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SozialfotografieDie Sozialfotografie ist ein Bereich der Fotografie, der in den letzten Jahren eher etwas nach hinten gerückt ist, und erstaunlicherweise mit dem Boom der Digitalfotografie fast in Vergessenheit geriet, obwohl dieser Aspekt der Fotografie im Grunde wichtiger den je wurde, und in Zukunft wohl das Image der Fotografie prägen könnte. Die Sozialfotografie hat ihre Wurzeln in der amerikanischen Depression und in den frühkapitalistischen Jahren der Industriealisierung, als die Klassen auseinanderdrifteten und der Mittelstand seine tragende Substanz verlor, so das immer mehr Menschen mit der Notwendigkeit konfrontiert wurden, ihr Leben unter unwürdigen Umständen zu fristen. Die Sozialfotografie war damals in erster Linie eine reine Reportagefotografie ohne einen subjektiven, politischen Auftrag. Aber wenn man sie im Nachhinein betrachtet, so wird man feststellen, das die Fotografen, die sich mit der Thematik beschäftigten (z.b. Walker Evans) sich an ihr festbissen und ein Leben lang an ihr kleben blieben. Durch das Auseinanderdriften der Klassen und der größtmöglichen Distanz zwischen den sozialen Schichten verschwand eine übergreifende Kommunikation und so manch einer wähnte sich in der Unschuld des Nichtwissens, so das es dringend notwendig wurde, der lichtbildnerischen Abbildung eine Aufgabe zukommen zu lassen, die hier informelle Brücken schlug. In diesem Bereich tauchten nicht nur Aufnahmen von Walker Evans auf, der die von der Depression gebeutelten Landarbeiter zeigte, sondern auch W. Eugene Smith, der von dem einfachen Leben der Landärzte und Bergarbeiter berichtete. Die Sozialfotografie, die Unterschiede und markante Wunden in der Gesellschaft aufzeigte, wird heute eher unter einem künstlerischen Gesichtspunkt aufgrund ihrer Detailgenauigkeit und Härte betrachtet, doch ist es notwendig diese Fotografie als eine Tradition zu sehen, die sich heute bedauerlicherweise in eher unbekannten Arbeiten wenig populärer Fotografen fortsetzt. Transferiert man z.b. die Thematiken eines Jacob Riis in die Jetztzeit, so landet man unwillkürlich bei Crackstuben, Hartz IV und den Globalisierungsgegner, wie auch der notwendigen Entschuldungspraxis der dritten Welt. Hier tut sich ein weites Feld auf, das vor allem für den Amateurbereich offenliegt, aber genau vor diesem brachliegt. Sozialfotografie bringt selten die Anerkennung, die man sich zu Lebzeiten wünscht, doch sie ist die einzige Fotografie, die dazu dienen könnte die Welt besser zu machen. Beispiele in der fotocommunity
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