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Zwischenring

Objektiv


Für Naheinstellungen wird das Objektiv durch den Einstellring nach vorn bewegt. Das muss so sein wegen der bekannten Linsenformel:

                     1/f = 1/b + 1/g 

Dabei ist:

f    Brennweite (Focus) des Objektivs
b    Bildweite, Abstand Objektiv - Film bzw. Sensor
g    Gegenstandsweite, Abstand Gegenstand - Objektiv

Wenn g unendlich ist, ist 1/g = 0, damit sind f und b gleich.

Je kleiner nun g gemacht wird, also je näher ich an das Objekt der Begierde (in die Galerie zu kommen) heranrücke, desto größer muss b werden. Der Mechanik des Objektivs sind da Grenzen gesteckt. Abhilfe bilden Zwischenringe, die helfen, b zu vergrößern. Im Allgemeinen sind Sätze von Zwischeringen mit 9, 16 und 25 mm Länge üblich, die man beliebig kombinieren kann. Mit einem 50 mm Objektiv sind damit Makroaufnahmen bis zum Verhältnis 1:1 möglich, wenn man alle drei Zwischenringe zusammen benutzt. Will man b noch weiter vergrößern (z. B. wenn man ein 200er Tele für Makroaufnahmen verwenden will, siehe all die schönen Insektenfotos), empfiehlt sich ein Balgengerät, wenn das Objektiv keine Makroeinstellung hat.

Lässt sich das Objektiv der Kamera nicht entfernen, kann man auch eine Nahlinse für Makroaufnahmen benutzen. Nahlinsen können aber die Fehlerkorrektur des Objektivs stören, so dass man Farbsäume bekommt.

(Ursprünglicher Text: Hermann A.)


  Letzte Änderung: 21:20, 15. Mai 2009 von Hermann A. . Basiert auf dem Text von Marc S. und Gabriela Ürlings. - Aufrufe: 18712
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