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Wie finde ich den Film der zu mir passt?

Inhaltsverzeichnis

Auswahl nach Ausgabemedium

Dia: Wenn das fertige Bild an die Leinwand projeziert werden soll, gibt es keine Alternative zu Dia-Film.

Abzüge: Wenn das fertige Bild als Abzug im Album oder als Poster an der Wand landen soll kann man sowohl Negativ- wie auch Dia-Film benutzen. Für diese Anwendung ist aber der Negativ-Film gedacht und dementsprechend optimiert.

Digitale Daten: Je nach Film-Scanner gibt es unterschiedlich geeignete Filme. Theoretisch sind Dias besser geeignet, da sie keine störende Maskierung besitzen. Papierbilder kann man natürlich auch mit Flachbett-Scannern digitalisieren. Für viele Anwendungen ist dies völlig ausreichend.

Auswahl nach Farbe

Farbfilm: Unterschiede gibt es hier bei der Farbwiedergabe. Bei professionellen Negativ-Filmen gibt es unter anderem folgende Angaben:

  • NC => natural colours (sagt wohl alles) wird auch als Portrait-Film bezeichnet
  • VC => vivid colours (kann man vielleicht als "kräftig" übersetzen)
  • UC => ultra colours (sagt wohl alles)


SW-Film: Ideal zum Selberentwickeln. Eigentlich einfacher als Farbfilme, kostet aber beim Fremdentwickeln mehr, da Farbfilme in größerer Stückzahl in einem standardisierten Verfahren (Negativ C-41/ Dia E6) verarbeitet werden.


chromogene Negativ-Filme: "ein Farbfilm ohne Farben": Da echte SW-Filme nicht im standardisierten C-41-Prozeß entwickelt werden können gibt es als "Notlösung" diese Filmart. Üblicherweise werden die Abzüge auf Farbpapier gefertigt. Der Vorteil ist eine schnelle und billige Fertigung von SW-Bildern in jedem Großlabor. Theoretisch ergibt sich ein SW-Abzug, meistens erhält man aber einen Farbstich, der an nostalgische (vergilbte) Photos erinnert. Ist aber auch sonst eine interessante Alternative zu echten SW-Filmen, da diese Filme eine eigene Charakteristik und vergleichsweise feines Korn besitzen.


IR-SW-Film

IR-Falschfarben-Film

Auswahl nach der Empfindlichkeit

Bei der Empfindlichkeit gilt es den passenden Kompromiss zwischen Bildqualität und Lichtverhältnissen zu finden. Filme mit hoher Empfindlichkeit neigen zu schlechterer Bildqualität. Alte Photographen-Weisheit hierzu: "Lieber grobkörnig als unterbelichtet".

Siehe hierzu auch den Artikel Belichtung

Amateur-Filme/professionelle Filme

Die Hauptunterscheidung liegt in der unterschiedlichen Produktion der Filme. In der Filmproduktion gibt es eine Phase in der der Film gereift wird. Diese Reifung ist der Prozess in dem der Film lichtempfindlich wird. Leider kann aber diese Reifung nicht komplett gestoppt werden, da es sich um eine chemische Reaktion handelt. Amateurfilme werden vor ihrer maximalen Empfindlichkeit gestoppt. Der Film reift aber langsam weiter und kommt erst nach längerer Zeit zu seiner maximalen Empfindlichkeit. Der Grund liegt in der längeren Lagerung. Bei Amateurfilmen wird davon ausgegangen, dass die Zeitspanne von der Produktion des Filmes bis zur Entwicklung länger als 2 Monate ist. Außerdem wird auch davon ausgegangen, dass Amateurfilme höhere Temperaturschwankungen ausgesetzt sein können, zb durch Reisen.

Bei Profi-Material wird der Prozess der chemischen Reifung genau am Punkt der maximalen Empfindlichkeit gestoppt. Dadurch wird erreicht, dass das Material der Nennempfindlichkeit entspricht und somit ein genaues Arbeiten erlaubt. Um diese geringen Toleranzen aber nützen zu können, muss das Material in einer geschlossenen Kühlkette ausgeliefert und gelagert werden, weiters sollte das Material innerhalb von 2 Monaten verarbeitet werden.

Tageslicht/Kunstlicht

Filme werden auch nach ihrer Sensibilisierung für Tageslicht bzw. Kunstlicht unterschieden. Der Grossteil der Filme ist auf Tageslicht sensibilisiert. Spezielle Kunstlichfilme sind meist mit dem Zusatz "Tungsten" bezeichnet. Dies ist das englische Wort für Wolfram, aus diesem Metall bestehen die Drähte von Glühbirnen.

Kunstlichtfilme sind für eine Farbtemperatur von 3200 Kelvin sensibilisiert. Bei Licht mit diskontinuierlichen Spektrum, wie Neonlicht, treten trotzdem Farbstiche auf. Diese müssen mit Farbkonversionsfilter ausgeglichen werden.

Siehe hierzu auch die Absätze "Farbtemperatur" und "Weißabgleich" im Artikel Licht.

Weiterer Vorteil des Kunstlichmaterials liegt in der Möglichkeit längere Belichtungszeiten zu verwenden, ohne dass das Material kippt. Von kippen spricht man, wenn Farbtsiche in den Lichtern und Schatten als Komplementärfarben auftreten. Durch den Einsatz von EBB stellt dies kein Problem mehr dar, da Lichter und Schatten getrennt voneinander korregiert werden können, im Farblabor kann allerdings nur in eine Richtung gefilter werden, womit ein Farbstich unausweichlich ist.



  Letzte Änderung: 01:50, 12. Jan 2006 von Franz-Josef Wirtz . Basiert auf dem Text von Florian Schott und Sepp Bauer und anderen. - Aufrufe: 5282
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