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BraunkohletagebauIm Städtedreieck von Aachen, Köln und Düsseldorf gibt es eine ganze Reihe von Großtagebauen, die das Rheinische Braunkohlerevier ausbeuten. Weitere Braunkohletagebaue gibt es in Deutschland in der Lausitz und bei Helmstedt. Braunkohletagebau Inden, 1999, Kraftwerk Weisweiler am Horizont (Beschreibung siehe fc-Bild (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/77346/display/3212441))
Braunkohletagebau im RheinlandWas ein Braunkohletagebau istBei einem Braunkohletagebau werden die Deckschichten über der Lagerstätte entfernt, um an den Rohstoff Braunkohle zu gelangen. Der Abbau findet also unter freiem Himmel statt und kann ohne Aufwand beobachtet werden. Am Rande der Tagebaue gibt es einige Tag und Nacht (http://fc-foto.de/19847214) frei zugängliche Aussichtspunkte, die einen Einblick (http://fc-foto.de/2553081) in die mehrere Kilometer langen bzw. breiten und mehrere hundert Meter tiefen Löcher gewähren. Die Terassen (http://fc-foto.de/1979461) ergeben einen canyonartigen Eindruck mit Blicken auf verwüstete (http://fc-foto.de/2857294) Flächen, die durch zeitweise der Erosion und Verwitterung (http://fc-foto.de/2943464) preisgegebene Schichtanschnitte (http://fc-foto.de/2755940) auf der einen Seite und Abraumkippen (http://fc-foto.de/1113759) auf der anderen Seite begrenzt werden. TechnikIm Tagebaugebiet kann man zeitweise die über lange Stromtrassen (http://fc-foto.de/2755761) versorgten riesigen Schaufelradbagger (http://fc-foto.de/1395165) oder Absetzer (http://fc-foto.de/2168844) für den Abraum (http://fc-foto.de/1508125) etwa auf dem Niveau des umgebenden Geländes (http://fc-foto.de/7413977) bei der Arbeit sehen. Dann und wann werden die Großgeräte als spektakuläre Aktion (http://fc-foto.de/2720186) von einem zum nächsten Tagebau gefahren. Aus dem Tagebau heraus und zum Einsatzort hin gelangt die Braunkohle außer per Förderband (http://fc-foto.de/3355007) auch per eigener Kohlebahn (http://fc-foto.de/2697061). FolgenWegen ihrer für Außenstehende kaum vorstellbaren Größe (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/2699349) und Tiefe (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/1794004) muss bereits weit im Vorfeld das gesamte Grundwasser durch eine langfristig folgenreiche Sümpfung (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/1774522) abgepumt und in Flüsse geleitet werden. Anders als im Ruhrgebiet sind unmittelbare Bergschäden wegen der gleichmäßigen Setzung der ausgetrockneten Landschaft nur auf die Gebiete mit geologischen Sprüngen beschränkt. Die Staubentwicklung beim Abbau führt großflächig auch außerhalb des eigentlichen Tagebaus noch zu Beeinträchtigungen und lässt den Tagebau selbst oft diesig erscheinen. Auch das gesamte Naturinventar und Kulturland muss vorher vollständig beseitigt werden, inklusive Dörfern (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/5530958), Gehöften (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/2890398), Agrarflächen, Wäldern (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/3235092), Autobahnen (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/4995920), Friedhöfen (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/7113501), Kirchen (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/2560430) und Kapellen (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/7009880), Flüssen (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/2655793) sowie der gesamten Infrastruktur (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/5651085). Die Dörfer und Gehöfte stellen so einige Jahre lang Geisterdörfer (http://www.fotocommunity.de/pc/pc/display/1602982) dar, wie man sie sonst nur aus Western kennt. LandschaftEin Teil der vorherigen Landschaft wird nach einem Transport über die zig Kilometer langen Bandstraßen (http://fc-foto.de/1908922) in teilweise mehrere Kilometer großen und bis zu zweihundert Meter hohen Kippen (http://fc-foto.de/18265361) aufgetürmt, während ein Teil der Tagebaubereiche wieder auf vorheriges Niveau aufgefüllt (http://fc-foto.de/15500816) (Verfüllung) und agrarisch (http://fc-foto.de/3108978) genutzt wird (Rekultivierung). Durch die fehlende Kohle und die Abraumhalden bleiben letztendlich einige riesige Löcher übrig, die im Laufe der Jahrhunderte nach und nach zu Restseen (http://fc-foto.de/1992760) werden (allmähliche Flutung). Teilweise werden sie als Freizeitanlagen (http://fc-foto.de/5978134) genutzt, teilweise als neue Biotope geschützt und sich selbst überlassen. Auch während der Jahrzehnte währenden Abbauzeit entstehen vorübergehend neue Biotope in vom Abbaubetrieb in Ruhe gelassenen Bereichen (http://fc-foto.de/4272672). BewohnerSämtliche Bewohner der Dörfer und Gehöfte werden gezwungen, die alte Heimat zu verlassen. Günstigstenfalls etwa zur Hälfte wählen sie die Umsiedlung in ein eigenes Neubaugebiet bei den verbleibenden Orten in der Nähe. Statt eines eigenständigen Dorfes werden sie so zu einem Ortsteil. Die Eigentümer erhalten dabei einen Teil ihrer alten Werte entschädigt, die Differenz wird durch Kredite oder durch Verkleinerung finanziert. Wer seine Immobilien und das Grundstück nicht an den Bergbautreibenden verkauft wird enteignet. Der andere, vorwiegend jüngere Teil der ehemaligen Bewohner entflieht dem ganzen Geschehen vor Beginn des Umsiedlungsverfahrens, bleibt damit entschädigungslos und geht mit wirtschaftlichem Schaden weg, um woanders zu siedeln. Ältere Bewohner, denen ein Neuanfang zu beschwerlich oder die Entschädigung völlig unzureichend ist kommen bei Verwandten unter oder landen in Altenheimen. Manchen Älteren bleibt dieser Wechsel erspart, wenn sie noch vorher sterben. Es kann durchaus sein, dass sie selbst während eines bereits laufenden Umsiedlungsverfahrens zunächst noch auf dem alten Friedhof begraben werden und kurze Zeit später wieder umgebettet werden. Von der ersten Ankündigung bis zum Abschluss des Umsiedlungsverfahrens vergehen etliche Jahrzehnte. Diese Zeitspanne ist von langwierigen Versuchen begleitet, vor Gericht etwas zu verändern, so dass die Unsicherheit über die Genehmigung oder die Ausmaße der Tagebaue eine Planung für die betroffenen Kommunen, Firmen und Privatleute sehr erschwert wird. Mieter (http://fc-foto.de/2890596) gelten bei der ganzen Geschichte als nahezu rechtlose Manövriermasse. Erst in allerjüngster Zeit gibt es Anstrengungen, auch für sie etwas zu erreichen. Einsatz der BraunkohleDie abgebaute Braunkohle wird in den umliegenden vier Großkraftwerken Neurath (http://fc-foto.de/2197983), Frimmersdorf (http://fc-foto.de/display/3531069) (beide Grevenbroich), Niederaußem (http://fc-foto.de/665625) (Bergheim) und Weisweiler (http://fc-foto.de/2573508) (bei Düren) verfeuert. Die Abwärmeschwaden (http://fc-foto.de/351594) aus den Kühltürmen (http://fc-foto.de/13501289) sind ein weithin sichtbares Landschaftsmerkmal geworden, ebenso wie die Hochspannungsleitungen (http://fc-foto.de/4064503), für die es bei Rheidt (Bergheim) ein großes ("UW Rommerskirchen (http://maps.google.com/maps?f=q&hl=de&sll=51.105031,6.717882&sspn=0.031581,0.068665&layer=&ie=UTF8&z=16&ll=51.008854,6.700802&spn=0.007912,0.017166&t=h&om=1)") und bei Gohr (Dormagen) ein kleineres Umspannwerk gibt. Ein immer kleiner werdender Teil der Braunkohle wird in einer Brikettfabrik (http://fc-foto.de/4699703) zu handlichem Brennstoff (Klütten) (http://fc-foto.de/4450462) für den Hausbrand gepresst. Zuletzt wird Braunkohlestaub industriell verwendet. Der Bergbautreibende unterhält ein Informationszentrum bei Bergheim im dortigen Wasserschloss Paffendorf (http://fc-foto.de/1078553), das auch von einem schönen Schlosspark umgeben ist. Beispiele innerhalb der fotocommunityFotoserienDie Reihenfolge der Serien ist mehr oder weniger beliebig.
Montagen und Verfremdungen
WeblinksInsbesondere unter den fotocommunity-Bildern von Franz-Josef Wirtz gibt es zahlreiche weiterführende externe Links als Ansatzpunkte für eigene Web-Recherchen. Hier schonmal ein paar Ansatzstellen, die oft weiterführende Links enthalten. Besichtigung
Fotografie
Film
VideoEinige dieser Filme können online abgerufen werden.
Feature
Literatur
Betroffene Gemeinden, Städte und KirchenDie Aufzählung ist unvollständig. Soweit vorhanden sind es Links auf die offiziellen Seiten. Bei zerstörten Dörfern sind es Seiten, auf denen es noch etwas dazu gibt. Siehe auch: Liste abgebaggerter Ortschaften (http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_abgebaggerter_Ortschaften) in der Wikipedia (Tagebaue Bergheim, Fortuna/Garsdorf, Frechen, Garzweiler (ehemals Frimmersdorf), Hambach, Inden, Zukunft)
Literaturhinweis zur Ortsgeschichte:
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