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Lithprint

Inhaltsverzeichnis

Das Lithprintverfahren

Das Lithprintverfahren gehrt zu den FineArt-Print Verfahren der S/W-Printtechniken, mit der Erfindung des Kodalith LP vor 20 Jahre war es erstmals mglich eigene Lithprints anzufertigen. Heute wird dieses Verfahren nur noch von wenigen Fotolaboranten eingesetzt.

Der Lithprint ist durch hohe Kontraste und je nach Papiersorte, Grad der berbelichtung, Art und Mischungsverhltnis des Lithentwicklers durch unterschiedlich starke und vielfltige Farbigkeit gekennzeichnet. Entscheidende Faktoren fr den kaum reproduzierbaren Abzug sind Papiersorte, Grad der berbelichtung, Art und Mischungsverhltnis des Lithentwicklers und die Dauer der Entwicklungszeit.


Die Chemie

Fr das Lithprintverfahren bentigt man spezielle Entwickler, welche auch infektise Entwicklersubstanzen bezeichnet werden. Die chemische Zusammensetzung und die Konzentration der Entwicklerlsungen spielen eine wichtige Rolle, sie beeinflussen Farbigkeit, Kontrast und Zeichnung.

In der Regel bestehen die Entwicklerkits aus 2 Konzentraten, welche in einem bestimmten Mixverhltnis gemischt werden mssen. Jede Entwicklersubstanz besitzt eine eigene Charakteristik, hier gilt wie berhaupt beim Lithen: „probieren geht ber studieren“.

Lith Chemie-Kits:

Moersch: Easylith, Masterlith, Polychrome
Maco: LP Superlith
Forte: Lith professional Pack


Das Papier

Nicht jedes Papier ist zum Lithen geeignet und manche nur teilweise, so sind Fotopapiere mit inkorporierten Entwicklersubstanzen/Entwicklungsbeschleuniger (z.B. Hydrochinon) berhaupt nicht geeignet.

Es ist nicht immer einfach das Papier zu finden, welches zum eigenen Geschmack passt und dann noch leicht auftreibbar ist. Teilweise sind Papiere aus einer Charge lithfhig und aus einer anderen wiederum nicht.

Natrlich ist es mglich mit PE/RC-Papier zu lithen, empfehlenswerter ist allerdings Baryt.

Eine kleine Liste soll da weiterhelfen:

Foma: Fomatone MG Classic, Fomabron
Forte: Polywarmtone, Forte Museum, Forte Fortezo Museum
Kentmere: Kentona
Maco: expo RF, Lithpaper RC-F
Moersch: Select Sepia VC, Select Ivory, Shedlight
Oriental: Oriental VC FB, Oriental G


Entwicklung (Kurzanleitung)

Hier findest du eine kleine Anleitung zur Lithprintentwicklung, welche wirklich sehr kurz gehalten ist und nur an der Oberflche der Mglichkeiten des Lithens kratzt. Achte darauf, dass das Lithen nichts fr den Laboranfnger ist, man sollte schon so einige Abzge gemacht haben und ein wenig Erfahrung gesammelt haben.

Chemie ansetzen

Setzte nun als erstes die Lithentwicklerchemie anhand des Beipackzettels an, achte darauf genug anzusetzen, damit das Papier auch tief genug in der Chemie getaucht werden kann und nicht an der Oberflche schwimmt oder vielleicht sogar auftaucht, das ist fr den Lithprint tdlich.

Solltest du deine ersten Lithprints gemacht haben und Lust auf mehr bekommen haben, dann hast du spter natrlich die Mglichkeit die chemische Zusammensetzung der Lsung zu variieren und damit die Bildwirkung stark zu beeinflussen.

Es ist vorerst wichtig, eine gute Grundlage zu schaffen und die Grundzge des Lithprintens kennenzulernen.

Belichten

Zuerst wird ein normaler SW-Print in der Gre des spteren Lithprints und mglichst auf dem Papier mit dem spter gelithet werden soll, mit mglichst kleiner Blende (Bl 22 Bl 45) angefertigt. Fr den Lithprint wird dann ca. 2-4 Blenden berbelichtet. Das geschieht einfach, indem bei ermittelter Belichtungszeit einfach die Blende entsprechend geffnet wird. Wegen des Schwarzschildeffekts ist die Technik des Verlngerns der Belichtungszeit nicht anzuraten. Generell fhrt eine grere berbelichtung zu hherer Farbigkeit. Der Nachteil ist das das sichtbare Korn ebenfalls zunimmt. Je nach verwendetem Papier gibt es grere Unterschiede in der Farbigkeit der Lithprints.


