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SLR

Fotowissen - Kamera - Crop-Faktor - Spiegelvorauslsung - Stativ


Das Besondere an der Konstruktion einer einugigen Spiegelreflexkamera (SLR=single lens reflex) ist die Lichtfhrung des Suchers. Hierbei wird das vom zu fotografierenden Objekt reflektierte Licht durch das Objektiv ber einen beweglichen Spiegel auf eine Mattscheibe geleitet, welche durch ein Dachkantprisma und ein Okular durch das Sucherfenster vom Fotografen betrachtet werden kann.

Im Gegensatz dazu gibt es auch Kameras mit halbdurchlssigem Spiegel, den so genannten SLT-Kameras.

Bei der Bettigung des Auslsers klappt der Spiegel hoch und der Verschlu wird ausgelst, sodas das Licht auf Film bzw. Chip fallen kann. Nachdem das Bild erstellt wurde klappt der Spiegel zurck in die Ausgangslage.

Das Besondere an dieser Technik liegt darin begrndet, dass das Bild auf der Mattscheibe genau dem Bild auf dem Film entspricht, der Fotograf im Sucher das Bild also so sieht, wie es durch das verwendete Objektiv inklusive Filter projeziert wird. Je nach Konstruktion der Kamera sieht er so nahezu 100 %, was er aufnimmt. Auch die Wirkung der Blende auf die Schrfentiefe kann auf diese Weise beurteilt werden.

Auch smtliche Messungen fr Auto-Fokus, Belichtung und Blitz werden ber den Spiegel durch das Objektiv inklusive Filter vorgenommen. Damit bercksichtigen auch alle Automatik-Funktionen die Eigenschaften der Objektive und Filter. Diese Messung durchs Objektiv wird mit TTL (through the lens)bezeichnet.

Der wichtigste Vorteil des Spiegelreflexansatzes ist seine Flexibilitt im Zusammenhang mit Wechselobjektiven: Der Spiegelreflex-Sucher passt zu jeder Optik, die mit der Kamera verbunden werden kann. Im Gegensatz dazu muss bei einer Sucherkamera der Sucher an jedes Objektiv angepasst werden. Als Nachteil ist zu werten, dass der Klappweg des Spiegels frei sein muss, was einen Mindestabstand des Objektivs von der Filmebene erfordert. Allerdings mssen Objektiv und Kamera zueinander kompatibel sein, entweder durch einen kompatiblen Objektivanschluss oder mittels eines Adapters.

Seit den 70er-Jahren wurde die Verbindung zwischen Objektiv und Kamera durch neue Objektivanschluss verengt, so kann die Kamera etwa die durch einen Blendenring gewhlte Blende lesen und umgekehrt das Objektiv zum Schlieen der Blende bewegen. In den 80er-Jahren kamen schlielich elektronische Objektiv-Anschlsse auf, welche neue Objektivfunktionen wie Autofokus und Bildstabilisierung ermglichte. Gleichzeitig bedeutete diese Entwicklung eine Abkehr von vorher verbreiteten herstellerbergreifenden Anschlssen, wie etwa der sehr verbreitete M42-Anschluss.

Whrend die meisten Spiegelreflexkameras fr das 35mm Kleinbildformat ausgelegt sind, gab es auch einige wenige APS-Spiegelreflexkameras und im Zuge der Digitalisierung auch neue Systeme fr Sensoren kleineren Formates.


  Letzte nderung: 20:12, 12. Sep 2012 von . Basiert auf dem Text von Franz-Josef Wirtz und Marc S. und anderen. - Aufrufe: 8749
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