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Licht

Photographie ist das griechische Wort fr "Malen mit Licht".

Licht ist eine elektro-magnetische Strahlung. Definiert wird Licht als der Teil der Strahlung, der fr Menschen ber das Auge wahrnehmbar ist. Grtenteils entspricht die "Wahrnehmung" von Aufnahmemedien (Negativ, Dia, Bildsensor) dem des Auges. Einfach aus dem Wunsch heraus, Photos so aufzunehmen, wie wir die Welt sehen.

Spektrum mit sichtbarem Licht

Es gibt auch Mglichkeiten nicht-sichtbare Strahlung in ein Bild umzuwandeln. Gestalterisch hat sich hier vor allem die IR-Photographie (Digitale Infrarot Fotografie) durchgesetzt.

Infrarot (IR) ist die Strahlung die "rter als rot" ist. IR-Photographie bezieht sich auf das "nahe Infrarot", also Strahlung, die nur knapp neben dem sichtbaren Licht liegt. "Fernes Infrarot" kennt jeder, das ist Wrmestrahlung, nicht sichtbar, aber fhlbar. Kameras hierfr dienen mehr wissenschaftlichen Zwecken, z.B. um Wrmelecks an Husern aufzuspren.

Ultraviolet (UV) ist die Strahlung die jenseits des sichtbaren Violets liegt. Fr Photographie eher ungewhnlich.

Rntgenstrahlung ist Strahlung, die noch kurzwelliger als UV-Strahlung ist. Sie findet groe Anwendung in wissenschaftlicher Photographie, hauptschlich in der Medizin. Mit ihr kann man Gegenstnde "durchleuchten".

Inhaltsverzeichnis

Verschiedene Lichtarten und ihr Einfluss auf Photographie

Direktes Licht, diffuses Licht

Direktes, oder gerichtetes Licht fllt aus einer bestimmten Richtung auf das Motiv. Dadurch erzeugt es starke klar umrissene Schatten.

Beispiele:

  • Sonne
  • Blitzgerte ohne Hilfsmittel direkt auf das Motiv gerichtet

Diffuses Licht wird auch als indirektes oder zerstreutes Licht bezeichnet. Im Extremfall kommt es aus allen Richtungen gleichmig. Dadurch ergibt sich eine weiche schattenlose Ausleuchtung des Motivs. Der rumliche Eindruck kann aber durch fehlende Schatten verlorengehen.

Beispiele:

  • trbes Wetter, hier wird das Sonnenlicht durch Wolken/Nebel zerstreut.
  • indirektes Blitzen auf die Zimmerdecke
  • normale Zimmerbeleuchtung, die ber die Wnde reflektiert und verteilt wird.

Sonnenlicht

Auch bei schnem Wetter gibt es einen difussen Anteil vom Sonnenlicht, den blauen Himmel. Die blaue Farbe entsteht durch die "Rayleigh"-Streuung des Sonnenlichts am in der Luft enthaltenen Wasser. Diese Streuung ist fr Blau am strksten. Ohne sie htten wir eine weie Sonne am schwarzen Himmel, so gibt es eine gelbe (Wei ohne Blau) Sonne am blauen Himmel. Dadurch ergeben sich auch die warmen Farben in direktem Sonnenlicht, besonders bei tiefstehender Sonne. Im Schatten hat man hingegen einen Blaustich, da man ja nur das direkte Licht der Sonne, aber nicht das diffuse Licht vom Himmel abschattet. Dies fllt vor allem beim "blauen" Schnee im Schatten auf.

Farbtemperatur

Da der Mensch seit Jahrtausenden die Sonne als Lichtquelle gewohnt ist, wird ihr Licht als "normal" empfunden. Physiker bezeichnen die Sonne als "schwarzen Strahler", dessen Farbe nur von der Temperatur abhngt. Ihre Oberflchentemperatur betrgt ca. 5000 Kelvin (ca. 4700C). Deswegen wird Tageslicht mit einer Farbtemperatur von 5000K angegeben.

Glhbirnen sind auch "schwarze Strahler", aber mit einer niedrigeren Temperatur. Diese liegt im Bereich von 3500K. Dies ergibt einen hohen Rotanteil.

Ein Beispiel fr hhere Farbtemperatur ist der Lichtbogen beim Schweien, hier ergibt sich eine Farbverschiebung ins Blaue. Blitzgerte sind so konstruiert, dass sie ein Licht hnlich dem Sonnenlicht erzeugen.

Viele Lichtquellen sind nicht so hei, wie es ihrer Farbtemperatur entspricht. Z.B. Leuchtstoffrhren und andere Gasentladungslampen.

