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Empfindlichkeit

Inhaltsverzeichnis

Werte

Die Lichtempfindlichkeit der Aufnahmemedien (Dia, Negativ, Aufnahmesensor) wird in ISO angegeben.

Daneben gibt es noch die älteren Angaben in DIN (z.B. 21°) und ASA (z.B. 100). Sie wurden beide in der neueren internationalen Bezeichnung ISO 100/21° zusammengefasst. Auch hier in der fc ist aber die Angabe in ASA am gebräuchlichsten.

200 ASA ist doppelt so empfindlich wie 100 ASA, somit ergibt sich bei sonst gleichen Bedingungen die halbe Belichtungszeit.

Wegen der kürzeren Belichtungszeit wird im englischen auch von einem "schnelleren" Film, bei weniger empfindlichen von einem "langsameren" Film (faster/slower film) gesprochen. Hierauf bezieht sich wohl auch der Begriff "ISO-Geschwindigkeit". Das Ganze ist als deutsche Rückübersetzung aus dem englischen etwas sinnfrei und irreführend... Im deutschen spricht man von einer höheren oder geringeren Empfindlichkeit.

Bei DIN-Angaben verdoppelt sich die Empfindlichkeit, wenn sich die Angabe um 3 ändert. Aus DIN 21° (ASA 100) wird bei Verdoppelung DIN 24° (ASA 200). Die 3 bei dieser Angabe kommt aus der in der Physik weitverbreiten Anwendung des Logarithmus. Eine Erhöhung um 3 in einer logarithmischen Skala ergibt eine Verdoppelung im "echten Leben". => Logarithmisch

Definition

Die Werte ergeben sich aus der Belichtung (Beleuchtungsstärke in Lux x Zeit), die eine erkennbaren Unterschied zu vollständiger Dunkelheit auf dem Aufnahmemedium hinterlässt. Die ASA-Angabe ist der Kehrwert dieses Belichtungswerts. Ein Negativ-Film mit der Empfindlichkeit 100 ASA zeigt bei 1/100 lx*s eine gerade erkennbare Schwärzung.

Reziprozitätsgesetz

In weiten Grenzen wird bei einer bestimmten Belichtung eine bestimmte Helligkeit erzeugt, egal ob die Belichtung sich aus kurzer Zeit mit hoher Beleuchtungsstärke oder langer Zeit mit geringer Beleuchtungsstärke zusammensetzt. Dies nennt man das Reziprozitätsgesetz. Deswegen kann eine bestimmte Helligkeit eines Photos mit unterschiedlichen Blenden-Zeit-Paaren erreicht werden.

Schwarzschild-Effekt

Bei sehr kurzen und sehr langen Zeiten gilt das Reziprozitätsgesetz nicht mehr, dies wird als Schwarzschild-Effekt bezeichnet. Vor allem bei Langzeitaufnahmen ergibt sich hieraus eine Abnahme der Empfindlichkeit.

Der Schwarzschild-Effekt tritt vor allem bei Film auf, bei digitalen Kameras ist er normalerweise nicht spürbar.

Der Astro-Physiker Karl Schwarzschild entdeckte diesen Effekt bei seiner Arbeit mit Astro-Photos. (Nach ihm ist übrigens auch der Schwarzschild-Radius bei schwarzen Löchern benannt, kennt man doch aus Science-Fiction-Filmen)

Übliche Werte

Gebräuchliche Werte liegen zwischen 50 und 1600 ASA. Allen Aufnahmemedien ist gemein, das die Qualität mit steigender Empfindlichkeit abnimmt. Aufgrund der verbesserten Eigenschaften sind moderne Negativ-Filme nur noch ab 200 ASA erhältlich, diese Empfindlichkeit hat die früher gebräuchliche Standard-Empfindlichkeit von 100 ASA abgelöst. Die 50 ASA Filme sind bei Dia-Photographen beliebt, da es dort durch die Betrachtung auf großen Leinwänden besonders auf feine Detailwiedergabe und höchste Farbqualität ankommt.

Empfindlichkeit Analog - Digital

Die Empfindlichkeitswerte sind direkt übertragbar. Bei gleichen Einstellungen (Blende, Zeit, Empfindlichkeit) sollte beim gleichen Motiv auch die gleiche Helligkeit im fertigen Bild entstehen. Unterschiede gibt es aber anscheinend in der Wiedergabe der Lichter und Schatten. Aber die gibt es auch zwischen unterschiedlichen Film-Materialien.

Weblink

  • Belichtungsmessung (http://www.wildlifepaparazzo.de/paparazzo/fototipps/fototips/belichtung.html)
  Letzte Änderung: 10:25, 12. Feb 2008 von YF . Basiert auf dem Text von Florian Schott und Marc S. und anderen. - Aufrufe: 21854
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