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Tiefenschärfe

Siehe Tiefenwirkung

Tiefenschärfe

eigentlich Schärfentiefe, kann in einem Foto ein besonderes Gestaltungselement sein.

Mit dem Objektiv kann man eigentlich nur auf eine ganz bestimmte Entfernung scharf stellen. Objekte, die exakt auf der eingestellten Entfernungsebene liegen, werden auch auf dem Film bzw. Sensorchip scharf abgebildet. Jeder Punkt außerhalb der scharf gestellten Ebene bildet auf dem Film oder Chip keinen Punkt, sondern einen Zerstreuungskreis ab. Dieser Kreis wird größer, je weiter der Punkt von der Schärfeebene entfernt, oder wie groß die Blendenöffnung ist. Eine große Blendenöffnung (kleine Zahl auf dem Blendenring) hinterlässt einen größeren Zerstreuungskreis, als eine kleine Blendenöffnung (das heißt, einer großen Blendenzahl).

Trotzdem kann man davon ausgehen, dass wir einen gewissen Unschärfebereich immer noch als scharf wahrnehmen. Wenn die Zerstreuungskreise kleiner oder gleich groß sind wie Filmkorn oder Bildpixel, ist deren Abbildung mit der scharf gestellten Ebene gleich. Erst wenn die Zerstreuungskreise größer werden, macht sich der Unschärfeeindruck bemerkbar.

Was heißt das für das Fotografieren?

Wir können den Schärfebereich steuern. Ein Blick auf das Objektiv gibt uns Auskunft. Dort ist in der Regel der Tiefenschärfebereich der Blendenstufen eingraviert. (Bei manchen für Digitalkameras hergestellten Objektiven leider nicht mehr).

Wollen wir z.B. eine Landschaft vom Vordergrund bis zum Horizont scharf abbilden, stellen wir eine kleine Blendenöffnung (Große Blendenzahl) ein und drehen das Entfernungssymbol Unendlich auf den gleichen Blendenwert in der Tiefenschärfeskala des Objektivs. Auf der gegenüberliegenden Seite der Tiefenschärfeskala sehen wir, wie nah der Schärfebereich heranreicht. Je nach Objektiv und den zur Verfügung stehenden Blendenstufen kann beispielsweise ein Bereich von 2,50 Metern bis Unendlich scharf abgebildet werden.

Wollen wir ein aussagekräftiges Bilddetail scharf hervorheben und alles andere in Unschärfe versinken lassen, z.B. einen Vogel auf einem Zweig, der in einem Gebüsch mit vielen Zweigen untergehen würde, so stellen wir eine große Blendenöffnung (kleine Blendenzahl) ein und den Vogel scharf. Jetzt wird nur noch ein kleiner Bereich vor und hinter dem Vogel scharf abgebildet. Im Sucher von SLR-Kameras kann man den Schärfeverlauf sehen und mittels der Schärfentiefetaste prüfen und kontrolliert einstellen.

Zu kompliziert? Wer kann es einfacher erklären?


Kompliziert? In Wirklichkeit ist es ganz einfach. Kompliziert ist es nur, wenn ein falscher Begriff verwendet wird. Wer statt Tiefenschärfe den richtigen Begriff Schärfentiefe verwendet, hat bereits die Erklärung im Begriff. Der Begriff erklärt sich selbst.


Knickschärfe wird es genannt, wenn die oben beschriebenen Tips nicht da angekommen sind, wo sie ankommen sollten. Was soviel heisst wie: Die Schärfe in diesem Bild kannst du knicken. Was anfänglich als Spassanmerkung gedacht war, setzt sich jetzt mehr und mehr zu einer Art Stilrichtung durch.........Bilder mit gewollter Unschärfe über das ganze Bild verteilt.

  Letzte Änderung: 20:03, 30. Sep 2013 von Ingenieur Norbert . Basiert auf dem Text von Andi L. und Franz-Josef Wirtz und anderen. - Aufrufe: 14542
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