Weiabgleich

Das menschliche Auge fhrt in Zusammenarbeit mit dem Gehirn einen stndigen Weiabgleich durch. Deswegen nehmen wir den Farbstich bei Zimmerbeleuchtung nicht wahr. Die photographischen Aufnahmemedien aber schon. Deswegen ist ein Weiabgleich bei allen Aufnahmen in Kunstlicht ntig. Bei Negativ-Aufnahmen wird dies beim Erstellen der Abzge erledigt. Bei Digital-Kameras mssen die Daten entsprechend umgerechnet werden. Dies wird entweder von der Kamera-Software erledigt oder kann auch nachtrglich am Rechner geschehen. Bei Dia-Aufnahmen hilft nur ein Filter vor dem Objektiv, der z.B. den hohen Rotanteil einer Glhbirne wegfiltert.

Kontinuierliches Spektrum, Linienspektrum

"Schwarze Strahler" erzeugen ein kontinuierliches Spektrum, das bedeutet im Licht ist jede Farbe enthalten. Die Sonne und alle Formen von Glhbirnen sind schwarze Strahler. Eben alle Gegenstnde die aufgrund ihrer Temperatur leuchten, z.B. auch Kerzen. Ein Linienspektrum enthlt nur bestimmte Farben. Der Extremfall ist Laser-Licht, dieses besteht aus einer einzigen Farbe. Gebruchlichere Quellen mit Linienspektren sind Leuchtstoffrhren und Gasentladungslampen. Dem Auge fllt der Unterschied meist nicht auf, da vor allem Leuchtstoffrhren so konstruiert sind, dass sie das Auge tuschen. Aber die geringen Unterschiede in der Farbwiedergabe zwischen Auge und Aufnahmemedien bringt diese Tuschung in Form von starken Farbstichen zu Tage.

Selbstleuchtend - Beleuchtet

Bildinhalte knnen selbst Licht erzeugen oder dadurch sichtbar sein, dass sie beleuchtet werden. Problematisch wird es, wenn Bildanteile nur von im Bild befindlichen Lichtquellen ausgeleuchtet werden. Da hierbei immer die Lichtquelle viel heller als ihre Umgebung ist. Typisches Beispiel ist die Sonne in Landschaftsaufnahmen.

Wenn mglich sollte in solchen Fllen weitere Beleuchtung verwendet werden, in dem genannten Beispiel geht das natrlich nicht. Nachtaufnahmen von Stadtansichten werden deswegen gerne in der Dmmerung gemacht. Durch die Resthelligkeit ist in diesem Fall der Kontrast zwischen Husern und Straenlampen nicht so gro.

Dauerlicht - Blitzlicht

Der physikalische Unterschied zwischen diesen Lichtarten besteht erst mal in der unterschiedlichen Beschreibung der Intensitt. Bei Dauerlicht, z.B. einer Studio-Beleuchtung mit Halogenstrahlern spricht man von der Leistung, bei Blitzlicht von der Energie, die die Lichtquellen haben. Um die gleiche Helligkeit auf einem Photo zu erzeugen bentigt man z.B. entweder einen 1000-W-Halogenstrahler mit einer Belichtungszeit von 1/100sec, oder einen Blitz mit einer Energie von 1000W*1/100sec = 10Ws = 10 J (Joule). Bei diesem Beispiel ist der unterschiedliche Wirkungsgrad der Lichtquellen nicht bercksichtigt.

Da die Blitzdauer unter Umstnden bei 1/10000sec liegt knnte man nun behaupten dieser Blitz htte eine Leistung von 100000 Watt. Wichtig fr den Photographen ist noch die Erkenntnis, dass bei einer reinen Blitzlicht-Beleuchtung die Belichtungszeit keine Rolle mehr spielt, die ist nmlich immer so lange wie die Dauer des Blitzes und nicht solange, wie der Verschlu offen ist. Zu beachten in diesem Zusammenhang ist dann noch die Blitzsynchronzeit.

Der Weg des Lichts von der Lichtquelle zum Aufnahmemedium

Von einer Lichtquelle fllt ein Lichtstrom in Richtung des Motivs. Die "Strke" dieses Lichtstroms wird in Lumen (lm) angegeben. Dieser Lichtstrom erzeugt auf dem Motiv eine Beleuchtungsstrke, angegeben in Lux (lx, lx=lm/m^2). Vom Motiv wird ein Lichtstrom in Richtung der Kamera reflektiert, seine Gre in Lumen hngt von den Reflexionseigenschaften des Motivs ab. Dieser Lichtstrom ergibt auf dem Aufnahmemedium eine Beleuchtungsstrke. Diese wird durch Verluste des Objektivs und die Gre der Blende eingeschrnkt. Durch den Verschluss ergibt sich aus der Beleuchtungsstrke und der Belichtungszeit die Belichtung in lx*s. Je nach Empfindlichkeit des Aufnahmemediums ergibt sich daraus eine Helligkeit im aufgenommenen Bild.

-- Florian Schott 09:45, 14. Apr 2006 (CEST)

Siehe auch


  Letzte nderung: 15:58, 11. Mai 2007 von Franz-Josef Wirtz . Basiert auf dem Text von Florian Schott und Gabriela rlings. - Aufrufe: 33848
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