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FarbtiefeIn der Digitalfotografie ist mit "Farbtiefe" letztendlich die Genauigkeit der Differenzierung gemeint: 8 Bit oder 16 Bit. Eine digitale Kamera, auch die billigste, arbeitet intern mit mindestens 10 Bit Wandlertiefe, d.h. die Spannung, die sich durch die Belichtung in einer Sensorzelle aufbaut, wird mit einer Genauigkeit von 1024 Stufen mit digitalen Werten zwischen 0 (schwarz) und 1024 (volle Helligkeit, die die Zelle aufnehmen kann) repräsentiert. Der Grund ist zunächst, daß bei einer Analog-Digital-Wandlung aus physikalischen Gründen das kleinste Bit immer unzuverlässig ist. Will man also eine zuverlässige 8-Bit-Wandlung haben, so muß mit mindestens 9 Bit gewandelt werden. Das ist aber eine computermäßig nicht so gut handhabbare Zahl, sodaß es sich eingebürgert hat, daß digitale Kameras mit 10, 12, 14 oder 16 Bit arbeiten. Gibt die Kamera nun ein JPEG aus, so hat es aber auf jeden Fall nur 8 Bit, d.h. die Helligkeitswerte werden mit 256 Tonwertstufen repräsentiert. Ein RAW-Bild hätte so viele Tonwertstufen wie der Wandler der Kamera. Da aber ein Rechner nur entweder mit einem Byte (8 Bit) oder zwei Byte (16 Bit) arbeiten kann, werden die resultierenden Werte immer in 16 Bit gespeichert. Das bedeutet nun, daß Helligkeitsinformationen mit mehreren tausend oder sogar zehntausend Stufen zwischen Schwarz und Weiß differenziert werden, feine Unterschiede im Motiv also viel genauer erfaßt werden als mit 8 Bit. Für eine gute Bildqualität, besonders für die intensive Bearbeitung, macht es also Sinn, mit 16-Bit-Bildern (TIFF oder Photoshop) oder gleich mit RAW's zu arbeiten.
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