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RAW

Siehe auch: Kodierung, Datenformate - RAW-Konverter - Adobe DNG Converter - DNG - CRW - NEF - TIFF - JPEG - OpenRAW


Bild:Openraw claim 51 white.gif


Bei RAW Formaten werden die Sensordaten direkt und unverarbeitet im herstellereigenen Dateiformat aufgezeichnet, und mssen spter im Computer mit einem RAW-Konverter "entwickelt" werden.


Inhaltsverzeichnis

Was sind RAW-Dateien

Im Gegensatz zu ausgabeorientierten Bildformaten, in denen jedem Bildpunkt eine Farb- und Helligkeitsinformation zugeordnet ist, sind ""RAW""-Formate somit eingabeorientiert. Zum Verstndnis des Unterschieds betrachten wir weit verbreitete CMOS/CCD-Sensoren mit Bayer-Matrix: Die rechteckig angeordneten Fotozellen sind in quadratischen Vierergruppen geordnet, davon sind zwei Zellen mit einem grnen und je eine Zelle mit einem roten bzw. blauen Filter versehen. Der Sensor sieht also je nach Pixelposition nur grn oder nur rot oder nur blau.
Die Bayer-Matrix
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Die Bayer-Matrix
Quellenorientiert, speichern "RAW"-Formate die eine Farbe pro Pixel, denn die anderen Farben sind ja abwesend. Darber hinaus wird diese eine Farbe mit einer Auflsung von z.B. 12 bit digitalisiert (also braucht "Raw" nur diese 12 bit zu speichern), liegt damit zwischen den 8bit (JPEG, unter Informationsverlust) und 16bit (48bit TIFF) pro Farbe und Pixel verbreiteter darstellungsorientierter Dateiformate. Verglichen mit 48bit TIFF braucht ein RAW-Format fr Bayer-Sensoren also nur ein Viertel der Information zu speichern, ohne den geringsten Verlust.
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Irgendwo zwischen Aufnahme und Darstellung mu die Sensorinformation in ein Darstellungsorientiertes Format umgewandelt werden, dazu gehren mehrere Verarbeitungsschritte:

  • Farbinterpolation (z.B. Bayer-Interpolation), um an jeder Stelle alle drei Grundfarben zu reprsentieren.
  • Schrfen (zur Rckgewinnung von feinen Strukturen nach der Farbinterpolation).
  • Weiabgleich (zum Ausgleich der Helligkeitsverflschungen der Farbfilter des Sensors und zur Anpassung an Farbtemperatur der Umgebungsbeleuchtung).
  • Anpassung an den Zielfarbraum und nichtlineare Tonwertkurven.
  • Rauschunterdrckung
  • Konvertierung in das Zielformat (TIFF,JPEG) ggf. mit irreversibler Kompression.

Alle dieser Schritte knnen von den DSP-Schaltkreisen digitaler Kameras ausgefhrt und das Ergebnis typischerweise in JPEG abgespeichert werden. Oder aber diese Schritte werden nicht in der Kamera ausgefhrt und die Sensordaten werden in "RAW" an den Computer weitergegeben und dort von einem mglicherweise kameraunabhngigem Programm durchgefhrt.

Die Frage fr den Benutzer ist also RAW und Bildverarbeitung oder kamerainternes JPEG:

Vorteile von RAW-Dateien:

  • alle Parameter der o.a. Verarbeitungsschritte knnen ""nach der Aufnahme"", selbst Jahre spter, noch verlustfrei verndert werden, man kann in Ruhe optimieren, selbst die Meinung ndern;
  • Unterschiedliche Programme zur RAW-Konvertierung liefern unterschiedliche Ergebnisse, selbst ohne Eingreifen des Benutzers liefern sie oft Ergebnisse, die den kamerainternen Algorithmen berlegen sind.
  • man kann das Bild in verschiedenen Richtungen "entwickeln";
  • man kann z.B. mehrere Helligkeitsstufen entwickeln und mit DRI zusammenfgen;
  • man kann mehr Einzelheiten aus dem Bild herausholen;

Durch die Verfgbarkeit groer und schneller Speicherkarten ist das Speicherplatzargument zu Gunsten von JPEG stark relativiert. So ist ein komprimiertes CR2 (Canon RAW-Format) oder NEF (Nikon RAW-Format) nurmehr etwa doppelt so gro wie ein JPEG der besten Qualitt.

Vorteile von JPEG-Dateien direkt aus der Kamera:

  • Bilder sind direkt verwendbar, keine Nachbearbeitung ntig.
  • Drucken direkt aus der Kamera mglich
  • JPEGs belegen pro Bild weniger Speicherplatz auf der Speicherkarte. Ggf. kann die Qualitt der JPEGs zustzlich abgesenkt werden, wenn eine niedrigere Auflsung fr die Anwendung reicht.
  • Bei einigen Kameras lassen sich lngere Serien-Aufnahmen mit JPEG realisieren als mit RAW.

Konvertieren von RAW-Dateien

Fr die Konvertierung von RAW - Dateien gibt es verschiedene Mglichkeiten:

RAW Formate verschiedener Kamerahersteller

  • Canon RAW: *.CRW, *.CR2
  • Kodak RAW: *.DCR, *.DCS
  • Leica-RAW: *.RAW, *.DNG
  • Minolta RAW: *.MRW, *.MDC
  • Nikon RAW: *.NEF
  • Olympus RAW: *.ORF
  • Pentax RAW: *.PEF
  • Sigma RAW: *.X3F
  • Fuji RAW: *.RAF
  • Hasselblad RAW (3F RAW): *.3FR
  • Sony RAW: *.SRF, *.SR2, *.ARW (fr Sony DSLR-A100)
  • Epson RAW: *.ERF
  • Panasonic RAW: *.RAW
  • Sinar CaptureShop RAW fr Macintosh: *.CS1, *.CS4, *.CS16
  • Phase One RAW: *.Tif


siehe auch RAW-Format

Nachteile von RAW-Dateien

Als Nachteil von RAW Dateien wird oft genannt, da diese von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sind. Tatschlich sind sogar die RAW-Dateien so gut wie jeder Digitalkamera, auch des selben Herstellers, unterschiedlich und weitestgehend undokumentiert oder gar teilweise verschlsselt! Mittlerweile gibt es ber 100 Kamera-RAW-Formate und mit jeder neuen Kamera werden es mehr. Viele Benutzer befrchten, da sie in wenigen Jahren ihre RAW-Dateien mangels Softwareuntersttzung nicht mehr lesen knnen.

DNG - die Lsung?

Dies hat Adobe zur Entwicklung des herstellerunabhngigen RAW-Formats DNG bewegt. So gut wie jedes propietre Kamera-RAW-Format lsst sich mittels des kostenlosen Adobe DNG Converters (http://www.adobe.com/products/dng/main.html) in das offene und weitgehend dokumentierte DNG-Format konvertieren.

OpenRAW

Wegen der verwirrenden Vielzahl der propietren Kamera RAW Formate hat sich die Initiative OpenRAW.org (http://www.openraw.org/) zum Ziel gesetzt die Kamerahersteller dazu zu bewegen ihre bereits vorhandenen RAW-Formate offen zu dokumentieren und fr die Zukunft ein gemeinsames, universelles, offenes RAW-Format zu verwenden.

Weblink


  Letzte nderung: 20:19, 17. Okt 2012 von DiePixelmixer . Basiert auf dem Text von Christina Diedrich und Georg Khn und anderen. - Aufrufe: 114581
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