücklich wenn meine Bilder auch nur eine Winzigkeit der Emotionen rüberbringen würden wie deine es tun. Mein grösster Respekt!
Ich könnte einiges zu Deiner oben dargestellten Auffassung von Fotografie schreiben, und einiges zum Diskussionsstil in diesem Forum und auch unter Deinen Bildern - also sage ich lieber nichts ;) Deine Bilder anzuschauen lohnt sich jedenfalls sehr, ich komme wieder...
LG
Daniel