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Aufnahmen von sich bewegenden Objekten


Die Aufnahme von sich bewegenden Motiven, z.B. Personen, Tiere, Fahrzeuge etc. erfordert eine besondere Beachtung der verwendeten Belichtungszeit, da von dieser Zeit der Effekt abhängt, der erreicht wird.

Bewegungen einfrieren

Oft ist das Ziel einer fotografischen Aufnahme, dass sich bewegende Motivdetails scharf auf dem Bild erscheinen, die möglichen Bewegungen also eingefroren sind. Um Bewegungen einzufrieren, sollte man möglichst kurz belichten, damit sich während der kurzen Belichtung die Position z.B. der sich bewegenden Person nur unmerklich verändert. Je nach Intensität der Bewegung sind hier Zeiten von 1/125 (z.B. bei einer Gruppenaufnahme stehender Personen) bis 1/500 Sekunde (z.B. bei spielenden Kinder oder tobenden Hunden) oder kürzer erforderlich. Das Wasser eines Springbrunnens oder eines Wasserfalls - um ein extremes Beispiel zu nennen - kann z.B. erst mit 1/4000 Sekunde komplett "eingefroren werden"

Bewegungen verwischt darstellen

Fotografiert man Bewegungen mit längeren Zeiten, also z.B. mit 1/60 Sekunde und länger, werden Bewegungen verwischt dargestellt. Ein beliebtes Motiv ist hier der Wasserfall. Oft werden hier Zeiten zwischen 1 Sekunde und 8 Sekunden verwendet, um den Wischeffekt besonders zu betonen.

Mitziehen

Beim so genannten Mitziehen bewegt man die Kamera mit dem sich bewegenden Objekt z.B. einen Rennwagen mit und verwendet zum Belichten aber eine vergleichsweise lange Zeit. Damit möchte man erreichen, dass der Rennwagen scharf abgebildet wird, der Hintergrund durch das Bewegen der Kamera verwischt erscheint um so die Bewegung des Rennwagens zu unterstreichen.

Diese Mitzieher gelingen oft erst nach reichlich Übung und Erfahrung. Folgende Vorgehensweise kann man als Anhaltspunkt verwenden: Beispiel vorbeifahrender Rennwagen, Belichtungszeit 1/60 Sekunde, der ankommende Rennwagen wird im Sucher anvisiert und dann mit der Kamera möglichst gleichmäßig mitverfolgt, während dieses Mitziehens löst man aus und zieht noch ein Stück weiter mit, so dass die Bewegung nicht abrupt (und möglicherweise zu früh) abgebrochen wird. Es wäre ein großer Zufall, wenn man schon beim ersten Schuss einen richtig guten Mitzieher im Kasten hätte, also wiederholen und wiederholen und ...

Eine besondere Art des Mitziehens ist das Fotografieren der scheinbaren Bewegungsbahnen der Sterne, wenn man am klaren Nachthimmel mehrere Minuten oder sogar Stunden belichtet. Obwohl die Kamera auf einem Stativ montiert ist, erfolgt das Mitziehen durch die Rotationsbewegung der Erde.

  Letzte Änderung: 10:57, 3. Nov 2008 von . Basiert auf dem Text von Gabriela Ürlings. - Aufrufe: 19339
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