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Montagen

Bei Montagen handelt es sich um eine Technik, bei der Teile eines Bildes in ein anderes Bild reinkopiert werden. Dabei können eigentlich unmögliche Situationen fotorealistisch dargestellt werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, die Bildaussage drastisch zu ändern, was bei Fotomontagen im journalistischen Bereich sehr problematisch ist, wenn diese nicht als solche gekennzeichnet werden.

Der erste Schritt zur Montage ist das Freistellen eines Objektes im Ursprungsbild. Dabei können folgende Techniken verwendet werden:

  • Lasso-Werkzeug: Hierbei muß das freizustellende Objekt quasi freihändig mit der Maus umfahren werden und somit wird eine Auswahl. Nachteil dieser Methode, ist dass man eine sehr ruhige Hand haben muss.
  • Polygon-Lasso: Hier wird die Auswahl erzeugt, indem man die Eckpunkte eines Polygons (Vielecks) durch Klicken markiert. Diese Punkte werden durch gerade Linien verbunden. Mit diesem Werkzeug lassen sich bereits einfache Objekte sehr schnell freistellen.
  • Magnetisches Lasso: Beim magnetischen Lasso fährt man mit der Maus an der Objektgrenze entlang und das Programm versucht selbstständig die Grenzen des Objektes über Kontrastunterschiede zu ermitteln. Die Genauigkeit kann über den Kantenkontrast eingestellt werden. An kritischen Stellen können zusätzliche Punkte durch Klicken hingefügt werden.
  • Zauberstab: Beim Zauberstab werden Farbbereiche eines Bildes ausgewählt. Dabei kann man die Farbtoleranz einstellen, was einen direkten Einfluß auf die Auswahl hat. Darüberhinaus ist es möglich, zu bestimmen, ob nur zusammenhängende Farbbereiche ausgewählt werden sollen oder alle Bereich der ausgewählten Farbe. Diese Methode bietet sich vor allem an, wenn man Objekte mit einer oder nur ähnlichen Farben auswählen will.

Kritisch ist immer wenn ein Objekt vor einem besonders hellen oder dunklen Hintergrund ausgeschnitten werden soll, da sich meist weiße oder schwarze Ränder bilden. Dies erfordert Fingerspitzengefühl. Ein besonderes Problem stellen nicht kompakte Objekte wie Haare dar.

Nach der Auswahl kann das Objekt z.B. in die Zwischenablage kopiert werden und als neue Ebene in das andere Bilder eingefügt werden.

Um die Montage realistischer erscheinen zu lassen, sollte man Farbstimmung, Kontraste und Helligkeit anpassen. Ggf. müßte auch der Rand mit dem Weichzeichner bearbeitet werden, damit der Rand nicht so hart erscheint. Durch den Weichzeichner wird der Übergang von reinkopierten Objekt zum neuen Hintergrund weicher.

Beispiele in der fotocommunity

Weblinks


  Letzte Änderung: 10:15, 7. Mai 2007 von Pierre Ammille . Basiert auf dem Text von Franz-Josef Wirtz und Gabriela Ürlings und anderen. - Aufrufe: 18148
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