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NahlinseNahlinsen (oft mit dem Kürzel CU für close up bezeichnet) werden - ähnlich wie ein Filter - vor das Objektiv geschraubt und bewirken eine Veränderung der Naheinstellgrenze des Objektivs. Sie sind also eine Art primitiver Ersatz für ein Makroobjektiv - allerdings ohne dessen vielfältigen Einstellmöglichkeiten. Nahlinsen sind ein Notbehelf für Kameras, deren Objektiv nicht auswechselbar ist. Sie beeinflussen die Fehlerkorrektur des Objektivs umso stärker, je kürzer die Brennweites der Nahlinse ist, so dass man mit Farbsäumen rechnen muss. Eine Verbesserung erreicht man mit achromatischen Nahlinsen, die allerdings recht teuer sind. Ehe man dafür das Geld ausgibt, sollte man sich überlegen, ob eine Kamera mit Makroeinstellung oder eine Spiegelreflex mit Makroobjektiv nicht die bessere Lösung ist. Auf der Nahlinse angegebene Zahlen (Dioptrien) geben den Kehrwert der Brennweite in m an, also 2 bedeutet 1/2 m = 50 cm, 4 bedeutet entsprechend 25 cm. Mit einer Nahlinse 4 kann man also 25 cm an das Objekt heran - mit dem oben erwähnten Nachteil. 1 ist gut akzeptabel, verändert aber die Naheinstellgrenze nicht sehr stark. 2 geht auch noch, aber bei 4 werden oft die Nachteile schon sichtbar. Man kann mehrere Nahlinsen aufeinander schrauben, die Dioptrien werden einfach addiert. Z. B. Eine Nahlinse mit 1 Dioptrie und eine mit 2 Dioptrien geben susammen eine mit 3 Dioptrien entsprechend 33,3 cm Brennweite. Bei digitalen Kompaktkameras mit kleinen Sensoren und kurzen Brennweiten kann man jedoch (anscheinend) ruhig bis 8 oder 10 dpt gehen - ohne nennenswerten Qualitätsverlust. Im Weitwinkelbereich nützt eine Nahlinse nicht viel. Schraubt man z.B. eine Linse mit 2 dpt an eine Sony DSC W1 (1/1,8" Sensor) verändert sich der Mindestabstand bei 7,9 mm Brennweite praktisch nicht.
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