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Schattenfreie Beleuchtung

Jeder, der schon einmal einen professionellen Schminkspiegel gesehen hat, wird sich vielleicht gefragt haben, warum so ein typischer Schminkspiegel immer mit mehreren Lampen beleuchtet wird - meistens seitlich in einer Linie angebracht. Es schaut einfach gut aus, wird sich mancher gedacht haben, doch das hat nichts mit dem tollen Look eines solchen Spiegels zu tun, sondern hat einen ganz einfachen Grund. Durch die versetzt
angebrachten Lampen werden die Schatten im Gesicht so gut wie eliminiert, da die versetzten Lampen von verschiedenen Richtungen Licht aufs Motiv werfen - in diesem Fall das zu schminkende Gesicht. So wird das Gesicht nahezu schattenfrei ausgeleuchtet. In der Fotografie liegt es nahe diesen Effekt nachahmen zu wollen. So gibt es beispielsweise Ringblitze [ringbl] oder fertige Ringlichter [ringl], die jedoch wahnsinnig teuer sind. Es gibt jedoch eine Möglichkeit wirklich einfach ein Ringlicht zu bauen, dass zudem einen sehr schönen "Diamant Effekt" in den Augen erzeugt.

Das "Sparkle Ringlight" [sparkle] kostet an Material gerade einmal 30 Euro und bietet einen fantastischen Effekt. Wird mit dem Licht ein Gesicht ausgeleuchtet, entsteht ein sonst sehr untypischer Look der absoluten Schatteneliminierung. Fältchen oder Au- genringe sind dadurch wie weggezaubert. In den Augen schimmert zudem ein Ring aus "Sternen", der sonst mit keiner kaufbaren Belichtung realisierbar wäre. Das Ringlicht kann aber nicht nur für die Portraitfotografie eingesetzt werden. Es eignet sich auch wunderbar für die Produktfotografie. Gerade bei filigranen Produkten wie Schmuck oder Modellen ist der Effekt der schattenlosen Ausleuchtung am deutlichsten zu erkennen. Einen zusätzlichen Blickfang bietet die interessante sternförmige Spiegelung der Lampen auf der Oberfläche der fotografierten Objekte.




Benötigt werden:

  • 11x Kleinhuis Illumination-Fassung E14, mit Befestigung 83 ca. 4-6m Illu-Flachkabel H05RNH2-F
  • 1x MDF Platte 40x40x2cm
  • 22x Spackschrauben 1,5-2cm Länge
  • 2x Senkkopf-Schraube 3-4cm 2x passende Sicherungsmutter
  • 1x Winkel


Der Nachbau ist denkbar einfach. Durch die Illuminationsfassungen und das Illu-Flachkabel muss keine der Lampen aufwendig verdrahtet werden. Die Illuminationsfassung wird einfach auf das Kabel draufgequetscht und festgeschraubt. Das Flachbandkabel wird dabei einfach in die Fassung gelegt, die Fassung zusammengedrückt und anschlieend zusammengeschraubt. Diesen Schritt schafft wirklich jeder. Ahnung von der Elektrik muss man hier nicht haben. In der Fassung bohren sich beim quetschen spitze Kontakte durch die Gummierung des Kabels und stellen somit den Kontakt sicher her! Allerdings sollte man bei der
Verkabelung des Steckers schon wissen, was man tut. Aus diesem Grund wird es nicht näher erläutert. Wer sich hierbei nicht auskennt, kann einfach eine fertige Party-Lichterkette mit Illuminationsfassungen verwenden und in die doch relativ groen Zwischenräume weitere Illumi- nationsfassungen draufquetschen. Fertige Ketten sind zwar etwas teurer, dafür haben die den Stecker bereits am Kabel dran. Die Verdrahtung entfällt komplett! Sicherer geht es nicht!


Zuallererst muss der Ring aus der MDF Platte gesägt werden. Ich habe mich für MDF entschieden, da es feuerfest, relativ leicht und dabei sehr stabil ist. Zudem muss es nicht nachbehandelt werden. Schleifen und lackieren entfällt also. Alternativ lässt sich eine 50-80mm dicke Leimholzplatte verwenden. Leimholz ist ebenfalls leicht und zugleich stabil, muss jedoch nach dem Sägen sorgfältig geschliffen werden, damit sich später niemand an den scharfen und spitzen Kanten verletzen kann.

Den Ring mit 40 cm Aussen- und 29 cm Innendurchmesser am besten mit einem Zirkel auf die MDF Platte auftragen und ggf. mit einem sichtbareren Stift nochmals nachziehen. Um die kreisförmige Fläche auszusägen ist eine Stichsäge die beste Wahl. Um so langsamer Ihr die Stichsäge bewegt, um so sauberer wird der Schnitt. Wenn Ihr sorgfältig arbeitet, wird das Ergebnis fast nach einem industriell gefertigten Produkt aussehen. Damit Ihr das innere Loch überhaupt aussägen könnt, muss vorher ein kleines Loch der Stärke eures Sägeblattes mit einem Bohrer nah an der Zeichenkante vorgebohrt werden. In dieses kleine Loch kann nun das Sägeblatt der Stichsäge eingeführt werden und von hier aus an der Zeichenkante gesägt werden. Der Kreis darf beim sägen nämlich nicht unterbrochen werden - sonst wird der Ring instabil!


Fehlendes Bild
Sparkle_ringlight_produkt.jpg


Fehlendes Bild
Kleinhuis.jpg


Jetzt müssen nur noch die Fassungen im gleichmäigen Abstand auf das Kabel gequetscht werden. Bei insgesamt 11 Lampen muss jede 10,5 cm von einander entfernt auf das Kabel gesetzt werden. Wenn Ihr eine fertige Lichterkette verwendet, müsst Ihr den Abstand zwischen den bereits gesetzten Lampen selbsttätig gleichmäig mit neuen Fassungen ausfüllen. Anschlieend werden die Fassungen noch im gleichen Abstand auf den Ring angeschraubt - die gleichmäige Verteilung der Lampen ist für das Bild der Reflektion in den Augen des Models oder auf der Oberfläche der Objekte sehr wichtig. Für die Schrauben muss dank MDF kein Loch vorgebohrt werden. Jetzt ist das Ringlicht schon fast fertig. Es fehlt nur noch eine Befestigungsmöglichkeit. Dazu eignet sich wunderbar ein recht stabiler Winkel mit bereits vorgebohrten Löchern. Mittels der zwei langen Schrauben lässt sich dieser einfach an die MDF Platte schrauben und am anderen Ende an einem Lichtstativ festschrauben.

[ringbl] http://http://goo.gl/4Mez , http://goo.gl/abt8 [ringl] http://goo.gl/IutC [sparkle] http://fotoblog.viktor-dite.de/doityourself/ringlicht-selbstgebaut-nr-2

  Letzte nderung: 15:53, 18. Okt 2011 von Tom Schimmelpfennig . Basiert auf dem Text von Gabriela rlings . - Aufrufe: 17912
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