Dies ist eine Bezahl-Funktion
Bezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
  • In allen Foren lesen und schreiben
  • Aktbilder hochladen und anschauen
  • Am Galerie-Voting teilnehmen
  • Bis zu 30 Fotos / Woche hochladen
> Jetzt Bezahl-Mitglied werden
 
ad ad ad
 
 
 
spacer.gif

Stereofotografie

Die Stereofotografie ist eine Fotografie-Technik, bei der 2 Aufnahmen eines Objektes aus leicht versetzter Position (normal: ca. 6,5 cm, entsprechend dem menschlichen Augenabstand) aufgenommen werden. Aus diesen Bildern (Stereobildpaar) kann ein dreidimensional wirkendes Bild hergestellt werden, indem die Aufnahmen als

  • Rot/Grün Anaglyphe (für schwarz/weiss-Bilder),
  • Rot/Cyan Anaglyphe (für Farbbilder geeignet),
  • Stereobild für Kreuzblick oder
  • Stereobild für Parallelblick

montiert werden. Beide Bilder müssen die gleiche unveränderte Szene zeigen, was entweder durch Aufnahme von Stillleben aus unterschiedlicher Kameraposition nacheinander oder durch Aufnahme mithilfe gekoppelter Kameras beziehungsweise unter Zuhilfenahme eines sog. Strahlenteilers mit einer einzigen Kamera möglich ist.

Das dreidimensionale Sehen mit der Kreuzblick- oder der Parallelblickmethode erfordert einige Übung, da man die Augachsen je nach Methode entweder auf "unendlich" oder auf "circa halben Bildschirm-Auge-Abstand" einstellt, aber auf Bildschirmabstand fokussiert. Es entspricht dem sich Lösen von der im Kindesalter erlernten Fokus-Sehachsen-Kopplung.

Am Leichtesten geht der Kreuzblick so: Du schaust stark schielend auf die beiden Bilder. Sie verkleinern sich und in der Mitte erscheint ein neues dreidimensional wirkendes Bild. Dieses schaust du dann ganz normal an, die Augen schielen nicht mehr. Sie werden durch das starke Schielen so eingestellt, dass das linke Auge das rechte Bild und umgekehrt das rechte Auge das linke Bild fokussiert. Es lohnt sich auf jeden Fall, das auszuprobieren, denn es ist faszinierend, was du zu sehen bekommst.

Diese Techniken sind bisherigen Erkenntnissen zufolge nicht schädlicher für die Augen als normals Monitorsehen. Einzig bekannte Wirkung: der Kreuzblick wirkt anspannend, der Parallelblick wirkt entspannend (was auch bei Müdigkeit bemerkt werden kann, wenn man beginnt zu schielen, respektive die Augachsen auf unendlich einstellt wie beim Parallelblick).

Mit Hilfe von Stereobildbetrachtern können Ausdrucke auch von Ungeübten einfach angeschaut werden. Genauso einfach anzusehen, jedoch nicht farbtreu sind Anaglyphen-Bilder, die du mit einer speziellen Stereobrille betrachten musst. Diese Brille zeigt durch ihre beiden Farbfilter jedem Auge nur das jeweils dafür vorgesehene Bild.

Siehe auch


  Letzte Änderung: 11:45, 25. Jan 2007 von Micha Luhn . Basiert auf dem Text von Franz-Josef Wirtz und Ma Bu und anderen. - Aufrufe: 11845
Der Textinhalt dieser Seite steht unter der Creative Commons License. Alle Fotos und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt, wenn nicht anders angegeben. Der Text spiegelt nicht unbedingt die Meinung der fotocommunity wider.