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Zonensystem

Das Zonensystem in einem Wiki-Eintrag umfassend und erschöpfend zu erläutern ist unmöglich. Es gibt unzählige dicke Bücher zu dem Thema und seit eh und je kontroverse Diskussionen.

Als Erfinder des Zonensystem gilt Ansel Adams http://de.wikipedia.org/wiki/Ansel_Adams und die Entwicklung des Zonensystems wird in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts datiert.

Der Entwicklung liegt der Wunsch zugrunde, die Helligkeitswerte einer Aufnahme (Negativ) bewusst steuern zu können und jeweils durch angepasste Belichtung und Entwicklung, das Maximum an verfügbaren Grauwerten aus einer Aufnahme herauszuholen.

Adams teilt die Bereiche zwischen "reinweiss" und "schwarz" in 11 Bereiche (Zonen) ein. Die Zonen haben jeweils einen Abstand von einer Blende. Fotografisch auf Fotopapier darstellbar ist der Bereich von 9 Zonen - Zone I ist ein absolut zeichnungsfreies Schwarz Zone Xi rein papierweiss

Zone V - das sog. mittlere Grau, entspricht dem Grau auf das alle Belichtungsmesser geeicht sind.


Sinn und Zweck des Zonensystems ist es durch eine Kombination aus Belichtung und angepasster Entwicklung die Zonenverteilung im Bild zu "verschieben" und beispielsweise eine bildwichtige Stelle als Zone III darzustellen, die gemessen beispielsweise Zone V hätte.


Zur Belichtungsmessung im Zonensystem dient immer ein Spotbelichtungsmesser um die Helligkeit selbst kleinster Bildstellen exakt zu ermitteln.


Die eigentliche Umsetzung erfolgt aus einer mathematisch errechneten Belichtungszeit und einer daraus resultierenden angepassten Entwicklung.


Voraussetzung um mit dem Zonensystem wirklich erfolgreich zu arbeiten, sind standardisierte Entwicklungsmodi die mit N+3 bis N-3 benannt werden. Vereinfacht ausgedrückt wird eine Unter- oder Überbelichtung entsprechend mit einer Über- oder Unterentwicklung ausgeglichen.

Es ist notwendig die eigenen Materialien entsprechend einzutesten und zu kalibrieren und schließlich auch bei dieser Kombination Film und Entwickler zu bleiben.


Entwickelt wurde das Zonensystem für die Arbeit mit Großformatkameras und somit Einzelnegativen, da diese sich halbwegs bequem jeweils einer separaten Entwicklung zuführen lassen. Dennoch arbeiten auch KB und MF-Fotografen mit dem Zonensystem, indem sie die Filme teilen, für jede Entwicklungszeit ein separates Filmmagazin nutzen oder Filme immer wieder aufspulen und beim erneuten Einlegen entsprechend weiter vordrehen.


Das Zonensystem ist auch heute im digitalen Zeitalter sehr angesehen. Wer sich als Fotograf mit Schwarzweiss-Fotografie ernsthaft beschäftigt und auch seine Bilder selber druckt, sollte die Grundregeln, die dem Zonensystem zugrunde liegen, kennen. Das Wissen wie leistungsfähig beispielsweise der eigene Drucker ist und ab welchen Helligkeitswerten im Druck keine Zeichnung mehr ist, helfen schnell zu wirklich beeindruckenden Schwarzweiss-Bildern. Ein schwarzweiss Bild lebt in der Regel von dem Ausschöpfen der möglichst ganzen Bandbreite an Grautönen.


Literatur zum Thema (teilweise nur noch antiquarisch zu bekommen) Ansel Adams: Die Kamera. Christian Verlag, München 2000, ISBN 3-88472-070-8 Ansel Adams: Das Negativ. Christian Verlag, München 1998, ISBN 3-88472-071-6 Ansel Adams: Das Positiv. Christian Verlag, München 1998, ISBN 3-88472-072-4 Peter Fischer-Piel: Das Zonensystem in der Schwarzweiss- und Farbfotografie. ikoo Buchverlag, Berlin 1988, ISBN 3-88677-929-7 Henk Roelfsema: „Das Zonensystem: Kontrastbeherrschung in der Schwarzweiß-Fotografie“. Verlag Photographie, Schaffhausen 1992, ISBN 3-7231-0017-1 Minor White: The New Zone System Manual. Morgan & Morgan, New York 1990, ISBN 0-87100-100-4 (englisch) Beyond the Zone System [Taschenbuch],ISBN-10: 0240803434


  Letzte Änderung: 13:01, 26. Sep 2011 von Gabriela Ürlings . Basiert auf dem Text von Petrosilius Krallemann und bella . - Aufrufe: 573
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