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KnipseraktDer Knipserakt lebt in dem Spannungsfeld aus Peinlichkeit, Pinup und Pornografie (was immer das auch ist). Um den Knipserakt zu verstehen, muß man sich die Geschichte der Aktfotografie ansehen und die durchaus erotisierenden Beweggründe miteinfliessen lassen. Seit es möglich ist, den menschlichen Körper fotografisch abzubilden, besteht ein Interesse daran - sei es aus Erinnerungs- oder anderen Gründen - diesen entblösst abgebildet für die Ewigkeit oder eine absehbare Zeitspanne zu bewahren. Das künstlerische Interesse stand dabei nicht immer im Vordergrund, so das man von einem Berg Amateuraufnahmen ausgehen kann, die früher eher selten die Öffentlichkeit erreichten, heute jedoch verstärkt - bedingt durch die neuen Medien (zu denen auch das Internet gehört) - ihre Akzeptanz und ihre Fankreise finden. Dem Knipserakt gemeinsam ist, das er von Amateuren für Amateuren, oftmals in sehr privaten und spontanen Shootingsessions, entsteht und das es selten um höhrere Weihen, sondern eher um oben angesprochenen Erinnerungswert (zumeist an den jeweiligen Lebenspartner) geht. Der Knipserakt bedarf keine fotografische Ausbildung, noch ein technisches Verständnis oder eine hehre Philosophie, da er sich diesen Dingen - schon aus dem Umfeld seiner Entstehung heraus - entsagt, und unkompliziert und privat bleiben will. Geschätzt wird am Knipserakt seine scheinbare Natürlichkeit, die sich darin ausdrückt, das die abgebildeten Personen in vielen Fällen charmant verlegen mit der ungewohnten Situation kämpfen und sehr selten das Gefühl haben dürfen, vorteilhaft abgelichtet zu werden. Aufgrund seines privaten Charakters schert sich der Knipserakt nicht um die Gesetzmäßigkeiten der Fotografie oder des Landes, und kommt damit in oben besagtem Spannungsfeld an und läßt sich hinterher durchaus in einigen Fällen eher zu einer Art dokumentarischen Pornografie rechnen, die - bedingt durch ihre laxe technische Haltung- durchaus abschreckend wirken kann. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Aktgenres und der großen qualitativen Bandbreite, sowie den kommerziellen Amateuraufnahmen, die von manchen Zeitschriften und Internetseiten aus voyeuristischen Gründen geschätzt werden, hat der Knipserakt einen Boom erlebt, der ihm den Status eines repräsentativen Aktes zuspricht. Diese Situation hat den Vorteil, das man sich erfrischend experimentell dem Thema Akt nähern kann (schließlich scheint qualitativ alles erlaubt), aber auch den Nachteil, das traditionelle Richtungen ein Abgrenzungsproblem bekommen und im Zeitalter dieser verschwimmenden Grenzen Neudefinitionen und klare Richtungen notwendig sind. Mittlerweile hat der Knipserakt sein bekanntes Terrain verlassen und ist, da die Erreichbarkeit von Models einfacher wurde, dazu übergegangen dieses alte Genre durch Modelfotos und -sammlungen zu erweitern. Knipserakt ist keine selbstgewählte Bezeichnung der Ausführenden, sondern eher eine wertende Wortwahl, daher ist dieses Label mit Vorsicht zu geniessen, auch wenn ein großer Teil des uns bekannten Amateurbereichs darunter fällt. Auch wenn der Knipserakt vielleicht etwas "verpönt" ist, weil er eben nicht den gängigen Konventionen des Akt- Bildes entspricht, so gibt es doch diverse Fotografen, die sich besonders in diesem Genre einen Namen gemacht haben. Bei diesen beiden Fotografen entstehen bilder einmal mehr, einmal weniger inszeniert. Es entstehen Bilder, die voller Dynamik sind oder wo auch schon einmal die Hauskatze des Models vor die Linse springt... Siehe auchWeblinks
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