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Grauverlaufsfilter
Wozu Grauverlaufsfilter?Bis vor kurzem hatte ich nie davon gehört. Ich kannte nur Graufilter (http://bilderwald.ch/tag/graufilter/) für längere Belichtungszeiten. Aber was bitte sind Grauverlaufsfilter und wofür brauche ich die, wenn ich doch Photoshop/Lightroom habe? Seit dem Landschaftsfotografieworkshop (http://bilderwald.ch/2011/07/09/workshop-landschaftsfotografie-besucht-und-begeistert/) weiss ich jetzt sehr genau, wozu die da sind und dass man die nicht mit Photoshop ersetzen kann. Theorie zu den Grauverlaufsfiltern (GND)Grauverlaufsfilter sind Scheiben mit einer von dunkel bis transparent verlaufenden Lackierung. Diese werden vor die Kamera gehalten und lassen so unterschiedlich viel Licht durch das Objektiv an den Fotosensor. Es gibt die Grauverlaufsfilter in verschiedenen Abdunkelungsstärken (je nachdem wie stark man den Effekt will/braucht). Ausserdem gibt es sie mit hartem Verlauf für gerade Horizonte (Wiesen, Meer, …) und weichem Verlauf für “wilde” Horizonte (Baumwipfel, Berge, ...). Mehr Theorie gibt es auf Wikipedia zu den Grauverlaufsfiltern in englisch (http://en.wikipedia.org/wiki/Graduated_neutral_density_filter) oder deutsch (http://de.wikipedia.org/wiki/Grauverlauffilter).
so sieht ein GND-Filter aus
Fotografieren mit dem GNDStativ aufstellen, Bildausschnitt wählen, Filter vor die Kamera halten und abdrücken. Das mit dem vor die Kamera halten ist nicht ganz so easy. Es gibt zwar Haltesysteme aber von denen hat uns der erfahrene Kursleiter Stefan mit guten Argumenten abgeraten. Denn wenn der Filter in diesem Haltesystem montiert ist, wird es schwierig mit dem Drehen des Polfilters, da sich dann der Grauverlaufsfilter auch wieder dreht. Eine weitere Schwierigkeit ist dann das flexible hoch-/runterschieben des Filters ohne an Schrauben drehen zu müssen. Also hält man den Filter freihand vor das Objektiv, guckt durch den Sucher oder auf das Lifeviewbild und drückt dann ab. Aber auch das ist noch nicht alles Der Grauverlaufsfilter ermöglicht das Fotografieren von Szenen mit mehr Bildinformationen als ohne. Wenn ich beispielsweise die Schattenseite eines Berges fotografieren (wie bei den Bildern oben) will, über dem ein blauer Himmel mit Wolken ist, habe ich ohne Grauverlaufsfilter drei Optionen.
Die letzte Methode hat den Nachteil, dass es Zeitaufwändig ist und beim Fotografieren das Ergebnis noch nicht richtig sichtbar ist. Mittels Grauverlaufsfilter gehe ich so vor, dass ich ohne Filter die Belichtungsmessung mittels Kamera für einen dunkeln Bildteil (Schattenhang) durchführe. Dann speichere ich diese Belichtungsmessung (Nikon: AE-F/AE-L Taste ¦ Canon: *-Taste), halte den Grauverlaufsfilter vor die Linse bis es passt und drücke den Auslöser. Dadurch wird das Bild optimal belichtet, ohne zu starke Lichter/Schatten. ohne Filter
Herausforderungen beim Fotografieren mit dem GrauverlaufsfilterAlles ganz easy oder? Leider nein! Herausforderungen beim Fotografieren mit dem Grauverlaufsfilter:
Fazit GND FilterIch bin begeistert von dieser Technik. Seit dem Kurs denke ich bei Sonnenuntergangszenen: “Hätte ich jetzt diese Filter, könnte ich sowohl den Himmel als auch die Landschaft perfekt belichten und einen Teil der Stimmung einfangen”. Ich betrachte jetzt auch Landschaftsfotos anders und versuche zu erkennen ob sie mit einem GND erstellt wurden oder nicht. Früher oder später werde ich mir ein Filterset bestellen und darüber berichten und zwar auf http://www.bilderwald.ch. Weitere Beispielbilder
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