Dies ist eine Bezahl-Funktion
Premium-Nutzer können schon ab 4 € im Monat alle Funktionen der fotocommunity nutzen.
  • In allen Foren lesen und schreiben
  • Aktbilder hochladen und anschauen
  • Am Galerie-Voting teilnehmen
  • Bis zu 30 Fotos pro Woche hochladen
> Jetzt Premium-Mitglied werden
 
ad ad ad
 
 
 
spacer.gif

Blitzgerät

(Weitergeleitet von Blitz)

Für Studioblitze siehe unter: Studiolicht
Für die möglichen Anwendungsweisen siehe unter: Blitzen


Der Aufsteckblitz - die "Taschensonne" des Fotografen...

Heutzutage werden ausschließlich Elektronenblitze hergestellt. Manch einer kennt aber noch Blitzbirnen und Blitzwürfel, die bis in die 1970er Jahre verbreitet waren. Bei diesen Systemen ist das Blitzleuchtmittel nach einer Auslösung verbraucht und muß ausgetauscht werden. Logisch, dass sich der haltbare Elektronenblitz durchgesetzt hat.

Die Stärke des abgegebenen Lichts wird durch die Regulierung der Leuchtdauer verändert.

Die Leistung wird vom Hersteller mit der Leitzahl angegeben. Hier ist zu beachten, dass die Leitzahl vom jeweiligen ISO-Wert abhängig ist. Bei Blitzen mit Zoomreflektor hängt die Leitzahl von der Stellung des Reflektors ab. Die von den Herstellern angegebenen Werte sind daher nicht ohne Weiteres vergleichbar.


Inhaltsverzeichnis

Bauformen

Am häufigsten kommt der Aufsteckblitz vor, der mittels integriertem Blitzfuß direkt in den Blitzschuh der Kamera gesteckt wird und dann oben auf der Kamera sitzt.

Da Größe und Gewicht bei stärkeren Blitzen zunehmen, werden diese als Stabblitze gebaut. Stabblitze werden über eine Blitzschiene, die an das Stativgewinde der Kamera geschraubt wird, verbunden. Die Auslösung erfolgt durch ein Kabel, das mit dem Blitzschuh der Kamera oder - wenn vorhanden - dem X-Synchronkontakt der Kamera verbunden wird. Einige Aufsteckblitze können durch ein zusätzliches Batterieteil in einen Stabblitz verwandelt werden. Ein Vorteil des Stabblitzes ist, dass es durch den größeren Abstand zur Objektivachse seltener zum Rote-Augen-Effekt kommt.

Moderne Kompaktkameras haben nur noch selten einen Blitzschuh. Hier können Zusatzblitze ebenfalls über eine Blitzschiene angeschlossen werden. Der Zusatzblitz löst dann bei Auslösung des kamerainternen Blitzes mit aus.

Die Königsklasse stellen Reporterblitzsysteme von Quantum, Norman oder Pioneer (Bowens) dar, bei denen der Generatorteil bereits vom Blitzkopf getrennt ist und Leistungen erreicht werden, die manche Studioblitze übertreffen, siehe auch Akkugenerator. Bei den Geräten von Quantum ist auch eine TTL-Steuerung (sogar per Funk) möglich. Der derzeit leistungsstärkste Blitz mit integrierter Batterie und Belichtungsautomatik ist der Metz 76MZ5.

Stromversorgung

Einmal-Batterien sollten schon aus Umweltschutzgründen nicht mehr benutzt werden. Wiederaufladbare Akkus sind auf Dauer auch kostengünstiger. Einige ältere Geräte arbeiten u.U. aber nur mit den veralteten NC-Akkus.

Die meisten aktuellen Blitzgeräte werden über einen Satz AA-Akkus (NiMh) versorgt. Für einige Modelle gibt es auch herstellerspezifische Akkupacks, die am Gürtel getragen werden und die Blitzfolgezeit verkürzen sowie eine längere Akkulaufzeit ermöglichen.

Die Firma Quantum stellt mit den externen Batterien der Turbo-Serie universelle Akkupacks in verschiedenen Größen her, die über Adapterkabel an verschiedene Blitzgeräte und auch Kameras adaptiert werden können. Dabei kann die Blitzfolgezeit z.T. drastisch verkürzt werden (z.B. Nikon SB800 mit Quantum Turbo 2x2: 1,1s statt 4s bei voller Leistung).

Die Blitzleistung erhöht sich durch ein externes Batterieteil allerdings nicht.

Indirektes Blitzen

Höherwertige Aufsteckblitze verfügen über einen Schwenkreflektor, der um bis zu 90° nach oben gedreht werden kann. Dadurch kann indirekt geblitzt werden, d.h. das Blitzlicht wird von der Decke reflektiert und somit gestreut, die Belichtung sieht natürlicher aus als das harte Frontallicht. Am besten ist ein kombinierter Dreh- und Schwenkreflektor, der auch das indirekte Blitzen im Hochformat oder das Blitzen über eine Seitenwand ermöglicht. Wenn die Decke zu hoch, farbig oder gar nicht vorhanden ist, hilft ein Bouncer (siehe Weblinks Lumiquest) - ein faltbarer Aufsatz, der die Abstrahlfläche des Blitz vergrößert und das Licht dadurch weicher macht. Einen Bouncer kann man auch jederzeit mit einem Stück weißer Pappe improvisieren. Dabei wird der Schwenkreflektor nach oben gestellt und die Pappe leicht schräg hinter den Blitz gehalten, so dass dass austretende Licht auf die Pappe fällt und von dieser nach vorne reflektiert wird.

