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Gradation

Die Gradation bezeichnet den Kontrastumfang eines Fotos.

Inhaltsverzeichnis

Gradation in der analogen Fotografie

Fotopapier mit fester Gradation

Bei Fotopapier mit fester Gradation wird diese durch Zahlen angegeben:

0 = Extraweich (fast gräulich)
1 = Weich
2 = Spezial
3 = Normal
4 = Hart
5 = Extrahart (fast nur noch Schwarz und Weiß)

Fotopapier mit variabler Gradation (Multigrade)

Neben Fotopapieren mit fester Gradation, gibt es auch Fotopapiere mit variabler Gradation, sog. Multigrade- oder Gradationswandelpapiere. Diese werden im Kontrastumfang durch Farbfolien, welche in den Belichtungsschacht eingelegt werden, oder durch spezielle Farbmischer, welche im Belichtungsgerät installiert sind, beeinflusst.

Hierbei gilt: Je Mehr Gelb in der Farbfolie vohanden oder im Farbmischer eingestellt ist, umso weicher (kontrastärmer) wird das Bild. Umgekehrt verhält es sich bei einem größeren Magenta-Anteil in der Farbfolie oder dem Farbmischer; hier wird das bild härter (kontrastreicher).

Veränderung der Gradation bei der Filmentwicklung

Durch spezielle Entwicklungstechniken kann bereits bei der Entwicklung des Negativfilmes die Gradation beeinflusst werden.


Gradation in der digitalen Fotografie

Viele Bildbearbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit an, den Kontrastumfang eines Bildes über eine Gradationskurve zu beeinflussen. Hierbei kann über einen Graphen der Kontrastumfang entsprechend manipuliert werden.

Anwendung

 Angesteilte Gradationskurve
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Angesteilte Gradationskurve

Wenn man die Gradationskurve in einem Bildbearbeitungsprogramm aufruft, erscheint ein quadratisches Feld mit einer von links unten nach rechts oben verlaufenden Diagonalen. Diese Linie kann nun entsprechend verändert werden.

Mit einem Klick auf diese Linie erhält man einen weiteren Punkt, welchen man nach nach Belieben ziehen kann.

Eine Ansteilung der Gradationskurve bewirkt eine Erhöhung des Kontrastes.

Durch das Herabsetzen des Punktes aus der rechten oberen Ecke wird das Bild dunkler. Das Histogramm wird auf die linke Hälfte zusammengestaucht. Umgekehrt verhält es sich, wenn der Punkt in der linken untern Ecke heraufgesetzt wird; das Bild wird heller und das Histogramm wird rechts zusammengestaucht.

Es ist auch möglich, die Gradationskurve völlig zu kippen, wodurch ein Negativ entsteht. Dadurch wird der linke untere Punkt an das obere Ende gezogen, der rechts oben befindliche Punkt an das untere Ende.

Wenn die Linie völlig wagerecht eingestellt wird, verschwindet alles. Das Bild wird grau.

Die Gradationskurve bietet also eine sehr präzise Möglichkeit, Korrekturen an Teilbereichen des Tonwertumfangs vorzunehmen. Bei einer Bildbearbeitung über die Helligkeits- und Kontrastkorrektur werden hellere und dunklere Bereiche des Bildes gleichbehandelt, was nicht immer wünschenswert ist.


  Letzte Änderung: 23:42, 26. Sep 2011 von Jakob Fechtig . Basiert auf dem Text von Sabine... und Olli. . - Aufrufe: 2092
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