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Einbeinstativ

Siehe auch unter Stativ



Einbeinstative sind kein Ersatz, sondern vielmehr eine Ergänzung zu Dreibeinstativen.

Einbeinstative ermöglichen es dem Fotografen, richtig eingesetzt, selbst mit mittleren Teleobjektiven verwackelungsfreie Bilder bis hinunter zu 1/30sek, eingeschränkt sogar bis zu 1/15sek, aufzunehmen. (ein entsprechend bewegungsloses Motiv vorrausgesetzt...)

Hervorragend lassen sich Einbeinstative in Verbindung mit langen und schweren Teleobjektiven einsetzen. Sie befreien den Fotografen von deren nicht zu unterschätzendem Gewicht, ermöglichen dabei Aufnahmen mit Verschlußzeiten die aus freier Hand sicher verwackelt wären und lassen dem Fotografen genügend Flexibilität um auf unvorhersehbare Situationen reagieren zu können. Nicht umsonst gehören Einbeinstative zu den "must have" Geräten von Sport- und Tierfotografen.

Einbeinstative direkt mit einer Kamera oder einem Teleobjektiv mit Stativanschluß zu verbinden, ist weniger optimal. Deutlich einfacher ist es, ein Einbeinstativ mit einem kleinen Kugelkopf oder, bei langen Objektiven mit Stativschelle, besser einem Neigekopf wie dem Manfotto 234 (http://db.manfrotto.com/product/templates/templates.php3?sectionid=15&itemid=307) oder Manfrotto 234 RC (http://db.manfrotto.com/product/templates/templates.php3?sectionid=15&itemid=308) (mit Schnellwechseladapter) zu kombinieren.

Ein günstiges, robustes, kompaktes und trotzden sehr stabiles (auch mit grösseren Geräten als einem 2,8/300mm) Einbeinstativ ist zb. das Manfrotto Compact Monopod 680 (http://db.manfrotto.com/product/templates/templates.php3?sectionid=14&itemid=1816)

Einbeinstative gibts (generell gesagt) in zwei Ausführungen:
Entweder werden die Beinsegmente mit einem Hebel oder einer Schraube (zB. Manfrotto) oder durch "Überwurfmuttern" (zB. Monostat, Gitzo) geklemmt.
Beides hat Vor- und Nachteile.
Durch eine Hebel- oder Schraubenklemmung der Beinsegmente lässt sich der Beinauszug schnell, auch einhändig, verstellen (zB. wenn man die Kamera von Hoch- auf Querformat schwenkt oder sich hinsetzt/kniet) die vorstehenden Schrauben machen das Einbeinstativ allerdings etwas unhandlicher beim Transport.
Einbeinstative mit "Überwurfmuttern" sind deutlich kompakter, allerdings lässt sich der Auszug nicht so einfach und schnell verstellen.

Einbeinstativ als Stabilisator

Einbeinstative können aber auch nicht abgesetzt verwendet werden. In diesem Fall wird ein (nicht zu leichtes und möglichst starres) Einbeinstativ ohne Kugel- oder Neigekopf direkt an Kamera oder Objektiv geschraubt und auf eine mittlere Länge ausgefahren, fotografiert wird Freihand.
Der Effekt ist eine Stabilisierung der Kamera durch erhöhtes Drehmoment auf zwei von drei Achsen, lediglich die vertikale Drehachse (die durch das Stativ verläuft) behält ihr normales Drehmoment. Diese Stabilisierung entspricht in seinem Effekt der Stabilisierung für "horizontales Mitziehen", welche auch bei manchen Bildstabilisatoren gewählt werden kann: Während das Drehen der Kamera zur Begleitung des Motivs leicht ist, wird das verttikale und kippende Verwackeln erheblich reduziert. So erhält man einen preiswerten und aber effektiven Bildstabilisator.

Weblinks


  Letzte Änderung: 08:37, 8. Jul 2008 von Markus Sonnenberg . Basiert auf dem Text von Adrian Schlatter und Marc S. und anderen. - Aufrufe: 40327
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