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Blitzen

Eingebaute oder ber einen Blitzschuh bzw. Blitzkabel angesetzte Blitzgerte ermglichen innerhalb der Reichweite des jeweiligen Blitzes gut belichtete Aufnahmen in dunkler Umgebung. Bei den meisten modernen Kameras werden die Blitze automatisch geregelt, d.h. eine Messzelle direkt in der Nhe des Filmfensters oder des Sensors misst das vom Motiv reflektierte direkt durch das Objektiv (TTL-Blitztechnik, siehe Blitzgert) ankommende Blitzlicht und schaltet den Blitz ab, wenn das Licht zur korrekten Belichtung der Aufnahme ausreicht.

Liegt das Motiv auerhalb der Reichweite des Blitzes, wird die Aufnahme ohne Warnung unterbelichtet!

Leitzahl

Woher bekommt man nun die Reichweite seines Blitzgertes? (siehe auch Blitzgert)

Diese Information erhlt man aus den technischen Daten zum Blitz. Dort gibt es eine so genannte Leitzahl. Diese Leitzahl hat folgende Bedeutung: Leitzahl = Blende x Reichweite (bei ISO 100). Bei Zusatzblitzen mit Zoomreflektor, wo also der Lichtaustrittswinkel der am Objektiv eingestellten Brennweite angepasst wird, ndert sich die Leitzahl bei Zoomen. Da der Bildwinkel bei grerer Brennweite kleiner ist, wird die Leitzahl grer.

Beispiel: Hat man einen Blitz mit der Leitzahl 20 und fotografiert mit Blende 8, dann reicht das Licht des Blitzes bis max. 2,5m Entfernung. Bei Verdopplung der ISO-Zahl auf 200 reicht er unter diesen Bedingungen 5m, bei ISO 400 10m.

In Kameras eingebaute Blitzgerte haben oft eine Leitzahl von 12. Externe Blitzgerte knnen eine Leitzahl bis 30 und mehr haben.

Eingebaute Blitze richten das Blitzlicht direkt auf das Motiv. Dadurch entstehen harte Schatten. Auerdem besteht bei Personen die Gefahr der roten Augen. (siehe auch Rote Augen)

Aufsteckblitze haben meistens einen schwenk- und drehbaren Reflektor, so dass indirektes Blitzen gegen eine weie Decke, eine weie Wand oder andere weie Reflexflche mglich ist. Damit erzeugt man weiches Licht, also ohne harte Schatten. Auch rote Augen sind dann kein Thema.

Aufhellblitzen

Nicht nur im Dunkeln leistet ein Blitz wertvolle Dienste, sondern auch am Tage. Insbesondere bei krftigem Sonnenschein entstehen oft krftige Schatten. Mit einem zugeschalteten Blitz knnen diese Schatten in der Reichweite des Blitzes aufgehellt werden. Die Blitzleistung wird automatisch geregelt, kann aber auch manuell gesteuert werden. Sehr gern wird diese Technik bei Portraits im Gegenlicht angewendet.

Langzeitsynchronisation

Eine besondere Art des Blitzens ist die so genannte Langzeitsynchronisation. Dabei wird eine Langzeitbelichtung mit einer Blitzbelichtung kombiniert. Sehr gern wird dabei auf den so genannten 2. Verschlussvorhang geblitzt (siehe Blitzsynchronzeit)

Damit kann man z.B. folgenden Effekt erzielen: Bei dunklen Motiven erfolgt die Belichtung mit entsprechend langer Belichtungszeit, so dass es zwar korrekt belichtet wird, aber Bewegungen ggf. verwischt dargestellt werden. Zustzlich erfolgt eine Belichtung durch den Blitz, der die in seiner Reichweite befindlichen Motivdetails kurz belichtet, so dass dort befindliche Personen z.B. scharf (also ohne Bewegungsunschrfe) abgebildet werden. Mchte man unverwackelte Aufnahmen haben, muss man dabei ggf. die Kamera auf ein Stativ schrauben.

Kurzzeitsynchronisation

Eine Besonderheit einiger weniger Spiegelreflexkameras der Mittel- und Oberklasse in Kombination mit einem entsprechenden Aufsteckblitz ist die Kurzzeit- bzw. High-Speed-Synchronisation. Dabei kann eine Belichtungszeit an der Kamera eingestellt werden, die krzer ist als die Blitzsynchronzeit. Technisch wird dies durch eine Blitzsalve (Stroboskop-Blitzen) whrend des Ablaufens des Schlitzverschlusses realisiert, was jedoch die Reichweite des Blitzlichts einschrnkt.

Einfrieren schnellster Bewegungen mit dem Blitz

Wird ein Blitzgert als alleinige Lichtquelle eingesetzt, knnen damit sehr schnelle Bewegungen eingefroren werden, weil die Abbrenndauer des Blitzgertes oft sehr kurz ist (1/2000 Sekunde bis 1/10000 Sekunde), d.h. dass der Verschluss der Kamera zwar lnger offen ist (z.B. 1/60 sec), der Blitz aber z.B. nur 1/5000 Sekunde aufleuchtet. Damit kann man auch unter ungnstigen Lichtverhltnissen sehr schnelle Bewegungen im Foto festhalten, so z.B. fallende Wassertropfen.


  Letzte nderung: 07:01, 11. Okt 2012 von . Basiert auf dem Text von Franz-Josef Wirtz und Frank Bothe. - Aufrufe: 13945
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