Dies ist eine Bezahl-Funktion
Bezahlende User können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
  • In allen Foren lesen und schreiben
  • Aktbilder hochladen und anschauen
  • Am Galerie-Voting teilnehmen
  • Bis zu 30 Fotos / Woche hochladen
> Jetzt Bezahl-Mitglied werden
 
ad ad ad
 
 
 
spacer.gif

Rote Augen

(Weitergeleitet von Rote-Augen-Effekt)

Als Rote-Augen-Effekt oder Rotaugeneffekt wird das Erscheinen von roten Pupillen in den Augen von mit Blitzlicht fotografierten Lebewesen bezeichnet. Dieser Effekt tritt dann auf, wenn sich das Blitzgerät in Nähe Objektivs (optische Achse) befindet, was besonders bei Kompaktkameras, aber auch bei Spiegelreflexkameras mit eingebautem Blitz der Fall ist. Der Rote-Augen-Effekt wird durch die Reflexion des Blitzlichts durch die rote Netzhaut des Auges hervorgerufen. Wenn die Person direkt in das Objektiv blickt, ist der Effekt besonders hervorstechend, tritt aber allgemein immer dann auf, wenn die Pupillen in dunkler Umgebung besonders stark geweitet sind.

Das Problem tritt in der professionellen Blitzlichtfotografie oder bei Verwendung einer Studioblitzanlage normalerweise nicht auf, da hier die Lichtquellen i.d.R. weit entfernt von der optischen Achse platziert werden.

Abhilfe

Mit folgenden Maßnahmen kann man "Rote Augen" reduzieren bzw. vermeiden:

- allgemeine Raumhelligkeit erhöhen, so dass sich die Pupillen der Portraitierten etwas weiter schließen.

- Blitz möglichst weit von der optischen Achse entfernen, z.B. durch Verwendung eines externen Blitzgerätes zum Aufstecken auf den Blitzschuh (sofern vorhanden), am besten entfesselt, also an einem Kabel oder kabellos angesteuert.

- indirekt blitzen z.B. gegen eine weiße Decke oder Wand (Vorsicht: bei farbigen Reflexionsflächen bekommen die Fotos einen entsprechenden Farbstich)

- Vorblitzfunktion der Kamera verwenden, soweit diese Funktion verfügbar ist. Aber, durch diesen Vorblitz (manche Kameras haben dazu auch eine kleine Lampe, die die Portraitiereten blenden soll) werden die Portraitierten oft verschreckt, so dass das Foto beim Auslösen des Hauptblitzes dann nicht mehr den Erwartungen entsprechen kann.

- Und wenn es doch passiert ist, können "Rote Augen" nachträglich am PC korrigiert werden.

Fehlen des Rote-Augen-Effektes

Tritt vor allem bei einem Neugeborenen, Baby oder Kleinkind der Rote-Augen-Effekt ein- oder beidseits nicht auf, sondern die Pupille leuchtet weiß, kann das ein Hinweis auf das Vorliegen eines Retinoblastoms (ein bösartiger Augentumor) sein.


  Letzte Änderung: 18:02, 31. Okt 2008 von . Basiert auf dem Text von Franz-Josef Wirtz und Julius Firl. - Aufrufe: 9528
Der Textinhalt dieser Seite steht unter der Creative Commons License. Alle Fotos und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt, wenn nicht anders angegeben. Der Text spiegelt nicht unbedingt die Meinung der fotocommunity wider.