Der erfahrene Lithprinter entwickelt nachher sowieso nach Gefhl und Beurteilung seines Negativs.

Entwickler

Tauche nun das belichtete Papier gleichmig in den Entwickler und schaukle die Schale gleichmig in selbst gewhlten Zeitabstnden (manche Schaukeln stndig), achte sehr genau darauf, dass das Papier nicht an die Oberflche schwimmt, sonst entstehen leicht schwarze Flecken, da der Entwickler unter O2 Einwirkung schneller arbeitet. In den ersten 4-6 Minuten wirst du in der Regel nichts sehen (bei verbrauchter Chemie noch lnger), gebe nicht auf, Schaukel ordentlich die Schale weiter, immer schn gleichmig und whrend du dir schon ausmalst, was du hast alles falsch machen knnen, erscheint irgendwann ein leichtes Bild, welches sich ganz langsam aufbaut. Hier ist nun Gefhl und Erfahrung angesagt, konzentriere dich auf die mittleren Tonwerte und auf die Schatten. Jetzt geht es wirklich um wenige Sekunden, die ber das Erscheinungsbild der Prints entscheiden. Schlagartig werden die Schatten immer dunkler, solltest du nun empfinden, dass der optimale Punkt erreicht ist, hol das Papier sofort aus dem Entwickler raus und tauche es ganz in das Stoppbad. Lass den Entwickler nicht abtropfen!!! Nach dem Stoppen fixierst und wsserst du ganz normal, wie gewohnt.

Erst nach dem Trocknen wirst du den richtigen Bildton erkennen.

Fehlersuche


Fehlerbeschreibung Mgliche Ursache Abhilfe
Unregelmige Schwarze Flecken. Print ist an die Oberflche gekommen und war teilweise nicht mit Entwickler bedeckt. Schale mehr bewegen, damit der Print nicht aufschwimmt.
Zu wenig Farbe in den Schatten und Lichtern des Bildes. Entweder ist das Papier nicht richtig lithfhig, die Belichtung fllt zu kurz aus oder der Entwickler ist zu hoch konzentriert. Lnger belichten, strker verdnnen und/oder anderes Papier eintesten.
Zu hohe Kontraste, keine Abstufungen und keine Farbigkeit. Der Print wurde zu kurz belichtet. Lnger belichten, lieber zu lang als zu kurz.
Es erscheint kein richtiges Bild. Nur leichtes Grau erkennbar, zu schwaches Schwarz, zu hell trotz ausreichendem Baden im Entwickler. 1. Papier sehr wahrscheinlich nicht lithfhig (besitzt inkorporierte Entwicklungsbeschleuniger). 1. Anderes Papier eintesten.
Zu hoher Bromidanteil in der Chemie.2. Hier am besten das nchste mal beim Chemie ansetzen etwas "Old Brown" dazu geben (Chemie des Lithentwicklers aus der letzten Session).
Chemie zu stark verbraucht. Neue Chemie ansetzen.


Beispielbilder

Weiterfhrende Links

Einfhrung in die Lithprinttechnik

Lithprint.com (http://www.lithprint.com/)
Alternativephotography.com (http://www.alternativephotography.com/process_lithprint.html)
Moersch Lith (http://www.moersch-photochemie.de/daten/lith-lektion1/lektion1.htm)
Unlinking Eye (http://unblinkingeye.com/)

Onlineshops zur Chemiebestellung

Foto Impex (http://www.foto-impex.de/)
Moersch Photochemie (http://www.moersch-photochemie.de)
Lumiere (http://www.lumiere-shop.de/)
Foto Riegler (http://www.foto-riegler.at/)
Artgrey (http://www.artgrey.de/)


  Letzte nderung: 18:16, 24. Mai 2012 von julal1997 . Basiert auf dem Text von Heinrich v. Schimmer und hubspe und anderen. - Aufrufe: 17127
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