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Tonung
Warum tonen?Warum tont man ein SW-Bild? Zuerst wird durch die Wahl eines SW-Films bewusst auf Farbinformationen verzichtet, und nun kommen möglicherweise doch wieder Farben ins Spiel (wobei nicht jeder Toner zu einer farblichen Veränderung des Fotos führt)? Gründe für das Tonen eines Fotos können folgende sein: Verbesserung der ArchivfestigkeitZwar nicht alle, aber viele Toner verbessern die Langzeithaltbarkeit (Archivfestigkeit) des Bildes durch eine Stabilisierung des Bildsilbers. Je nachdem, ob auf PE- oder Barytpapier geprintet wurde, ist bereits eine Haltbarkeit vorhanden, die mindestens im Bereich von Jahrzehnten liegt, wobei Barytpapier hier einen Vorsprung vor PE-Papier hat - eine saubere Verarbeitung hinsichtlich Fixierung und Wässerung natürlich vorausgesetzt. Durch eine entsprechende Tonung kann diese Zeitspanne nochmals deutlich verlängert werden. Ob es Deine Prints wert sind, dass man sie auch noch in einigen hundert Jahren unverändert mit Genuss betrachten kann, lassen wir jetzt einmal dahingestellt. Kontrast- und DichteänderungenBei Prints, die etwas dunkel, aber trotzdem detailreich geprintet wurden, können durch entsprechende Tonung (z.B. Bleichung und anschließende Schwefeltonung) die Kontraste in den dunklen Partien verstärkt werden. Dies ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn - bedingt durch die Form oder Struktur des Motivs - Printtechniken wie Abwedeln oder Nachbelichten nicht ohne sichtbare Beeinflussung anderer Bildpartien sauber durchgeführt werden können. Ebenso kann bei Prints, die zur Erhaltung wesentlicher Bilddetails etwas weicher und damit flauer geprintet werden mussten, durch passende Tonung (z.B. mit Selentoner) gezielt die Dichte in den Schatten erhöht werden. Der Bildeindruck kann sich durch solche Tonungen also deutlich verbessern. Veränderung der BildstimmungJetzt kommen vor allem die Farben ins Spiel: durch die Verwendung von Tonern, die sich farblich auf das Bild auswirken kann die wiedergegebene Bildstimmung ganz gezielt in eine bestimmte Richtung beeinflusst werden. Je nach Motiv und beabsichtigter Wirkung kann hier ein wärmerer oder kälterer monochromer Farbton und damit eine wärmere oder kältere Bildwirkung durch eine entsprechende Tonung erzielt werden. Arten von TonungenHiermit sind nicht die unterschiedlichen Toner und deren Wirkungen gemeint, sondern die Art der Verarbeitung bei der Tonung. Folgende grundsätzliche Tonungsarten können unterschieden werden:
Voraussetzungen für gute TonungGrundvoraussetzung für eine saubere Tonung ist ein sauber verarbeiteter Print, der ausreichend fixiert und danach auch ebenso ausreichend gewässert wurde. Ansonsten kann die Tonung ungleichmäßig werden, d.h. es können sich durch die Tonung Flecken und Schlieren auf dem Bild bilden. Vorteilhaft bei der Tonung ist, dass eine Tonung auch problemlos mit zeitlichem Abstand zum eigentlichen Printvorgang durchgeführt werden kann. Man kann also an einem Tag seine Prints erstellen und an einem ganz anderen Tag nachträglich die Tonung vornehmen. Wichtig hierbei ist nur, dass der schon getrocknete Print dann direkt vor der Tonung nochmals ausreichend gewässert wird. Eine Wässerung von 5 Minuten in etwa 20 Grad warmem Wasser dürfte bei allen Papieren ausreichend sein. Auch hier besteht durch unzureichende Wässerung die Gefahr einer ungleichmäßigen Tonung. Tonung und FotopapiereNicht jedes verwendete Fotopapier zeigt mit einem Toner die gleiche farbliche Wirkung. Hier sind eigene Tests mit den zu verwendenden Tonern fast unerlässlich. Unterschiedliche Fotopapiere sprechen unterschiedlich stark, unterschiedlich schnell und mit unterschiedlicher farblicher Wirkung auf einen Toner an. In Verbindung mit in ihrer Mischung beim Ansatz variabel abstimmbaren Tonern und der Einwirkungszeit auf das Foto ergeben sich so eine Vielzahl möglicher Auswirkungen auf das bildliche Ergebnis. Daraus folgt, dass gerade Aussagen über die farbliche Wirkung bestimmter Toner nur einen groben Anhaltspunkt geben, aber keine exakte Angabe zur Wirkung bei verschiedenen Fotopapieren darstellen. Generell kann man sagen, dass Warmtonpapiere besser auf Tonungen ansprechen als Kalttonpapiere, und dass Barytpapier besser anspricht als PE-Papier. Aber dies sind auch nur erste Hinweise für eigene Versuche mit dem eigenen Papier. Mit folgenden Papieren konnten aus eigener Erfahrung gute Wirkungen erzielt werden: PE-Papiere:
Baryt-Papiere:
Weiterführende InformationenLiteraturempfehlungen
Weblinks
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