Automatikblitz

Die einfachste und universellste Blitzautomatik ist der A-Modus. Ein eingebauter Sensor im Blitzgerät mißt das vom Objekt reflektierte Licht und stoppt dann die Lichtabgabe. Wie bei allen Belichtungsmessern funktioniert dies gut bei Motiven mit mittlerem Grauwert - dunkle Motive (Mann im Anzug) werden jedoch schnell überbelichtet, helle Motive (Braut) unterbelichtet.

An der Kamera muß die gleiche Blende eingestellt werden, die auch am Blitz eingestellt ist (sog. Automatikblende). Einfache Blitze haben nur eine Automatikblende, bessere Modelle mehrere. Auch der ISO-Wert muß dem Blitz bekannt sein, damit er die korrekte Lichtmenge abgeben kann.

Im Automatikmodus wird kein Meßblitz abgegeben, daher eignet sich diese Betriebsart für das Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang.

Da die Automatikmessung unabhängig von der Kamera erfolgt, gibt es keine Einschränkungen, welches Blitzgerät zu welcher Kamera passt.

TTL-Blitzmessung

Bei der TTL-Blitzmessung wird die Blitzbelichtung durch das Objektiv gemessen und über Zusatzkontakte am Blitzschuh an das Blitzgerät übertragen.

Diese Betriebsart ist herstellerspezifisch, d.h. der verwendete Blitz muß kompatibel zur verwendeten Kamera sein. Aufgrund des unterschiedlichen Reflexionsverhaltens von Film und Digitalsensoren können TTL-Blitze aus der Analogzeit meistens nicht an DSLR-Kameras weiterverwendet werden.

Bei der TTL-Blitzmessung wird zu Beginn der Belichtung ein Meßblitz abgegeben. Beim Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang kann dieser Meßblitz das Bildergebnis beeinflussen.


zur TTL-Kompatibilität von Nikon-DSLR:

Die (alte) Standard-TTL-Blitzsteuerung stammt grundsätzlich von den "analogen" Kameras. Dabei wird in dieser Betriebsart in der Kamera während der Blitzbelichtung das reflektierende Licht von der Filmoberfläche gemessen. Sobald diese Sensormessung eine korrekte Belichtung erkennt, wird ein Signal an das Blitzgerät abgegeben womit die Lichtabgabe des Blitzgerätes abgebrochen wird. Diese Sensormessung kann aber nun bei Digital-Kameras in dieser Form nicht mehr durchgeführt werden. Bei diesen Kameras ist eine Reflexionsmessung auf den Aufnahmechip während der Belichtung aus technischen Gründen nicht mehr möglich. Aus diesem Grund arbeiten heutige Digital-Kameras, wie z. B. auch die Nikon D2H, mit Vorblitztechniken. Dabei wird mit Hilfe eines oder mehrer Vorblitze unmittelbar vor der eigentlichen Aufnahme das Motiv über die Mehrfeldmessung der Kamera ausgewertet. Die Kamera ermittelt dadurch den für die spätere Aufnahme notwendigen Lichtwert und überträgt diesen an das Blitzgerät. Bei den Digital-Kameras von Nikon gibt es nun unterschiedliche Vorblitztechniken mit der Bezeichnung "D-TTL" und "i-TTL", wobei zusätzlich noch Aufhellblitzbetriebsarten mit den Bezeichnungen "D-TTL-3D" und "i-TTL-BL" untergeordnet sind.

Die D-TTL-3D-Blitzsteuerung ist nur in Abhängigkeit von der Art des verwendeten Objektives möglich. Diese spezielle Art der D-TTL-Blitzsteuerung ist nur mit den Nikon-Blitzgeräten der DX-Serie verwendbar gewesen. Mit ihren Blitzgeräten hat die Firma Metz diese Funktion nicht umgesetzt. Deshalb ist mit deren Blitzgeräten nur der i-TTL-Blitzbetrieb der Kamera möglich. Die aktuellen Nikon-Blitzgeräte, wie SB-600 und SB-800, bieten nun dagegen die i-TTL- bzw. i-TTL-BL-Blitzsteuerung an, womit auch die aktuellen Nikon Digital-Kameras ausgerüstet sind. Mit diesen beiden Blitzgeräten ist an älteren "analogen" Kameras der althergebrachte TTL-Blitzmodus weiterhin nutzbar.

