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Optische Grundbegriffe und Abbildungseigenschaften

Inhaltsverzeichnis

Die Brennweite

Das einfachste Objektiv ist eine Sammellinse (es geht sogar noch einfacher, nämlich mit der Lochkamera). Jeder kennt die Eigenschaft der Sammellinse (z. B. Lupe, Brennglas, Nahlinse), das Sonnenlicht so zu brechen, dass es (nahezu) auf einen Punkt konzentriert wird. Dieser Punkt heißt Brennpunkt (Focus). (Eigentlich ist es das Bild der Sonne, also kein Punkt.)

In Wirklichkeit wird das Licht an der Vorderfläche und an der Hinterfläche der Linse gebrochen (nach dem Brechungsgesetz von Snellius). Der Einfachheit halber kann man aber so tun, als wenn eine Ebene mitten durch die Linse geht, an der das Licht einmal gebrochen wird, die sogenannte Hauptebene. Jedes Objektiv hat jedoch genau genommen zwei Hauptebenen. Das ist aber nur wichtig bei der Makrofotografie, wenn man das Objektiv umdreht. Dann ist die Hauptebene nicht an der gleichen Stelle wie in der Normalstellung. Vgl. dazu Balgengerät). Der Abstand des Brennpunktes F von dieser Hauptebene heißt Brennweite f. (Punkte werden immer mit großen, Strecken mit kleinen Buchstaben gekennzeichnet).

Die Hauptebenen sind nicht identisch mit den Hinterseite des Objektivs, auch nicht mit der Vorderseite, sondern liegen meistens irgendwo dazwischen. Bei kurzen Teleobjektiven können sie auch vor der ersten Linse liegen, d.h. es gibt Teleobjektive, die kürzer sind als ihre Brennweite. Bei einem Zoomobjektiv verschieben sich die Hauptebenen mit Änderung der Brennweite, damit das Bild in der Bildebene (Film, Sensor) scharf bleibt.

(Ursprünglicher Text: Hermann A. Fuhrmann)

Der Bildwinkel

Der Bildwinkel ist ein Maß für den Ausschnitt vom Motiv, der auf dem Film bzw. Sensor abgebildet wird. Weitwinkelobjektive haben einen sehr großen, Normalobjektive einen normalen und Teleobjektive einen kleineren Bildwinkel. In den technischen Daten der Objektive ist der Bildwinkel stets angegeben und wird diagonal gemessen.

Das Öffnungsverhältnis

siehe Blende

Die Schärfentiefe

siehe Tiefenwirkung

Die Perspektive

Die Perspektive im Sinne der optischen Grundbegriffe beschreibt die geometrischen Eigenschaften der optischen Abbildung. Normale Fotokameras leisten eine projektive Abildung des dreidimensionalen Raumes in die zweidimensionale Bildebene. Wesentlicher Parameter, der die Abbildungseigenschaften einer Kamera beschreibt, ist die Brennweite.

Verwandt dazu ist die Verwendung des Begriffs in der Bildgestaltung (siehe grafische Gestaltung).

Siehe auch


  Letzte Änderung: 11:38, 26. Jun 2010 von Wolfgang Ortmann . Basiert auf dem Text von Franz-Josef Wirtz und Frank Bothe und anderen. - Aufrufe: 16066
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