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Klassische Infrarotfotografie

In der klassischen Infrarotfotografie verwendet man spezielle Filme. Mit einer Ausnahme handelt es sich dabei um Schwarzweißemulsionen. Diese Filme haben eine höhere Empfindlichkeit für infrarotes Licht als normale Filme. Da das infrarote Licht weniger Energiereich ist, als das sichtbare und insbesondere das blaue Licht, wirkt sich das Infrarotlicht zunächst nicht sehr bildbestimmend aus. Um die Wirkung des infraroten Lichtanteils zu erhöhen, verwendet man Infrarotfilter, auch Schwarzfilter genannt (s. „Filter“ Infrarotfotografie), die das sichtbare Licht sperren und nur infrarotes und -je nach Filter- tiefrotes Licht durchlassen.

Kodak HIE
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Kodak HIE

Durch diese Filter kann man mit dem menschlichen Auge nicht hindurch sehen. Schon aus diesem Grund, aber wegen der relativ langen Belichtungszeiten, ist die Verwendung eines Stativs obligatorisch. Man montiert die Kamera auf dem Stativ, wählt den Bildausschnitt und stellt scharf. Dann montiert man das Filter, stellt ggf. den Autofocus aus, und korrigiert die Schärfeebene entsprechend. (S. „Objektive“ in Infrarotfotografie) Diese Focuskorrektur ist notwendig, weil jede Optik für infrarotes Licht einen anderen Brennpunkt hat als für sichtbares Licht. Demzufolge liegt auch die Schärfeebene anders. Bei vielen Objektiven wird es genügen, die Blende auf 8 oder mehr abzublenden, damit die sich ergebene Tiefenschärfe sowohl die Schärfeebene des infraroten als auch die des sichtbaren Lichtes umfasst. Eine Rotkorrektur ist aber in jedem Fall empfehlenswert. (Ausnahme hierbei sind sog. Infrarot-Composite in der digitalen Infrarotfotografie.)

IR-Tauglichkeit von Gehäusen

Nicht jedes Kameragehäuse ist in gleicher Weise geeignet für Infrarotmaterial. Insbesondere gibt es einige Gehäuse am Markt, die zum Messen und Steuern des Filmtransports IR-Leuchtdioden einsetzen. Diese IR-LEDs belichten dann die Traktorspur. Je nach Art und Empfindlichkeit des verwendeten Materials, kann diese Belichtung in die Negative ausstrahlen.

Bei Canon sind folgende Gehäuse grundsätzlich IR-tauglich, da sie über keine IR-LED verfügen: EOS 1, 1n, 1n-HS, 1n RS, 10, 10s, 600, 620, 630, 650, 750, 850, 1000, 1000F, 1000N, 1000FN, 1000S, RT, Rebel, Rebel S, Rebel II, Rebel IIS Ungeeignet für viele IR-Filme sind die Modelle EOS 1V, 1V-HS, 5, 3, 30, 33, 100, 300, 300V, 500, 500N 700, 888, 3000, 3000N, Elan, Elan II, Elan IIE, Elan 7, Elan 7E, Rebel 2000, Rebel Ti, Kiss 5, KISS

Infrarot Filme

(more to come …) Kodak HIE, Konika IR, Maco 820c, (Maco 750, 730, 840), Rollei R3, Ilford SFX, div. Verkehrsüberwachungsfilme wie Agfa APX 200S, Ilford SP816T, Kodak TSF SO-033,

Farbinfrarot


  Letzte Änderung: 13:29, 1. Nov 2008 von Franz-Josef Wirtz . Basiert auf dem Text von Hermann Klecker. - Aufrufe: 1912
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