Die i-TTL-Blitzbetrieb ist mit den meisten früheren Blitzgeräten nicht möglich. Nur folgende Blitzgeräte der Firma Metz ermöglichen die i-TTL-Blitzsteuerung (z.B. mit der Nikon D2H):

  • mecablitz 48 AF-1 digital für Nikon,
  • mecablitz 54 MZ-4i mit Adapter SCA 3402 M7,
  • mecablitz 58 AF-1 digital für Nikon,
  • mecablitz 45 CL-4 digital mit Adapter SCA 3402 M7 und Verbindungskabel SCA 3045,
  • mecablitz 76 MZ-5 digital mit Adapter SCA 3402 M7.

für die D3 und D700 ist der SCA3402 M8 erforderlich, der dann aber die D2-Serie nicht mehr unterstützt - das hat schlicht und einfach Speicherplatzgründe. Weitere, nutzbare Geräte werden in der Nikon-Blitz-FAQ aufgeführt, siehe unten.

Aus den vorgenannten Gründen ist es tatsächlich so, dass frühere Blitzgeräte die nicht diese Vorblitztechniken unterstützen, auch leider nicht mehr im TTL-Blitzbetrieb mit zB der Nikon D2H eingesetzt werden können (ausser SB-28DX und SB-80DX). Diese Blitzgeräte sind nur noch im Automatikblitzbetrieb oder manuellen Blitzbetrieb mit der Kamera verwendbar.

Ausführliche und aktuelle Informationen dazu finden sich in der Nikon-Blitz-FAQ (http://www.nikon-fotografie.de/vbulletin/showthread.php?t=79941)

Manueller Blitz

Bei der manuellen Blitzeinstellung (M-Modus) wird bei einfachen Geräten stets die volle Blitzleistung abgegeben. Bessere Modelle erlauben die Regelung in unterschiedlichen Stufen, meist als Teiler angegeben (1/4, 1/8 etc.). Diese Betriebsart empfiehlt sich für Fotoserien, da nur dann eine gleichmäßige Belichtung aller Aufnahmen gewährleistet ist.


Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang

Die Zeit macht den Hintergrund (wo der Blitz nimmer hinreicht), die Blende (in Relation zum Blitz) den Vordergrund.

Kurze Zeiten:
Blitz belichtet Vordergrund, Hintergrund säuft ab.

Lange Zeiten:
Alles wird mit mit dem vorhandenen Umgebungslicht belichtet, sich bewegende Objekte werden verwischt, unscharf und als Geisterbilder dargestellt.

Lange Zeiten und Blitz:
Alles wird mit mit dem vorhandenen Umgebungslicht belichtet, sich bewegende Objekte werden verwischt, unscharf und als Geisterbilder dargestellt, am Ende der Belichtungszeit löst der Blitz aus und friert die sich bewegenden Objekte ein.
Dann hast das Bild schön von vorn bis hinten belichtet, die sich bewegenden Hauptmotive ziehen Bewegungsspuren hinter sich her, (Bewegungsdynamik), sieht dann aus wie die "Kondenstreifen" hinter einer laufenden Figur in einem Comic.

entfesselter Blitz

Ein "entfesselter Blitz" wird mittels eines Syncronkabels (wie ein Studioblitz) oder eines TTL-Kabels (Aufsteckblitz) an die Kamera angeschlossen.
Dadurch ergeben sich deutlich erweiterte Möglichkeiten der Lichtführung gegenüber einem Aufsteckblitz der im Blitzschuh der Kamera steckt.

Blitzsynchronspannung

Da digitale Kameras empfindlich auf zu hohe Syncronspannungen von Aufsteck- und Studioblitzen reagieren, dort beträgt die Synchronspannung gern mal mehr als 6V=, mindestens aber 12V=, ein Garant für schnelles Sterben der Kameraplatine und ihrer Bauteile im Moment des Auslösens... Hier eine Auflistung diverser Blitzgeräte diverser Hersteller mit den gemessenenn Blitzsynchronspannungen:

Ebenfalls Abhilfe verspricht dieses in Deutschland erhältliche Bauteil:
Blitzadapter mit Schutzschaltung (http://www.enjoyyourcamera.com/Blitzgeraete-Zubehoer/Blitzzubehoer/SM-512-Blitzadapter-Blitzschuhadapter-Blitzausloeser-mit-Schutzschaltung-fuer-Kameras-mit-Mittenkontakt-Blitzschuh::1068.html)
Ich habe das Zubehörteil noch nicht getestet, aber es wäre eine Lösung vieler Anschlussprobleme.

Hier gibt es noch einige mehr Angaben zu Synchron/Triggerspannungen und wie man sie messen kann:

  • Blitzlounge (http://blitzlounge.gedoweb.net/index.php?option=com_content&task=view&id=35&Itemid=36)

Diffusoren für Systemblitze

Weblinks


  Letzte Änderung: 16:46, 1. Apr 2012 von Thorsten198 . Basiert auf dem Text von etzismi und Hochzeitsfotoknipser und anderen. - Aufrufe: 39216
Der Textinhalt dieser Seite steht unter der Creative Commons License. Alle Fotos und Grafiken sind urheberrechtlich geschützt, wenn nicht anders angegeben. Der Text spiegelt nicht unbedingt die Meinung der fotocommunity wider.