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Sternspurenfotografie
EinleitungMein Name ist Marcel, ich bin in Dresden geboren und betreibe mit meinem Bruder zusammen unseren eigenen Fotoblog DDpix.de (http://www.DDpix.de). Um unser Hobby, das Fotografieren, noch weiter auszubauen, gründeten wir im Sommer 2008 unseren Fotoblog.Am Anfang fingen wir sehr klein an und zeigten dort nur ein paar von uns fotografierte Bilder. Im Laufe der Zeit entwickelte sich DDpix.de (http://www.DDpix.de) zu einem kleinen Fotoblog, welcher auch weiterhin regelmäßig mit neuem Inhalt gefüllt wird.
Rotation der ErdeDie Sterne scheinen still am Himmel zu stehen, bewegen sich aber durch die Drehung der Erde langsam über den Nachthimmel. Hierbei ist zu beachten, dass die Sterne eigentlich fest am Himmel stehen. Durch die Rotation der Erde beginnen sie aber langsam am Himmel entlangzuwandern. Alles dreht sich um die verlängerte Erdachse. Genau diese Bewegungen kann man auf Sternspurenfotos festhalten. Polarstern zur OrientierungDer Polarstern befindet sich fast exakt an der Stelle der verlängerten Erdachse. Hast du diesen Stern in deinem Bildausschnitt, so bekommst du einen festen Punkt am Himmel, um den sich alle anderen Sterne drumherum bewegen. Um schöne Spuren zu erzielen, die den Polarstern im Bildausschnitt beinhalten, solltest du jedoch grob wissen, wo sich was am Himmel befindet. Du musst dazu nicht jedes Sternenbild am Himmel kennen, einige wichtige Punkte sind beim Fotografieren von Sternspuren aber sehr hilfreich.
Man muss sich nicht am Sternenhimmel auskennen, um das Sternenbild „Großer Wagen“ zu entdecken. Hat man es gefunden, ist der Polarstern nicht mehr weit entfernt. Verlängerst du die gedachte Linie am vorderen Teil des großen Wagens um das 5-fache nach oben, so gelangst du ziemlich genau zum Polarstern welcher das Ende des Sternbildes „kleiner Wagen“ bildet.
VordergrundAls passenden Vordergrund sind zum Beispiel Bäume, Seen oder Felsen gut geeignet. Auch entfernte Städte, deren Stadtlicht den scheinbar schwarzen Himmel bei Langzeitbelichtungen in ein Orange/rotes Licht tauchen, können sehr interessante Effekte zaubern. BelichtungszeitBereits ab einer Belichtungszeit von 30 Sekunden lassen sich kurze Sternspuren auf einem Foto erkennen. Damit dir ein gutes Sternspurenbild gelingt, solltest du aber viel mehr Zeit einplanen. Die Sterne ziehen sehr langsam über den Himmel, wodurch eine Zeit von mindestens 2 Stunden pro Motiv eingeplant werden sollte. Noch mehr Zeit für das Motiv aufzubringen, ist jedoch immer besser, denn je länger man von einer Stelle aus fotografiert, umso länger werden die Sternspuren und umso spektakulärer wirkt das Endergebnis.
Einstellungen der KameraDie Einstellungen der Kamera für solche Fotos sind recht simpel. Um möglichst viel Licht auf den Sensor zu lassen, solltest du die Blende komplett öffnen. Da bei längeren Belichtungszeiten das Rauschen zunimmt, lassen wir den ISO-Wert generell auf ISO 100 eingestellt.
Wir nutzen einen programmierbaren Funkauslöser, welcher dann automatisch die vorher angegebene Anzahl von Bildern macht und dabei ein vorprogrammiertes Intervall einhält. So drückt man einfach einmal den Auslöser und muss dann nur noch warten bis alles fertig ist. BildstabilisatorDer Bildstabilisator sollte unbedingt deaktiviert werden, da dieser beim Verwenden eines Statives oft Bewegungen ausgleichen möchte, wo keine sind und es darum zur Unschärfe des Motives kommen kann. Dies macht sich auch durch Zickzack förmige Sternspuren bemerkbar. Fokus setzenIn völliger Dunkelheit wird es oft problematisch einen geeigneten Fokuspunkt zum Scharfstellen zu finden. Hilfreich ist dabei ein weit entferntes Licht zu fokussieren oder sich mit Hilfe einer hellen Taschenlampe oder eines Laserpointers seinen Fokuspunkt selber zu erzeugen. Im Anschluss ist der Autofokus dann unbedingt zu deaktivieren, da die Kamera sonst aufs Neue versucht den schwarzen Sternenhimmel scharf zu stellen. Solltest du keine Möglichkeit haben einen Fokuspunkt zu finden oder zu erzeugen, dann kannst du deinen Fokus auch manuell auf "Unendlich" stellen. Zu beachten ist aber, dass der schärfste Bereich vieler Objektive nicht bei Unendlich liegt und du somit den Fokus 1-2 mm zurück drehen solltest um die optimale Schärfe zu erreichen. Weitere InformationenSternspuren zu fotografieren nimmt eine Menge Zeit und Geduld in Anspruch, welche dann aber meistens durch schöne Ergebnisse belohnt wird. Wir hoffen euch einen kleinen Einblick in die Themengebiete unseres Blogs gegeben zu haben. Weitere Dinge, die du bei der Nachtfotografie beachten solltest findest du in unserem ausführlichen Artikel „Tipps und Tricks zur Nachtfotografie“ (http://www.ddpix.de/nachtfotografie/).
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