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Streetfotografie

Die Streetfotografie ist ein sehr weit gespannter Bereich der dokumentarischen Fotografie, die sich berschneidet mit Teilen der Portrait- und Event-Fotografie. Zu eigen ist der Streetfotografie, dass sie ungeknstelt (ohne Models, oder gestellte Personen) ist, beobachtend das Geschehen um sie herum zum Thema macht und exemplarische Szenen herausgreift, um sie zu dokumentieren. Streetfotografen sind also in erster Linie Dokumentaristen, die das, an dem sie teilnehmen, das um sie herum wirkt und ist, fr ihre Fotografie zu nutzen wissen.


Der Anspruch an die Streetfotografie ist sehr unterschiedlich und verndert sich mit der sogenannten digitalen Revolution. Er reicht vom Fotografieren auf der Strasse bis hin zu unwiederholbaren und einzigartigen Momenten mit besonderer Grafik, die mit der Aufnahme festgehalten werden. Dabei wiegt der "Inhalt", also die Bildaussage weit mehr als technische Gegebenheiten, wie beispielsweise Bildschrfe.

Street ist meist direkt und nah, sollte immer authentisch und ungestellt sein. Sie konzentriert sich auf einen bestimmten Aspekt oder Moment, der dann festgehalten wird.

Aspekte, die die Streetfotografie nach deutschem Recht problematisch machen, sind das allgemeinen Persnlichkeitsrechts aus Art. 2 Abs. 1 iVm. Art 1 Abs. 1 GG, das "Recht am eigenen Bild", sowie die scheinbar grenzenlose Ausweitung des Themas auf alle Bereiche des Lebens. Letzteres ist allerdings auch ihre Strke. Bei der Streetfotografie wird der Abgebildete naturgem nicht vorab um Erlaubnis gefragt. Das ist in aller Regel eine Verletzung des allgemeinen Persnlichkeitsrechts des Abgebildeten aus Art. 2 Abs. 1 iVm. Art 1 Abs. 1 GG. Der Abgebildete wird aber meist auch nicht nach der Aufnahme um Erlaubnis zur Verffentlichung gefragt. Das ist in aller Regel ein Versto gegen das "Recht am eigenen Bild", welches Menschen vor der unbefugten Verbreitung ihres Bildnisses schtzen soll. Denn jeder Mensch hat prinzipiell das Recht, selbst darber bestimmen, ob und wie Bilder von ihm verffentlicht werden. Die Ausnahmen dazu sind dnn gest, wie etwa die Abbildungen von Prominenten.

Oft wird von Streetfotografen auf den 23 Abs. 1 Nr. 4 KUK, hheres Interesse der Kunst verwiesen. Doch die Ausnahmen des 23 KunstUrhG werden nicht ohne jede Beschrnkung gewhrt. Vielmehr sind berechtigte Interessen der Betroffenen wie das Recht am eigenen Bild und die allgemeinen Persnlichkeitsrechte zu wahren. Dies kollidiert natrlich mit Streetfotografie. So verwundert es nicht, dass dieser Paragraph praktisch nur im Bereich der sogenannten knstlerischen Bildnisstudien eingesetzt wird, die laut Gesetzesbegrndung damit ermglicht werden sollen.

Es kann jedem Fotografen, der Streetfotografie betreiben mchte, nur dringend geraten werden, sich vorher fachanwaltlichen Rat einzuholen.

Diese Ausfhrungen sind Meinungen der jeweiligen Autoren und ausdrcklich keine Rechtsberatung. Sie dienen ausschlielich dazu, Streetfotografen fr die rechtliche Seite der Streetfotografie zu sensibilisieren und dazu zu bringen, sich rechtlichen Rat bei Fachanwlten einzuholen.


Siehe auch

Siehe auch



Links

https://secure.wikimedia.org/wikipedia/de/wiki/Straenfotografie

  Letzte nderung: 08:48, 5. Sep 2012 von Peter Voeth . Basiert auf dem Text von Mario Fox und Christina Diedrich und anderen. - Aufrufe: 64608
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