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Lernen in der fc?

Ich will konstruktive Kritik! Bringt mir was bei!
Ich denke dieser Ansatz ist nur die halbe Wahrheit - liegt es nicht vielmehr an jedem selbst wo und wieviel er lernt?


Die FC ist ein Ort, an dem sich viele User aus eigenem Antrieb und mit den unterschiedlichsten Motivationen zusammenfinden um einem gemeinsamen Hobby nachzugehen – dem Fotografieren.
Was dabei über einen längeren Zeitraum meist unbewusst passiert ist, dass sich das eigene Bewusstsein von Fotografie, eigene Einstellungen, Sichtweisen und Kompetenzen verändern. Ein Prozess, der für sich selbst oft nicht bewusst wahrgenommen wird – bei anderen allerdings umso bewusster (z.B. Buddys).

Was ist Lernen?
"Unter Lernen verstehen wir in unserem Zusammenhang den Prozess, in dem Informationen in subjektiv bedeutsames und verfügbares Wissen oder auch in ein entsprechendes Können umgewandelt werden."


Nun hört man immer wieder den Ausspruch:
„Vergiss es! In der fotocommunity kann man nichts lernen! Hier werden Egos und Eitelkeiten gepflegt! Konstruktive Kritik gibt es nicht, keiner sagt mir wie ich es besser machen kann! Ich lerne so nichts – es ist zwecklos!“

Dabei bietet die fc viel mehr Potenzial als man im allgemeinen glaubt. Es ist zwar schön und sehr komfortabel, wenn man von anderen gesagt bekommt, wie man es besser machen könnte – die Frage ist, ob dies zum Ziel erklärt werden soll.

Sollte man nicht vielmehr auch andere wichtige Punkte betrachten, durch die wir lernen? Denn die Anmerkungen die wir bekommen zeigen uns doch nur, wie andere es gemacht hätte. Woher soll aber der Anmerker wissen, welche Idee oder welches Anliegen wir eigentlich umsetzen wollten?

Folgende Faktoren spielen nämlich ebenso eine große Rolle, wenn es ums Lernen geht:

  • Bilder ansehen: Durch das Betrachten von Fotos – und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Bild – erreicht man mit der Zeit einen Lerneffekt.

    Wichtige Fragen sind dabei: Wieso gefällt mir das Foto? Wieso gefällt es mir nicht? Was hätte ich anders gemacht? Diese Fragen stellen wir uns fast immer unbewusst. Das bewusste Auseinandersetzen damit ist jedoch eine Voraussetzung für bewusstes Lernen.


  • selbst Anmerkung schreiben: Dieser Faktor schließt direkt an den Punkt „Bilder ansehen“ an. Man ist gezwungen, seine subjektiven Gedanken in Worte zu fassen - etwas diffuses, subjektives zu strukturieren, so das es auch ein anderer versteht. Wieso hätte ich das Foto anders gemacht? Aus welchen Gründen gefällt es mir? / gefällt es mir nicht? Dabei sind Kommentare wie „Schönes Foto!“ oder „Ach wie süß!“ zwar für den Bildautoren möglicherweise nett und schmeichelhaft, für den eigenen Lernprozess jedoch unnütz.


Den eigenen Lernerfolg oder die eigenen Fortschritte kann man immer sehr schwer beurteilen. Hilfreich ist dabei immer, sich die eigenen Arbeiten aus einem längeren Zeitraum anzusehen und sehr alte mit aktuellen Arbeiten zu vergleichen. In der Regel ist dann schon deutlich erkennbar, das man sich weiterentwickelt hat. Aussagen wie „Das würde ich jetzt ganz anders machen!“ oder „Damals hab ich nur Mist fotografiert“ lassen dies sehr deutlich werden.


Siehe auch

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  Letzte Änderung: 11:11, 2. Apr 2009 von Sören Spieckermann . Basiert auf dem Text von Andreas Fürst und Lars Ihring. - Aufrufe: 9756
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