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Dynamikumfang

Film und Fotosensoren reagieren auf Licht, messen also die Lichtintensität. Während des Belichtungszeitraumes (von Sekundenbruchteilen zu Stunden) wird auf dem Medium Licht in Form von Photonen absorbiert und führt zu einem messbaren Ergebnis. Dieses Ergebnis (auf dem Film als Schwärzung bei der Entwicklung, beim elektronischen Sensor als Entladung einer Ursprungsladung) läßt Rückschlüsse auf die eingefallene Lichtmenge zu, vereinfacht auf die Anzahl der absorbierten Photonen. Dabei gibt es Grenzen sowohl nach unten (niedrige Lichtmengen) und nach oben (große Lichtmengen), die nicht durch das Medium unterschieden werden können. Der Quotient dieser Grenzen (maximale noch messbare Lichtmenge durch minimale noch messbare Lichtmenge) ist ein Maß für den Dynamikumfang.

Es wird jedoch nicht der Quotient sondern der 2er-Logarithmus oder der 10er-Logarithmus dieses Quotienten verwendet, im ersten Fall spricht man von Blendenstufen, im zweiten Falle von Dichte.

Den höchsten Dynamikumfang haben tiefgekühlte CCDs für astronomische Aufgaben, bis zu 22 Blendenstufen.

Im Bereich normaler Fotografie hat der s/w-Negativfilm den höchsten Dynamikumfang von mehr als 9 Blendenstufen. Diafilme haben einen deutlich geringeren Dynamikumfang von 6 Blendenstufen. Elektronische Sensoren erreichen Werte irgendwo dazwischen.

Dem Dynamikumfang eines Mediums steht der Lichtintensitätsumfang einer Szene gegenüber, der oftmals größer ist. In diesem Falle wird bei der Aufnahme zwangsläufig ein Teil des Bildes über- oder unterbelichtet. Die Volksweisheit "nicht gegen die Sonne fotografieren" trägt neben Objektivfehlern dem Phänomen Rechnung, daß der Dynamikumfang bei Gegenlicht sehr hoch ist.

Techniken um den Dynamikumfang zu reduzieren, wären zb Grauverlauffilter, DRI, Aufhellblitzen oder der Einsatz von Aufhellern.



  Letzte Änderung: 13:53, 2. Sep 2005 von Marc Schlueter . Basiert auf dem Text von P. N.. - Aufrufe: 5946
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