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Konica Bajonette

Anschlusssysteme


Für die Spiegelreflexkameras von Konica gab es im Laufe der Zeit unterschiedliche Anschlüsse. Der große Bruch kam Ende 1965 mit der Einführung eines größeren Bajonettdurchmessers bei der Auto-Reflex.


Konica Mount I (F-Bajonett)

Das frühe Bajonett für die Kameras der F-Serie hat einen Durchmesser von 40mm und ein Auflagemaß (Abstand Bajonett-Auflagefläche zu Filmebene) von 40,5mm.

Es hat eine außenliegende Verriegelungsklaue und einen Blendenschließer, der über einen Drehhebel die Blende am Objektiv vor der Aufnahme auf den zuvor am Objektiv eingestellten Wert schließt (Automatikblende). Das war damals ziemlicher Luxus. Im abgenommenen Zustand ist die Blende des Objektivs offen. Allerdings konnte eine Reihe der verfügbaren Objektive diese Automatikfunktion noch nicht nutzen und hatten nur manuelle oder Preset-Blende, die musste vor der Aufnahme also von Hand geschlossen werden.

Dieses Bajonett wurde verwendet bei den Gehäusen: FS, FSW, FP (auch als Revue SR, Wards slr700), FM

Die allererste Konica-Spiegelreflexkamera, die Konica F, hatte einen gekuppelten Selen-Belichtungsmesser, das Bajonett bei dieser Kamera hat deshalb zusätzlich einen Hebel, der die am Objektiv eingestellte Blende an die Kamera überträgt. Sowohl diese Kamera als auch die dafür erhältlichen Objektive sind extrem selten.

Objektive für das alte F-Bajonett lassen sich nur mittels eines Adapters auf dem AR-Bajonett verwenden (solche Adapter gab es von Konica). Dabei geht die automatischen Blendensteuerung verloren, es muss von Hand abgeblendet werden.

Abbildung und Beschreibung des alten F-Bajonetts: F-Bajonett auf buhla.de (http://www.buhla.de/Foto/Konica/HexanonHaupt.html#F)

Konica Mount II (AR-Bajonett)

Das spätere AR-Bajonett hat einen deutlich vergrößerten Durchmesser von 47mm und, wie das alte, ein Auflagemaß von 40,5mm. Die Verriegelung liegt innen. Die Blendensteuerung ist kein Drehhebel mehr, sondern ein Hebel, der hin- und hergeht. Im abgenommenen Zustand ist die Blende des Objektivs geschlossen.

Es gibt zwei Ausführungen dieses Bajonetts, mit und ohne Übertragung der größten Blende eines Objektivs für TTL-Belichtungsmessung.

Die ältere Version, eingeführt 1965, hat diese Übertragung der größten Blende noch nicht.

Mit Einführung der TTL-Belichtungsmessung bei der Autoreflex T 1968 musste der größte Blendenwert an das Gehäuse übertragen werden. Hierfür wurde eine zusätzliche Kupplung neben dem Blendenhebel integriert. Dieses Bajonett wurde dann unverändert bis zur Einstellung der Spiegelreflexreihe 1987 verbaut.

Mechanisch sind beide Varianten kompatibel, alle Objektive passen auch auf die jeweils andere Anschlussversion. Wenn alte Objektive ohne Blendenwertkupplung auf Gehäusen mit TTL-Messung verwendet werden, zeigt der Belichtungsmesser der Kamera aber unsinnige Werte an, damit geht natürlich auch die Belichtungsautomatik nicht. Neuere Objektive funktionieren hingegen ohne Einschränkungen auf Gehäusen ohne Blendenwert-Kupplung und ohne TTL-Messung.

AR-Bajonett ohne Kupplung für den größten Blendenwert wurde verwendet bei den Gehäusen: - Auto-Reflex (auch als Autorex, Revue Auto-Reflex) - Auto-Reflex P (auch als Autorex P, Revue Auto-Reflex SP)

AR-Bajonett mit Kupplung für den größten Blendenwert wurde verwendet bei den Gehäusen: Autoreflex T (auch als FTA, Revue Autoreflex TTL), Autoreflex A, Autoreflex T2 (auch als New FTA), Autoreflex A2, Autoreflex T3 Autoreflex A3, Autoreflex A1000, Autoreflex T3N, Autoreflex TC (auch als ACOM-1), Autoreflex T4, FS-1, FC-1, FP-1, FT-1, TC-X.

Objektive für das neue AR-Bajonett passen nicht auf Kameras mit dem alten F-Bajonett.

Abbildung und Beschreibung des neueren AR-Bajonetts: AR-Bajonett auf buhla.de (http://www.buhla.de/Foto/Konica/HexanonHaupt.html#AR)

Konica-Objektive auf Gehäusen anderer Hersteller

Wegen des sehr kurzen Auflagemaßes beim Konica-System (eines der kürzesten überhaupt) lassen sich alle Konica-Objektive nicht sinnvoll auf Gehäusen anderer Hersteller verwenden, da die Unendlich-Einstellung verloren gehen würde. Es gibt wohl auch keine entsprechenden Adapter.


  Letzte Änderung: 14:11, 1. Sep 2005 von Marc Schlueter . Basiert auf dem Text von Andreas Buhl. - Aufrufe: 5593
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