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Stürzende Linien

Stürzende Linien sind ein Phänomen, das bei Stadtansichten und Aufnahmen von Gebäuden augenscheinlich wird. Vertikale Kanten scheinen zur Bildmitte zu "stürzen", wenn die Kamera für die Aufnahme des gesamten Objekts nach oben geneigt wird. Eine Fotografie ist eine zentralperspektivische Abbildung: Parallele Linien werden nicht als solche abgebildet, sondern scheinen sich in einem Punkt zu schneiden. In der Architekturfotografie verwendet man Tilt-Shift-Objektive, die dies durch Verschieben bzw. Neigen der Objektiv- zur Bildebene ausgleichen. Das physikalische Prinzip dahinter ist die Scheimpflug-Bedingung, benannt nach einem österreichischen Kartografen. Diese besagt, dass Bildebene, Objektivebene und Objektebene sich in einer gemeinsamen Geraden schneiden müssen. Stürzende Linien lassen sich auch in einem gängigen Bildbearbeitungsprogramm nachträglich korrigieren.



  Letzte Änderung: 12:36, 18. Nov 2011 von Christina Diedrich . Basiert auf dem Text von astrein . - Aufrufe: 692
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